Nachruf

Trauer um Pater Robert in Attenhausen

Der langjährige Pfarrer von Attenhausen, Pater Robert Markovits, ist überraschend verstorben.

Der langjährige Pfarrer von Attenhausen, Pater Robert Markovits, ist überraschend verstorben.

Bild: Josef Diebolder (Archiv)

Der langjährige Pfarrer von Attenhausen, Pater Robert Markovits, ist überraschend verstorben.

Bild: Josef Diebolder (Archiv)

Der Geistliche starb mit fast 90 Jahren in seinem Alterssitz in Maria Baumgärtle. Er wirkte 32 Jahre lang als Pfarrer in Attenhausen.
Der langjährige Pfarrer von Attenhausen, Pater Robert Markovits, ist überraschend verstorben.
Von Josef Diebolder
13.11.2020 | Stand: 16:08 Uhr

Überraschend ist Pater Robert Markovits in seinem Alterssitz, dem „Orden vom kostbaren Blut, Maria Baumgärtle“, mit fast 90 Jahren gestorben. Bis zum letzten Tag wirkte der Geistliche dort bei Gottesdiensten und in der Seelsorge mit. Feierlich wurde Pater Robert von Provinzial Pater Ferdinand Zech nun im Priestergrab in Attenhausen beigesetzt.

2018 hatte Pater Robert sein 60-jähriges Priesterjubiläum gefeiert. Bei seinem Abschiedsgottesdienst vor drei Jahren dankte er allen Gemeindemitgliedern von Attenhausen und Günz an der Günz mit den Worten: „Es waren die schönsten Jahre in meinem priesterlichen Dienst, ich war hier zuhause“. Pater Robert wirkte 32 Jahre lang als Pfarrer in Attenhausen.

Pater Robert war eine "Institution"

Kirchenpfleger Josef Müller nannte den Geistlichen in seiner Rede bei der Beisetzung „eine Institution“, die Liebe, Vertrauen und Wohlwollen weitergegeben habe. Ein „Himmelsgeschenk“ seien die drei Jahrzehnte seines Wirkens gewesen. Pater Robert habe regelmäßig Senioren, Einsame, Kranke und Sterbende besucht und aufgemuntert. Seine Predigten seien „eindringlich, klar und kurz“ gewesen, erinnerte sich Müller. Der Pfarrer habe auch in Bergmessen, bei Andachten an den „Fischerstöck“ und Prozessionen mitgewirkt. Zudem habe er in Attenhausen die Lichterprozessionen „zu Ehren der Gottesmutter Maria“ eingeführt. Für Müller entstand in der Dorfkirche St. Andreas mit Pater Robert „eine heilige Atmosphäre“.

Bürgermeisterin Christa Bail dankte am Grab für Pater Roberts Wirken in Günz, etwa bei den Josefi-Feiern. Bürgermeister Alfred Gänsdorfer erinnerte an dessen „humorvolle Gelassenheit“ und seinen „seelenruhigen Kärntner Charme“.

Er wuchs mit drei Geschwistern auf einem Bauernhof auf

Pater Robert wurde am 28. August 1931 in Mannersdorf im Burgenland (Österreich) geboren. Mit drei Geschwistern wuchs er auf einer Landwirtschaft auf. Studiert hat er in St. Gabriel bei Mödling, St. Severin in der Steiermark und in Feldkirch. Am 13. Juli 1958 empfing er seine Priesterweihe im Dom zu Salzburg und am 20. Juli feierte er seine Primiz in Mannersdorf.

Bereits als Kaplan verbrachte Pater Robert fünf Jahre in Maria Baumgärtle, danach war er als Missionsprediger aktiv. Nach 19 Jahren als Pfarrer in Annabichel/Klagenfurt, zog Pater Robert Markovits am 1. September 1985 mit seiner Haushälterin ins Attenhauser Pfarrhaus.