Verkehr

Dorothee Bär bei der Fakt-Gruppe: Wie könnte die Mobilität der Zukunft aussehen?

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Dorothee Bär (CSU), Ministerin für Digitales, CSU-Bundeswahlkandidat Stephan Stracke und Prof. Dr. Rolf Jung, Leiter des Institutes für Fahrerassistenz und vernetzte Mobilität im Fahrsimulator der Hochschule Kempten.

Bild: Theresa Osterried

Dorothee Bär (CSU), Ministerin für Digitales, CSU-Bundeswahlkandidat Stephan Stracke und Prof. Dr. Rolf Jung, Leiter des Institutes für Fahrerassistenz und vernetzte Mobilität im Fahrsimulator der Hochschule Kempten.

Bild: Theresa Osterried

Fakt-Gruppe beleuchtet mit Forschungsinstitut der Hochschule Kempten Entwicklungen rund um das Thema Fahren: Digitalministerin Dorothee Bär informiert sich.
23.09.2021 | Stand: 05:45 Uhr

Wie könnte der Verkehr von Morgen aussehen? Dieser Frage geht die Fakt-Gruppe und auf dem Gelände des ehemaligen Militärstützpunktes am Allgäu Airport nach. Dort unterhält sie ein Prüfzentrum und ein Testgelände für Fahrzeuge. Mit dem Institut für Fahrerassistenz und vernetzte Mobilität (IFM) der Hochschule Kempten arbeiten und forschen Ingenieure und Wissenschaftler in verschieden Bereichen zur Mobilität der Zukunft.

Dorothee Bär: Mobilität geht jeden etwas an

„Mobilität ist etwas, das jeden immer berührt“, unterstrich Digitalministerin Dorothee Bär. Sie besuchte die Unternehmen deswegen mit Stephan Stracke, dem örtlichen Bundestagskandidaten der CSU.

„Wasserstoff ist für mich die Energie der Zukunft“, sagte Xaver Fackler, Geschäftsführer der Fakt GmbH. Die Firma prüft bereits die Verträglichkeit von Wasserstoff beispielsweise bei Dichtungen. „Wir wollen die Entwicklung von Wasserstoffsystemen weiter unterstützen“, sagte Fackler. Dafür schafft sich Fakt GmbH einen Wasserstoffspeicher an.

Auch die Entstehung und Prüfung von stationären Anlagen will das Unternehmen vorantreiben. „Es gibt bereits Photovoltaik-Anlagen, die E-Autos in der heimischen Garage laden können. Ähnliches wollen wir mit einem Wasserstoff-Antrieb erreichen. Damit der Treibstoff für alle verfügbar wird.“

Fakt-Motion GmbH plant Erweiterung der Teststrecke für Fahrzeuge

Moritz Hess, Geschäftsführer der Fakt-Motion GmbH, stellte ebenfalls sein Unternehmen vor. Er hob die Zusammenarbeit mit Martin Osterrieder, dem Bürgermeister von Benningen hervor. Und er sprach von den geplanten Erweiterungen im Gewerbegebiet am Airport. Die Firma möchte ihr Testglände dort ausbauen und den Standort vergrößern. „One-stop-shop“ ist ein Begriff, der dabei immer wieder fiel. Heißt: Am Standort sollen die Entwicklung, Forschung, Testung und die Zertifizierung von Vehikeln gebündelt werden.

Am Institut für Fahrerassistenz und vernetzte Mobilität forschen Studierende an Fahrerassistenzsystemen

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„Wir haben hier die ideale Verbindung von Testgelände auf der einen Seite und der Forschung auf der anderen“, sagte der Präsident der Hochschule Kempten, Professor Dr. Wolfgang Hauke dazu. Er präsentierte die Arbeit des IFM. Rund 100 Mitarbeiter forschen dort rund um die Thematik der Mensch-Maschine-Interaktion. „Es geht uns darum, wie der Mensch die Fahrerassistenz-Systeme nutzt und wahrnimmt“, erklärte Hauke. Dafür verwende die Hochschule einen Fahrsimulator. Dieser wurde nun von der Hochschule Kempten nach Benningen verlegt. „In der kommenden Woche können wir hoffentlich mit den Tests beginnen.“

Dorothee Bär zeigte sich beeindruckt von den Zielen der Firmen, auch im Hinblick auf die gute Zusammenarbeit mit den Gemeinden. „Wir haben immer noch sehr wenig Technikvertrauen in Deutschland, deswegen ist die Forschung in diesem Bereich wahnsinnig wichtig.“

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