Geflügelpest

Wildvögel füttern ist in Memmingen verboten

Schwäne, Enten und andere Wildvögel füttern ist in Memmingen ab sofort verboten. Unser Archivfoto stammt aus Ulm.

Schwäne, Enten und andere Wildvögel füttern ist in Memmingen ab sofort verboten. Unser Archivfoto stammt aus Ulm.

Bild: Alexander Kaya

Schwäne, Enten und andere Wildvögel füttern ist in Memmingen ab sofort verboten. Unser Archivfoto stammt aus Ulm.

Bild: Alexander Kaya

In Bayern breitet sich die Geflügelpest aus. Auch im Unterallgäu gelten nun Sicherheitsmaßnahmen.
Schwäne, Enten und andere Wildvögel füttern ist in Memmingen ab sofort verboten. Unser Archivfoto stammt aus Ulm.
Von Redaktion Allgäuer Zeitung
03.02.2021 | Stand: 11:31 Uhr

Fälle von Geflügelpest sind in mehreren Landkreisen in Bayern in den vergangenen Tagen aufgetreten – in Memmingen gab es laut der Stadtverwaltung jedoch bislang keinen Fall. Zum Schutz des Haus- und Nutzgeflügels vor Ansteckung hat die Stadt eine Allgemeinverfügung erlassen, die besondere Regelungen für die Geflügelhalter vorsieht. Beispielsweise sind die Haltungen gegen unbefugtes Betreten zu sichern, eine konsequente Reinigung und Desinfektion ist genauso unabdingbar wie das Tragen von Schutzkleidung. Im Stadtgebiet gibt es Hobby- und Kleinsthaltungen bis maximal 100 Tiere. Für alle Bürger gilt, dass Wildvögel im gesamten Stadtgebiet aktuell nicht gefüttert werden dürfen. Für Menschen ist das Virus nach derzeitigen Erkenntnissen ungefährlich.

Kommt die Stallpflicht?

Auch der Landkreis Unterallgäu rät zu den Vorsichtsmaßnahmen. „Solange die Geflügelpest in der Region nicht aufgetreten ist, halten wir eine Stallpflicht aktuell aber noch nicht für erforderlich“, sagt der Leiter des Veterinäramts am Unterallgäuer Landratsamt, Dr. Alexander Minich.

Das Bayerische Umweltministerium hat in der vergangenen Woche aufgrund der bei Wildvögeln in manchen Gegenden Deutschlands und Bayerns nachgewiesenen Geflügelpest bayernweit verstärkte Biosicherheitsmaßnahmen für Geflügelhaltungen angeordnet. Durch deren Einhaltung soll der Kontakt zwischen Wildvögeln und Haus- und Nutzgeflügel vermieden und so eine Einschleppung in die Geflügelhaltungen verhindert werden. Deutschlandweit sind mehr als 600 Fälle von Geflügelpest amtlich festgestellt worden. Insgesamt wurden in Bayern vier Fälle bei Wildvögeln in den Landkreisen Starnberg, Passau, Landsberg am Lech, und Haßberge nachgewiesen. Darüber hinaus hat das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) in der vergangenen Woche einen einzelnen Ausbruch der Vogelgrippe in einem kleinen Hausgeflügelbestand mit rund 20 Hühnern im Landkreis Bayreuth bestätigt. Um eine weitere Ausbreitung der Vogelgrippe in der Wildvogelpopulation rasch zu erkennen, wird in Bayern zudem das bestehende Wildvogel-Monitoring konsequent weitergeführt.