Corona-Newsblog, Teil 70

Newsblog: Die Corona-Entwicklung im Allgäu und auf der Welt vom 31. Juli bis 6. August 2021 im Überblick

Streit zwischen Söder und Aiwanger eskaliert: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Vize Hubert Aiwanger (Freie Wähler) streiten über Corona-Impfungen.

Streit zwischen Söder und Aiwanger eskaliert: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Vize Hubert Aiwanger (Freie Wähler) streiten über Corona-Impfungen.

Bild: Peter Kneffel, dpa (Archivbild)

Streit zwischen Söder und Aiwanger eskaliert: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Vize Hubert Aiwanger (Freie Wähler) streiten über Corona-Impfungen.

Bild: Peter Kneffel, dpa (Archivbild)

Im Newsblog berichtet die Allgäuer Zeitung seit Anfang 2020 über die Corona-Krise im Allgäu und in der Welt. Unser Newsblog vom 31. Juli bis 6. August 2021.
07.08.2021 | Stand: 14:26 Uhr

<< Das ist ein Archiv-Artikel - den aktuellen Newsblog zur Corona-Lage im Allgäu lesen Sie hier. >>

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Freitag, 6. August, 20.50 Uhr: Weil und Bovenschulte für neue Parameter der Corona-Gefährdungslage

Vor den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten am Dienstag hat Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte eine Abkehr von der Sieben-Tage-Inzidenz als wichtigstem Wert für die Beurteilung der Corona-Pandemie gefordert. "Wir brauchen einen neuen Wert, der das aktuelle Infektionsgeschehen beschreibt und Inzidenz und Impfquote nachvollziehbar miteinander ins Verhältnis setzt", sagte der SPD-Politiker der "Welt". Dank der Impfungen sei es mittlerweile deutlich unwahrscheinlicher, sich anzustecken oder zu erkranken. Noch unwahrscheinlicher sei eine schwere Erkrankung. "Das muss in möglichen neuen Corona-Regeln zum Ausdruck kommen", sagte Bovenschulte.

Auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil rief Bund und Länder auf, sich am Dienstag "zwingend gemeinsam auf neue Parameter für die Bewertung der Gefährdungslage verständigen". Auch gemeinsame Kriterien für den Umgang mit Geimpften, Genesenen und Getesteten seien nötig, sagte Weil der "Welt". Dazu sollte auch gehören, dass Ungeimpfte ab einem noch festzulegenden Zeitpunkt im Herbst ihre Tests selbst bezahlen müssen - mit Ausnahme derer, die etwa aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können, betonte der SPD-Politiker.

Freitag, 6. August, 19.30 Uhr: Sachsen prüft Zusatzurlaub für Geimpfte im öffentlichen Dienst

Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) kann sich zusätzliche Urlaubstage für Beschäftigte im öffentlichen Dienst vorstellen, die sich gegen das Coronavirus impfen lassen. Er greift damit einen Plan aus dem Nachbarland Tschechien auf. "Die Idee der tschechischen Regierung ist nicht schlecht: Jeder geimpfte Beschäftigte im öffentlichen Dienst bekommt zwei zusätzliche Urlaubstage. Das ist etwas, was wir derzeit auch in Sachsen prüfen", sagte Wöller der "Leipziger Volkszeitung" (Samstag-Ausgabe). "Ich finde, wir sollten es probieren, wenn es möglich ist."

Freitag, 6. August, 17.05 Uhr: China unterstützt Kauf von Impfstoffen für arme Länder

China beteiligt sich an der Finanzierung von Corona-Impfstoff für ärmere Länder über die Vereinten Nationen. Die Regierung stellte 100 Millionen Dollar (rund 85 Millionen Euro) zur Verfügung, wie die Impfallianz GAVI am Freitag in Genf berichtete. Das Geld kommt dem Finanzinstrument AMC zugute, das im Rahmen der internationalen solidarischen Programms Covax Impfstoffe für die 92 ärmsten Länder finanziert. Insgesamt stehen AMC damit knapp zehn Milliarden Dollar zur Verfügung.

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Freitag, 6. August, 16.09 Uhr: Teile Frankreichs werden von Sonntag Corona-Hochrisikogebiet

Die Bundesregierung stuft größere Teile Frankreichs als Corona-Hochrisikogebiet ein. Von Sonntag an gelte das für die Regionen Okzitanien, Provence-Alpes-Côte d'Azur sowie die Insel Korsika, teilte das Robert Koch-Institut am Freitag mit. Die Niederlande sind nach einem Rückgang der Infektionszahlen dann nicht mehr Hochrisikogebiet.

Freitag, 6. August, 15.17 Uhr: NRW-Ministerin: Impfung keine Voraussetzung für Schulbesuch

Eine Corona-Schutzimpfung wird für Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen keine Voraussetzung sein, um am Präsenzunterricht teilzunehmen. Wer nachweislich durchgeimpft oder bereits vom Coronavirus genesen sie, brauche allerdings - mit zweiwöchiger Karenzzeit nach der letzten Impfung - nicht mehr an den beiden wöchentlichen Tests teilzunehmen, erklärte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Freitag in Düsseldorf.

Sie sagte, eine Impfpflicht werde es in NRW weder für Schüler, noch für Lehrer oder andere am Schulleben Beteiligte geben. Es bleibe bei Impfangeboten auf Grundlage der Ständigen Impfkommission. Die Schule beginnt in NRW nach den Sommerferien wieder am 18. August im Präsenzunterricht.

Freitag, 6. August, 13.40 Uhr: Nena-Konzert in Bad Segeberg abgesagt

Das für den 21. August geplante Konzert der Sängerin Nena in Bad Segeberg in Schleswig-Holstein fällt aus. Der Termin sei im gegenseitigen Einvernehmen des Veranstalters Förde Show Concept und des Künstlerbookings abgesagt worden, teilte der Veranstalter mit. Einzelheiten oder genauere Gründe für die Absage nannte der Veranstalter nicht. Zuvor hatten die "Lübecker Nachrichten" und der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag (SHZ) über die Absage berichtet.

Nah dran an den "Querdenkern"? Sängerin Nena sorgt mit ihren Aussagen zur Corona-Pandemie für Aufsehen.
Nah dran an den "Querdenkern"? Sängerin Nena sorgt mit ihren Aussagen zur Corona-Pandemie für Aufsehen.
Bild: Jens Büttner/dpa

Dort heißt es, ein Grund für die Absage könne das Verhalten der Sängerin während ihres Konzerts am 25. Juli sein. Dabei hatte sich die 61-Jährige in Schönefeld bei Berlin über die dortigen Hygienevorschriften geäußert. "Mir wird gedroht, (...) dass sie die Show abbrechen, weil ihr nicht in eure (...) Boxen geht", sagte Nena einem Bericht im "Tagesspiegel" und Videos zufolge. "Ich überlasse es in eurer Verantwortung, ob ihr das tut oder nicht. Es darf jeder frei entscheiden, genauso wie jeder frei entscheiden darf, ob er sich impfen lässt oder nicht."

Nach diesem Auftritt wurde bereits ein Konzert der Sängerin im hessischen Wetzlar abgesagt. Von Nenas Management war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Nena hat in der Pandemie mehrfach für Diskussionen gesorgt. Im März veröffentlichte sie bei Instagram ein Video mit dem Titel "Danke Kassel", nachdem in der Stadt Tausende Menschen gegen die Corona-Eindämmungsmaßnahmen auf die Straße gegangen waren. Im Oktober löste Nena mit einem Post auf Instagram Diskussionen über mögliche Verschwörungstheorien aus, betonte aber, dass sie nicht als Corona-Leugnerin verstanden werden wolle.

Freitag, 6. August, 13.10 Uhr: Kretschmer: Großveranstaltungen nur für Geimpfte und Genesene

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat sich für mehr Freiheiten für Geimpfte ausgesprochen. Beim Treffen der der Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) werde Sachsen die Haltung vertreten, "dass bei zunehmenden Infektionen und zunehmender Belegung der Krankenhäuser große Sport- und Kulturveranstaltungen nur von geimpften und genesenen Menschen besucht werden können", sagte Kretschmer am Freitag. Am nächsten Dienstag (10.8.) kommt die Ministerpräsidentenkonferenz zusammen, um über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie und über Hochwasser-Hilfen zu beraten.

"Einen neuen flächendeckenden Lockdown darf es nicht geben", betonte Kretschmer. Impfungen seien das beste Mittel um einen Lockdown zu vermeiden. "Wir haben jetzt genug Impfstoff, aber noch keine ausreichende Impfquote erreicht, um ein erneutes Aufflammen der Pandemie zu verhindern." Der Regierungschef geht davon aus, dass es bei einer vierten Welle vor allem Infektionen bei Nicht-Geimpften gibt. Derzeit steige die Zahl der Corona-Infektionen, wenn auch "glücklicherweise im Moment noch sehr langsam". Das könne sich in den nächsten Wochen jedoch beschleunigen. Beim Treffen der Länderchefs soll es auch um Wiederaufbauhilfen für die von Hochwasserkatastrophen betroffenen Regionen gehen. Es bestehe Einigkeit, dass der Bund die eine Hälfte finanziert und die Länder entsprechend ihren Bevölkerungsanteilen die andere tragen, sagte Kretschmer. "Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir die Menschen in den besonders betroffenen Gebieten beim Wiederaufbau unterstützen."

Freitag, 6. August, 12.30 Uhr: Spahn wirbt für mehr Erstimpfungen als Schutz für den Herbst

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat erneut dazu aufgerufen, Corona-Impfangebote anzunehmen. Am Donnerstag habe es knapp 100.000 Erstimpfungen gegeben, schrieb der CDU-Politiker am Freitag auf Twitter. "Das ist noch zu wenig, um gut geschützt durch Herbst und Winter zu kommen." Inzwischen sind laut Ministerium 51,8 Millionen Menschen oder 62,2 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal geimpft. Den vollständigen Impfschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze haben mittlerweile knapp 45 Millionen Menschen oder 54,1 Prozent aller Einwohner.

Im Vergleich der Bundesländer liegt weiterhin Bremen an der Spitze - dort haben den Angaben zufolge schon 71,2 Prozent der Einwohner mindestens eine Impfung bekommen, und 63,7 Prozent sind vollständig geimpft. Schlusslicht bleibt Sachsen mit 52,7 Prozent mindestens einmal und 48,4 Prozent vollständig geimpften Einwohnern.

Freitag, 6. August, 11.45 Uhr: Franzosen entspannen nach Lockdown in gemieteten Gärten und Pools

Nach dem strengen Corona-Lockdown boomen in Frankreich Freizeit und Urlaub im Grünen, wofür Privatleute Erholungshungrigen auch ihre Gärten, Schwimmbäder oder Dachterrassen vermieten. Die Corona-Krise habe den Wunsch zum Ausspannen in privater Umgebung im Freien verstärkt, berichtete die Zeitung "Le Figaro" am Freitag. Einen Ansturm verzeichnete die Plattform HomeCamper, über die private Grundstücksbesitzer Zelt- und Wohnwagenplätze vermieten.

"Die Franzosen wollen einen verantwortlichen Tourismus abseits der Massen", sagte Plattformchef Étienne de Galbert der Zeitung. Für Menschen, die sich von der ständigen digitalen Erreichbarkeit erholen wollen, gibt es auch einige "No Signal"-Gelände ohne Netz.

Die Privatquartiere böten auch eine Möglichkeit, den strickten Corona-Auflagen zu entkommen, sagte der Vermieter eines Bauernhauses in Südfrankreich. "Hier wird kein Impfpass verlangt, keine Maske, hier grüßt man sich und kann wie ein Mensch leben."

Wer nicht verreisen, aber etwa eine Feier mit Familie oder Freunden im Freien organisieren möchte, kann dafür auch stundenweise den Swimmingpool, Garten, Balkon oder die Dachterrasse anderer Menschen mieten. Die Plattform We Peps, die den Service vermittelt, registrierte im Vergleich zum vergangenen Sommer einen Anstieg der Buchungen um 400 Prozent. "Seit dem vergangenen Jahr sind vor allem Gärten gefragt, dort kann man besser Abstand halten", sagte Mitgründer Benjamin Poutier dem "Figaro".

Freitag, 6. August, 11.10 Uhr: Erst drei Dosen im Memminger Impfzentrum weggeworfen

Erst drei Dosen wurden im Impfzentrum Memmingen seit Beginn der Impfungen am 27. Dezember weggeworfen, sagt Leiter Dr. Hardy Götzfried. Sonst konnten bisher immer alle Impfdosen verwendet werden. Derzeit würden täglich etwa 100 Menschen dort zum ersten Mal geimpft.

Insgesamt gab es bislang 57.920 Impfungen - 30.700 Erstimpfungen und 27.220 Zweitimpfungen. Im Impfzentrum wurden vorrangig Personen aus Memmingen und aus einigen Gemeinden des westlichen Landkreises geimpft. In den Memminger Arztpraxen gab es insgesamt 23.321 Impfungen, davon 11.781 Erstimpfungen und 11.540 Zweitimpfungen.

Dr. Hardy Götzfried ist Ärztlicher Leiter des Impfzentrums Memmingen.
Dr. Hardy Götzfried ist Ärztlicher Leiter des Impfzentrums Memmingen.
Bild: Stadt Memmingen

Das Impfangebot für Teenager wird laut Götzfried bislang gut angenommen: "An den Nachmittagen, die bislang stattfanden, kamen durchschnittlich 75 Jugendliche, an einem Mittwoch sogar 140."

Freitag, 6. August, 10.35 Uhr: Holland ist Hochrisikogebiet - doch nun sinken plötzlich die Zahlen

Die Niederlande sind Hochrisikogebiet: Anfang Juli explodierten die Infektionszahlen fast. Doch nun gehen die Zahlen der Neuinfektionen zurück - wie das zustandekommt lesen Sie hier.

Dicht an dicht stehen die Menschen in Amsterdam.
Dicht an dicht stehen die Menschen in Amsterdam.
Bild: Peter Dejong, AP, dpa

Freitag, 6. August, 10.25 Uhr: IOC will erst nach Peking 2022 Lehren aus Corona-Spielen ziehen

Das Internationale Olympische Komitee will erst im kommenden Frühjahr über Lehren aus den Corona-Maßnahmen bei Olympia in Tokio für die nächsten Sommerspiele in Paris beraten. Man wolle nach den Winterspielen in Peking im Februar 2022 "sorgfältig prüfen", welche Konsequenzen die Bedingungen bei den beiden Spielen in Asien für das Großereignis in Frankreich 2024 haben könnten, sagte IOC-Präsident Thomas Bach am Freitag. Man wolle "keine voreiligen Schlüsse ohne umfassende Daten" ziehen, erklärte der IOC-Chef.

Auch die Winterspiele in China dürften noch stark unter dem Eindruck der Pandemie stehen. Mit strengen Maßnahmen wie Quarantäne, Massentests, Ausgangssperren und strikten Einreisebeschränkungen verfolgt China seit vergangenem Sommer ziemlich erfolgreich eine "Null-Covid-Strategie". Offen ist weiter, wie strikt die Hygieneregeln bei den Winterspielen für Athleten, Offizielle und Medienvertreter sein werden.

In Tokio waren wegen des Corona-Notstands in Japans Hauptstadt keine Zuschauer bei den Wettbewerben zugelassen. Für die Olympia-Beteiligten galten strenge Richtlinien zum Infektionsschutz.

Freitag, 6. August, 10 Uhr: Wales hebt Corona-Regeln auf - Maskenpflicht bleibt

Nach England hebt auch der britische Landesteil Wales fast alle Corona-Regeln auf. Regierungschef Mark Drakeford bestätigte am Freitag, dass von diesem Samstagmorgen an auch Nachtclubs wieder öffnen dürfen und Abstandsregeln fallen. Für Treffen in geschlossenen Räumen gibt es keine Obergrenze mehr. Beibehalten wird aber - anders als im benachbarten England - die Maskenpflicht in Geschäften und im Öffentlichen Nahverkehr. In Restaurants und Pubs müssen allerdings keine Mund-Nase-Bedeckungen mehr getragen werden.

Drakeford dankte den Menschen in Wales für ihre bisherige Mitwirkung. "Wegen allem, das Sie getan haben, und dank der harten Arbeit unseres Impfpersonals, können wir die Beschränkungen weiter aufheben und etwas Normalität erleben", twitterte der Regierungschef. "Aber das Virus ist immer noch bei uns, und einige wichtige Schutzmaßnahmen werden in Wales bestehen bleiben."

Freitag, 6. August, 9.30 Uhr: Sommerurlaub in Europa - Was geht und was nicht?

Die Corona-Pandemie erschwert auch in diesem Jahr die Planung des Sommerurlaubs in Europa. Hoch ansteckende Virusvarianten und eine verbreitete Lust auf unbeschwertes Freizeitverhalten lassen mancherorts die Infektionszahlen wieder steigen. Ausgerechnet auf dem Höhepunkt der Urlaubssaison verschärfen daher einige Länder wie Frankreich die Bedingungen für Touristen. Doch andere Länder sehen das lockerer oder heben wie England Beschränkungen auf. Einen Überblick, was bei der Reiseplanung zu bedenken ist, finden Sie hier.

Freitag, 6. August, 9 Uhr: Corona: 7-Tage-Inzidenz in Bayern weiter unter Bundes-Durchschnitt

Dem Robert Koch-Institut (RKI) wurden aus Bayern binnen 24 Stunden 336 Neuinfektionen gemeldet, wie Zahlen des RKI-Dashboards vom Freitagmorgen zeigen. Die Inzidenz im Freistaat liegt demnach bei 13,8 - und ist damit niedriger als der bundesweite Wert von 20,4. In einem Landkreis nähert sich die Inzidenz allerdings der 50er-Marke.

Freitag, 6. August, 8.15 Uhr: In Italien darf man nur noch mit "Grünem Pass" in Restaurant essen

Ab Freitag gelten neue Corona-Regeln in Italien: Wer in einem Restaurant in Italien essen will, braucht nun den "Grünen Pass" oder einen anderen Nachweis. Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 6. August, 7.40 Uhr: So wollen Politiker Ungeimpfte überzeugen

Wie geht es weiter, wenn die Infektionszahlen immer schneller steigen sollten? Die sinkende Impfbereitschaft bereitet der Politik Sorge und Kopfzerbrechen. Mehrere Politiker haben allerdings bereits Vorschläge, wie sie Ungeimpfte überzeugen wollen. Welche Ideen das sind, lesen Sie hier.

Freitag, 6. August, 7.05 Uhr: RKI: Inzidenz steigt früher und schneller als im Sommer 2020

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland steigt derzeit laut Robert Koch-Institut (RKI) mehrere Wochen früher und schneller wieder an als im Sommer 2020. Warum das so ist, lesen Sie hier.

Obwohl in diesem Sommer bereits viele Menschen in Deutschland geimpft sind, steigen die Corona-Zahlen schneller als im vorigen. Das hat mehrere Gründe.
Obwohl in diesem Sommer bereits viele Menschen in Deutschland geimpft sind, steigen die Corona-Zahlen schneller als im vorigen. Das hat mehrere Gründe.
Bild: Frank Rumpenhorst, dpa

Freitag, 6. August, 6.30 Uhr: Inzidenz in Kaufbeuren springt auf 29,3

Erstmals seit mehreren Wochen ist die Zahl der Neuinfektionen im Allgäu in den vergangenen sieben Tagen wieder auf über 100 gestiegen: Insgesamt 103 Fälle meldet das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen. Die Inzidenz in Kaufbeuren sprang sogar auf 29,3 - der aktuell höchste Wert in der Region. Auch in Kempten stieg die Zahl - auf derzeit 24,6. In Memmingen und anderen Allgäuer Landkreisen entspannte sich dagegen die Lage wieder. Die aktuellen Inzidenz-Werte für das Allgäu finden Sie hier.

Freitag, 6. August, 6 Uhr: RKI registriert 3448 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 20,4

Die Sieben-Tage-Inzidenz hat sich innerhalb eines Monats etwa vervierfacht. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Freitagmorgen lag sie bei 20,4 - am Vortag hatte der Wert 19,4 betragen, beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli bei 4,9 gelegen. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt binnen eines Tages 3448 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04:11 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 2454 Ansteckungen gelegen.

Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Deutschlandweit wurde den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 24 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 30 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.784.433 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3 662 700 an. Die der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.754.

Donnerstag, 5. August, 21.40 Uhr: US-Regierung: Noch keine Entscheidung zu Impfpflicht bei Einreise

Die US-Regierung hat noch nicht entschieden, ob künftig von fast allen einreisenden Ausländern der Nachweis einer vollständigen Corona-Impfung verlangt werden soll. "Die Vereinigten Staaten werden die aktuellen Einreisebeschränkungen beibehalten", sagte der Corona-Koordinator des Weißen Hauses, Jeffrey Zients, am Donnerstag. Die Gespräche, wie die Regierung künftig wieder "einheitlich und sicher" Einreisen ermöglichen könne, liefen noch. Dafür "könnte" der Nachweis der Impfung zur Voraussetzung werden, "aber das ist zum jetzigen Punkt nicht entschieden", sagte Zients.

Die US-Regierung hat bislang keinen Zeitplan für eine Aufhebung der weitgehenden Reisesperre für Menschen aus Europa und einigen anderen Staaten angekündigt. Zients betonte, angesichts der hochansteckenden Delta-Variante sei dies aktuell kein Thema. Bei den Gesprächen für das neue System gehe es darum, jetzt Vorschriften zu entwickeln, damit die US-Regierung bereit sei, "wenn die richtige Zeit gekommen ist, um zu prüfen, Reisen wieder zu ermöglichen", sagte Zients. US-Medien hatten am Mittwochabend berichtet, die Regierung wolle ein System einführen, wonach alle ankommenden Ausländer künftig eine vollständige Corona-Impfung nachweisen müssten.

Donnerstag 5. August, 20.20 Uhr: Inzidenzanstieg zunehmend auch in Altersgruppen bis 49 Jahre

Nach raschen Zunahmen vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen scheinen sich Corona-Ansteckungen auch wieder vermehrt bei Erwachsenen mittleren Alters in Deutschland auszubreiten. "Der derzeitige Anstieg der Inzidenz ist vor allem in den Altersgruppen der 10- bis 34-Jährigen zu beobachten, obwohl sich diese Tendenz inzwischen auch in den Altersgruppen bis 49 abzeichnet", schreibt das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem Wochenbericht zu Covid-19 vom Donnerstagabend. Die Angaben beziehen sich auf die Zeit bis 1. August. "Die Gesundheitsämter können nicht alle Infektionsketten nachvollziehen", hält das RKI fest.

Die Sieben-Tage-Inzidenzen sind laut dem Bericht bei den Menschen zwischen 35 und 49 Jahren wieder auf um die 20 angewachsen. Die meisten Ansteckungen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche verzeichnet das RKI für die 20- bis 24-Jährigen mit 49. Einstellige Werte werden für die Menschen ab 55 Jahren angegeben, teils zeigen sich auch in den Gruppen leichte Anstiege. Ein ähnlicher Inzidenz-Anstieg in den Altersgruppen bis 49 Jahre trat laut RKI auch schon im Sommer 2020 auf, allerdings erst fünf Wochen später. Bei Twitter schrieb das Institut zudem von einem aktuell schnelleren Anstieg als im Vorjahr, "trotz steigender Impfquote". Die Zahlen zu Krankenhauspatienten und Behandlungen auf Intensivstationen liegen dem Bericht nach weiter auf "einem "niedrigen Niveau".

Donnerstag, 5. August, 19.20 Uhr: Umfrage: Mehrheit für Corona-Beschränkungen für Ungeimpfte

Mögliche besondere Corona-Beschränkungen für Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen, werden laut einer Umfrage von einer großen Mehrheit der Bürger befürwortet. Richtig fänden dies 69 Prozent der Befragten und nicht richtig 28 Prozent, wie die Umfrage für das RTL/ntv-Trendbarometer (Donnerstag) ergab. Wenn in Restaurants, Kinos, Theatern oder anderen Freizeiteinrichtungen künftig nur noch vollständig Geimpfte oder Genesene Zutritt hätten, fänden dies demnach 55 Prozent richtig und 41 Prozent nicht.

Für die Umfrage befragte das Institut Forsa den Angaben zufolge im Auftrag der RTL-Mediengruppe am 4. August 1009 Menschen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten wollen am kommenden Dienstag über den Corona-Kurs für Herbst und Winter beraten. Streit gibt es unter anderem um Vorstellungen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), dass bestimmte Beschränkungen bei höheren Infektionszahlen nur für Ungeimpfte gelten könnten.

Mögliche besondere Corona-Beschränkungen für Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen, werden laut einer Umfrage von einer großen Mehrheit der Bürger befürwortet.
Mögliche besondere Corona-Beschränkungen für Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen, werden laut einer Umfrage von einer großen Mehrheit der Bürger befürwortet.
Bild: Sven Hoppe, dpa (Symbolbild)

Donnerstag, 5. August, 18 Uhr: Erster Corona-Fall bei den Bregenzer Festspielen

Eine vollimmunisierte Deutsche ist am Sonntag positiv auf Corona getestet worden. Zuvor besuchte sie "Rigoletto". Wie das Vorgehen in einem solchen Fall ist, lesen Sie hier.

Donnerstag, 5. August, 17.15 Uhr: Lieber Covid als Spritze? Berichte über möglichen Trend in Frankreich

In Frankreich wollen sich Berichten zufolge Menschen absichtlich mit dem Coronavirus infizieren, um als Genesene einer Impfung zu entgehen. "Im schlimmsten Fall fesselt mich das ein paar Tage ans Bett, im besten Fall habe ich gar keine Symptome", zitierte der Nachrichtensender Franceinfo am Mittwoch eine 20-Jährige.

In den sozialen Netzwerken machen ähnliche Aussagen die Runde. Ein User schreibt etwa auf Twitter: "Ich hätte lieber einmal Covid, als mich bis zu meinem Lebensende alle drei Monate impfen lassen zu müssen." Eine andere Userin schreibt, ihr Mann sei wegen Covid-19 in Quarantäne gegangen. "Ich habe alles versucht, um es auch zu bekommen. Unmöglich."

Experten geißeln diese Einstellung. Er befürchte einen regelrechten Trend, sagte der Epidemiologe Philippe Amouyel dem Sender LCI. "Das Spiel des Virus" zu spielen, sei ein "totaler Fehler". Junge Menschen fühlten sich sicher, doch zuletzt sei der Altersschnitt der an Covid erkrankten Intensivpatienten gesunken. Und selbst wenn die Infektion zunächst asymptomatisch verlaufe, sei das Risiko von Spätfolgen nicht zu vernachlässigen, sagte Amouyel.

Donnerstag, 5. August, 16.30 Uhr: Rund 53 000 Impfdosen in Bayerns Impfzentren weggeworfen

Rund 53 000 ungenutzte Impfdosen sind in Bayerns Impfzentren bislang entsorgt worden - mehr als die Hälfte davon im Juli. "Die im Sommer angestiegenen Zahlen sind die unmittelbare Folge einer abnehmenden Impfbereitschaft in der Bevölkerung", sagte eine Sprecherin des Bayerischen Gesundheitsministeriums am Donnerstag in München. Gleichzeitig müsse der Freistaat aber weiter genügend Impfstoff für Impfwillige bereithalten.

Die Impfdosen würden teilweise auch aus anderen Gründen entsorgt, zum Beispiel wegen Verunreinigungen, sagte die Ministeriumssprecherin. Einen Teil seiner ungenutzten Corona-Impfdosen will der Freistaat zwar an den Bund zurückgeben, damit dieser sie an andere Staaten spenden kann. Dazu müssen die Dosen nach Angaben des Ministeriums aber noch mindestens zwei Monate haltbar sein.

Donnerstag, 5. August, 15.15 Uhr: Absage des Memminger Weinfests 2021

Das für Samstag, 11. September, geplante Weinfest in Memmingen fällt aus. Auch der Spezialitätenmarkt aus den Abruzzen kann nicht stattfinden. Grund ist die aktuelle Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, die Veranstaltungen auf öffentlichen Plätzen noch immer untersagt.

Die ersten Memminger Outdoortage, geplant vom 20. bis 25. September, sollen aber stattfinden.

Donnerstag, 5. August, 14.20 Uhr: In Kempten gibt's die Corona-Impfung jetzt bei McDonald's

So erreicht man Menschen: Samstag gibt's die Corona-Impfung in Kempten bei McDonald's. Zudem stehen im Impfzentrum 500 Extra-Dosen von Johnson & Johnson bereit. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 5. August, 11.45 Uhr: Spahn appelliert an Patriotismus der Ungeimpften

Die Appelle von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn an die noch nicht gegen das Coronavirus geimpften Bürger werden immer eindringlicher. "Impfen ist ein patriotischer Akt", schrieb der CDU-Politiker am Donnerstag auf Twitter. "Man schützt nicht nur sich selbst, sondern uns als Gesellschaft."

Bisher haben mehr als 73 Prozent der über 18-Jährigen mindestens eine Impfung erhalten. Experten wie der Wissenschaftler Uwe Wagschal von der Universität Freiburg, der die Befragung "Politikpanel Deutschland" leitet, gehen von einer "tendenziellen Impfbereitschaft" von mehr als 80 Prozent der Erwachsenen aus. Die Thüringer Stadt Sonneberg hatte daher zum Beispiel versucht, Impfmuffel mit einer Gratis-Bratwurst zu locken.

Die Quote für einen vollständigen Impfschutz lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstag (Stand 9.20 Uhr) zuletzt bei 53,6 Prozent der Bevölkerung - nach 53,0 Prozent am Vortag. Dies entspricht rund 44,6 Millionen Bürgern. Die Impfquote war in den vergangenen Wochen langsamer angestiegen als noch zuvor. Im Schnitt werden derzeit mehr als vier Personen pro Sekunde geimpft.

Donnerstag, 5. August, 10.55 Uhr: Grüne wollen Gratis-Coronatests beibehalten

Der Gesundheitsexperte der Grünen im Bundestag, Janosch Dahmen, lehnt Pläne für kostenpflichtige Coronatests ab. "Die Debatte kommt zur völlig falschen Zeit. Wenn wir uns das konkret anschauen, sind über 30 Millionen Menschen nach wie vor ungeimpft", sagte der Politiker am Donnerstag im "ARD-Morgenmagazin". Die bisherigen Gratis-Schnelltests ab Herbst kostenpflichtig zu machen, sei "nicht nur unfair, sondern vor allem schlecht, weil es uns in einen neuerlichen Blindflug in der Pandemie bringt".

Die Gratis-Tests haben den Staat in diesem Jahr bisher rund 3,7 Milliarden Euro gekostet. Diese Zahl nannte das Bundesgesundheitsministerium auf Anfrage der "Rheinischen Post". Zum Vergleich: Für die finanzielle Unterstützung von Studierenden und Schülern (Bafög) gab der Bund 2020 rund 2,9 Milliarden Euro aus.

Diskutiert wird derzeit darüber, die Kostenbefreiung bei den Tests künftig für all jene zu beenden, für die es eine Impfempfehlung gibt. Das Ministerium hat dies für Mitte Oktober vorgeschlagen.

Donnerstag, 5. August, 10.10 Uhr: CSU-Dobrindt wirft Aiwanger "Niveau der Querdenker" vor

Im Impfstreit der bayerischen Koalition hat CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt den stellvertretenden Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger erneut scharf attackiert. "Er hat in Stil und Sprache inzwischen das Niveau der Querdenker erreicht", sagte Dobrindt. Alles zum neuerlichen Zoff hier.

Donnerstag, 5. August, 8.05 Uhr: Nur 16 Prozent sehen Schulen besser für Corona-Krise gewappnet

Nur wenige Bürger sehen die Schulen nach den Sommerferien besser gegen die Herausforderungen der Corona-Krise gewappnet als zum Schulstart vor einem Jahr. Optimistisch zeigten sich in einer YouGov-Befragung lediglich 16 Prozent, während 14 Prozent sogar der Meinung waren, die Schulen seien diesmal schlechter vorbereitet. Etwas mehr als die Hälfte (53 Prozent) meinten, die Schulen seien gleich gut oder schlecht auf das nächste Schuljahr im Zeichen der Pandemie eingestellt. Keine Angabe machten 16 Prozent. Befragt wurden nur Erwachsene ab 18 Jahren, also nicht die Schülerinnen und Schüler selbst.

Am heutigen Donnerstag beginnt die Schule wieder in Hamburg. In Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein büffeln die Schülerinnen und Schüler bereits wieder seit Montag. Zum Ferienende ist eine Debatte darüber entbrannt, ob Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren ebenfalls gegen eine Covid-19-Erkrankung geimpft werden sollen.

Donnerstag, 5. August, 7.15 Uhr: Großbritannien setzt Deutschland auf "grüne Liste": keine Quarantäne

Die britische Regierung hat Deutschland und mehrere andere europäische Länder in die niedrigste Risikokategorie herabgestuft. Die Änderung werde am Sonntag um 4 Uhr Ortszeit (5 Uhr deutscher Zeit) in Kraft treten, wie die britische Nachrichtenagentur PA am Mittwoch meldete. Einreisende aus Ländern auf der sogenannten grünen Liste können ohne Quarantäne nach Großbritannien einreisen, müssen jedoch einen negativen Test mitbringen und an Tag Zwei nach der Einreise einen PCR-Test machen.

Durch die neue Einstufung entfällt die Pflichtquarantäne auch für Menschen, die noch nicht vollständig geimpft sind. Zuvor konnten seit Anfang der Woche bereits Geimpfte aus der EU und den USA wieder nach Großbritannien einreisen, ohne sich isolieren zu müssen.

Bei der Rückkehr nach Deutschland können jedoch nach aktuellem Stand nur Geimpfte die Quarantäne umgehen, da das Vereinigte Königreich weiterhin als Hochrisikogebiet gilt. Die Inzidenz lag zuletzt bei 275 (Stand: 30. Juli).

Gleichzeitig erhöhte die britische Regierung die Preise für die Hotel-Quarantäne, die Einreisende absolvieren müssen, die aus Ländern auf der sogenannten roten Liste kommen. Auf dieser Liste stehen etwa Länder, in denen gefährliche Varianten kursieren. Mussten Reisende bislang für die elf Tage pro Person 1.750 Pfund zahlen, werden es künftig 2.285 Pfund (umgerechnet mehr als 2.680 Euro) sein.

Donnerstag, 5. August, 7 Uhr: Berichte: USA wollen Impfung zur Voraussetzung für Einreise machen

Die US-Regierung will Medienberichten zufolge künftig von fast allen einreisenden Ausländern den Nachweis einer vollständigen Corona-Impfung verlangen. Mit der Einführung dieses Systems sollten dann auch die aktuellen Einreisebeschränkungen für Menschen aus Europa und anderen Staaten aufgehoben werden, wie unter anderem die "New York Times" am Mittwoch (Ortszeit) unter Berufung auf Kreise des Weißen Hauses berichtete. Für die Einführung der Nachweispflicht gibt es demnach noch keinen konkreten Zeitplan.

Auch die praktische Umsetzung des Plans soll noch relativ unklar sein, inklusive der Frage, welche Impfnachweise anerkannt werden sollen. Auch soll den Berichten zufolge noch nicht entschieden sein, ob die US-Behörden nur Impfungen mit Präparaten akzeptieren würden, die auch in den USA zugelassen sind. Eine Alternative wäre es, die Zulassung durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Maßstab zu machen. In den USA sind bislang nur die Impfstoffe der Hersteller Moderna, Pfizer/Biontech und Johnson & Johnson zugelassen. Alles dazu hier.

Donnerstag, 5. August, 6.45 Uhr: Aktuelle Inzidenzwerte im Allgäu

Kempten hat Kaufbeuren als Inzidenz-Spitzenreiter im Allgäu abgelöst. Die neuen Werte für Ihre Region aktuell am Donnerstagmorgen im Überblick hier.

Donnerstag, 5. August, 6.30 Uhr: SPD gegen Verschärfungen für Ungeimpfte

Mehrere SPD-Landesregierungschefs haben die Vorschläge des Bundesgesundheitsministeriums zu Verschärfungen für Ungeimpfte zurückgewiesen. "Ich halte es für falsch und rechtlich unzulässig, Ungeimpfte vom öffentlichen Leben auszuschließen", kritisierte Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte der "Bild"-Zeitung. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke sagte: "Niemand soll vom öffentlichen Leben ausgeschlossen werden." Mit negativem Test sollten Ungeimpfte weiter zum Beispiel an Veranstaltungen teilnehmen dürfen.

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig sagte dem Blatt, es sei wichtig, dass sich mehr Menschen impfen ließen. "Drohungen bringen uns da nicht weiter. Wir müssen überzeugen." Alles dazu hier.

Donnerstag, 5. August, 6.15 Uhr: RKI registriert 3.539 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 19,4

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit über vier Wochen an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstagmorgen lag sie bei 19,4 - am Vortag hatte der Wert 18,5 betragen, am Donnerstag der Vorwoche 16,0. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt binnen eines Tages 3.539 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04:20 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 3.142 Ansteckungen gelegen.

Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Deutschlandweit wurde den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 26 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 21 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.780.985 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.661.200 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.730.

Mittwoch, 4. August, 22.30 Uhr: EU sichert Kauf von bis zu 200 Million Dosen Novavax-Impfstoff

Die EU sichert sich den Zugriff auf bis zu 200 Millionen Dosen eines möglichen neuen Corona-Imfstoffs aus den USA. Wie die für den Einkauf zuständige EU-Kommission mitteilte, wurde am Mittwoch der Abschluss eines entsprechenden Vertrags mit dem US-Hersteller Novavax genehmigt. Der Impfstoff-Kandidat muss allerdings noch von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) für sicher befunden werden.

"Da sich neue Coronavirus-Varianten in Europa und weltweit ausbreiten, ist dieser neue Vertrag mit einem Unternehmen, das seinen Impfstoff bereits erfolgreich an diesen Varianten testet, eine weitere Absicherung zum Schutz unserer Bevölkerung", sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

Die Kommission hat bereits sechs andere Verträge über Abnahmegarantien mit Corona-Impfstoffherstellern abgeschlossen. Über die neue Vereinbarung können Mitgliedstaaten zunächst 100 Millionen Dosen von Novavax kaufen. Zudem gibt eine Option für den Kauf von weiteren 100 Millionen, sobald das Vakzin von der EMA überprüft wurde.

Die EU sichert sich den Zugriff auf bis zu 200 Millionen Dosen eines möglichen neuen Corona-Imfstoffs aus den USA.
Die EU sichert sich den Zugriff auf bis zu 200 Millionen Dosen eines möglichen neuen Corona-Imfstoffs aus den USA.
Bild: Kirsty O'connor, dpa

Mittwoch, 4. August, 20.20 Uhr: WHO verlangt Stopp von Auffrischimpfungen gegen Corona

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordert einen vorübergehenden Stopp von Auffrischimpfungen gegen das Coronavirus, so lange noch viele ärmere Länder auf Impfdosen warten. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus kritisierte die in mehreren Ländern erörterten Pläne für solche Impfungen am Mittwoch in Genf. Bereits begonnene Auffrischimpfungen sollten ausgesetzt und Pläne dafür bis mindestens Ende September auf Eis gelegt werden, bis mindestens zehn Prozent der Menschen in allen Ländern der Welt geimpft seien.

"Länder mit hohen Einkommen haben 100 Impfdosen pro 100 Einwohner verabreicht", sagte Tedros. "Gleichzeitig konnten Länder mit niedrigen Einkommen nur 1,5 Dosen pro 100 Menschen verabreichen, weil ihnen Impfstoff fehlt. Wir brauchen dringend eine Kehrtwende, so dass die Mehrheit der Impfstoffe in Länder mit niedrigen statt hohen Einkommen geht."

Mittwoch, 4. August, 18.20 Uhr: Clubbetreiber fordern Ende der Corona-Beschränkungen

Angesichts des Impffortschritts fordern die deutschen Musikclub-Betreiber ein Ende der Corona-Einschränkungen für den Indoorbereich ab Oktober. Da sich mittlerweile jeder impfen lassen könne, entfalle die rechtliche Grundlage, "weiterhin Grundrechte und die freie Berufsausübung einzuschränken", teilte der Verband der Musikspielstätten in Deutschland (LiveKomm) am Mittwoch in Hamburg mit. Der steigende Impffortschritt und das geringere gesamtgesellschaftliche Risiko müssten sich in Öffnungsschritten und angepassten Maßnahmen abbilden.

LiveKomm forderte die sofortige Aufhebung der Masken- und Abstandspflicht für Live- und Clubveranstaltungen. Bis zur Aufhebung aller Einschränkungen am 1. Oktober sollte den Clubs eine Auslastung von 100 Prozent erlaubt sein, wenn sich nur Genesene oder Geimpfte in den Innenräumen aufhalten. Wenn auch negativ getestete Gäste hinzukommen, solle die Auslastungsgrenze auf 50 Prozent fallen. "Da die gängigen COVID-19-Schnelltests zu unsicher sind, wird für den Einlass in die Musikspielstätten ein negatives PCR-Testergebnis für diejenigen vorausgesetzt, die weder geimpft noch genesen sind", hieß es. In jedem Fall solle eine digitale Kontakterfassung erfolgen.

Mittwoch, 4. August, 18.15 Uhr: Welche Corona-Maßnahmen erwarten uns im Herbst?

Im Herbst wird der Kampf gegen Corona wieder härter. Die Politik stößt Vorbereitungen zum Gegensteuern an. Welchen Unterschied sollen da Impfungen machen? Mehr dazu lesen Sie hier.

Langsam steigen die Infektionszahlen auch in Deutschland an. Die Politik spricht über Maßnahmen.
Langsam steigen die Infektionszahlen auch in Deutschland an. Die Politik spricht über Maßnahmen.
Bild: Sebastian Gollnow, dpa (Symbolbild)

Mittwoch, 4. August, 17.35 Uhr: WHO: Lambda-Variante bereitet sich nicht stark aus

Die Lambda-Variante des Coronavirus bereitet sich nach Angaben Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht besonders stark aus. Die WHO betrachte unter anderem immer, wie stark sich eine Variante nach der Entdeckung verbreite, sagte Covid-Expertin Maria van Kerkhove am Mittwoch auf eine dpa-Frage. "Es geht nicht wirklich hoch, selbst in Peru nicht, wo die Variante zuerst entdeckt wurde", sagte van Kerkhove. Nach Angaben aus Peru werde die Lambda-Variante derzeit dort von der Gamma-Variante verdrängt.

Van Kerkhove räumte ein, dass Mutationen in einem Spike-Protein der Lambda-Variante besorgniserregend seien. Alle Virusveränderungen könnten die Effektivität von Impfstoffen beeinträchtigen.

Lambda wurde nach Angaben der WHO in 40 Ländern nachgewiesen. Die WHO listet sie zur Zeit als eine von vier "Varianten von Interesse", nicht, wie Delta, als "besorgniserregende Variante". Davon gibt es ebenfalls vier. "Das heißt absolut nicht, dass sie weniger wichtig ist", so van Kerkhove.

Mittwoch, 4. August, 16.30 Uhr: Bund will Corona-Kurs für Herbst mit den Ländern festlegen

Die Bundesregierung will bei den Beratungen mit den Ländern in der kommenden Woche mögliche Maßnahmen gegen eine neue größere Corona-Welle im Herbst und Winter festlegen. Die steigenden Infektionszahlen seien "eine Warnung", sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch im Berlin. Der Umgang damit solle in der Runde von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten an diesem Dienstag abschließend behandelt werden.

Ein Bericht des Gesundheitsministeriums mit Vorschlägen sei "eine Diskussionsgrundlage" für die Beratungen der Bund-Länder-Runde. In dem Bericht heißt es, im Herbst und Winter brauche es weiterhin Maßnahmen, um das Gesundheitswesen vor Überlastung und Gruppen, die noch nicht geimpft werden können, zu schützen. Schutzmaßnahmen könnten wegen der fortgeschrittenen Impfkampagne moderater ausfallen als im vergangenen Herbst und Winter. Genannt wird unter anderem die Notwendigkeit einer weiteren Maskenpflicht "bis ins Frühjahr 2022" im öffentlichen Nah- und Fernverkehr sowie im Einzelhandel - "für alle, auch für Geimpfte und Genesene".

Mittwoch, 4. August, 15.25 Uhr: Impfen in Memmingen während der Ferien und Impfbus unterwegs

Am Mittwoch, 11. August, steht der Impfbus von 14 bis 20 Uhr auf dem Gelände der Pfarrkirche Christi Auferstehung am Bischof-von-Ketteler-Platz in Memmingen. Es kommt überwiegend der Impfstoff von Johnson & Johnson zum Einsatz. Bei diesem Impfstoff genügt eine einmalige Gabe für den vollen Impfschutz. Mit an Bord ist auch der Impfstoff von Biontech/Pfizer. Die notwendige Zweitimpfung findet dann in einem Impfzentrum statt.

Impfwillige über 18 Jahre können ohne Termin geimpft werden. Bitte einen Personalausweis mitbringen und, falls dabei, auch den Impfpass. Eine Vorabregistrierung unter www.impfzentren.bayern ist zwar nicht zwingend erforderlich, beschleunigt aber den Ablauf im Impfbus. Da es keine Terminvergabe gibt, kann es auch zu Wartezeiten kommen. Geimpft wird, solange der Impfstoff-Vorrat im Bus reicht.

Für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren bietet das Impfzentrum Memmingen auch während der Sommerferien jeden Mittwoch von 13 bis 17 Uhr Impfungen an. Eine Impfärztin oder ein Impfarzt nimmt sich besonders Zeit für die Teenager. Wichtig ist, dass sie in Begleitung eines Sorgeberechtigten ins Impfzentrum an der Buxacher Str. 8 kommen.

Während der Sommerferien bietet das Impfzentrum Memmingen täglich (auch samstags und sonntags) zwischen 8 und 12 Uhr sowie zwischen 13 und 17 Uhr Impfungen ohne vorherige Terminvergabe an. Wer geimpft werden möchte, kann einfach ins Impfzentrum kommen und den Impfstoff auswählen.

Mittwoch, 4. August, 14.35 Uhr: Corona-Infektionen in Olympia-Stadt Tokio steigen auf Höchststand

Die Corona-Infektionen in der Olympia-Stadt Tokio sind angesichts der rasanten Ausbreitung der Delta-Variante des Virus auf den höchsten Stand seit dem Ausbruch der Pandemie gestiegen. Die Stadt registrierte am Mittwoch binnen 24 Stunden 4166 Neuinfektionen. Im Vergleich zum Mittwoch der Vorwoche sind das 989 mehr Infektionen. Obwohl sich Tokio im nunmehr vierten Notstand befindet, der auch anderen Gebieten vorerst bis zum 31. August angesetzt ist, tut sich die Hauptstadt schwer, die Infektionswelle in den Griff zu bekommen.

Um einen drohenden Mangel an Krankenhausbetten zu verhindern, dürfen nach einer heftig umstrittenen Entscheidung der Zentralregierung in Gebieten mit steigenden Infektionszahlen nur noch Patienten mit schweren Symptomen beziehungsweise solche, bei denen das Risiko einer schweren Erkrankung besteht, ins Krankenhaus. Der plötzliche Kurswechsel der Regierung sorgte für einen Sturm der Empörung.

Die Corona-Infektionen in der Olympia-Stadt Tokio sind angesichts der rasanten Ausbreitung der Delta-Variante des Virus auf den höchsten Stand seit dem Ausbruch der Pandemie gestiegen.
Die Corona-Infektionen in der Olympia-Stadt Tokio sind angesichts der rasanten Ausbreitung der Delta-Variante des Virus auf den höchsten Stand seit dem Ausbruch der Pandemie gestiegen.
Bild: Michael Kappeler, dpa

Mittwoch, 4. August, 13.25 Uhr: Immunologe: Daten zu Lambda-Variante noch nicht beunruhigend

Auch nach einer Veröffentlichung aus Japan sieht ein deutscher Immunologe in der sogenannten Lambda-Variante des Coronavirus noch keinen Grund zur Besorgnis. Er glaube, die Daten aus Japan würden derzeit überinterpretiert, teilte der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Carsten Watzl, am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Daten zeigten, dass Lambda in Labor-Versuchen (in vitro) etwas ansteckender sei als das ursprüngliche Virus, aber nicht ansteckender als die Delta-Variante. Lambda könnte demnach auch dem Immunschutz "etwas entkommen, aber nicht so stark wie Delta". Insofern beunruhige ihn diese Variante anhand der aktuell vorliegenden Daten noch nicht, erklärte Watzl.

Vor einigen Tagen hatte ein japanisches Team ein sogenanntes Pre-Print über Lambda veröffentlicht, mit dem Titel "Lambda-Variante weist eine höhere Infektiosität und Immunresistenz auf". Die Publikation ist bisher weder von externen Fachleute begutachtet worden noch in einem Fachblatt erschienen. Mehrere Medien berichteten zuletzt darüber. Watzl teilte mit, der Begriff Immunresistenz im Titel sei "bezogen auf die gezeigten Daten schlicht falsch".

Lambda zählt bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu den unter Beobachtung stehenden Varianten, die Variante ist bislang nicht als besorgniserregend eingestuft. In Deutschland ist sie nach Daten des Robert Koch-Instituts zwar schon mehrfach gefunden worden, zuletzt aber nur in Einzelfällen. Nachweise kommen vor allem aus Lateinamerika.

Mittwoch, 4. August, 12.30 Uhr: Neue Sp(r)itze der CSU gegen Impfskeptiker Aiwanger

Der Impf-Zoff zwischen der CSU und Freie Wähler-Chef Hubert Aiwanger ist am Mittwoch in eine neue Runde gegangen. Aiwanger verweigerte am Mittwoch die Annahme einer Spritze, die ihm CSU-Landtagsabgeordneter Klaus Steiner überreichen wollte. Der meinte das bei einer gemeinsamen Almbegehung in Unterwössen scherzhaft - doch Aiwanger reagierte säuerlich. "Man sollte hier wirklich auch als Nicht-Geimpfter die Akzeptanz erfahren "und sich nicht ständig dafür rechtfertigen müssen", sagte der Politiker. Alles zur neuen Runde im Impfstreit erfahren Sie hier.

Mittwoch, 4. August, 11 Uhr: Frankfurt-Marathon coronabedingt erneut abgesagt

Der Frankfurt-Marathon findet auch 2021 coronabedingt nicht statt. Das teilten die Veranstalter am Mittwoch mit. "Angesichts der weiterhin bestehenden Einschränkungen für Großveranstaltungen sowie aller Unsicherheiten, die aufgrund von Virusmutationen und einer möglichen erneuten Pandemiewelle im Herbst bestehen, ist dieser Schritt leider unausweichlich geworden", hieß es in der Mitteilung zu dem Rennen, das bislang für den 31. Oktober in der Mainmetropole angesetzt war.

Der älteste Städtemarathon Deutschlands, bei dem in normalen Zeiten bis zu 25.000 Läufer an den Start gehen, war bereits im Vorjahr wegen der Corona-Pandemie ausgefallen. "In der aktuellen Situation ist die Veranstaltung für uns nicht kalkulierbar, denn derzeit weiß niemand, wie die Rechtslage am Veranstaltungstag sein wird. Wir bräuchten aber spätestens jetzt, weniger als drei Monate vor dem Rennwochenende, eine klare Planungsgrundlage", sagte Renndirektor Jo Schindler.

Den bereits angemeldeten Startern werden Gutscheine angeboten, die sie für 2022 oder 2023 einsetzen können. Die nächste Ausgabe wird nun für den 30. Oktober 2022 geplant. Man sei zuversichtlich, dass die Pandemie im nächsten Jahr Veranstaltungen in der Größenordnung des Frankfurt-Marathons zulasse, kommentierte Schindler.

Mittwoch, 4. August, 10 Uhr: Arzt nach Drohungen von Impfgegnern unter Polizeischutz

Ein Hausarzt, der Corona-Impfgegner nicht mehr in seiner Praxis behandeln will, muss nach Hassnachrichten und Drohungen von der Polizei geschützt werden. "Wir nehmen die Bedrohung ernst, so dass wir zum Schutz des Arztes und seines Teams Maßnahmen eingeleitet haben", sagte eine Sprecherin der Polizeiinspektion Osnabrück der dpa am Mittwoch.

Den Angaben zufolge hatten den Arzt aus Wallenhorst (Niedersachsen) eine Vielzahl von Nachrichten von strafrechtlicher Relevanz erreicht - unter anderem Beleidigungen und Drohungen. Gegen die Verfasser der Nachrichten seien von Amts wegen Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. "Wir warnen ausdrücklich davor, sich dieser Form der Hasskriminalität anzuschließen. Das ist keine Form der Meinungsfreiheit", sagte die Sprecherin.

Mittwoch, 4. August, 9.40 Uhr: Studie: Kinder mit Covid-19 im Durchschnitt nach sechs Tagen gesund

Heranwachsende mit Covid-19-Symptomen sind einer Studie zufolge im Durchschnitt nach sechs Tagen wieder gesund. Das berichten britische Forscher im Fachmagazin "The Lancet Child & Adolescent Health". Nach acht Wochen spürt nur noch ein ganz kleiner Teil der an Covid-19 erkrankten Kinder Symptome. Welche Erkenntnisse die erste breit angelegte Untersuchung zu symptomatisch an Covid-19 erkrankten Kindern noch ans Licht brachte, erfahren Sie hier.

Mittwoch, 4. August, 8.05 Uhr: Von der Leyen: Für Zulassung von Sputnik V fehlen valide Daten

Eine Zulassung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) ist nach Angaben von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen weiter ungewiss. "Bislang ist es dem Hersteller nicht gelungen, genügend valide Daten zu liefern, um die Sicherheit nachzuweisen", sagte von der Leyen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Das werfe Fragen auf.

Nach Angaben des Herstellers ist der Impfstoff Sputnik V mittlerweile bereits weltweit in 69 Staaten zugelassen. In der EU verwenden ihn die Länder Ungarn und Slowakei auch ohne Zulassung der EMA. Russland hoffte zuletzt auf eine Zulassung der Europäischen Arzneimittel- Agentur bis zum Herbst. Sie prüft den Impfstoff nun bereits seit Anfang März.

Mittwoch, 4. August, 7.50 Uhr: Allgäuer Inzidenzwerte im Überblick

In Kempten, dem Oberallgäu und Ostallgäu sind die Inzidenzwerte weiter leicht gestiegen. Auch Memmingen verzeichnet zwei neue Corona-Infektionen und ist damit nicht mehr "coronafrei". Die Allgäuer Inzidenzwerte im Überblick hier.

Mittwoch, 4. August, 7.40 Uhr: RKI meldet 3.571 Neuinfektionen - Inzidenz bei 18,5

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland steigt seit rund vier Wochen an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts lag sie am Mittwoch bundesweit bei 18,5. Zum Vergleich: Vor einer Woche war der Wert bei 15,0. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 3.571 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 2.768 Ansteckungen innerhalb von 24 Stunden gelegen.

Mittwoch, 4. August, 6.55 Uhr: Corona-Impfungen für Kinder: Konflikte an Schulen befürchtet

Der Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz, 12- bis 17-Jährigen mehr Corona-Impfangebote, etwa in Impfzentren, zu machen, trifft bei Eltern, Ärzten und Lehrern auf erhebliche Vorbehalte. Die Schulleiter rechnen mit Konflikten zwischen Lehrern, Eltern und Schülern durch eine Zunahme von Corona-Impfungen für 12- bis 17-Jährige. "Natürlich wird es im Alltag heftige Diskussionen geben. Darauf müssen sich die Lehrkräfte einstellen", sagte die Vorsitzende des Allgemeinen Schulleitungsverbands Deutschland, Gudrun Wolters-Vogeler. Was sie konkret befürchtet, erfahren Sie hier.

Mittwoch, 4. August, 6.20 Uhr: Holetschek für Ende von Gratis-Tests für Impfverweigerer oder Impfmuffel

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek befürwortet ein Ende der kostenlosen Corona-Schnelltests - will dafür aber noch keinen konkreten Zeitpunkt nennen. "Wenn Bürgerinnen und Bürger absehbar die Chance hatten, ein Impfangebot zu bekommen oder ein Angebot sogar selbst ausgeschlagen haben, sollten sie sich nicht weiter auf Kosten der Solidargemeinschaft freitesten können", sagte er. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Dienstag, 3. August, 20.55 Uhr: Italien: Impfportal Latiums gehackt - Spur nach Deutschland

Nach einem Hackerangriff auf das Internet-Portal der italienischen Region Latium führt die Spur nach Deutschland. Das bestätigte die italienische Staatsanwaltschaft auf Nachfrage. Die Zeitung "La Repubblica" berichtete in ihrer Dienstagsausgabe unter Berufung auf die Ermittlungen, die Cyberattacke sei von Deutschland ausgegangen. Dass die Kriminellen damit in Deutschland sitzen, muss allerdings nicht unbedingt der Fall sein. Wie die Zeitung weiter schrieb, könnten die Täter so versucht haben, ihren eigentlichen Aufenthaltsort zu verschleiern. Am Dienstagnachmittag war die Internetseite weiter offline.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag war das Portal der Region nicht mehr erreichbar. Das sorgte zunächst für große Aufregung, denn über die Internetseite können Menschen auch ihre Corona-Impftermine und Reservierungen bei Fachärzten buchen. Die Impfungen liefen jedoch weiter, erklärte die Region. Terminbuchungen bei Fachärzten waren allerdings zunächst nicht möglich.

Nach einem Hackerangriff auf das Internet-Portal der italienischen Region Latium führt die Spur nach Deutschland.
Nach einem Hackerangriff auf das Internet-Portal der italienischen Region Latium führt die Spur nach Deutschland.
Bild: Fabian Sommer, dpa (Symbolbild)

Dienstag, 3. August, 18.55 Uhr: Ministerium schlägt Corona-Schutz für Herbst und Winter vor

Aus Sicht des Bundesgesundheitsministeriums sind zur Eindämmung einer neuen großen Infektionswelle in den nächsten Monaten weitere Corona-Vorgaben erforderlich. Mit Blick auf Herbst und Winter brauche es weiterhin Schutzmaßnahmen, "um das Gesundheitswesen vor einer übermäßigen Belastung und die Personengruppen, die noch nicht geimpft werden können, vor einer möglichen folgenreichen Erkrankung zu schützen", heißt es in einem Bericht des Ministeriums zum weiteren Vorgehen, der den Ländern und dem Bundestag zugesandt wurde. Er liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Schutzmaßnahmen könnten aufgrund der fortgeschrittenen Impfkampagne gleichwohl moderater ausfallen als im letzten Herbst und Winter. "Ein so einschneidender Lockdown wie in der zweiten und dritten Welle wird aller Voraussicht nach nicht notwendig sein", heißt es im Bericht.

Konkret sei demnach neben einer hohen Impfquote "durchgängig und inzidenzunabhängig" das weitere Einhalten von Basis-Maßnahmen wie Abstand, Hygiene und Maskentragen nötig - und zwar überall dort, wo in geschlossenen Räumen viele Menschen zusammentreffen, bei denen der Impfstatus nicht bekannt ist, oder unter denen besonders verletzliche Personen sein könnten. Die Notwendigkeit zum verpflichtenden Tragen einer medizinischen Schutzmaske ergebe sich somit "bis ins Frühjahr 2022" insbesondere im öffentlichen Nah- und Fernverkehr sowie im Einzelhandel - "für alle, auch für Geimpfte und Genesene".

Dienstag, 3. August, 17.10 Uhr: Ministerium schlägt Ende kostenloser Corona-Tests für Oktober vor

Das Bundesgesundheitsministerium schlägt ein Ende der kostenlosen Corona-Schnelltests für alle Bürger für Mitte Oktober vor. Da mittlerweile allen Bürgern ein unmittelbares Impfangebot gemacht werden könne, sei eine dauerhafte Kostenübernahme durch den Steuerzahler nicht angezeigt, heißt es in einem Ministeriumsbericht zum weiteren Vorgehen im Herbst und Winter, der den Ländern und dem Bundestag zugesandt wurde. Er liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Daher werde vorgeschlagen, dass der Bund das Angebot kostenloser Bürgertests für alle Mitte Oktober beendet - etwa zum 11. oder zum 18. Oktober. Nur für Personen, die nicht geimpft werden können oder für die keine allgemeine Impfempfehlung vorliege wie Schwangere oder Unter-18-Jährige, solle es weiterhin kostenlose Schnelltests geben.

Dienstag, 3. August, 16.15 Uhr: Gericht in Niedersachsen kippt Schließung von Discos bei Inzidenz über 10

Das niedersächsische Oberverwaltungsgericht in Lüneburg hat die coronabedingte Schließung von Diskotheken, Clubs und Shisha-Bars ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 10 außer Vollzug gesetzt. Der Beschluss ist unanfechtbar, wie das Gericht am Dienstag mitteilte. (Az.: 13 MN 352/21)

Die Antragstellerin, die eine Shisha-Bar in Delmenhorst betreibt, hatte in einem Normenkontrolleilantrag argumentiert, die Schließung sei unverhältnismäßig. Nach den vom Robert Koch-Institut (RKI) aufbereiteten Daten spiele das Infektionsumfeld Gaststätte oder Shisha-Bar nur eine untergeordnete Rolle. Darüber hinaus seien die Inzidenzwerte willkürlich gewählt und nicht mehr hinreichend aussagekräftig, da sie die notwendigen Parameter nur unzureichend berücksichtigten.

Der Senat entsprach dem Antrag: Es handele sich bei der Schließung der Einrichtungen nicht um eine notwendige Schutzmaßnahme im Sinne des Infektionsschutzgesetzes. Weitere Äntrage von Diskotheken- und Shisha-Bar-Betreibern sind damit gegenstandslos geworden.

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Dienstag, 3. August, 15.25 Uhr: Mobiles Impfteam erneut in Neugablonz im Einsatz

Das mobile Impfteam des Impfzentrums Kaufbeuren ist am Mittwoch, 4. August, und am Freitag, 6. August, jeweils von 16 bis 19 Uhr in Neugablonz vor Ort. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verabreichen im Gablonzer Haus, Bürgerplatz 1, die vor drei Wochen geplanten Zweitimpfungen. Damit gelten die Impfwilligen bereits zur Mitte der Sommerferien als vollständig immunisiert.

Gleichzeitig können sich Impfwillige auch erstmals impfen lassen. Dabei ist keine vorherige Terminvereinbarung notwendig. Für die Erstimpfungen stehen die Impfstoffe von Biontech/Pfizer sowie von Johnson & Johnson bereit. Die bei Biontech/Pfizer notwendige Zweitimpfung findet drei Wochen später direkt im Impfzentrum Kaufbeuren, Alte Weberei 4, statt.

Dienstag, 3. August, 14.50 Uhr: Holetschek: Hälfte der Menschen in Bayern vollständig geimpft

Die Hälfte der Menschen in Bayern ist inzwischen vollständig gegen das Coronavirus geimpft. "Das ist eine wichtige Wegmarke sieben Monate nach Beginn der Impfungen und ein großer Erfolg", sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Dienstag in München. Aber es sei ein Etappenziel, noch nicht die Ziellinie.

Nach Zahlen des Robert Koch-Instituts wurden in Bayern bislang gut 7,8 Millionen Erstimpfungen (59,6 Prozent der Gesamtbevölkerung) und mehr als 6,6 Millionen Zweitimpfungen (50,7 Prozent der Gesamtbevölkerung) verabreicht - insgesamt also schon mehr als 14 Millionen Impfdosen. "Wenn man sich nur die Volljährigen im Freistaat anschaut, haben sogar mehr als zwei Drittel mindestens eine Impfung erhalten, und rund 60 Prozent der Volljährigen haben schon den vollen Impfschutz gegen das Coronavirus", fügte der Minister hinzu.

Dienstag, 3. August, 14.30 Uhr: Spahn verteidigt erweitertes Corona-Impfangebot für Kinder

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die geplanten zusätzlichen Corona-Impfmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche von 12 bis 17 Jahren gegen Kritik verteidigt. Es gehe um ein leichter verfügbares Angebot als bisher, weil genügend Impfstoff da sei, sich zu schützen, sagte der CDU-Politiker am Dienstag im rbb-Inforadio. "Wer will, kann sich impfen lassen - keiner muss." Wenn Eltern und Kinder sagten, dass sie noch auf mehr Daten warten wollten, sei das auch okay und kein Problem. "Es geht ausdrücklich nicht darum, Druck zu machen, den machen wir auch nicht."

Spahn wandte sich dagegen, in der Debatte einen Gegensatz zur Ständigen Impfkommission (Stiko) zu konstruieren. Der Beschluss von Bund und Ländern sei "durchaus im Einklang mit der Stiko". Das Gremium empfiehlt Impfungen von Kindern bisher nicht allgemein, sondern nur bei höherem Risiko für schwerere Corona-Verläufe etwa wegen Erkrankungen wie Diabetes. Impfungen sind laut Stiko aber mit ärztlicher Beratung möglich. Die Impfstoffe von Biontech und Moderna sind für Kinder ab 12 Jahre in der EU zugelassen.

Dienstag, 3. August, 12.20 Uhr: Corona-Impfquote für vollständigen Schutz bei 52,6 Prozent

Die Quote der vollständig gegen das Coronavirus geimpften Menschen in Deutschland steigt nur langsam. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag lag sie zuletzt bei 52,6 Prozent der Bevölkerung, nach 52,3 Prozent am Vortag. Insgesamt wurden zuletzt 274.941 Dosen verabreicht, wie aus den Daten hervorgeht (Stand 9.25 Uhr). Höhepunkt war der 9. Juni mit mehr als 1,4 Millionen Dosen.

Gerade bei den Erstimpfungen geht es derzeit nur langsam voran - daher hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Bürger nochmals ermuntert, sich möglichst bald impfen zu lassen. Die höchsten Quoten der vollständig Geimpften in den 16 Bundesländern gibt es in Bremen (62,1 Prozent) und im Saarland (56,3 Prozent).

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Dienstag, 3. August, 12 Uhr: Unzufriedenheit mit Corona-Krisenmanagement der Bundesregierung steigt

Die Unzufriedenheit mit dem Corona-Krisenmanagement der Bundesregierung hat einer Umfrage zufolge in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. Bei einer repräsentativen Umfrage der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung gaben im Juli fast 60 Prozent der befragten Erwerbstätigen an, sie seien weniger oder gar nicht zufrieden mit den aktuellen Leistungen der großen Koalition bei der Pandemiebekämpfung. Alles dazu erfahren Sie hier.

Dienstag, 3. August, 11.10 Uhr: Schweden rechnet mit Auffrischimpfung gegen Covid-19 im nächsten Jahr

Einem größeren Anteil der schwedischen Bevölkerung wird im nächsten Jahr voraussichtlich eine Auffrischdosis einer Corona-Impfung angeboten. Der Umfang sei derzeit aber noch unklar und hänge unter anderem von möglichen neuen Virusvarianten sowie davon ab, was Studien über die Schutzwirkung der Impfstoffe im Laufe der Zeit zeigen, teilte die Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten am Dienstag mit. Bestimmte Risikogruppen könnten möglicherweise schon in diesem Herbst eine dritte Impfdosis erhalten.

"Die Einschätzung ist, dass es nicht möglich ist, das Virus auszurotten", erklärte der schwedische Staatsepidemiologe Anders Tegnell. "Deshalb sollte die Impfarbeit langfristig angelegt und auf die Verringerung von schweren Erkrankungen und Todesfällen ausgerichtet sein." Seine Behörde geht davon aus, dass der Zugang zu Impfstoffen langfristig im Laufe der Jahre gut sein wird.

Schweden war in der Corona-Krise einen vielbeachteten Sonderweg mit weniger strikten Beschränkungen des öffentlichen Lebens gegangen. Mit der Erwägung einer dritten Corona-Impfung befindet sich das Land dagegen auf Linie mit einer Reihe von anderen europäischen Staaten.

Dienstag, 3. August, 10.15 Uhr: Forscher werten weltweite Sterbedaten in der Corona-Pandemie aus

Ein deutsch-israelisches Forscherteam hat die Sterbedaten während der Corona-Pandemie von rund 100 Ländern in vergleichbarer Form aufbereitet. Ein Ergebnis: Die Übersterblichkeit - die Zahl der Toten über die gewöhnlich zu erwartende Sterblichkeit hinaus – lag in Deutschland unter der europäischer Nachbarländer.

Mit rund 50 zusätzlichen Toten pro 100 000 Einwohnern habe Deutschland in der Pandemie eine viel geringere Übersterblichkeit erfahren als umliegende europäische Länder (Niederlande: 110; Belgien: 140; Frankreich: 110; Schweiz: 100; Österreich: 110, Tschechien: 320; Polen: 310) – ausgenommen Dänemark, das keine Übersterblichkeit verzeichnet habe. Die Ergebnisse des Forscherteams von der Universität Tübingen und der Hebräischen Universität Jerusalem wurden online im Fachjournal "eLife" veröffentlicht.

Dienstag, 3. Augut, 9.45 Uhr: Umfrage: Unzufriedenheit mit Corona-Krisenmanagement steigt

Die Unzufriedenheit mit dem Corona-Krisenmanagement der Bundesregierung hat einer Umfrage zufolge in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. Bei einer repräsentativen Umfrage der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung gaben im Juli fast 60 Prozent der befragten Erwerbstätigen an, sie seien weniger oder gar nicht zufrieden mit den aktuellen Leistungen der großen Koalition bei der Pandemiebekämpfung. Zum Vergleich: Im November vergangenen Jahres war nicht einmal die Hälfte (44 Prozent) der Befragten unzufrieden mit den Leistungen der Politik, im Sommer 2020 sogar nur jeder Dritte.

Gleichzeitig gingen demnach jedoch die durch Corona ausgelösten Ängste und Belastungsgefühle in der Bevölkerung deutlich zurück. Hatten während des Lockdowns im Januar noch 40 Prozent der Befragten die eigene Gesamtsituation - familiär, finanziell und bezüglich des Arbeitsplatzes - als äußerst oder stark belastend empfunden, so waren es im Juli nur noch 28 Prozent.

Dienstag, 3. August, 8 Uhr: RKI registriert 1.766 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 17,9

Die Corona-Inzidenz ist in Deutschland erneut leicht angestiegen: Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Dienstagmorgen lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 17,9. Am Vortag betrug der Wert 17,8, am Dienstag der Vorwoche 14,5. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 1.766 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 1.545 Neuansteckungen gelegen, in den Tagen danach war er jedoch deutlich über 2.000, am Donnerstag sogar über 3.000 gestiegen.

Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Bundesweit wurden den Angaben zufolge binnen 24 Stunden 19 Todesfälle in Verbindung mit einer Sars-CoV-2-Infektion verzeichnet. Vor einer Woche waren es 38 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.773.875 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3.658.300 an. Die Zahl der Menschen, die an oder in Verbindung mit einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.679.

Dienstag, 3. August, 7.35 Uhr: Wuhan lässt gesamte Bevölkerung auf Corona testen

Als Reaktion auf die sich auch in China verbreitende Delta-Variante des Coronavirus lässt das einstige Pandemie-Epizentrum Wuhan seine gesamte Bevölkerung testen. Wie die staatliche Volkszeitung am Dienstag berichtete, trafen die Behörden der Elf-Millionen-Metropole die Entscheidung, nachdem die ersten drei Infektionen in der Stadt seit gut einem Jahr verzeichnet wurden.

Das Coronavirus war im Dezember 2019 weltweit erstmals im zentralchinesischen Wuhan aufgetreten. Als Reaktion hatte die Regierung die Menschen in der Stadt für 76 Tage in einen Lockdown geschickt. Mit strikten Maßnahmen ging das bevölkerungsreichste Land seitdem gegen das Coronavirus vor, weshalb es -von einigen lokalen Ausbrüchen abgesehen- schon seit dem vergangenen Sommer so gut wie keine Infektionen mehr gibt.

Nach einem Ausbruch am Flughafen der ostchinesischen Stadt Nanjing vor zwei Wochen breitet sich nun jedoch die Delta-Variante auf immer mehr Städte in China aus. Bislang wurden landesweit mehr als 400 Infektionen mit der Variante gemeldet. Vielerorts werden Massentests durchgeführt. Auch wurden Reisen in Teilen des Landes eingeschränkt.

Dienstag, 3. August, 7.25 Uhr: Inzidenzwerte im Allgäu aktuell

Das RKI hat am Dienstag die neuen Inzidenzwerte für die Allgäuer Landkreise und kreisfreien Städte veröffentlicht. An der Spitze bleibt die Stadt Kaufbeuren, deren Wert am Montag deutlich zulegte. Große Schwankungen gibt es nicht - eine andere Allgäuer Stadt darf sich aber weiterhin über eine 7-Tage-Inzidenz von 0,0 freuen. Die Werte aus der Region im Überblick hier.

Dienstag, 3. August, 6.35 Uhr: Umfrage: Mehrheit hält Aiwangers Impfkritik für falsch

Eine Mehrheit der Deutschen hält einer Umfrage zufolge die impfkritischen Äußerungen von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) für falsch. 63,3 Prozent der Befragten finden es laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der "Augsburger Allgemeinen" "eher falsch" oder "eindeutig falsch", dass sich Aiwanger als stellvertretender Ministerpräsident von Bayern kritisch zu Corona-Schutzimpfungen äußert. Nur etwas mehr als ein Viertel der Befragten (28,4 Prozent) gaben an, sie hielten dieses Vorgehen für "eindeutig richtig" oder "eher richtig".

Am meisten Zustimmung für Aiwangers öffentlich geäußerte Impfkritik kam unter den Befragten demnach von Wählern der AfD: 74,8 Prozent von ihnen gaben an, sie fänden Aiwangers Äußerungen "eindeutig richtig". Am stärksten war die Ablehnung bei Wählern der Grünen: 73,5 Prozent der Befragten gaben an, die Aussagen seien "eindeutig falsch".

Dienstag, 3. August, 6.30 Uhr: Kinderärzte drängen Stiko zu Neubewertung von Kinder-Impfempfehlung

In der Debatte um breitere Corona-Impfangebote für Kinder und Jugendliche hat der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, die Ständige Impfkommission (Stiko) zu einer Neubewertung ihrer Position aufgerufen. "Bereits heute dürfen Ärztinnen und Ärzte entsprechend der aktuell gültigen Stiko-Empfehlung nach intensiver Aufklärung Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren impfen", sagte Fischbach der "Rheinischen Post". "Ich persönlich bin ein Befürworter dieser Impfungen. Das Risiko von Nebenwirkungen durch die Impfung ist extrem gering, das zeigen alle Daten aus anderen Ländern." Daher wünsche er sich "eine zeitnahe Neubewertung durch die Stiko".

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte im Mai den Covid-19-Impfstoff von Biontech/Pfizer für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren zugelassen, zuletzt folgte auch die Freigabe für Moderna. Für Deutschland empfiehlt die Stiko die Impfung trotz heftigen politischen Drucks bisher jedoch nur vor allem Kindern und Jugendlichen mit bestimmten Vorerkrankungen wie Diabetes oder Adipositas, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf haben.

Dienstag, 3. August, 6.10 Uhr: RKI-Zahlen am Dienstag verzögern sich

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung. Die aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) zu den neuen Corona-Infektionen liegen noch nicht vor. Das Dashboard des RKI wird derzeit aktualisiert. Wir melden an dieser Stelle, sobald der aktuelle Stand vorliegt.

Montag, 2. August, 22 Uhr: Stiko-Chef: Mehr 18- bis 59-Jährige sollten sich impfen lassen

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, hat die 18- bis 59-Jährigen aufgerufen, sich verstärkt impfen zu lassen. Sie seien bei den Geimpften bisher unterrepräsentiert, sagte er bei einer Online-Veranstaltung am Montagabend in Ulm. "Über 75 Prozent in dieser Altersgruppe wäre toll." Dann lasse sich auch eine vierte Welle abflachen.

Der Gemeinschaftssinn sei dabei gefragt, denn Ungeimpfte könnten andere anstecken, die dann wiederum schwer an dem Virus erkranken könnten. Insbesondere die ungeimpften 20 Prozent der Lehrer sollten das nachholen. Das Coronavirus werde bleiben, nach einer Durchseuchung der Bevölkerung würden die schweren Verläufe aber verschwinden. "Es wird wie ein normales Virus werden, was uns nicht mehr so schreckt."

Montag, 2. August, 21.50 Uhr: US-Senator Graham trotz Impfung an Covid-19 erkrankt

Der prominente US-Senator Lindsey Graham ist trotz Impfung positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das schrieb der Republikaner am Montag auf Twitter. Am Samstagabend habe er grippe-ähnliche Symptome bekommen und sei daraufhin am Montagmorgen zum Arzt gegangen. Er werde sich nun für zehn Tage in Quarantäne begeben. Seine Symptome seien mild, betonte Graham. "Ich bin sehr froh, dass ich geimpft wurde, denn ohne Impfung würde ich mich sicher nicht so gut fühlen wie ich es jetzt tue."

Graham hatte in der Amtszeit von Donald Trump an Bekanntheit und politischem Gewicht gewonnen - als enger Vertrauter des damaligen Präsidenten. Erst zum Schluss von Trumps Zeit im Weißen Haus ging Graham auf Distanz zu seinem Parteikollegen.

Unter republikanischen Anhängern ist Impfskepsis in den USA besonders verbreitet. Angesichts der Ausbreitung der hoch ansteckenden Delta-Variante hatten zuletzt auch hochrangige republikanische Politiker und konservative Kommentatoren vermehrt für eine Impfung gegen das Coronavirus geworben.

Montag, 2. August, 21.40 Uhr: Später als geplant - 70 Prozent der Erwachsenen in USA geimpft

Mit rund einem Monat Verspätung haben die USA ein von US-Präsident Joe Biden ausgerufenes Impfziel erreicht. Mit Stand Montag haben 70 Prozent aller Erwachsenen mindestens eine Impfdosis erhalten, wie aus Daten der Gesundheitsbehörde CDC hervorgeht. Eigentlich sollte diese Marke bereits am Unabhängigkeitstag am 4. Juli erreicht werden. Das Ziel wurde damals jedoch trotz zahlreicher Impfanreize und eines großen Vorrats an Impfstoffen verfehlt.

Cyrus Shahpar, der im Weißen Haus für die Corona-Daten zuständig ist, schrieb auf Twitter von einem "Meilenstein". In den USA sind bislang fast 50 Prozent der Bevölkerung von rund 330 Millionen Menschen vollständig geimpft, rund 58 Prozent haben mindestens die erste Spritze bekommen.

Angesichts der rasch steigenden Zahl neuer Corona-Infektionen haben sich in den USA zuletzt wieder deutlich mehr Menschen impfen lassen. Die Impfkampagne war seit Juni ins Stocken geraten, mit zuletzt nur rund einer halben Million verabreichten Spritzen pro Tag. Der Trend kehrte sich nun jedoch angesichts der neuen Corona-Welle, die auf die besonders ansteckende Delta-Variante zurückgeführt wird, wieder um.

Montag, 2. August, 19.30 Uhr: Streit zwischen Söder und Aiwanger eskaliert

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Vize Hubert Aiwanger (Freie Wähler) streiten über Corona-Impfungen. Welche Vorwürfe sich die Parteichefs gegenseitig machen, lesen Sie hier.

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Montag, 2. August, 19.10 Uhr: Berliner Polizei: Gut 500 Ermittlungsverfahren nach verbotenen Demos

Die Berliner Polizei hat nach den eigentlich verbotenen Versammlungen von Gegnern der Corona-Politik am Sonntag mindestens 503 Ermittlungsverfahren gegen Teilnehmer eingeleitet. In 59 Fällen werde wegen Widerstands und in 43 Fällen wegen tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt, teilte die Polizei am Montagabend mit. Weitere Anzeigen wurden demnach wegen besonders schweren Landfriedensbruchs, Gefangenenbefreiung sowie Verstößen gegen das Versammlungsfreiheitsgesetz und die Berliner Infektionsschutzverordnung geschrieben.

Insgesamt hätten Einsatzkräfte knapp 1000 Personen "in ihrer Freiheit beschränken oder sie festnehmen" müssen, hieß es in der Polizeibilanz weiter. Mehr als 60 Prozent von ihnen seien aus anderen Bundesländern nach Berlin gekommen. Teilnehmer unerlaubter Versammlungen hätten in verschiedenen Bezirken wiederholt Einsatzkräfte attackiert, aber auch Andersdenkende und mindestens ein Fernsehteam. Mehr als 60 Polizistinnen und Polizisten seien bei Einsätzen zum Teil schwer verletzt worden.

Trotz eines Verbots großer Demonstrationen waren am Sonntag mehrere Tausend Menschen durch die Hauptstadt gezogen. Sie versammelten sich immer wieder in Gruppen in verschiedenen Teilen der Stadt, mehrfach kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Protestierenden und Polizeikräften.

Montag, 2. August, 18.40 Uhr: Corona: Impf-Angebote nun auch für Kinder ab 12 Jahren

Als Corona-Schutz zum Schulstart nach den Sommerferien sollen zusätzliche Impfgelegenheiten für Kinder und Jugendliche kommen. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beschlossen am Montag, dass nunmehr alle Länder Impfungen für 12- bis 17-Jährige auch in Impfzentren oder auf andere niedrigschwellige Weise anbieten wollen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 2. August, 18.20 Uhr: Kontrollen bei Einreise: Kaum Verstöße gegen Testpflicht

Schleierfahnder der Grenzpolizei in Bayern haben seit Sonntag mehr als 500 Einreisende kontrolliert und dabei nur 10 Verstöße gegen die Testpflicht festgestellt. Die seit Sonntag verschärften Regeln zur Einreise seien "von den meisten Reiserückkehrern vorbildlich eingehalten" worden, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Montag. Trotzdem seien "konsequente Kontrollen" weiter wichtig. Die Bundespolizei und die Bayerische Grenzpolizei würden sich dabei auch bezüglich möglicher Schwerpunkte absprechen, sagte Herrmann. "Dort, wo sich vermehrt Verstöße abzeichnen, werden wir auch mehr Personal einsetzen."

Seit Sonntag müssen alle Einreisenden ab zwölf Jahren einen negativen Corona-Test vorzeigen können oder nachweisen, dass sie genesen oder vollständig geimpft sind - egal, ob sie auf dem Landweg oder mit dem Flugzeug einreisen.

Montag, 2. August, 18 Uhr: CSU-Fraktionschef Kreuzer stellt Aiwanger als Vize-Ministerpräsidenten in Frage

Der Streit in der bayerischen Regierungskoalition zwischen Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger und Spitzenpolitikern des Koalitionspartners CSU nimmt an Schärfe zu. Der CSU-Fraktionschef im bayerischen Landtag, Thomas Kreuzer, hat Wirtschaftsminister Aiwanger am Montag nahegelegt, seine Rolle als stellvertretender Ministerpräsident zu überdenken. Wie Kreuzer das begründet, lesen Sie hier.

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Montag, 2. August, 17 Uhr: Münchner Flughafen nutzt Corona für Startbahnsanierungen

Der Münchner Flughafen will bis in den Herbst mit nur einer Startbahn auskommen. Nach der dreimonatigen Sanierung der südlichen Bahn soll nun bis Anfang Oktober die nördliche instandgesetzt werden, wie die Flughafengesellschaft am Montag mitteilte. Unter anderem sollen Teile der Beton- und Asphaltdecken erneuert werden.

Wegen der Corona-Pandemie gibt es auch am Münchner Flughafen seit einem Jahr sehr viel weniger Flüge, so dass die Sperrung einer Landebahn in den vergangenen Monaten keine Kapazitätsprobleme verursacht hatte. Ansonsten hätten in normalen Zeiten die Bautrupps nachts anrücken müssen, wenn nicht geflogen wird.

Montag, 2. August, 16.15 Uhr: Ermittler: Corona trieb Prostituierte in Illegalität

Die Corona-Krise hat nach Einschätzung von Ermittlern viele Prostituierte in Bayern in die Illegalität getrieben. Die Zahl der Strafverfahren ist demnach in den vergangenen beiden Jahren förmlich explodiert.

Allein die Staatsanwaltschaft München I nahm in diesem Jahr schon 215 Ermittlungsverfahren wegen Ausübung der verbotenen Prostitution auf. 2020 waren es nach Angaben des bayerischen Justizministers Georg Eisenreich (CSU) 209. Und selbst das war im Vergleich zu den Vor-Corona-Jahren schon beinahe eine Verdopplung. 2018 waren 120 Verfahren dort anhängig, 2019 sogar nur 87. Eisenreich sprach von "signifikanten Änderungen zu den Jahren vor Corona".

Im Oktober vergangenen Jahres hat die Staatsanwaltschaft eine sechsköpfige Spezialabteilung eingerichtet, die sich mit den Delikten "Menschenhandel, Zwangsprostitution und Zuhälterei" befasst.

Im Schnitt der vergangenen drei Jahre führte die Anklagebehörde insgesamt 97 Verfahren wegen Zwangsprostitution, 53 wegen Menschenhandels und 47 wegen Zuhälterei. "Das Leid, das durch diese Delikte verursacht wird, ist wirklich sehr, sehr groß", betonte Eisenreich. Jedes dritte Opfer sei jünger als 21, jedes siebte sogar minderjährig. Fast alle Opfer seien Frauen, fast alle Täter männlich.

Montag, 2. August, 15.40 Uhr: Bund will mit Ländern über Ende von Gratis-Corona-Tests beraten

Die Bundesregierung will mit den Ländern über ein Ende kostenloser Corona-Schnelltests beraten - kommen soll dies aber erst später. Das Thema soll am 10. August in der Runde von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten besprochen werden, wie die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Montag in Berlin sagte. Sie betonte, dass Schnelltests "ganz sicher nicht über Nacht plötzlich kostenpflichtig" werden, sondern noch eine ganz Weile kostenlos bleiben sollten. Aus Fairnessgründen solle erst allen Menschen die Chance gegeben werden, sich mit dem gebotenen Abstand zweimal impfen zu lassen und die dann vorgesehenen 14 Tage zusätzlich einhalten zu können, nach denen der Impfschutz als vollständig gilt.

Der Bund übernimmt seit März die Kosten für mindestens einen Schnelltest pro Woche für alle Bürger. Angesichts der schwächeren Nachfrage nach Corona-Impfungen wird darüber diskutiert, dass man für Tests künftig etwas bezahlen soll - auch als Anreiz für Menschen, die sich impfen lassen könnten, damit aber zögern. Demmer sagte, dass es hierzu keine Einigung in der Regierung gebe. Gespräche dazu würden fortgesetzt. Unter anderem Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hatte sich dafür ausgesprochen, dass der Staat ab einem bestimmten Zeitpunkt die Tests für jene nicht mehr zahlt, die sich impfen lassen könnten. Dies müsse aber lange vorher angekündigt werden.

Montag, 2. August, 15.20 Uhr: Campingplätze erwarten etwas weniger Besucher

Auf Campingplätzen in Deutschland wird es nach Erwartung der Betreiber in diesem Jahr weniger Übernachtungen geben als im Vorjahr. Der Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland (BVCD) rechnet mit 33,5 Millionen. Im Vorjahr waren es rund 34 Millionen Übernachtungen gewesen. Ein Grund für den abermaligen Rückgang sind die Beherbergungsverbote in der Corona-Krise, wie der Verband am Montag mitteilte. Außerdem fahren wieder mehr Camper ins Ausland. Starkregen und Hochwasser erschweren derzeit zusätzlich das Geschäft.

Die Campingbranche hat in diesem Jahr bis Ende Mai laut Statistischem Bundesamt mit rund 1,9 Millionen Übernachtungen ein Minus von 32 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnet. Bundesländer wie Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bayern, in denen relativ früh der Tourismus wieder möglich war, haben dennoch profitiert. Verbandspräsident Gunter Riechey rechnet damit, dass zum Beispiel Schleswig-Holstein trotz des bundesweiten Minus am Ende des Jahres ein Rekordergebnis einfahren könnte.

Vor der Corona-Krise waren die Besucherzahlen auf Campingplätzen jahrelang gestiegen. "Campingurlaub in der Natur ist auch insgesamt nach wie vor im Trend und hiervon profitieren die deutschen Campingplätze", sagte Riechey.

Montag, 2. August, 14.35 Uhr: Verwirrung um Inzidenz in Kaufbeuren - Bosse wusste nichts von nachgemeldeten Infektionen

Nach der Verwirrung am Morgen steht fest: Der von RKI und LGL ausgegebene Inzidenzwert für Kaufbeuren mit 22,5 stimmt doch. Am Nachmittag fand OB Bosse heraus, dass das RKI doch recht hat, und es im Moment insgesamt zehn Menschen gibt, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Am Wochenende wurden offensichtlich fünf Infizierte nachgemeldet, von denen der OB zunächst nichts wusste, sagte er gegenüber unserer Redaktion. Dabei handele es sich um zwei achtjährige Jungen, die zwar in einem Mehrfamilienhaus leben, aber nicht miteinander verwandt seien. Neu hinzu kamen weitere drei Einzelpersonen im Alter von 27 bis 57 Jahren. Nach Bosses Kenntnisstand befindet sich keiner der zehn Infizierten im Krankenhaus.

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Montag, 2. August, 14.20 Uhr: LGL bestätigt: Inzidenz von Kaufbeuren liegt bei 22,5

Nach dem Robert-Koch-Intstitut (RKI) am Morgen hat nun auch das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) eine Sieben-Tage-Inzidenz für Kaufbeuren von 22,5 festgestellt. Demnach hat sich die Zahl der Fälle in den vergangenen sieben Tagen von fünf auf zehn an einem Tag verdoppelt. Die weiteren aktuellen LGL-Zahlen finden Sie hier.

Montag, 2. August, 12.15 Uhr: 61,7 Prozent der Bevölkerung einmal geimpft - Impftempo sehr gering

Das Tempo bei den Erstimpfungen gegen das Coronavirus in Deutschland ist so gering wie seit Monaten nicht. Mittlerweile haben 61,7 Prozent der Gesamtbevölkerung mindestens eine Impfdosis bekommen, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts vom Montag (Stand 9.55 Uhr) hervorgeht. Das sind gut 51,3 Millionen Menschen. "Allerdings ist Zahl der Erstimpfungen so niedrig wie zuletzt im Februar", schrieb Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf Twitter. "Damals hatten wir nicht genug Impfstoff, das ist heute anders: bitte impfen lassen!" Vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind mittlerweile 52,3 Prozent der Bevölkerung - also knapp 43,5 Millionen Menschen.

Bei den Bundesländern liegt Bremen mit 61,5 Prozent Bevölkerungsanteil der vollständig Geimpften weiter an der Spitze, Sachsen ist mit 47,4 Prozent Schlusslicht.

Montag, 2. August, 11.45 Uhr: Polizeigewerkschaft: Stichproben-Checks nicht voll zufriedenstellend

Die Gewerkschaft der Polizei in Bayern hält die Stichproben-Kontrollen von Urlaubsrückkehrern für unzureichend. Eine flächendeckende Überprüfung sei allerdings nicht zu schaffen, sagte der bayerische Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Peter Pytlik am Montag dem BR.

Wer aus dem Ausland nach Deutschland zurückkehrt, muss seit Sonntag auch bei der Reise per Auto oder Bahn nachweisen, dass er entweder negativ getestet ist, gegen Corona geimpft oder genesen ist. Sonst drohen Bußgelder. Über Bayern läuft der Großteil des Verkehrs aus Österreich, Italien und Kroatien.

"Wir sind halt nicht in der Lage, das flächendeckend zu kontrollieren - was ja Sinn machen würde, wenn man denn diesen Weg geht", sagte Pytlik. "Diese stichprobenartigen Kontrollen sind aus meiner Sicht auch nicht vollends zufriedenstellend." Der GdP-Landeschef betonte, dass durch die zusätzlichen Kontrollen andere Polizeiarbeit nicht erledigt werden könne: "Letztendlich wird es so sein müssen, weil wir personell nicht in der Lage sind, alles umfassend abzudecken."

Montag, 2. August, 10.55 Uhr: Pflegeheime in Bayern haben wegen Corona viele freie Plätze

Corona hat das Image von Pflegeheimen nicht gerade verbessert. Nun macht sich ein Rückgang der Belegung bemerkbar. Träger befürchten verheerende Konsequenzen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 2. August, 10 Uhr: Stimmt der RKI-Wert für Kaufbeuren? Bosse äußert sich

Laut RKI liegt die 7-Tage-Inzidenz am Montag in Kaufbereun bei 22,5. Auf Nachfrage bei der Stadt heißt es dazu: „Die Zahlen stimmen weder mit meinen Zahlen vom Gesundheitsamt noch mit denen vom LGL überein. Demnach haben wir 5 Fälle und eine Inzidenz von 11,2. Da muss ein Fehler passiert sein", so Oberbürgermeister Stefan Bosse.

Montag, 2. August, 9 Uhr: Gesundheitsminister beraten über Impfangebote für Jugendliche

Die Gesundheitsminister der Länder wollen am Montag unter anderem über Impfangebote für Jugendliche beraten. Nach einem Vorschlag des Bundesgesundheitsministeriums für die Videoschalte am Nachmittag sollen 12- bis 17-Jährige in allen Bundesländern Corona-Impfangebote bekommen. Das geht aus einem Beschlussentwurf hervor. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte im Mai den Covid-19-Impfstoff von Biontech/Pfizer für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren zugelassen, vor wenigen Tagen folgte auch die Freigabe für Moderna.

Montag, 2. August, 8.15 Uhr: Schulstart in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein mit Corona-Regeln

In Bayern ist es die erste Sommerferien-Woche, in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern beginnt an diesem Montag nach den Sommerferien schon wieder die Schule. Wegen des Coronavirus gilt in Mecklenburg-Vorpommern in den ersten beiden Schulwochen Maskenpflicht im Unterricht. Außerdem müssen die Schüler und die ungeimpften Lehrer zweimal pro Woche einen Corona-Test machen. In der zweiten Schulwoche soll es Impfangebote für die Jugendlichen ab 16 Jahren in der Schule geben, in der ersten Woche der Bedarf dafür abgefragt werden.

Montag, 2. August, 7.25 Uhr: Text Streit zwischen Söder und Aiwanger wird schärfer

Der Streit zwischen Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und seinem Vize Hubert Aiwanger (Freie Wähler) über Corona-Impfungen nimmt an Schärfe zu. Söder erneuerte am Sonntagabend im ZDF-Sommerinterview seine Kritik an Aiwangers Impf-Argumentation - der daraufhin scharf konterte, dem CSU-Vorsitzenden eine bewusste Falschbehauptung vorwarf und von einer "Unverschämtheit" sprach.

Söder sagte über Aiwangers demonstrative Zweifel an Corona-Impfungen: "Meine Sorge ist, dass er sich in eine Ecke manövriert, aus der er selber nicht mehr herauskommt." Er mache sich "a bissl" Sorge um Aiwanger, der auch Wirtschaftsminister in Söders Kabinett ist.

Söder betonte, es gehe dabei nicht um die Frage, ob sich Aiwanger impfen lassen wolle oder nicht, dies stehe jedem frei. Aber der Sound und der Sprech dahinter seien problematisch: wenn Aiwanger etwa von Nebenwirkungen spreche, bei dem ihm "die Spucke wegbleibt", oder wenn er beispielsweise sage, es sei nicht bewiesen, ob die Impfstoffe wirkten. "Da muss man aufpassen", sagte Söder.

Dazu sagte Aiwanger der Deutschen Presse-Agentur: "Es ist eine bewusste Falschbehauptung, ich hätte gesagt, dass nicht bewiesen sei, ob Impfstoffe wirken. Ich habe im Gegenteil gesagt, Impfen ist ein wichtiger Baustein im Kampf gegen Corona, aber es muss freiwillig bleiben." Mehr dazu hier.

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Montag, 2. August, 7.10 Uhr: Die Allgäuer Inzidenzwerte im Überblick

In Kaufbeuren hat sich die Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag knapp verdoppelt: Sie stieg von 11,3 auf 22,5. Damit hat die Stadt den höchsten Wert in der Region. Auch im Kreis Lindau, im Ostallgäu und in Kempten stieg der Inzidenzwert im Vergleich zum Vortag. Die niedrigste Inzidenz hat Memmingen mit 0,0. Alle Werte im Detail hier.

Montag, 2. August, 6.55 Uhr: 17 neue Corona-Fälle bei Olympischen Spielen in Tokio

Im Umfeld der Olympischen Spiele in Tokio hat es 17 neue Corona-Fälle gegeben. Das vermeldeten die Organisatoren am Montag. Athleten waren dieses Mal nicht betroffen. Der Höchstwert war am vergangen Freitag mit 27 Neuinfektionen erreicht worden. Die Zahl der positiven Tests rund um die Wettkämpfe in Japan stieg damit auf 276. Insgesamt infizierten sich demnach bislang 24 Sportler mit dem Coronavirus. Am Tag der Eröffnungsfeier hatte es im deutschen Team in Radsportler Simon Geschke den ersten Corona-Infizierten gegeben.

Montag, 2. August, 6.35 Uhr: Verschärfte Corona-Regeln im Landkreis Berchtesgadener Land

In Bayern steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen. Besonders hohe Zahlen meldet der Landkreis Berchtesgadener Land - dort gelten von Montag (2. August) an wieder strengere Regeln. Am Samstag habe der Landkreis am dritten Tag hintereinander bei der Inzidenz den Wert von 50 überschritten.

Nun greifen wieder strengere Regeln, um die Weiterverbreitung von Infektionen mit Sars-CoV-2 einzudämmen. In vielen Bereichen wie etwa der Gastronomie, bei Feierlichkeiten oder kulturellen Veranstaltungen gelte wieder eine Testpflicht. "Auch in Vermieterbetrieben müssen Gäste während des Aufenthalts weitere Corona-Testungen vornehmen", teilte eine Sprecherin des Landkreises mit. Ausgenommen seien vollständig geimpfte oder genesene Menschen.

Im Landkreis gelten auch wieder strengere Kontaktbeschränkungen: Es dürfen sich höchstens zehn Menschen aus drei verschiedenen Haushalten treffen. Kinder unter 14 Jahren sowie vollständig Geimpfte und Genesene würden nicht mitgezählt, heißt es weiter.

Montag, 2. August, 6 Uhr: Inzidenz steigt weiter - 847 Neuinfektionen

Guten Morgen vom Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Wir starten den Tag wie immer mit einem Blick auf die aktuellen Corona-Zahlen: Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter kontinuierlich an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Montagmorgen lag sie bei 17,8 - am Vortag hatte der Wert 17,5 und beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9 betragen. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 847 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen vom Montagmorgen hervor.

Deutschlandweit wurde den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden ein Todesfall verzeichnet. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.772.109 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.656.300 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.660.

Sonntag, 1. August, 20 Uhr: Spritze an der Bergspitze: Impfaktion in 1800 Metern Höhe

Auf 1800 Metern Höhe hat der Landkreis Berchtesgadener Land eine Impfaktion gestartet - doch dichter Nebel und regnerisches Wetter in den Alpen haben am Samstag nur wenige Ausflügler auf die Bergstation des Jenner bei Berchtesgaden geführt. Elf Menschen erhielten von einem Impfteam eine Anti-Corona-Spritze, wie eine Sprecherin des Landratsamtes sagte. In Anbetracht des Wetters seien die Verantwortlichen damit durchaus zufrieden. Auch zwei Saisonarbeitskräfte einer nahe gelegenen Berggaststätte hätten das Angebot genutzt und sich impfen lassen. Mit dem ungewöhnlichen Angebot wollte man mehr Menschen zum Impfen bewegen. Eine Anmeldung war nicht nötig. Von Wanderungen im Anschluss wurde abgeraten.

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Sonntag, 1. August, 17.30 Uhr: Youtube sperrt Sky News Australia wegen Corona-Berichterstattung

Youtube hat den Sender Sky News Australia wegen dessen Corona-Berichterstattung für eine Woche gesperrt. Eine Sprecherin bestätigte am Sonntag den Vorwurf an den Sender, falsch über die Pandemie informiert zu haben. Man habe klare und gesicherte Grundsätze, um die Verbreitung von Covid-19-Fehlinformationen zu verhindern, hieß es. Die einwöchige Sperre ist seit Donnerstag (29.7.) in Kraft.

Detaillierte Angaben zu den beanstandeten Inhalten machte Youtube nicht. Laut einem Bericht von "The Guardian" hatte Sky News Australia zahlreiche Videos gepostet, die die Existenz von Covid-19 leugneten oder dazu ermunterten, gegen Corona das Malaria-Mittel Hydroxychloroquin oder das Anti-Wurmmittel Ivermectin einzunehmen.

Sonntag, 1. August, 15.30 Uhr: Söder: Impfskeptiker Aiwanger manövriert sich ins politische Abseits

Mit seinen demonstrativen Zweifeln an Corona-Impfungen stellt sich Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger nach Ansicht von Ministerpräsident Markus Söder zunehmend ins politische Abseits. "Meine Sorge ist, dass er sich in eine Ecke manövriert, aus der er selber nicht mehr herauskommt", sagte CSU-Chef Söder am Sonntag im ZDF-Sommerinterview in Nürnberg. Er mache sich " a bissl" Sorge um Aiwanger, der auch bayerischer Wirtschaftsminister in Söders Kabinett ist.

Söder betonte, es gehe dabei nicht um die Frage, ob er sich impfen lassen wolle oder nicht, dies stehe jedem frei. Aber der Sound und der Sprech dahinter seien problematisch. Wenn Aiwanger etwa von Nebenwirkungen spreche, bei dem ihm "die Spucke wegbleibt" oder er beispielsweise sage, es sei nicht bewiesen, ob die Impfstoffe wirkten. "Da muss man aufpassen", sagte Söder.

Sonntag, 1. August, 13.35 Uhr: Erneut über 3000 Corona-Infektionen in Olympia-Stadt Tokio

In der Olympia-Stadt Tokio liegt die Zahl der Corona-Neuinfektionen am fünften Tag in Serie über der Marke von 3000 Fällen. Die Stadt registrierte am Sonntag innerhalb von 24 Stunden 3058 Neuinfektionen, nachdem am Vortag ein Höchststand von 4058 Fällen registriert erreicht worden war. Am Sonntag sind die Zahlen gewöhnlich niedriger, da weniger getestet wird. Die Gouverneure von Tokio sowie anderen betroffenen Präfekturen wollen die Regierung auffordern, härtere Maßnahmen wie Ausgangssperren zu prüfen. Einen Lockdown wie in anderen Ländern hat Japan bisher nicht verhängt. Stattdessen gilt in Tokio und anderen Präfekturen bis 31. August ein Notstand, der nur lockere Maßnahmen vorsieht. So sollen Restaurants und Bars keinen Alkohol ausschenken und früher schließen.

Sonntag, 1. August, 12.20 Uhr: Stichprobenartige Einreisekontrollen haben begonnen

Die Bundespolizei hat am Sonntag mit Kontrollen der verschärften Testpflicht für Reiserückkehrer begonnen. "Es erfolgen stichprobenartige Kontrollen. Wir versuchen mit unseren Kräften aber so viele Einreisende wie möglich zu überprüfen", sagte der Sprecher der Bundespolizei in Pirna, Holger Uhlitzsch, mit Blick auf die sächsischen Grenzen zu Polen und Tschechien.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte: "Die Bayerische Grenzpolizei wird in enger Zusammenarbeit mit der Bundespolizei Reiserückkehrer aus dem Ausland im Rahmen der stichprobenartigen Schleierfahndung kontrollieren, um die Einhaltung der verschärften Regeln zu überprüfen".

"Der Schwerpunkt der Kontrollen liegt an den Autobahnen und Bundesstraßen sowie an der Zugstrecke Prag-Berlin", erläuterte Uhlitzsch. An den Grenzen werde aber niemand zurückgeschickt. Die Daten würden erhoben und an das zuständige Gesundheitsamt weitergeleitet. "Wir erheben auch keine Bußgelder, sondern leiten die Anzeige einer Ordnungswidrigkeit an die zuständigen Behörden weiter", erklärte der Sprecher der Bundespolizei.

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Sonntag, 1. August, 10 Uhr: Zahl der Corona-Schwerkranken in Israel überschreitet wieder 200

Die Zahl der Corona-Schwerkranken in Israel hat erstmals seit April wieder die 200er-Marke überschritten. Von insgesamt 362 Patienten, die im Krankenhaus behandelt werden, seien 212 schwer erkrankt, teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag in Tel Aviv mit. 37 müssen künstlich beatmet werden. Auf dem Höhepunkt der Pandemie in Israel im Januar hatte die Zahl der Schwerkranken bei etwa 1200 gelegen.

Sonntag, 1. August, 9.11 Uhr: Testpflicht: Das müssen Reiserückkehrer jetzt wissen

Ab heute gilt die neue Testpflicht für Reiserückkehrer. Antworten auf die wichtigsten Fragen gibt es hier.

Sonntag, 1. August, 8.45 Uhr: Memmingen weiter bei Null, Inzidenz im Unterallgäu steigt

Die aktuellen Inzidenzwerte für das Allgäu finden Sie hier.

Sonntag, 1. August, 8.05 Uhr: Testpflicht für Reise-Rückkehrer - Stichproben an den Grenzen geplant

Die Rückkehr aus dem Urlaub wird komplizierter: Auch in Bayern greift die verschärfte Testpflicht für Reiserückkehrer von Sonntag an. Mehr dazu lesen Sie hier.

Sonntag, 1. August, 8.05 Uhr: 18 neue Corona-Fälle bei den Olympischen Spielen

Im Umfeld der Olympischen Spiele in Tokio sind 18 neue Corona-Fälle registriert worden. Das vermeldeten die Organisatoren am Sonntag. Der Höchstwert war am Freitag mit 27 Neuinfektionen erreicht worden. Ein Athlet aus dem olympischen Dorf ist betroffen.

Die Zahl der positiven Tests rund um die Wettkämpfe in Japan stieg damit auf 259. Insgesamt infizierten sich demnach bislang 24 Sportler mit dem Coronavirus. Am Tag der Eröffnungsfeier hatte es im deutschen Team in Radsportler Simon Geschke den ersten Corona-Infizierten gegeben.

Sonntag, 1. August, 7 Uhr: Inzidenz steigt weiter - 2097 Neuinfektionen

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter kontinuierlich an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Sonntagmorgen lag sie bei 17,5 - am Vortag hatte der Wert 16,9 und beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9 betragen. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 2097 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen vom Sonntagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.19 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1548 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurde den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden ein Todesfall verzeichnet. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.771.262 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.654.500 an.

Samstag, 31. Juli, 20.27 Uhr: Kretschmanns Appell zum Ferienstart: impfen, impfen, impfen!

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat zum Ferienstart in seinem Bundesland noch einmal eindringlich dazu aufgerufen, sich impfen zu lassen. Er warnte Ungeimpfte vor den Folgen. Um eine neue Infektionswelle im Herbst zu verhindern, gebe es nur eine Lösung: "Lassen Sie sich jetzt impfen - und nicht irgendwann!", sagte der Regierungschef in einer Fernsehansprache im SWR am Samstagabend.

Für ungeimpfte Menschen könne die Teilnahme am öffentlichen Leben dort eingeschränkt werden, wo es notwendig sei, warnte der Regierungschef. "Bedenken Sie auch: So manches wird unbequem für Sie werden, wenn Sie sich nicht impfen lassen."

Samstag, 31. Juli, 18.28 Uhr: Scholz: Kostenpflicht für Corona-Tests rechtzeitig ankündigen

Eine mögliche Kostenpflicht für Corona-Tests sollte nach Ansicht von SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz frühzeitig angekündigt werden. "Ich bin dafür, dass wir da durchaus großzügig sind, also den Zeitraum rechtzeitig und lange vorher festlegen, aber dass man weiß, das kommt", sagte der Bundesfinanzminister bei einer Wahlkampfveranstaltung am Samstag in Ueckermünde in Mecklenburg-Vorpommern.

Er sprach sich erneut dafür aus, dass der Staat ab einem bestimmten Zeitpunkt die Tests für diejenigen, die sich gegen das Coronavirus impfen lassen können, nicht mehr zahlt. Das gelte nicht etwa für Menschen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können und auch nicht für junge Menschen, für die die Impfung derzeit nicht empfohlen wird. "Aber für alle anderen muss dann irgendwann in ein paar Wochen gelten, dass sie die Tests dann selber bezahlen müssen", sagte er.

Samstag, 31. Juli, 17.38 Uhr: Einreise-Testpflicht startet am Sonntag

Um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zum Ende der Sommerferien zu verhindern, tritt an diesem Sonntag eine Testpflicht für Urlaubsheimkehrer in Kraft. Alle Menschen ab zwölf Jahren müssen bei ihrer Einreise nach Deutschland nachweisen können, dass bei ihnen das Übertragungsrisiko verringert ist: mit dem Nachweis einer Impfung, einem Nachweis als Genesener oder einem negativen Testergebnis. Eine solche Vorgabe gibt es bisher schon für alle Flugpassagiere. Künftig gilt sie für alle Verkehrsmittel - also auch bei Einreisen per Auto oder Bahn.

Samstag, 31. Juli, 15.13 Uhr: Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA weiter angestiegen

Die Zahl der an einem Tag erfassten Corona-Neuinfektionen ist in den USA weiter angestiegen. Die Behörden meldeten für Freitag 194 608 neue Fälle, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Samstagmorgen (MESZ) hervorging. Die ungewöhnliche hohe Zahl war aber wohl damit begründet, dass der von der gegenwärtigen Corona-Welle besonders betroffene Bundesstaat Florida Neuinfektionen nur noch ein mal pro Woche meldet. Der Staat meldete am Freitag 110.477 Neuinfektionen - rund 50 Prozent mehr als in der Vorwoche.

Im Durchschnitt der vergangenen Woche infizierten sich der Gesundheitsbehörde CDC zufolge zuletzt landesweit pro Tag fast 70.000 Menschen mit dem Coronavirus. Eine Woche vorher waren es noch knapp 50.000 gewesen.

Samstag, 31. Juli, 12.35 Uhr: Frankreich rüstet sich für erneute Corona-Massenproteste

Das dritte Wochenende in Folge werden in Frankreich Großdemonstrationen gegen eine Verschärfung der Corona-Regeln erwartet. Die Behörden rechnen für Samstagnachmittag erneut mit etwa 160 000 Demonstrierenden im ganzen Land, wie französische Medien mit Verweis auf Polizeikreise berichteten. Bereits am vergangenen Samstag waren in Frankreich so viele Menschen auf die Straße gegangen, um ihren Unmut über eine Impfpflicht für Gesundheitspersonal und eine Ausweitung des sogenannten Gesundheitspasses kund zu tun. Als Gesundheitspass wird in Frankreich der Nachweis über einen negativen Corona-Test, eine Genesung oder eine vollständige Impfung bezeichnet.

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Samstag, 31. Juli, 10.30 Uhr: Bundesregierung plant Ende von kostenlosen Coronatests

Die Bundesregierung plant ein Ende der kostenlosen Coronatests. "Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat schon vor Wochen gesagt, dass er es für denkbar hält, die Tests zu einem späteren Zeitpunkt für Ungeimpfte nicht mehr kostenlos anzubieten. Der genaue Zeitpunkt ist noch festzulegen", teilte das Bundesgesundheitsministerium am Samstag auf Anfrage mit. Wie aus Regierungskreisen verlautete, gibt es dazu allerdings noch keine Einigung.

Die "Bild"-Zeitung hatte zuvor berichtet, die Bundesregierung habe sich grundsätzlich darauf geeinigt, dass die Tests kostenpflichtig werden, sobald sich alle Deutschen zweimal impfen lassen konnten - also Ende September oder Anfang Oktober.

Samstag, 31. Juli, 8 Uhr: Inzidenz in Memmingen liegt bei Null

Die aktuellen Inzidenzwerte für das Allgäu finden Sie hier.

Samstag, 31. Juli, 7.45 Uhr: 21 neue Corona-Fälle bei den Olympischen Spielen

Im Umfeld der Olympischen Spiele in Tokio sind 21 weitere Corona-Fälle registriert worden. Das gaben die Organisatoren der Spiele am Samstag bekannt. Der Höchstwert war am Freitag mit 27 Neuinfektionen erreicht worden. Athleten sind dieses Mal nicht betroffen.

Die Zahl der positiven Tests rund um die Wettkämpfe in Japan stieg damit auf 241. Insgesamt infizierten sich demnach bislang 23 Sportler mit dem Coronavirus. Am Tag der Eröffnungsfeier hatte es im deutschen Team in Radsportler Simon Geschke den ersten Corona-Infizierten gegeben. Einen weiteren prominenten Fall gab es mit dem positiv getesteten Stabhochsprung-Weltmeister Sam Kendricks aus den USA.

Samstag, 31. Juli. 7.15 Uhr: RKI registriert 2400 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 16,9

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit nun dreieinhalb Wochen an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Samstagmorgen lag sie bei 16,9 - am Vortag betrug der Wert 16,5, am Samstag der Vorwoche 13,6. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 2400 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen vom Samstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.10 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 1919 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurde den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 21 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 28 Todesfälle gewesen. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.653.300 an.

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Alle Entwicklungen vom 26. Juli bis 30. Juli lesen Sie in Teil 69 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 19. bis 25. Juli lesen Sie in Teil 68 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 13. bis 18. Juli lesen Sie in Teil 67 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 3. bis 12. Juli lesen Sie in Teil 66 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 25. Juni bis 2. Juli lesen Sie in Teil 65 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 17. bis 24. Juni lesen Sie in Teil 64 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 9. bis 16. Juni lesen Sie in Teil 63 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 1. bis 8. Juni lesen Sie in Teil 62 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.