Memminger Kulturleben

Im Internet durch die„Stille Nacht“ spazieren

Wie ein Adventskalender mit 24 Türchen ist ein Teil der Weihnachtsausstellung „Stille Nacht“ des Memminger Stadtmuseums aufgebaut.

Wie ein Adventskalender mit 24 Türchen ist ein Teil der Weihnachtsausstellung „Stille Nacht“ des Memminger Stadtmuseums aufgebaut.

Bild: Stadtmuseum (Repro)

Wie ein Adventskalender mit 24 Türchen ist ein Teil der Weihnachtsausstellung „Stille Nacht“ des Memminger Stadtmuseums aufgebaut.

Bild: Stadtmuseum (Repro)

Die Weihnachtsausstellung des Memminger Stadtmuseums findet heuer nur online statt. Was das Haus im Netz sonst noch zu bieten hat.
01.12.2020 | Stand: 08:10 Uhr

Ausstellungen mit historischem Spielzeug im Stadtmuseum und die Madlener-Weihnachtswelt im Antoniersaal gehören in Memmingen zur guten Tradition im Advent und in der Weihnachtszeit. Allerdings nicht in diesem Jahr, in dem das hartnäckige Virus SARS-CoV-2 den Kulturbetrieb bereits zum zweiten Mal lahmgelegt hat. Doch so ganz ohne musealen Weihnachtszauber sollen die Menschen auch 2020 nicht bleiben, deshalb wird er – wie so vieles in diesen Tagen – erstmals ins Internet verlegt.

Das betrifft die Weihnachtsausstellung „Stille Nacht“ im Stadtmuseum, die märchenhaften Weihnachtszauber in die historischen Räume im Hermansbau zaubern sollte und die dort nun in ihrer ursprünglich vorgesehenen Form coronabedingt nicht stattfinden kann. Deshalb wird sie ab sofort unter https://zeitmaschine-stadtmuseum-mm.de/de/ausstellungen/onlineausstellungen/stille-nacht als erste Online-Ausstellung des Stadtmuseums Memmingen präsentiert. In Anlehnung an den klassischen Adventskalender werden 24 weihnachtliche Objekte wie Märchenfiguren, Spielzeug, Schattentheater und Weihnachtsschmuck gezeigt. Die historische Madlener-Krippe mit handgeschnitzten Figuren im originalen Stall bildet den Höhepunkt der virtuellen Ausstellung. Jedes Element der Miniaturlandschaft wurde vom Memminger Künstler Josef Madlener (1881 – 1967) handgefertigt.

Bürger zeigen sich neugierig

Im letzten Jahr nutzten hunderte von Besuchern die Chance und äußerten im Rahmen der damaligen Weihnachtsausstellung „Traum. Stadt. Museum“ ihre Wünsche an das Stadtmuseum. Das Hauptanliegen war die Neugier nach mehr Einblick in die Sammlung, das Herzstück des Museums. Historisches Spielzeug, Christbaumschmuck und Kuriositäten waren neben Kunst und Stadtgeschichte im Zentrum des Interesses. Diese Analyse war der Ausgangspunkt für die Pläne zu dieser digitalen Ausstellung.

Seit der coronabedingten Schließung der Museen konzentriert sich das Stadtmuseum auf die Sammlungstätigkeit und deren digitale Präsentation. Seit Mai hat es sowohl einen Facebook- als auch einen Instagram-Auftritt. Anfang November startete das neue digitale Format „Altes aus der Sammlung“ mit einer virtuellen Präsentation von Schätzen aus dem Fundus.