Aitrach/Illerbeuren-Kronburg

Märsche und Kulthits im Programm

Konzert Musikkapelle Illerbeuren-Kronburg überzeugt 350 Zuhörer
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Von ho
27.12.2019 | Stand: 16:03 Uhr

Die Musikkapelle Illerbeuren-Kronburg konzertierte mit 59 Musikanten in der Festhalle Aitrach vor 350 Zuhörern. Das Oberstufenorchester gab dabei Zeugnis seines hervorragenden Leistungsvermögens ab. Dirigent Markus Musch dirigierte seine Schützlinge geradlinig und forsch und hatte eine bunte Mischung an verschiedenen Werken und Stilrichtungen zusammengestellt. Die Moderation übernahm Sylvia Losing.

Nach eher leisem Beginn vollzog sich im Werk „Stal Himmel“ (im Original: „Steel Skies“) von Alan Fernie eine beeindruckende Steigerung, ehe es in einen wohltuend harmonischen und gemäßigten Ausklang mündete. Mit Turbulenzen und Trommelwirbel wartete „Adventure“ von Markus Götz auf: Gespannte Dynamik herrschte in allen Registern und die Kapelle verlieh dem Stück eine feine Note. Bei der „Alpina Saga“ von Thomas Doss konnten Zuhörer förmlich die Sonne auf dem Gesicht spüren – und später die Ruhe der Nacht genießen. Saxofone ließen eine strahlende Bergwelt entstehen, Hornklänge und Trompeten versetzten das Publikum in eine majestätische Gipfelwelt. Das Furioso beeindruckte besonders durch eine imposante Passage für Pauken.

Der amerikanische Militärmarsch „Unter dem Sternenbanner“ – im Original „The Stars and Stripes forever“ – überzeugte durch sein großartiges Piano, den sensiblen Einsatz und die Vielfalt der Flöten in Zusammenwirkung mit Saxofon-Klängen. Eine wunderbare Liebesgeschichte bescherte das Orchester bei Momenten „Im weißen Rößl“. Aus dem Singspiel erklangen Evergreens wie „Die ganze Welt ist himmelblau“ oder „Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist“. Diese Titel sorgten auch bei den Musikern für erkennbar gute Stimmung und die Übergänge wurden mit scheinbar müheloser Leichtigkeit gemeistert.

Der „Maxglaner Zigeunermarsch Reloaded“ eröffnete den zweiten Konzertteil. Dabei interpretierte der Posaunist Alexander Kirchmann überzeugend die Hauptmelodie. Es schloss sich das deutschsprachige Musical „Elisabeth“ von Michael Kunze an. Die bekanntesten Themen meisterte Julia Frieß souverän am Saxofon und auch der Rest der Oberstufenkapelle trug gekonnt dazu bei, die Dramatik des Geschehens zum Klingen zu bringen. Überwältigende Leidenschaft wurde bei „Ich gehör’ nur mir“ spürbar.

Deutschsprachig und doch ganz anders ging es weiter – mit einem Medley aus Liedern wie „Skandal im Sperrbezirk“ oder „Ohne dich (schlaf ich heut Nacht nicht ein)“, die Thiemo Kraas in „80er Kult (tour)“ arrangiert hat. Flüssig und schnell erklang danach die „Perger Polka“ von Kurt Gäble, ehe das Konzert mit Zugaben ausklang.

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