Augsburg

Nach Rassismusdebatte: Hotel "Drei Mohren" in Augsburg benennt sich um

Das Augsburger Hotel "Drei Mohren" ändert seinen Namen und reagiert damit auf die Vorwürfe von Kritikern, der Name sei nicht mehr zeitgemäß.

Das Augsburger Hotel "Drei Mohren" ändert seinen Namen und reagiert damit auf die Vorwürfe von Kritikern, der Name sei nicht mehr zeitgemäß.

Bild: Silvio Wyszengrad (Archiv)

Das Augsburger Hotel "Drei Mohren" ändert seinen Namen und reagiert damit auf die Vorwürfe von Kritikern, der Name sei nicht mehr zeitgemäß.

Bild: Silvio Wyszengrad (Archiv)

Das Hotel "Drei Mohren" in Augsburg sieht sich mit dem Vorwurf konfrontiert, der Name der Einrichtung sei rassistisch. Nun reagieren die Verantwortlichen.

05.08.2020 | Stand: 22:24 Uhr

Die Debatte wird seit vielen Jahren geführt: Ist der Name „Drei Mohren“, den ein renommiertes Augsburger Hotel trägt, rassistisch? Nun zieht das Haus Konsequenzen: Das Hotel „Drei Mohren“ wird seinen Namen ändern.

Rassismus-Debatte: Hotel "Drei Mohren" in Augsburg ändert seinen Namen

Künftig soll es „Maximilian's“ heißen, wie Hoteldirektor Theodor Gandenheimer unserer Redaktion bestätigt. Die Geschäftsführung gibt damit dem Druck von Kritikern und Gästen nach, die den Namen als diskriminierend und nicht zeitgemäß empfinden. Das Hotel hatte sich zunächst gegen eine Umbenennung gesträubt und dies mit der Tradition des Namens begründet.

Er geht auf drei abessinische Mönche zurück, die im 15. Jahrhundert in der damaligen Herberge Zuflucht gefunden haben sollen. In einem längeren Prozess habe man sich dann doch zu diesem Schritt entschlossen: „Wir sind ein internationales Haus mit internationalen Mitarbeitern und wollen uns für die Zukunft erfolgreich aufstellen“, sagt Hoteldirektor Theodor Gandenheimer. Die Bewegung „Black lives matter“ und die Debatte um rassistische Gewalt hätten den Denkprozess des Augsburger Hauses am Ende nur beschleunigt.

Aus dem Augsburger Hotel "Drei Mohren" wird das Maximilian's

Bis zum Jahresende soll die Namensänderung zu "Maximilian's" abgeschlossen sein – inklusive eines neuen Schriftzuges und neuer Briefköpfe. Das Hotel gehörte lange Zeit zur „Steigenberger“-Gruppe und wird seit dem 1. Januar 2020 in Eigenregie geführt. Es hat mehr als 130 Zimmer und zählt über 40.000 Übernachtungen pro Jahr. Noch im Herbst vergangenen Jahres hatte Gandenheimer gegenüber unserer Redaktion betont: „Der Name steht nicht zur Diskussion.“