Lehrgang

Unterallgäuer Feuerwehren bilden jetzt auch online aus

BX Feuerwehr

Erstmals setzten die Unterallgäuer Feuerwehren in der Modularen Truppausbildung auf einen hybriden Ansatz – Theorie online, Praxisteil vor Ort: und das mit Erfolg, wie sich jetzt bei der Abschlussprüfung in Buxheim zeigte.

Bild: Walter Müller

Erstmals setzten die Unterallgäuer Feuerwehren in der Modularen Truppausbildung auf einen hybriden Ansatz – Theorie online, Praxisteil vor Ort: und das mit Erfolg, wie sich jetzt bei der Abschlussprüfung in Buxheim zeigte.

Bild: Walter Müller

Bei der Truppausbildung wurde die Theorie erstmals in einem Online-Kurs gelehrt. Wie bei der Prüfung in Buxheim nun die Ergebnisse aussahen.
07.02.2022 | Stand: 17:20 Uhr

Auf absolutes Neuland haben sich die Feuerwehren im Landkreis Unterallgäu begeben – mit Erfolg: Wie bei vielen anderen Organisationen ist, bedingt durch die Corona-Pandemie, der bisher übliche Ausbildungsweg blockiert. Kreisbrandmeister Giovanni Aichele und seine Ausbilder haben deshalb die Modulare Truppausbildung (MTA) mit eigenen Folien und Lernunterlagen in eine Online-Version überführt.

Das Basismodul der Truppausbildung kam in den vergangenen Wochen erstmals in dieser Form zum Einsatz. Die Praxis-Ausbildung erfolgte zwangsläufig weiterhin bei den teilnehmenden Wehren in Buxheim und Ottobeuren. „Das findet im Freien statt. Da lassen sich Corona-Vorgaben wie Maske und Abstand gut einhalten“, sagte dazu Kreisbrandrat Alexander Möbus bei der abschließenden Prüfung im Hof der Buxheimer Feuerwehr.

Feuerwehr setzt bei Ausbildung auch auf Online-Format: Das erfordert Umdenken

Die Umsetzung der theoretischen Ausbildung als Online-Veranstaltung erforderte deutliches Umdenken, war aber nach Meinung der Kreisfeuerwehr „zum Abbau des mittlerweile entstandenen Ausbildungsstaus unumgänglich“. Bewusst seien zum dreiwöchigen Lehrgang mit Eröffnungsveranstaltung, neun Online-Abenden plus zwei Präsenz-Samstagen Teilnehmer eingeladen worden, die großteils als Schüler schon mit der Situation vertraut waren oder keine Berührungsängste mit Informationstechnologie hatten. Das Interesse am Ehrenamt in der Feuerwehr ist laut Möbus „durchaus wieder gestiegen, und unsere Wehren haben zwischenzeitlich gelernt, mit der Pandemie umzugehen“.

Hybride Ausbildung: Gute Ergebnisse fürTeilnehmer aus Ottobeuren und Buxheim

Gefragt nach der Effizienz der hybriden Ausbildung (Theorie online, Praxis vor Ort) merkte Ausbildungsleiter Aichele an: „Die Prüfungsergebnisse sind in keinem Bereich schlechter ausgefallen. Das liegt natürlich auch an den besonders engagierten Teilnehmern, die mit großer Disziplin auch ohne Gruppe arbeiteten.“ Zum guten Ergebnis der Basisausbildung gratulierte Buxheims Bürgermeister Wolfgang Schmidt, der auf eine nette Episode am Rande verwies: Ein Zeitungsbericht von 2007 zeigte damals auf einem Foto Angelina Schnabel als kleines Mädchen. Zu sehen war auf dem Bild, wie sie sich von ihrem Papa, der selbst Feuerwehrmann ist, bei der Bedienung des Strahlrohres helfen ließ. Jetzt war Angelina Schnabel mit nunmehr 16 Jahren erfolgreiche Absolventin der Trupp-Basisausbildung.

Die jungen Leute durchlaufen nun die Praxis in ihren Wehren, erklärte Aichele. „In zwei Jahren sind sie wieder bei der Truppführer-Ausbildung dabei.“ Unter den 15 Lehrgangsteilnehmern waren vier von der Ottobeurer Jugendfeuerwehr und elf Buxheimer, darunter auch vier Bauhof-Mitarbeiter.

Bilderstrecke

Basisausbildung bei der Unterallgäuer Feuerwehr: Die Abschlussprüfung in Buxheim

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