Ottobeuren/Unterallgäu

Im Gesamten eine Einheit

OB Ordenstag

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Bild: Armin Schmid

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Unterallgäuer Ordenstag Patriarch Gregorius III. Laham aus Syrien spricht in Ottobeuren über die Ökumene im Nahen Osten und die Beziehungen zu den Katholiken im Westen
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Von Armin Schmid
14.10.2019 | Stand: 15:27 Uhr

Katholisch, karitativ, seelsorgerisch, jederzeit helfend und unterstützend: Diese positiven Eigenschaften brachte Landrat Hans-Joachim Weirather (Freie Wähler) mit den im Unterallgäu wirkenden Ordensgemeinschaften in Verbindung. „Mit Menschlichkeit und Nächstenliebe sorgen unsere Ordensgemeinschaften an jedem Ort für eine ganz besondere Atmosphäre“, betonte der Landrat und nutze die Gelegenheit, um Danke zu sagen.

Das Treffen im Kaisersaal der Benediktinerabtei in Ottobeuren war heuer eine Doppelveranstaltung. Rund 90 Ordensleute waren zum 28. Unterallgäuer Ordenstag gekommen. Gleichzeitig stand das 30-jährige Bestehen des „Förderkreises der Begegnung mit Christen des Ostens“ im Mittelpunkt des Treffens der Ordensleute.

Der Landrat bedauerte, dass sich die Maria-Ward-Schwestern im Juni nach langer Wirkenszeit aus Mindelheim zurückziehen mussten und nun teils von weit her zum Ordenstag angereist sind. Der Mindelheimer Teil der Ordensgemeinschaft wurde im Juni aufgelöst. „Erfreulich ist daher umso mehr, dass die Schwestern vom Heiligen Kreuz nun mitten unter den Mindelheimern sind.“ Weirather berichtete, dass die Ordensfrauen bereits in Mindelheim tätig sind und im Bereich der Kinderbetreuung und der kirchlichen Dienste ihr Wirken aufgenommen haben.

„Katholische und orthodoxe Kirchen müssen einen Schritt aufeinander zugehen. Das ist der Weg in die Zukunft“, betonte der Festredner Patriarch em. Gregorius III. Laham in seinem Vortrag zur Situation der Schwesterkirchen im Nahen Osten. Der Patriarch stammt aus der Nähe von Damaskus beziehungsweise aus dem von Krieg heimgesuchten Syrien. Um Hilfe und Unterstützung in dem von Krisen geschüttelten Land leisten zu können, baut er ein Krankenhaus mit 60 Betten. Die Kirchen des Nahen Ostens bilden demnach ein Mosaik der Konfessionen, das bis in die Golfstaaten hineinreicht. Letztlich handle es sich in Summe um 15 Millionen Christen, die in einem Gebiet mit 400 Millionen Moslems leben.

Gerade weil man durch diese Situation eine vergleichsweise kleine Familie sei, seien das Gefühl der Zusammengehörigkeit und des Zusammenhalts sehr groß. „Die Ökumene im Nahen Osten verfügt über eine gute Gesundheit.“ Eng verbunden fühle man sich auch mit den Katholiken des Westens. Echte theologische Differenzen gibt es nach Ansicht des Patriarchen nicht. Letztlich sei es so, dass alle Christen in getrennten Kirchen leben, aber im Gesamten eine Einheit bilden müssen.

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