Illerbeuren

Max und Moritz gehen in Rente

KB Zweckverbandssitzung im Bauernhofmuseum

KB Zweckverbandssitzung im Bauernhofmuseum

Bild: Dunja Schütterle

KB Zweckverbandssitzung im Bauernhofmuseum

Bild: Dunja Schütterle

Bauernhofmuseum Zweckverband beschließt Anschaffung von zwei jüngeren Kaltblütern. Im nächsten Jahr steht Thema Holz im Mittelpunkt. 58 700 Besucher in erster Niethammer-Saison
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Von ds
27.11.2019 | Stand: 16:31 Uhr

Im nächsten Jahr dürfen Max und Moritz in Rente gehen: Nach 25-jährigem Dienst wird das Schwäbische Bauernhofmuseum in Kronburg-Illerbeuren zwei neue, jüngere Kaltblutpferde anschaffen. Das beschlossen die Mitglieder der 78. Zweckverbandsversammlung in der Museumsgaststätte Gromerhof.

Dr. Bernhard Niethammer kann auf eine beständige Saison in seinem ersten Jahr als Leiter des Freilichtmuseums zurückblicken. 58 700 Besucher kamen insgesamt nach Illerbeuren, die auch die besonderen Veranstaltungen wie das Allgäuer Literaturfestival, den Obsttag und die Handwerkertage besuchten. Besonders erfreulich war die Zahl der Besucher beim diesjährigen Kinderfest, das einen Rekord von 2800 Gästen vermeldete. Auch die Sonderausstellungen waren in der laufenden Saison gut frequentiert. „Die persönlichen Geschichten bei der Ausstellung zur Lokalbahn Memmingen-Legau haben mich persönlich berührt“, erklärte Niethammer dem Zweckverband-Auditorium.

Nicht nur die wechselnden Ausstellungen zu verschiedenen Themen wurden angesprochen, auch die baulichen Modifizierungen stellte der Museumsleiter vor. Dazu nannte er das neu installierte Besucherleitsystem, die Renovierung des barrierefreien Spaliergartens und der Grabkreuze, die Sanierung der Kapelle Uttenried und den Umbau des Bauernhauses Engenberg.

In Sachen Schützenkompetenzzentrum konnte der Bezirkstagspräsident Martin Sailer den Mitgliedern keine Neuigkeiten offerieren. „Wir befinden uns immer noch in einem schwebenden Verfahren“, konstatierte er dazu.

Die aktuelle Saison im Freiluftmuseum endet am 1. Dezember, die Neue beginnt wieder im März. Im Jahr 2020 wird sich alles um das Thema Holz und Holzverwertung drehen, deswegen wird es aber keine separate Sonderausstellung geben. Aktuell wird der neue Standort für die ehemalige Holzsägemühle aus Hettisried vorbereitet, die um das Jahr 1800 in Altusried im Oberallgäu stand und nachweislich seit dem 16. Jahrhundert eine Mühle war. Das Gattersägewerk wird von dort abgetragen und im Museum nahe der Torfwirtschaft neu aufgebaut. Die Fertigstellung ist für September nächsten Jahres geplant.

Vorher feiert der Verband der Ziegenzüchter sein 100-jähriges Bestehen mit einem besonderen Rahmenprogramm. Weiter finden auch im kommenden Jahr die beliebten Feste, Aktionen sowie die museumspädagogischen Angebote statt. Zudem wird das Team erweitert: Es wird ein neuer Arbeitsplatz in der Bauforschung geschaffen.

Der Haushaltsplan 2020 wurde einstimmig beschlossen und sieht im kommenden Wirtschaftsjahr ein Gesamt-Investitionsvolumen von 1,1 Millionen Euro vor. Die Mitglieder des Zweckverbandes bestehen aus dem Bezirk Schwaben, dem Landkreis Unterallgäu und dem Heimatdienst Illertal.