Gedenktag

In Gedenken an Erkrankte mit Huntington: Memminger Rathaus setzt ein Zeichen

Lila und blau soll das Rathaus Memmingen für die Betroffenen der Huntigton Krankheit erstrahlen.

Lila und blau soll das Rathaus Memmingen für die Betroffenen der Huntigton Krankheit erstrahlen.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Archiv)

Lila und blau soll das Rathaus Memmingen für die Betroffenen der Huntigton Krankheit erstrahlen.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Archiv)

Betroffene der Krankheit Huntington leiden unter der fortschreitenden Zerstörung eines Gehirnbereichs. Wie die Stadt Memmingen auf die Krankheit aufmerksam macht
05.05.2021 | Stand: 14:42 Uhr

Weltweit wird im Mai durch eine blaue und lilafarbene Beleuchtung von Gebäuden auf die wenig bekannte Krankheit Huntington (HD) aufmerksam gemacht. Auch die Stadt Memmingen beteiligt sich an der Licht-Aktion: Am Donnerstag (6. Mai) gegen 21.15 Uhr wird die Rathausfassade blau beleuchtet, das benachbarte Steuerhaus am Marktplatz erstrahlt lilafarben. Initiiert wird die Aktion für Deutschland vom Verein Deutsche Huntington-Hilfe.

Unterstützung für Betroffene von Huntington

„Wir unterstützen die Initiative und machen gerne mit“, betont Oberbürgermeister Manfred Schilder. „Die Krankheit ist in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt. Um die Hilfsmöglichkeiten für Betroffene und ihre Angehörigen zu verbessern, ist eine größere Aufmerksamkeit auf die Huntington-Krankheit hilfreich.“ Rund 10000 Betroffene gibt es bundesweit. Huntington ist eine erbliche neurodegenerative Krankheit, die zu einer fortschreitenden Zerstörung eines Gehirnbereichs führt. In Memmingen und dem Unterallgäu sind rund 20 Betroffene in einer Selbsthilfegruppe organisiert. „Für die Betroffenen der Huntington-Krankheit gibt es keine Lobby. Es ist daher wichtig, die Krankheit bekannter zu machen“, betont Stephanie Dutschke-Wagner, die die Selbsthilfegruppe leitet.

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