Olympia-Start in Peking

Dürfen Arbeitnehmer einfach so am Arbeitsplatz Olympia schauen?

An diesem Freitag starten die Olympischen Winterspiele in Peking. Doch die Zeitverschiebung erschwert Sportbegeisterten, Olympia im TV oder Stream live mitzuerleben.

An diesem Freitag starten die Olympischen Winterspiele in Peking. Doch die Zeitverschiebung erschwert Sportbegeisterten, Olympia im TV oder Stream live mitzuerleben.

Bild: Kirsty Wigglesworth, AP, dpa

An diesem Freitag starten die Olympischen Winterspiele in Peking. Doch die Zeitverschiebung erschwert Sportbegeisterten, Olympia im TV oder Stream live mitzuerleben.

Bild: Kirsty Wigglesworth, AP, dpa

Die Olympischen Winterspiele in China starten diesen Freitag. Doch darf man am Arbeitsplatz einfach so Olympia schauen? Die IHK sagt, was geht – und was nicht.
04.02.2022 | Stand: 09:00 Uhr

Die Skirennen in den frühen Morgenstunden, das entscheidende Eishockey-Match noch vor der Mittagspause: Viele sportbegeisterte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer möchten die Olympischen Winterspiele in China gerne live verfolgen. Sie stehen ab Freitag, 4. Februar, wenn die Wettbewerbe beginnen, vor der Frage: Arbeit oder Live-TV? Denn wegen der Zeitverschiebung finden die meisten Wettkämpfe zumindest unter der Woche während der Arbeitszeit statt. Die Fachberaterin der IHK Schwaben, Hanna Schmid, erklärt in einer Pressemitteilung, was arbeitsrechtlich möglich ist – und was nicht.

"Grundsätzlich ist alles verboten, was von der Arbeit ablenkt", sagt die IHK-Expertin aus der Region

„Grundsätzlich gilt auch während sportlichen Großereignissen die Pflicht des Arbeitnehmers, der vertragsgemäßen Leistung nachzukommen“, sagt Hanna Schmid vom Beratungszentrum Recht und Betriebswirtschaft der IHK Schwaben. Das heißt: Es ist nicht erlaubt, Wettkämpfe am Arbeitsplatz per Live-Stream im Internet oder TV zu verfolgen, da das von der eigentlichen Tätigkeit ablenken könnte. „Dieses Verbot umfasst auch Radioübertragungen“, betont Schmid. Und selbst ein kurzer Blick auf die Ergebnisliste sei nicht unproblematisch: „Wer Olympia-Liveticker im Internet abruft, sollte vorsichtig sein. Denn in vielen Unternehmen ist die Internetnutzung für private Zwecke nicht zugelassen.“

Gleitzeit und Co.: Die IHK-Arbeisrechtexpertin rät Arbeitgebern, für Olympia und Ähnliches genaue Regeln festzulegen

Schmid rät Arbeitgebern, die Regeln für die Verfolgung solcher sportlichen Großereignisse im Betrieb festzulegen. „Insbesondere Unternehmen, die die Möglichkeit haben, den Betriebsablauf flexibel zu gestalten, können durch Gleitzeit- und Arbeitszeitkonten ihren Mitarbeitern einen guten Kompromiss anbieten“, sagt Schmid.

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