Corona-Krise

Nächtliche Polizei-Kontrolle in Kemptener Diskothek: Verstöße gegen Corona-Regeln geahndet

Eine Szene wie auf diesem Symbolfoto war vor der Corona-Krise normal im Nachtleben. Doch seit Monaten müssen Diskotheken geschlossen bleiben. Verstöße werden geahndet, wie nun ein Fall in Kempten zeigt.

Eine Szene wie auf diesem Symbolfoto war vor der Corona-Krise normal im Nachtleben. Doch seit Monaten müssen Diskotheken geschlossen bleiben. Verstöße werden geahndet, wie nun ein Fall in Kempten zeigt.

Bild: Sophia Kembowski/dpa (Archiv)

Eine Szene wie auf diesem Symbolfoto war vor der Corona-Krise normal im Nachtleben. Doch seit Monaten müssen Diskotheken geschlossen bleiben. Verstöße werden geahndet, wie nun ein Fall in Kempten zeigt.

Bild: Sophia Kembowski/dpa (Archiv)

Bei einer Polizei-Kontrolle am frühen Samstagmorgen in einer Diskothek in Kempten wurden Verstöße gegen die Corona-Regeln geahndet.
26.09.2020 | Stand: 16:16 Uhr

Am frühen Samstagmorgen (26. September) hat die Polizei in Zusammenarbeit mit der Stadt Kempten eine Diskothek in Kempten kontrolliert, Dabei wurde überprüft, ob die derzeitigen Vorgaben zum Infektionsschutz eingehalten werden.

Die Polizei stellte nach eigenen Angaben Verstöße gegen die geltenden Corona-Regeln fest. Mitunter tanzten vereinzelte Besucher und es wurden Regelungen zur Maskenpflicht nicht eingehalten, wie die Beamten in einer Mitteilung schreiben.

Gegen den Disko-Betreiber wird demnach ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Über die Höhe wurden zunächst keine Angaben gemacht. Auch die Frage, ob einzelne Besucher möglicherweise zur Rechenschaft gezogen wurden, blieb in einer ersten Polizei-Mitteilung offen.

Diskotheken im Freistaat müssen weiter geschlossen bleiben

Während Bars und Kneipen in Bayern seit 19. September unter strengen Infektionsschutz-Auflagen ihre Türen wieder öffnen dürfen, müssen Diskotheken weiter geschlossen bleiben. Eine Wiedereröffnung in "normaler" Art und Weise steht in den Sternen. Für die Betreiber ist Lage nach Angaben des Bundesverbands Deutscher Diskotheken und Tanzbetriebe prekär.

Verband: Viele Diskotheken stehen am Abgrund

Seit dem Lockdown Ende März herrsche quasi ein Berufsverbot für die Branche: Keine Einnahmen, ständiges Warten auf die nächste Überweisung vom Staat. So gestalte sich das Leben vieler Disko-Wirte seit Monaten, sagt Knut Walsleben, der Vizepräsident des Bundesverbands Deutscher Diskotheken und Tanzbetriebe (BDT) vor Kurzem in einem Interview: „Die hangeln sich von Monat zu Monat, warten auf Zuschüsse, Kurzarbeitergeld und die Überbrückungshilfe. Ich kann keine Prozentzahl sagen, aber von unseren 1.500 Betrieben stehen viele am Rand des Abgrunds.“

Bayernweit ist die Polizei in den vergangenen Wochen immer wieder zu Kontrollen in Diskotheken ausgerückt und hat dabei, beispielsweise in München, teils massive Verstöße geahndet.

Welche Corona-Regeln derzeit in Bayern gelten, lesen Sie hier.