Ottobeurer Bannwald als Tatort

Barriere im Bannwald Ottobeuren: Die Polizei ermittelt weiter

Hermann S. Walter, der Ottobeurer Forstbetriebsleiter der Bayerischen Staatsforsten, (links) sowie Bürgermeister German Fries, haben für eine solche Aktion weder Verständnis noch Toleranz.

Hermann S. Walter, der Ottobeurer Forstbetriebsleiter der Bayerischen Staatsforsten, (links) sowie Bürgermeister German Fries, haben für eine solche Aktion weder Verständnis noch Toleranz.

Bild: Maike Scholz

Hermann S. Walter, der Ottobeurer Forstbetriebsleiter der Bayerischen Staatsforsten, (links) sowie Bürgermeister German Fries, haben für eine solche Aktion weder Verständnis noch Toleranz.

Bild: Maike Scholz

Eine bislang unbekannte Person hatte eine Barrikade errichtet, um Radfahrer zu hindern oder gar zu verletzen. Noch gibt es keinen Verdächtigen, aber Erkenntnisse.
26.05.2022 | Stand: 15:14 Uhr

Ein extra positionierter Holzstamm als Barriere für Radfahrer im Ottobeurer Bannwald: Die Ermittlungen der Polizei in diesem Fall laufen weiter und sind noch nicht abgeschlossen. Das teilt eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West auf Nachfrage unserer Redaktion mit.

Baumstamm als Hindernis

Im Ottobeurer Bannwald hatte eine bislang unbekannte Person einen Baumstamm mit einer Schraube an einem Holz befestigt, sodass auf einem schlecht einsehbaren Weg eine Barriere entstand. Diese Barrikade hatte mutmaßlich zum Ziel, dortige Radfahrer zu behindern oder gar zu verletzen. So war es dann auch gekommen. Ein Radfahrer stürzte. Das war vor zwei Wochen.

Keine Toleranz: Anzeige

Hermann S. Walter, der Ottobeurer Forstbetriebsleiter der Bayerischen Staatsforsten, sowie Bürgermeister German Fries, haben für eine solche Aktion weder Verständnis noch Toleranz. „Das ist Niedertracht. Wissentlich wurde Gefahr in Kauf genommen“, sagte Fries (wir berichteten). Walter ergänzte: „Wir fordern einen respektvollen Umgang all jener, die den Bannwald nutzen.“ Sie hatten nach dem Vorfall Anzeige erstattet.

Konsequenz für den Verursacher

Die Polizei ermittelt wegen mindestens einer Straftat, nämlich eines gefährlichen Eingriffes in den Straßenverkehr. Die Polizeiinspektion Memmingen bewertet den dortigen Waldweg im Ottobeurer Bannwald nach aktuellem Ermittlungsstand als öffentlichen Verkehrsgrund. Das heißt, dass der Sturz als Verkehrsunfall bewertet wird. Die Polizeiinspektion Memmingen gehe verschiedenen Ermittlungsansätzen nach. Bislang gibt es jedoch noch keinen Tatverdächtigen.