Kitas und Kindergärten

Nach Corona-Fällen: Diese Regeln gelten jetzt im Unterallgäu

Nachdem das Unterallgäu den Corona-Frühwarnwert überschritten hat, gibt es nun neue Regelungen. Diese betreffen vor allem die Kleinsten.

Nachdem das Unterallgäu den Corona-Frühwarnwert überschritten hat, gibt es nun neue Regelungen. Diese betreffen vor allem die Kleinsten.

Bild: Monika Skolimowska, dpa (Symbol- und Archivbild)

Nachdem das Unterallgäu den Corona-Frühwarnwert überschritten hat, gibt es nun neue Regelungen. Diese betreffen vor allem die Kleinsten.

Bild: Monika Skolimowska, dpa (Symbol- und Archivbild)

Nach den steigenden Corona-Fallzahlen im Unterallgäu hat das Landratsamt nun Konsequenzen gezogen.
15.09.2020 | Stand: 16:43 Uhr

Update: Dienstag, 15. September Keine Maskenpflicht mehr in Unterallgäuer Kitas und Kindergärten

Beschäftigte in den Unterallgäuer Kindertagesstätten müssen keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen. Das Landratsamt hat die am Montag ausgerufenen Maßnahmen teilweise aufgehoben, heißt es in einer Pressemitteilung.

Ursprungsmeldung

Nachdem der Landkreis Unterallgäu am Wochenende den Corona-Frühwarnwert überschritten hatte, wurden am Montag erste Maßnahmen beschlossen. Diese betreffen fürs Erste ausschließlich Kindergärten, Kindertagesstätten und Krippen im Landkreis. „Es wird dort ab sofort einen eingeschränkten Regelbetrieb geben“, erklärte Amtssprecherin Sylvia Rustler auf Anfrage unserer Redaktion.

Feste Gruppen in Kitas und Kindergärten

Sie gab am Montagnachmittag bekannt, was die sogenannte Koordinierungsgruppe des Landratsamtes zuvor beschlossen hatte. Der Regelbetrieb in den Einrichtungen für Kinder sehe wie folgt aus, so Rustler: „Die Kinder können alle kommen. Es werden aber feste Gruppen gebildet. Alle Beschäftigten müssen Masken tragen. Das gilt aber nur für den Innenbereich.“

Corona-Warnampel springt auf Gelb

Mit diesen Maßnahmen springt laut Sprecherin Rustler die Corona-Warnampel auf gelb – bezogen auf den Rahmenhygieneplan des Bayerischen Sozialministeriums. Zu den Maßnahmen, die das Landratsamt in Mindelheim am Montag beschlossen hat, gehört auch das: Ab sofort darf es bis auf Weiteres in den Einrichtungen für Kinder keine größeren Team-Sitzungen und Elternabende geben.

"Es sind auch nicht ausschließlich Reiserückkehrer verantwortlich zu machen"

Für den Anstieg der Infiziertenzahl gibt es nach Angaben von Sprecherin Rustler keine genau festzumachenden Auslöser. „Da kommt vieles zusammen. Es sind auch nicht ausschließlich Reiserückkehrer verantwortlich zu machen.“ Rustler erinnerte daran, dass es derzeit drei größere „Corona-Geschehen“ im Landkreis Unterallgäu gebe: in einer Einrichtung für Kinder in Babenhausen, in einer Schule in Bad Wörishofen sowie in einem Seniorenheim in Ottobeuren.

(Wie ein Kindergarten in Bernbeuren bei Marktoberdorf wegen eines Corona-Falls schließen musste und wie Kaufbeuren den Corona-Warnwert überschritt, lesen Sie im jeweiligen Artikel.)

Auch Memminger "Herbstmarkt" abgesagt

Eigentlich sollte es im Oktober dieses Jahres einen Herbstmarkt anstelle eines Jahrmarkts am Westertorplatz geben. Wegen des derzeitigen Infektionsgeschehens mit Covid-19 hat die Memminger Stadtspitze nun beschlossen, auch die geplante Ersatzveranstaltung des Schaustellerverbandes nicht zu genehmigen.

Oberbürgermeister Manfred Schilder bedauert: „Wir können leider nicht in die Zukunft sehen und wollen vermeiden, dass sich Memmingen wieder mit hohen Infektionszahlen konfrontiert sieht.“ Nach sorgfältiger Abwägung wurde deshalb von Seiten des Gesundheitsamtes in Absprache mit der Verwaltung entschieden, dass der als Ersatzkonzept für den Jahrmarkt angedachte Herbstmarkt nicht stattfinden kann.

Auch verkaufsoffener Sonntag abgesagt

Damit wurde ebenfalls der geplante verkaufsoffene Sonntag abgesagt. Nach positiven Erfahrungen mit verkleinerten Märkten in München, Augsburg und Nürnberg war auch in Memmingen ein eingeschränktes Angebot an Fahrgeschäften und Buden geplant. Nachdem es im Zuge der Corona-Pandemie derzeit immer wieder regional zu hohen Werten kommt, sollen Anlässe für größere Menschenansammlungen jedoch vermieden werden.

Auch in Buchloe hat die Stadt den geplanten Herbstmarkt abgesagt.