Baumaßnahme

Pläne für Geh- und Radweg zwischen Unterhingau und Kraftisried nehmen Gestalt an

Zwischen Unterthingau und Kraftisried soll ein Geh- und Radweg entstehen.

Zwischen Unterthingau und Kraftisried soll ein Geh- und Radweg entstehen.

Bild: Lennart Stock, dpa (Symbolfoto)

Zwischen Unterthingau und Kraftisried soll ein Geh- und Radweg entstehen.

Bild: Lennart Stock, dpa (Symbolfoto)

Seit Jahren wünschen sich die Gemeinden Unterthingau und Kraftisried einen Radweg. Die Pläne nehmen nun langsam Gestalt an. Wo der Weg entstehen soll.
13.08.2021 | Stand: 11:24 Uhr

Die Pläne für den seit Jahren gewünschten Geh- und Radweg zwischen den Gemeinden Unterthingau und Kraftisried nehmen langsam Gestalt an. In der jüngsten Sitzung des Marktrats stimmten die Räte einer Absichtsvereinbarung zum Bau dieser Baumaßnahme einschließlich einer Linksabbiegerspur in das Gewerbegebiet entlang der Kreisstraße OAL 10 zu.

Zum ersten Mal seit seiner schweren Erkrankung nahm auch Bürgermeister Bernhard Dolp wieder an der Sitzung teil. Dabei gab er seiner Freude Ausdruck, wieder am Arbeitsleben teilnehmen zu können. Er dankte allen, insbesondere aber seinen beiden Stellvertretern und allen Mitarbeitern der Verwaltung, „die das kommunale Schiff in den vergangenen Monaten so gut auf Kurs gehalten haben“, wie er sich ausdrückte. Dann erläuterte der Versammlungsleiter, Dritter Bürgermeister Johann Frank, dass die allen Ratsmitgliedern zugegangene Absichtsvereinbarung notwendig ist, damit das Bauamt des Landratsamtes den Antrag auf staatliche Förderung des Bauvorhabens stellen kann. Er stellte er sich anschließend den Fragen aus dem Gremium. Letztlich stimmten die Markträte der Absichtsvereinbarung zu.

Gemeinderat Unterthingau diskutiert über Luftreinigungsgeräte

Viele Gedanken machten sich die Räte auch zur Anschaffung von Luftreinigungsgeräten für die Kindertagesstätten. Dritter Bürgermeister Frank informierte über die Bayerische Richtlinie zur Förderung von Investitionskosten für technische Maßnahmen zum infektionsschutzgerechten Lüften in der Kindertagesbetreuung und in den heilpädagogischen Tagesstätten der Jugend- und Behindertenhilfe. Aufgrund dieser Richtlinie seien bereits vorhandene Luftreinigungsgeräte in anderen Gemeinden angeschaut worden, berichtete Frank. Doch gebe es noch keine Erfahrung über den Nutzen solcher Geräte.

Dies bestätigte auch Kämmerin Stephanie Holzmann. Die Finanzierung solcher Geräte sei jedoch kein Problem. Die Leiterin der örtlichen Kindertagesstätten erinnerte daran, dass sowohl im neuen Kindergartengebäude als auch in der neuen Kinderkrippe bereits Lüftungssysteme eingebaut sind. Trotzdem würde – auch schon vor Corona – stündlich gelüftet. Zudem seien über ein anderes Förderprogramm CO²-Sensoren angeschafft worden.

Bürgermeister Dolp zeigte auf, dass es auch im alten Kindergartengebäude zwar kein gesamtes Lüftungssystem gebe, aber doch für die einzelnen Räume. Deren Wirksamkeit sollte jedoch nochmals überprüft werden. Nach längerer Diskussion waren sich die Räte einig, keinen Beschluss zu fassen und abzuwarten, bis mehr Bewertungsdaten für solche Geräte vorliegen.

Wird die Schule in Reinhardsried in eine Dorfgemeinschaftshaus umgewandelt?

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Frank erinnerte daran, dass es bereits seit zwei Jahren Überlegungen gebe, die ehemalige Schule in Reinhardsried in ein Dorfgemeinschaftshaus umzuwandeln. Bisher werden die Räume von der Musikkapelle und vom Sportverein belegt. In Zusammenarbeit mit den Vereinen sei nun ein Vorentwurf erstellt und ein Zuschussantrag beim Amt für ländliche Entwicklung gestellt worden.

In der Zwischenzeit sei im Marktrat das Thema Feuerwehrhaus durch mehrere Mängel aktuell geworden. Es wurde festgestellt, dass das Feuerwehrhaus am bisherigen Standort nicht bestehen bleiben kann. Es soll nun dem Dorfgemeinschaftshaus angegliedert werden. So könnten zusätzlich die Kellerräume der alten Schule für die Feuerwehr genutzt werden.

Aus nichtöffentlicher Sitzung gab Frank bekannt, dass der Marktrat inzwischen den Auftrag für die Leistungsphasen eins bis vier für die Planung Dorfgemeinde- und Feuerwehrhaus in Reinhardsried entsprechend dem vorliegenden Angebot vergeben hat. Denn ohne exakte Planung erhält der Markt vom Amt für ländliche Entwicklung keine Zuschusszusage.