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Neue Strecke in Santiago

Daniel Abt

Daniel Abt

Bild: Audi/Michael Kunkel

Daniel Abt

Bild: Audi/Michael Kunkel

Motorsport Abt und Günther freuen sich auf Formel E-Rennen in Chile

02.06.2020 | Stand: 15:14 Uhr

Maximilian Günther überquerte beim Saisonauftakt im zweiten Formel E-Rennen in Diriyah (Saudi-Arabien) als Zweiter die Ziellinie und feierte mit dem Team BMW i Andretti Motorsport und seinem Fahrerkollegen Alexander Sims den ersten Doppelsieg in der Formel E. Doch die Freude darüber wurde durch eine nachträgliche Zeitstrafe zunichtegemacht. Jetzt will der 22-jährige Kemptener am Samstag (20 Uhr) in Santiago de Chile einen Pokal abholen. Einer der schärfsten Konkurrenten kommt ebenfalls aus Kempten. Daniel Abt (27) ist in Sachen Formel E ein alter Hase und kennt Chile ganz genau. Vor einem Jahr stand er nach einer Hitzeschlacht mit 37 Grad Lufttemperatur als Dritter auf dem Podium.

„Ich bin heiß auf Santiago und froh, dass ich endlich wieder im Rennauto sitze“, sagt Abt. Es ist sein dritter Einsatz in dem südamerikanischen Land. 2017 wurde er 18., zwei Jahre später fuhr er die schnellste Rennrunde. „Auch wenn der Auftakt nicht leicht war, hat er doch noch mehr Lust auf die neue Saison gemacht. Schön, dass es jetzt in den nächsten Monaten Schlag auf Schlag geht. Jeder im Team hatte Zeit, die ersten beiden Rennen zu analysieren und an Details zu arbeiten. Für diese harte Arbeit wollen wir uns jetzt belohnen.“

Das Kemptener Team Audi Sport Abt Schaeffler zählt zu den großen Favoriten in der Elektrorennserie und führt mit 41 Podiumsplätzen und 1127 Punkten die ewige Bestenliste an. Nach einem ersten Pokal für Platz zwei von Lucas di Grassi beim Auftaktwochenende im November nehmen der Ex-Weltmeister aus Brasilien und Daniel Abt erneut das Podium ins Visier. Dabei müssen sich alle Fahrer auf einen geänderten Kurs im Zentrum von Santiago einstellen: Einige Bereiche wurden neu gestaltet, die Boxengasse verlegt und eine Schikane entfernt.

Di Grassi erlebte vor einem Jahr eine Achterbahn der Gefühle: klare Bestzeit in der Super Pole, Strafversetzung auf den letzten Startplatz, Aufholjagd zurück in die Punkte, Kollision mit anschließender Zeitstrafe – keine Punkte. Umso motivierter tritt der Wahl-Monegasse diesmal an: „Jeder in unserer Mannschaft will unbedingt mit einem guten Ergebnis ins neue Jahr starten. Spätestens seit dem Podiumsplatz in Riad wissen wir, dass wir wieder ein Auto haben, mit dem wir um Siege fahren können.“ Am Start sind auch die Abt-DTM-Fahrer Robin Frijns im Audi-Kundenteam Envision Virgin Racing und Nico Müller (Geox Dragon Racing).

Maximilian Günther startete am Mittwoch zuversichtlich Richtung Chile: „Nach der langen Pause sind meine Batterien wieder mehr als aufgeladen. Ich hatte in der vergangenen Saison sehr viel Spaß und hoffe, dass die Strecke im neuen Layout genauso cool zu fahren ist. Mit meiner Leistung vor allem im zweiten Rennen in Diriyah war ich zufrieden, auch wenn es am Ende keine Punkte gab. Umso motivierter sind wir, es nun noch besser zu machen. Die Chemie im Team ist hervorragend. Ich fühle mich extrem wohl.“