Walderlebnispfad

Neuer Seelensteg in Buxheim führt durch kleinen Sumpfwald

BX Seelensteg

Der neugestaltete Seelensteg ist Teil des Buxheimer Walderlebnispfads und führt Wanderer trockenen Fußes durch einen kleinen Sumpfwald. Unser Bild zeigt bei der Eröffnung (von links) Roman Völk (Inhaber Zimmerei Völk), Zweite Bürgermeisterin Claudia Berg, Forstbetriebsleiter Dr. Hermann Walter, Marcel Tschug (Zimmerei Völk), Dritter Bürgermeister Norbert Romert, Bürgermeister Wolfgang Schmidt und Rainer Nützel, Behördenleiter beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Mindelheim.

Bild: Armin Schmid

Der neugestaltete Seelensteg ist Teil des Buxheimer Walderlebnispfads und führt Wanderer trockenen Fußes durch einen kleinen Sumpfwald. Unser Bild zeigt bei der Eröffnung (von links) Roman Völk (Inhaber Zimmerei Völk), Zweite Bürgermeisterin Claudia Berg, Forstbetriebsleiter Dr. Hermann Walter, Marcel Tschug (Zimmerei Völk), Dritter Bürgermeister Norbert Romert, Bürgermeister Wolfgang Schmidt und Rainer Nützel, Behördenleiter beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Mindelheim.

Bild: Armin Schmid

Der Erlebnispfad in Buxheim ist um eine Attraktion reicher. Und auch sonst hat sich einiges getan.
27.05.2020 | Stand: 11:41 Uhr

Anregung für die Sinne und Bewegung an der frischen Luft in idyllischer Umgebung ist in Corona-Zeiten sehr wichtig und auf dem Walderlebnispfad in Buxheim auf nahezu ideale Weise möglich. Auf den Spuren des Kartäusermönchs, einer fast lebensgroßen, aus dem Stamm einer Ulme geschnitzten Skulptur, können Besucher seit Kurzem auch den sanierten und neugestalteten Bohlenweg, den sogenannten „Seelensteg“, erkunden. Zum Verweilen lädt auch der wieder in Form gebrachte Sträuchergarten ein, der zudem mit Sitzgelegenheit und Tisch ausgestattet wurde.

Möglich wurde all dies durch eine Kooperation der Bayerischen Staatsforsten und der Gemeinde Buxheim. Der Buxheimer Wald gehörte viele Jahrhunderte zur Kartause. Im Jahr 1926 ging der Wald in den Besitz des Freistaats über. Im Mai 2007 wurde der Walderlebnispfad, ein rund drei Kilometer langer Rundweg durch den Buxheimer Wald, gebaut und in Betrieb genommen.

Trockenen Fußes

Forstbetriebsleiter Dr. Hermann Walter erläuterte bei der Corona bedingt klein gehaltenen Eröffnung des Bohlenwegs, dass der Erlebnispfad nach 13 Jahren Sanierungsbedarf aufwies, der nun abgearbeitet wurde. Rund 50 000 Euro sind in die Bauarbeiten für den neuen Bohlenweg, der die Besucher trockenen Fußes durch ein Sumpfwaldgebiet führt, geflossen. Rainer Nützel, Behördenleiter beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Mindelheim freute sich, dass die Buxheimer Räte beschlossen haben, dass sich die Gemeinde mit 30 Prozent an den Kosten beteiligt. „Uns ist ganz wichtig, dass auch die Gemeinde hinter so einem Projekt steht und mit im Boot ist.“

Forstbetriebsleiter Walter betonte, der Staatswald in Buxheim habe viele Aufgaben zu erfüllen. Letztlich gelte es, ökologische und ökonomische Bewirtschaftung, den Arbeitsplatz der Mitarbeiter bei der Holzernte vor Ort und den Anspruch des Naherholungsgebiets unter einen Hut zu bringen. Herausforderungen ergeben sich dabei immer wieder bei der Ernte von Käfer- und Sturmholz. „Aber in Buxheim klappt das Zusammenwirken zwischen Waldbewirtschaftung und Naherholung auf sehr gute Weise“, bekräftigte Walter.

Im Mittelpunkt der Eröffnungsveranstaltung stand der rund 100 Meter lange Seelensteg, der auf Holzbohlen erbaut wurde und durch einen kleinen Sumpfwald führt. Etwas abenteuerlich war schon die Bauzeit. Sturm Sabine hatte in unmittelbarer Nähe des Holzstegs mehrere Bäume umgeknickt. Roman Völk, Inhaber der ausführenden Zimmerei Völk, war erleichtert, dass der Steg weitestgehend unversehrt blieb. Er wurde bereits im März fertiggestellt, aufgrund der Corona-Pandemie erfolgte die Eröffnung aber erst jetzt.

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Der Rundweg, der an mehreren Waldweihern vorbeiführt, umfasst zehn Stationen. Darunter befinden sich ein Waldklassenzimmer, eine Schwimmplattform zur Vogelbeobachtung oder Waldhütten aus Weidenzweigen. Erwähnenswert ist auch der idyllisch gelegene Sträuchergarten, den die Bauhofmitarbeiter laut Bürgermeister Wolfgang Schmidt im vergangenen Jahr neugestaltet haben. Zwei Bänke samt Tisch laden in dem grünen Kleinod zum Verweilen ein.