Projekt

Nanu-Gebäude in Ottobeuren wird durch Neubau ersetzt

Nanu

Wo einst die Bar Nanu zum Feiern eingeladen hat, werden früher oder später die Abrissbagger wüten. Der Eigentümer will das Gebäude abreißen und durch einen Neubau mit drei Wohnungen ersetzen lassen.

Bild: Volker Geyer

Wo einst die Bar Nanu zum Feiern eingeladen hat, werden früher oder später die Abrissbagger wüten. Der Eigentümer will das Gebäude abreißen und durch einen Neubau mit drei Wohnungen ersetzen lassen.

Bild: Volker Geyer

Privater Bauherr plant in Ottobeuren drei Wohnungen auf drei Etagen. Wann die Abrissbagger anrollen, ist noch offen. Indes ist die Bar Nanu in ein anderes Haus umgezogen.
20.01.2022 | Stand: 12:00 Uhr

Der Eigentümer des „Nanu-Gebäudes“ in der Ludwigstraße 36 in Ottobeuren möchte das Haus gerne abreißen und durch einen Neubau mit drei Wohnungen ersetzen. Nachdem der gemeindliche Bauausschuss eine entsprechende Bauvoranfrage im Mai noch abgelehnt hatte, stimmte das Gremium einer überarbeiteten Vorlage einstimmig zu. Wann die Abrissbagger anrücken, ist laut Bauamtsleiter Alois Spöttle noch offen. Zum einen müsse das Landratsamt als Genehmigungsbehörde grünes Licht für die Pläne geben. Zum anderen gebe es vonseiten des Bauherrn noch keinen Zeitplan.

Kostruktive Gespräche mit dem Bauherrn

Wie der Ottobeurer Bauamtsleiter auf Nachfrage unserer Redaktion berichtet, entsprach der erste Planentwurf im Mai nicht der Gestaltungssatzung der Gemeinde. Von einem „zu massiven Block“ war damals im Bauausschuss die Rede. Im Nachgang der Sitzung gab es Gespräche zwischen Gemeindeverwaltung und Bauwerber. „Die waren sehr kooperativ und konstruktiv“, sagt Spöttle. Am Ende seien die Pläne entsprechend umgearbeitet worden, so dass die Ausschussmitglieder die neue Bauvor-anfrage einstimmig befürwortet hätten.

Die Pläne sehen nach Spöttles Worten im Erdgeschoss eine 57 Quadratmeter große Eineinhalb-Zimmer-Wohnung sowie eine Garage vor. Im ersten Stock ist eine Vier-Zimmer-Wohnung mit 113 Quadratmetern geplant. Ebenfalls eine Wohnung mit vier Zimmern soll im Dachgeschoss entstehen und 99 Quadratmeter umfassen. Auf dem Satteldach ist eine Photovoltaik-Anlage vorgesehen.

Nanu wegen Corona noch gechlossen

Wie berichtet, musste die Bar Nanu Ende 2020 nach 34 Jahren seine Pforten in dem Gebäude schließen, nachdem der Pachtvertrag angesichts des geplanten Neubauprojekts nicht verlängert worden war. Inzwischen hat Wirt Arben Bunjaku allerdings neue Räumlichkeiten aufgetan und die Einrichtung des alten Nanus etwa 100 Meter weiter in die Luitpoldstraße 6 verfrachtet. Dort war zuvor das Café Central. „Jetzt sieht es im neuen Nanu ähnlich aus wie im alten“, sagt Bunjaku, der zusammen mit seinem Bruder Fatos auch die benachbarte Gaststätte Primrose betreibt, die während der Corona-Pandemie geöffnet sein darf. Dagegen ist die neue Bar Nanu aufgrund der Corona-Regeln geschlossen. Aber sobald Bars in Bayern wieder öffnen dürfen, will Bunjaku auch die Türen des neuen Nanus aufsperren. Dann kann dort wieder wie früher im alten Nanu von Donnerstag bis Samstag gefeiert werden.

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