Herbishofen/Lachen

Im Juli soll es losgehen

LA Bürger

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Bild: Franz Kustermann

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Bild: Franz Kustermann

Die Gemeinde Lachen will heuer noch mit dem Bau der neuen, etwa vier Millionen Euro teuren Sporthalle an der Grundschule beginnen. Das kündigte Bürgermeister Josef Diebolder (CSU) bei der Bürgerversammlung an.

08.03.2020 | Stand: 15:59 Uhr

Der Rathauschef erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass der erste Bauplan zurückgezogen werden musste: Nachdem nun der Sportverein und die Gemeinde Lachen als „gemeinsame Bauherren“ auftreten, hat der Bayerische Landessportverband (BLSV) die Förderung nun auf eine halbe Million Euro verdoppelt. Zuvor habe der SV Lachen „eine ganze Litanei an Vorgaben“ erfüllen müssen: Die 18 mal 36 Meter große Sporthalle soll anstelle des anfangs angedachten Pultdaches (befürchtet wurde eine zu große Verdunkelung der Schule) nun ein „zurückgesetztes Satteldach“ erhalten. Im hinteren Bereich werden Gymnastikraum, Duschen, behindertengerechte WCs sowie Bürger-, Sozial- und Abstellraum sowie Küche eingebaut. Das Obergeschoß beinhaltet neben Duschen und WCs auch ein Besprechungszimmer und ein Büro für den Sportverein. Das für den Bau erforderliche Schallgutachten samt Belegungsplan lag laut Diebolder geraume Zeit beim Landratsamt. Bis auf eine Kleinigkeit bei der Stellplatzanordnung sei jetzt „alles in trockenen Tüchern“, so der Rathauschef. Nach Beauftragung der Fachplaner ist nun im Juli der Spatenstich geplant.

Zudem will die Gemeinde den vor 30 Jahren erbauten evangelischen Kindergarten übernehmen und einen Anbau realisieren. Seit 2018 sei man sehr intensiv im Gespräch mit dem Presbyterium: Der Gemeinderat ist der Meinung, dass ein zweiter Standort und eine zweite Trägerschaft aus pädagogischer und finanzieller Sicht nicht tragbar wären. Der Kindergarten sei für eine Krippe eigentlich geeignet. Deshalb sei sie bereits in das frühere Jugendheim ausgelagert worden. Eine Erweiterung am Kindergarten wollen die ehrenamtlich tätigen Mitglieder des Presbyteriums aus Zeitgründen aber nicht mittragen. Vor zwei Wochen habe die Gemeinde nun einen Antrag zur Übernahme des Kindergartens durch die Kommune gestellt. Die Gemeinde könnte sich einen Pachtvertrag (mit dem Recht, den Kindergarten nach den derzeitigen Bedürfnissen zu renovieren und zu erweitern) oder eine Übernahme auf Erbbaubasis vorstellen. Zu- oder Absagen hierzu seien laut Diebolder bisher leider noch nicht erfolgt. Aktuell besuchen 23 Kinder die Krippe sowie 53 Mädchen und Buben den Kindergarten. Den Gesamtkosten von rund 480 000 Euro stehen Einnahmen von 212 000 Euro gegenüber.

Beim Baugebiet „Hetzlinshofen Süd III“ soll auch ein Kinderspielplatz entstehen: Hier musste ein kostspieliges Bodengutachten erstellt werden. Weitere Auflage war, das Gebiet auf mögliche Feldlerchen und andere Vogelarten hin zu untersuchen, so Diebolder. In dem Gutachten wurden allerdings keine diesbezüglichen Arten festgestellt. Zudem war noch ein positives Emissionsgutachten erforderlich, denn der dort vorhandene landwirtschaftliche Betrieb genieße Bestandsschutz. Auf Unverständnis stieß, dass für den Bodenaushub nun sogar ein „genehmigter Lagerplatz“ erforderlich sei.