Unterallgäu

Ottobeuren plant mit Zuversicht die Konzertsaison 2021

Nur eines von drei großen Ottobeurer Basilikakonzerte fand heuer coronabedingt statt: Es gastierten die Bamberger Symphoniker unter Leitung von Jukka-Pekka Saraste mit Bruckners achter Sinfonie.

Nur eines von drei großen Ottobeurer Basilikakonzerte fand heuer coronabedingt statt: Es gastierten die Bamberger Symphoniker unter Leitung von Jukka-Pekka Saraste mit Bruckners achter Sinfonie.

Bild: Martina Diemand

Nur eines von drei großen Ottobeurer Basilikakonzerte fand heuer coronabedingt statt: Es gastierten die Bamberger Symphoniker unter Leitung von Jukka-Pekka Saraste mit Bruckners achter Sinfonie.

Bild: Martina Diemand

Das Touristikamt Ottobeuren legt ein attraktives Programm für die nächsten Ottobeurer Konzerte vor.  Auch das Symphoniorchester des Bayerischen Rundfunks kommt.
Nur eines von drei großen Ottobeurer Basilikakonzerte fand heuer coronabedingt statt: Es gastierten die Bamberger Symphoniker unter Leitung von Jukka-Pekka Saraste mit Bruckners achter Sinfonie.
Von Brigitte Unglert-Meyer
02.11.2020 | Stand: 15:54 Uhr

„Wir gehen davon aus, dass nächstes Jahr die Konzerte stattfinden werden und dass wir Corona im Griff haben.“ Mit diesen optimistischen Worten stellte der Ottobeurer Touristikamtsleiter Peter Kraus die Planung für die Ottobeurer Konzerte 2021 im Kur-, Tourismus- und Kulturausschuss der Marktgemeinde vor. Der Ausschuss hat dem Kostenvoranschlag einstimmig zugestimmt.

Folgendes Programm ist geplant: Das erste große Basilika-Konzert am Sonntag, 13. Juni 2021, soll das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter Leitung von Vladimir Jurowski gestalten mit der „Reformations-Sinfonie“ Sinfonie Nr. 5 in D-Dur/d-Moll op. 107 von Friedrich Mendelssohn Bartholdy. Ein zweites Werk ist die „Große Sinfonie in C-Dur, D 944“, Sinfonie Nr. 8 von Franz Schubert.

Am Sonntag, 18. Juli 2021, sieht die Planung ein Gastspiel der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken unter Leitung von Manfred Honeck mit der Sinfonie Nr. 5 von Anton Bruckner vor.

Erinnerung an Konzert vor 70 Jahren

Das dritte große Konzert am Sonntag, 26. September 2021, mit Symphonieorchester und Chor des Bayerischen Rundfunks soll ein Jubiläumskonzert werden: Das erste Konzert des Bayerischen Rundfunks in Ottobeuren hat vor 70 Jahren, am 3. Juni 1951, mit dem ersten Chefdirigenten des BR, Eugen Jochum, stattgefunden. Aufgeführt wurde das Verdi-Requiem. 2021 soll Sir John Eliot Gardiner die „Missa solemnis“ D-Dur, op. 123 von Ludwig van Beethoven dirigieren.

Ebenso wurde die Planung für die Kammerkonzerte 2021 vorgelegt. Sie finden im Museum für zeitgenössische Kunst Diether Kunerth statt, da der Kaisersaal wegen Sanierungsarbeiten geschlossen ist. Es gastieren das Janoska Ensemble (12. Juni), ein Kinderkonzert „Die Zauberflöte“ (20. Juni), das TrioVanBeethoven (17. Juli), Camerata Internationale mit Klaus Hampl & Sigi Schwab (24. Juli) sowie das Karmon-Triendl Quintett (25. September).

Kosten belaufen sich auf rund 340000 Euro

Nach der Berechnung von Peter Kraus belaufen sich die Kosten für die Konzertsaison 2021 gemäß einer, wie er sagte, „relativ vorsichtigen Kalkulation“ auf runde 343 600 Euro. Bei voraussichtlichen Einnahmen und Zuschüssen in Höhe von rund 304 400 Euro liege der Eigenanteil der Gemeinde demnach bei gut 39 000 Euro. Allerdings sei derzeit noch eine Brandschutzuntersuchung abzuwarten, nach deren Ergebnis die Zahl der Besucher, beziehungsweise der verfügbaren Plätze, in der Basilika festgelegt werde.

Kraus verwies auch auf die Wertschöpfung und die Bedeutung der Konzerte für die touristische Entwicklung in Ottobeuren. Man müsse sich vor Augen halten, wie viele Leute davon leben. Der Ausschuss hat dem Kostenvoranschlag einstimmig zugestimmt und dem Gemeinderat zur Genehmigung empfohlen.