Weniger Naschen, mehr Sport

Das sind die Neujahrsvorsätze von Schilder, Eder und Co.

Weniger Schokolade, dafür mehr Obst essen. Diese Vorsätze fassen jedes Jahr viele Menschen zum Jahreswechsel. Die Allgäuer Zeitung wollte von bekannten Persönlichkeiten aus Memmingen und dem Unterallgäu wissen, auf was sie im neuen Jahr besonders achten wollen.

Weniger Schokolade, dafür mehr Obst essen. Diese Vorsätze fassen jedes Jahr viele Menschen zum Jahreswechsel. Die Allgäuer Zeitung wollte von bekannten Persönlichkeiten aus Memmingen und dem Unterallgäu wissen, auf was sie im neuen Jahr besonders achten wollen.

Bild: Gero Breloer, dpa

Weniger Schokolade, dafür mehr Obst essen. Diese Vorsätze fassen jedes Jahr viele Menschen zum Jahreswechsel. Die Allgäuer Zeitung wollte von bekannten Persönlichkeiten aus Memmingen und dem Unterallgäu wissen, auf was sie im neuen Jahr besonders achten wollen.

Bild: Gero Breloer, dpa

Was sich Memmingens Oberbürgermeister, der Unterallgäuer Landrat, der Ottobeurer Abt, ein Abgeordneter und der Präsident des FC Memmingen vorgenommen haben.
05.01.2021 | Stand: 18:00 Uhr

Der Jahreswechsel bringt regelmäßig viele Menschen ins Grübeln. Verläuft mein Leben in den richtigen Bahnen oder sollte ich etwas ändern? Achte ich ausreichend auf meine Gesundheit. Tue ich genug für meine Mitmenschen und die Umwelt? Derartige Fragen treiben mit Sicherheit viele um. Die MZ hat bei bekannten Menschen aus Memmingen und dem Unterallgäu nachgefragt, ob sie gute Vorsätze fürs neue Jahr haben.

  • Memmingens Oberbürgermeister Manfred Schilder fasst speziell zum Jahreswechsel keine neuen Vorsätze. „Wenn man in seinem Leben etwas verändern möchte, dann sollte man das nicht mit einem bestimmten Datum verknüpfen“, sagt der Rathauschef, „sondern das Vorhaben unmittelbar anpacken.“ Und das könne man schließlich jederzeit tun. Mit Blick auf die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Probleme möchte Schilder weiterhin auf eine gesunde Lebensführung achten, um sich so seine Schaffenskraft zu erhalten. Dazu trage auch seine Familie bei, die ihn großartig unterstütze und in der er sich „gut aufgehoben“ fühlt. Zudem setzt der OB weiterhin auf eine gute und faire Zusammenarbeit mit anderen Akteuren in der Politik. Denn ein vertrauensvolles Miteinander senke das Stress-Level und fördere somit die Gesundheit aller Beteiligten. Letztlich zeigt sich Schilder zuversichtlich, dass die Pandemie überwunden wird und die Menschen weitgehend zur Normalität zurückkehren können.
Memmingens Oberbürgermeister Manfred Schilder (CSU).
Memmingens Oberbürgermeister Manfred Schilder (CSU).
Bild: Matthias Becker
  • Landrat Alex Eder geht es in diesen Zeiten „einmal mehr darum, die Älteren und Risikogruppen zu schützen. Das ist einer meiner Vorsätze. Gleichzeitig müssen wir als Gesellschaft Dinge in Frage stellen dürfen.“ Deswegen wünsche er sich für das Jahr 2021 mehr streitbaren Diskurs über die Corona-Maßnahmen. „Es muss erlaubt sein, faktenbasiert darüber zu diskutieren, was sinnvoll ist und was nicht. Es muss erlaubt sein, dorthin zu schauen, wo Menschen unter den Maßnahmen leiden.“ Er meine damit nicht nur den Mittelstand und die Kulturtreibenden, sondern zum Beispiel auch familiäres Leid und, dass andere Krankheiten in diesen Zeiten manchmal unerkannt bleiben. „Privat nehme ich mir vor, auch wenn das gesellschaftliche Leben hoffentlich wieder Fahrt aufnimmt und wieder mehr Veranstaltungen stattfinden, mir auch weiterhin Zeit für meine Familie zu nehmen.“

Staatssekretär Klaus Holetschek will mehr für die eigene Gesundheit tun

  • Einen seiner wichtigsten Vorsätze hält der Memminger CSU-Landtagsabgeordnete Klaus Holetschek seit geraumer Zeit ein – und es ist einer, der ihm in seiner jetzigen Funktion als Staatssekretär für Gesundheit und Pflege gut zu Gesicht steht: „Vor zehn Jahren habe ich aufgehört zu rauchen – das war früher jedes Jahr einer meiner Hauptvorsätze“, erzählt der Landespolitiker und fügt hinzu: „Ich bin froh, dass ich es damals auch geschafft habe!“ Aktiv etwas für die eigene Gesundheit zu tun, hat er sich auch für die Zukunft zum Grundsatz gemacht – gerade angesichts der herausfordernden Zeiten durch die Corona-Pandemie. Auf seiner persönlichen Aufgabenliste stehen darum mehr Bewegung und Sport – aber „ich versuche trotz allem auch ein Stück weit Gelassenheit zu bewahren“, sagt Holetschek: „Gerade in dem Jahr, in dem wir den 200. Geburtstag von Sebastian Kneipp feiern, ist Achtsamkeit gegenüber sich selbst, aber auch gegenüber anderen ganz wichtig.“ Sein größter Wunsch für 2021 bewegt ihn als Politiker ebenso wie als Privatmensch: Es ist jener, „dass wir die Pandemie gemeinsam in den Griff kriegen und die Normalität ins Leben zurückkehrt“. Besonders erhofft sich Holetschek das mit Blick auf „persönliche Begegnungen mit Menschen, die mir wichtig sind“.
  • „Ich formuliere eigentlich nie gute Vorsätze zu einem Jahresanfang“, sagt Abt Johannes Schaber von der Abtei Ottobeuren. Seine „wirklich wichtigen Hauptinteressen“ seien schließlich langfristig strukturiert. „Die Personal-, Entwicklungs-, Wirtschafts- und Finanzplanung unseres Klosters, damit unser religiöses und seelsorgliches Wirken auf die nächsten Jahre hin gut gesichert ist.“ Statt eines Vorsatzes suche er sich deshalb ein Thema, das ihn das Jahr über begleiten werde. „2020 war das: 800 Jahre Romanischer Christus in der Basilika.“ Dieses Jahr – zum 200. Geburtstag von Pfarrer Sebastian Kneipp – habe er „die fünf Säulen für ein körperlich und religiös gesundes Leben“ als Thema gewählt. „Die Heilkraft des Wassers und die Steigerung einer positiven Grundbefindlichkeit durch Bewegung, gesunde Ernährung, Heilkraft der Kräuter und die Ausgeglichenheit der Seele“, beschreibt er.

Das wünscht sich der Präsident des FC Memmingen im neuen Jahr

  • „Was wünsche ich mir? Zunächst natürlich das Wichtigste. Das ist und bleibt der Wunsch nach Gesundheit für meine Familie und Freunde“, sagt Armin Buchmann, Vorsitzender des Fußball-Regionalligisten FC Memmingen. Als selbstständiger Zulieferer der Automobilindustrie erhofft sich Buchmann auch einen allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwung – „nach nun doch sehr massiven Umsatzeinbrüchen im Jahr 2020“. Der Unternehmer betont aber: „Materielle Wünsche sind für mich mit der Corona-Pandemie grundsätzlich in den Hintergrund getreten. Das soziale Miteinander der vergangenen zehn Monate hat mich sehr geprägt und auch sehr nachdenklich gemacht. Deshalb möchte ich in Zukunft mehr die positiven Dinge betrachten, als immer nur dem Grundstreben nach neuen Erfolgen gerecht zu werden“, sagt der 55-Jährige. Die nötige Balance zu finden, sei aber wie immer eine große Herausforderung. Deshalb dürfe man sich auch nicht zu sehr zurücklehnen, meint Buchmann: „Der von uns angestrebte Neubau des Multifunktionsgebäudes in der Memminger Fußball-Arena wird mir sicherlich einiges abverlangen. Aber das ist dann auch ein wirklich positiver Stress, auf den ich schon mit großer Vorfreude blicke.“ (das/johs/maj/ver/vog)