Politik

Zwei Memminger wollen in den Bundestag

Das Reichstagsgebäude in Berlin ist Sitz des Deutschen Bundestages.

Das Reichstagsgebäude in Berlin ist Sitz des Deutschen Bundestages.

Bild: Ralf Lienert

Das Reichstagsgebäude in Berlin ist Sitz des Deutschen Bundestages.

Bild: Ralf Lienert

Regina Leenders tritt für die SPD an. Sie ist Schauspielerin am Landestheater Schwaben. Der Jura-Student Kai Fackler geht für die FDP ins Rennen.
04.10.2020 | Stand: 16:09 Uhr

Zwei Memminger bewerben sich als Kandidaten für die Bundestagswahl im nächsten Jahr Regina Leenders tritt für die SPD an, Kai Fackler geht für die FDP ins Rennen.

Die 29-jährige Memmingerin Regina Leenders will für die SPD im Wahlkreis 257 ein Mandat erringen. Der SPD-Unterbezirk Memmingen-Unterallgäu unterstützt die Kandidatur. Leenders ist in Memmingen kein unbeschriebenes Blatt. Unter ihrem Mädchennamen Regina Vogel steht sie am Landestheater Schwaben auf der Bühne. Geboren wurde sie 1990 in Recklinghausen und kam 2016 nach Memmingen. Aufgewachsen ist Leenders in Braunschweig.

Für die SPD Memmingen stand sie bei den diesjährigen Kommunalwahlen auf der Stadtratsliste und ist seit fast einem Jahr die Vorsitzende der hiesigen Jusos. Neben der SPD engagiert sich Leenders in der Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA) als Vorsitzende des GDBA-Ortsvereins und als Vorsitzende der NV-Solo-Gruppe am Landestheater Schwaben und vertritt somit die Arbeitnehmerrechte ihrer Kollegen.

Unterallgäuer JUSO-Chefin will in den Bundestag: Regina Leenders (geborene Vogel) geht für Memmingen und das Unterallgäu ins Rennen
 Die 29-jährige Memmingerin  bewirbt sich als Kandidatin für die Bundestagswahl im nächsten Jahr. Sie will für die SPD im Wahlkreis 257 ein Mandat erringen.
Unterallgäuer JUSO-Chefin will in den Bundestag: Regina Leenders (geborene Vogel) geht für Memmingen und das Unterallgäu ins Rennen Die 29-jährige Memmingerin bewirbt sich als Kandidatin für die Bundestagswahl im nächsten Jahr. Sie will für die SPD im Wahlkreis 257 ein Mandat erringen.
Bild: Susanne Marx

Regina Leenders setzt sich politisch unter anderem für sichere Beschäftigungsverhältnisse, Bürgergeld, steuerliche Gerechtigkeit, eine neue Gesundheitspolitik und sozialdemokratische Antworten auf die Klimakrise ein. Ein tiefes Anliegen ist ihr auch der Kampf gegen Rechtsextremismus und diskriminierendes Gedankengut. Beim Parteitag der Memminger SPD am Samstag (3. Oktober) hat sich Leenders vorgestellt und ihre politischen Pläne genauer erläutert.

Nominierung bei Versammlung in Buchloe

Die FDP schickt für die Bundestagswahl im kommenden Herbst im Wahlkreis 257 Ostallgäu den 18-jährigen Kai Fackler ins Rennen. Die FDP-Vertreter aus dem Wahlkreis nominierten den angehenden Jura-Studenten aus Memmingen bei einer Versammlung in Buchloe ohne Gegenstimme.

Kai Fackler sammelte bei der Kommunalwahl erste Erfahrungen im Wahlkampf und hat nun die volle Unterstützung aller vier Kreisverbände, hieß es in der Nominierungsversammlung unter Leitung des Unterallgäuer Kreisvorsitzenden Bernhard Mohr aus Wiedergeltingen. Dabei hoffen die Liberalen auch auf Jungwähler.

Aufstellungsversammlung der FDP Unterallgäu: Auf dem Foto von links: Bernhard Mohr - FDP Kreisvorsitzender Unterallgäu und 
FDP Wahlkreisleiter für den Wahlkreis 257, Kai Fackler - FDP Spitzenkandidat Wahlkreis 257
Aufstellungsversammlung der FDP Unterallgäu: Auf dem Foto von links: Bernhard Mohr - FDP Kreisvorsitzender Unterallgäu und FDP Wahlkreisleiter für den Wahlkreis 257, Kai Fackler - FDP Spitzenkandidat Wahlkreis 257
Bild: FDP Unterallgäu

Bei seiner Vorstellung betonte Fackler, dass sich die Jugend vermehrt politisch einbringen sollte. Politik werde nicht auf der Straße, sondern in den Parlamenten gemacht. Dort wolle er sich engagieren. Fackler ist in Memmingen geboren und aufgewachsen. Er machte dort am Bernhard-Strigel-Gymnasium sein Abitur und hat einen Studienplatz in München. Der aktive Fußballer (Kreisliga) sieht den Schwerpunkt seiner politischen Arbeit als unmittelbar Betroffener in der Bildungspolitik. Hier müsse vorrangig die Digitalisierung vorangetrieben werden. Gerade jetzt in der Corona-Zeit sei die digitale Vernetzung von enormer Wichtigkeit. Der Bildungsföderalismus müsse angepasst werden: Ein gemeinsames bundesdeutsches Abitur sei für ihn das Ziel. Dabei sollte es keine Unterschiede in der Schwierigkeit und Benotung zwischen den einzelnen Bundesländern geben.

Einen weiteren Schwerpunkt setzt Fackler beim Thema Landwirtschaft. Die sehr hohen staatlichen Auflagen führen oft zu Betriebsaufgaben. Fackler lehnt die Schließung der Landwirtschaftsschule in Mindelheim ab. Gerade in einem Raum, wo die Landwirtschaft einen großen Anteil der Infrastruktur einnimmt, sei eine solche Entscheidung „grotesk“.

Wahlkreis 257 umfasst mehrere Städte und zwei Landkreise

Der Wahlkreis 257 umfasst unter anderem die Städte Memmingen, Mindelheim, Kaufbeuren und Bad Wörishofen, den Landkreis Ostallgäu und weite Teile des Landkreises Unterallgäu. Im November findet eine Wahlkreiskonferenz statt. Dabei geht es um die endgültige Aufstellung der Kandidaten.