Auszeichnung

Heimatpreis sorgt für Gänsehautgefühl an der Lourdes-Grotte

EH Heimatpreis

Den Heimatpreis von Erkheim erhält Adolf Huber (2.von links) vor der Grotte in Daxberg. Festredner Kai Kaiser und Bürgermeister Christian Seeberger würdigten die Lebensleistung des vielfältig Begabten. Die Spenden des Tages sollen einem Schulprojekt von Kaplan Donatus (links) in Nigeria zugutekommen.

Bild: Josef Diebolder

Den Heimatpreis von Erkheim erhält Adolf Huber (2.von links) vor der Grotte in Daxberg. Festredner Kai Kaiser und Bürgermeister Christian Seeberger würdigten die Lebensleistung des vielfältig Begabten. Die Spenden des Tages sollen einem Schulprojekt von Kaplan Donatus (links) in Nigeria zugutekommen.

Bild: Josef Diebolder

Adolf Huber bekommt den Erkheimer Heimatpreis und Lob vom Bürgermeister: „Ein Mensch, der seit Jahrzehnten beherzt und mit neuen Ideen zupackt."
21.09.2021 | Stand: 15:00 Uhr

Viel im Stillen und Verborgenen wirkt Adolf Huber aus Daxberg, beschreibt Bürgermeister Christian Seeberger den neuen Preisträger des Erkheimer Heimatpreises beim Festakt an der Lourdes-Grotte. Zahlreiche Gäste und Wegbegleiter lassen unter freiem Himmel dem vielseitig Begabten ihre Anerkennung zuteilwerden.

In die Runde blickend und begleitet von der Musikkapelle Erkheim erlebt Seeberger „Gänsehautgefühl“ an der von Huber mitgebauten Grotte. Der Heimatpreis, so der Bürgermeister, werde seit 2002 nun zum neunten Mal verliehen und sei mit 750 Euro dotiert. Letztmals habe Anton Kößler 2017 den Preis erhalten. Verliehen werde er an Persönlichkeiten in Erkheim und der Verwaltungsgemeinschaft, die sich besonders um die Heimat verdient gemacht haben.

Auch in der Tagespflege engagiert

„Wir brauchen Menschen, die Initiative ergreifen und mit neuen Ideen beherzt zupacken“, dankt der Bürgermeister dem Vorbild in der Gemeinde. Adolf Huber habe die Mariengrotte geprägt. Maßgeblich habe er das „Heilige Grab“ in der Nikolaus-Kirche wieder zu neuen Ehren gebracht. 22 Jahre habe sich der Preisträger in der Tagespflege „St. Vinzenz“ Westerheim um die Senioren gekümmert.

Sein tiefer Glaube lasse ihn im kirchlichen Leben aktiv sein, wie etwa im Pfarrgemeinderat oder als Vorsitzender der KAB (Katholischen Arbeitnehmer Bewegung) Erkheim-Günztal. Vielfach ließ Huber dabei seine Schnitzkunst miteinfließen. So bildete er den Patron der Tagespflege (Vinzent von Paul) ab, renovierte das Heilige Grab und ergänzte als Maurer und Steinmetz so Manches für das kirchliche Leben. Als Bauleiter habe er mit vielen Freiwilligen in sechs Monaten das Schützenheim erbaut.

Festredner Kai Kaiser hat sich als KAB-Sekretär nach eigner Aussage stark von Adolf Huber inspirieren lassen. Lebensjahrzehnte seien sie gemeinsame Wege gegangen. In vielen Begegnungs- und Bildungstagen erlebte er den damaligen KAB-Vorsitzenden.

Unterwegs in der Allgäuer Heimat, aber auch in Kenia und auf Bali

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Für Huber sei Heimat mehrfach auf der Welt zu finden. Überall wie in Venezuela, Kenia oder auf Bali habe er „den Menschen ein Gefühl der Geborgenheit und des Willkommens“ geschenkt. „Doch am stärksten ist Dein Wirken hier in Erkheim und Daxberg spürbar“, zeigte Kaiser auf, wie Huber viele Grundsteine und Grundlagen für das Heute schuf. Besonders hob er seinen Einsatz für den arbeitsfreien Sonntag hervor. Das Schützenheim in Daxberg sei mit ihm ein Haus für kulturelle und gesellige Begegnung geworden.

Neben drei Jahrzehnten im Pfarrgemeinderat, als Lektor und Kommunionhelfer empfand Huber es als schönste Aufgabe, Kranken und Senioren die Kommunion zu bringen. Für den Preisträger sei „Heimat ein Sehnsuchtsort, der unbändig viel mit dem Herzen zu tun hat“. All seine Talente habe er dort eingesetzt. Das Gemeinwesen lebe von diesem Miteinander. Die bayerische Staatsregierung habe ihm für ehrenamtliche Pflegetätigkeiten den „Weißen Engel“ überreicht.

Durch Adolf Huber erlebt Kaplan Donatus Uzoagwa in Erkheim ebenso Heimat und spendete allen den Segen, besonders der Familie Huber. Für seine Projekte in Nigeria stiftete Huber die Spenden des Tages, damit dort Schulen gebaut werden können. Ergreifend empfand der Preisträger die Verleihung, die er zusammen mit seiner Frau Karolina, Kindern, Enkeln und zahlreichen Freunden erlebte.