Buxheim

Marode Brücke soll Neubau Platz machen

Gemeinderat Deutsche Bahn will Eisenbahnüberführung in Buxheim ersetzen
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Von Katharina Aschenbrenner
04.11.2019 | Stand: 16:18 Uhr

Um die Eisenbahnüberführung in der Hopfenstraße drehten sich die Gespräche bei der jüngsten Sitzung des Buxheimer Gemeinderats: Demnach haben sich Risse gebildet, Feuchtigkeit setzt dem Gewölbe zu und an verschiedenen Stellen nagt Korrosion an dem Bauwerk. Dieses „Nadelöhr“ soll beseitigt und durch eine neue Brücke ersetzt werden, die dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Überdies soll auf der neuen Konstruktion dann eine Lärmschutzwand errichtet werden. Zwei Vertreter der Deutschen Bahn, Johannes Beckert und Pascal Ortmann, erläuterten das geplante Bauwerk und die Bauphasen.

Finanziert werde die Bahnüberführung von der Deutschen Bahn – für die Gemeinde sei das Projekt mit keinerlei Kosten verbunden. Für die Arbeiten wird es nötig sein, die Strecke sechs Tage lang durchgehend zu sperren. Laut Beckert und Ortmann muss Boden abgetragen werden, es werden Kabel verlegt, Neumaterial gelagert und ein Schutzwall errichtet. Auch Kanalarbeiten fallen an. Der Baubeginn sei im Herbst 2020 vorgesehen, die Fertigstellung sei im Sommer 2021 zu erwarten.

Unterhalb der Brücke finde Begegnungsverkehr statt, aber immer nur einseitig. Allerdings wird durch den Neubau die Sicht deutlich verbessert, da sich die lichte Höhe vergrößere. Der Vorschlag, die neue Brücke breiter zu planen, wurde abgelehnt, da das Bauwerk in der ursprünglichen Form wieder hergestellt werden müsse. Bürgermeister Wolfgang Schmidt (CSU) brachte den Vorschlag für einen überdachten Fußgängertunnel ein – in Zeiten, in denen der Bau ruhe, könne ein solcher von Vorteil sein. Er legte den Vertretern der Bahn nahe, dieses Anliegen des Gemeinderates zu prüfen.

Weiteres Thema im Gremium war der Antrag bei der Autobahndirektion Südbayern zur Einführung eines Tempolimits auf der Autobahn A7 in dem Streckenbereich, der an Buxheim angrenzt. Schmidt erläuterte, dass die Verkehrsbelastung auf den Autobahnen in den vergangenen Jahren stark zugenommen habe. Damit werde auch der Lärm zur immer größeren Belastung für die Bevölkerung. Die Einführung eines Tempolimits in Verbindung mit anderen Maßnahmen könnte deutliche Verbesserungen herbeiführen, unterstrich Schmidt.

Der Gemeinderat fasste den einstimmigen Beschluss, wie auf der A 96 bereits umgesetzt, auch auf der A 7 im Bereich nördlich und südlich des Autobahnkreuzes Memmingen die Einführung eines Tempolimits auf 80 beziehungsweise maximal 100 Stundenkilometer zu beantragen.