Tempo 30 in Unterthingau

Autofahrer aufgepasst: In diesen Straßen in Unterthingau gilt künftig Tempo 30

Unterthingau hat mit Verkehrsexperten festgelegt, auf welchen Straßen eine Tempo-30-Zone möglich ist.

Unterthingau hat mit Verkehrsexperten festgelegt, auf welchen Straßen eine Tempo-30-Zone möglich ist.

Bild: Julian Stratenschulte, dpa (Symbolfoto)

Unterthingau hat mit Verkehrsexperten festgelegt, auf welchen Straßen eine Tempo-30-Zone möglich ist.

Bild: Julian Stratenschulte, dpa (Symbolfoto)

Die Gemeinde Unterthingau hat mit Experten Geschwindigkeitsbegrenzungen festgelegt. In diesen Ortsteilen müssen Autofahrer bald langsamer fahren.
15.10.2021 | Stand: 09:00 Uhr

Dem Markt Unterthingau liegen mehrere Anträge für Geschwindigkeitsreduzierungen innerhalb und außerhalb des Ortes und der Ortsteile vor. Die Gemeinde hat deshalb bei mehreren Terminen mit Verkehrsexperten des Landratsamtes und der Polizei festgelegt, wo und in welchen Bereichen eine Begrenzung auf 30 Kilometer pro Stunde möglich ist, teilte Bürgermeister Bernhard Dolp in der Marktratssitzung mit.

Anschließend habe die Verkehrstechnikfirma Bremicker nach Begehung und Absprache mit Marktrat und Bauhofmitarbeiter Gerhard Specht ein Konzept für die Beschilderung im Gemeindegebiet erstellt. Specht erläuterte dieses Konzept ausführlich in der Sitzung. Anschließend fasste Bürgermeister Dolp zusammen: In Oberthingau werden alle Gemeindestraßen innerorts auf ein Tempo von 30 Stundenkilometer begrenzt. Innerhalb einer 30er-Zone gibt es keine Vorfahrtsregelung. Das heißt also: Es gilt immer rechts vor links.

Ortsschilder von Reinhardsried werden versetzt

In Reinhardsried soll es grundsätzliche keine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer geben. Lediglich einige Vorfahrtsbereiche werden geändert. Und auch die Ortsschilder müssen ans Ortsende versetzt werden. Im Ortsteil Ried gibt es lediglich eine Durchfahrtsstraße. Eine Tempo-30-Zone wurde nicht empfohlen. Sie mache keinen Sinn.

Für Unterthingau erläuterte Specht die einzelnen 30er-Zonen und wo eine Vorfahrtsbeschilderung notwendig sei. Die Durchführung dieser Empfehlungen würde bedeuten, dass der vorhandene Schilderwald aktualisiert wird, hielt dazu Bürgermeister Dolp fest. Gleichzeitig werde dadurch in Oberthingau und in Unterthingau – die jeweiligen Kreisstraßen sind ausgenommen – die Geschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer begrenzt.

In der Folge genehmigte der Marktrat die vorgestellten Beschilderungspläne für das Gemeindegebiet Unterthingau mit den Ortsteilen Oberthingau, Reinhardsried und Ried. Allerdings wurde vorgeschlagen, das vorliegende Angebot nochmals etwas nachzuarbeiten.

Kein "rechts vor links" in der Reinhardsrieder Straße

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Der Antrag auf die Vorfahrtsregelung „rechts vor links“ im Bereich Am Stampf/Reinhardsrieder Straße wurde abgelehnt. Ebenso abgelehnt wurde der Antrag, die zulässige Geschwindigkeit auf Gemeindestraßen außerorts grundsätzlich auf maximal 30 Kilometer pro Stunde zu beschränken. Dies sei rechtlich nicht möglich.

Die gemeindliche Feuerbeschau gehört zu den Pflichtaufgaben einer Gemeinde. Dabei sind insbesondere Sonderbauten wie Verkaufs- und Versammlungsstätten, Büro- und Verwaltungsgebäude, Heime, Kindergärten, Schulen, Gaststätten, Beherbergungsbetriebe und bauliche Anlagen mit erhöhter Brandgefahr zu betrachten, führte der Bürgermeister weiter aus. Es seien zwei Angebote von externen Feuerbeschauern eingeholt worden, die auch zu Gesprächen in der Verwaltung eingeladen worden seien.

Aufgrund deren langjähriger Erfahrung empfehle die Verwaltung, das Angebot der Firma h2k Brandschutz anzunehmen. Dies bedeute jährliche Kosten von rund 10.000 Euro. Der Marktrat beschloss daraufhin die externe Vergabe der Feuerbeschau an die Firma h2k Brandschutz. Ein Betrag von 10.000 Euro soll hierfür jährlich in den Haushalt eingestellt werden.

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