Corona-Newsblog, Teil 89

Newsblog: Die Corona-Entwicklung im Allgäu und auf der Welt im Überblick vom 2. bis 6. Dezember 2021

Corona-News aus dem Allgäu, Deutschland und der Welt: Großbritannien will wegen der Verbreitung der Omikron-Variante allen Erwachsenen bereits drei Monate nach ihrer zweiten Corona-Impfung eine Booster-Dosis anbieten.

Corona-News aus dem Allgäu, Deutschland und der Welt: Großbritannien will wegen der Verbreitung der Omikron-Variante allen Erwachsenen bereits drei Monate nach ihrer zweiten Corona-Impfung eine Booster-Dosis anbieten.

Bild: Wolfgang Kumm, dpa

Corona-News aus dem Allgäu, Deutschland und der Welt: Großbritannien will wegen der Verbreitung der Omikron-Variante allen Erwachsenen bereits drei Monate nach ihrer zweiten Corona-Impfung eine Booster-Dosis anbieten.

Bild: Wolfgang Kumm, dpa

Im Newsblog berichtet die Allgäuer Zeitung seit Anfang 2020 über die Corona-Krise im Allgäu und in der Welt. Unser Newsblog-Archiv.
07.12.2021 | Stand: 11:21 Uhr

--- Hierbei handelt es sich um einen Archiv-Artikel. Zum Newsblog mit den aktuellen Nachrichten zur Corona-Lage im Allgäu, Deutschland und der Welt geht es hier. ---

Montag, 6. Dezember, 21.50 Uhr: Von der Leyen: EU hat mehr als 350 Millionen Impfdosen gespendet

Die EU-Staaten haben bislang mehr als 350 Millionen Dosen Corona-Impfstoff an anderer Länder gespendet. Der Staatenbund sei damit der größte Spender weltweit, sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Montag. Ein Großteil - rund 300 Millionen Dosen - sei an die UN-Initiative Covax gegangen. Covax verteile sie nun an Länder mit niedrigen und mittleren Einkommen. Zusammen mit der UN-Initiative, den Herstellern, den Spendern und den Empfängern arbeite man daran, das Tempo der Lieferungen zu erhöhen.

Von der Leyen stellte zudem klar, dass mehr Anstrengungen notwendig sind. Bislang seien 44 Prozent der Weltbevölkerung geimpft. Die Unterstützung für Afrika wolle man noch ausbauen, weil die Impfquote dort geringer sei als in anderen Teilen der Welt. Von der Leyen bekräftigte das Ziel, dass bis Mitte kommenden Jahres 70 Prozent der Weltbevölkerung geimpft sein sollen.

Die EU-Staaten haben bislang mehr als 350 Millionen Dosen Corona-Impfstoff an anderer Länder gespendet. Der Staatenbund sei damit der größte Spender weltweit, sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen.
Die EU-Staaten haben bislang mehr als 350 Millionen Dosen Corona-Impfstoff an anderer Länder gespendet. Der Staatenbund sei damit der größte Spender weltweit, sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen.
Bild: Yves Herman, Pool Reuters/AP/dpa

Montag, 6. Dezember, 21.15 Uhr: Ermittlungen: Polizistin soll Impfausweise gefälscht haben

Eine Polizistin aus dem Saarland steht im Verdacht, Impfausweise gefälscht und zusammen mit ihrem Lebensgefährten verkauft zu haben. Die Wohnung und die Diensträume der in Neunkirchen beschäftigt gewesenen 32-jährigen Beamtin seien durchsucht worden, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Saarbrücken am Montag mit. Es seien Blanko-Impfpässe, ein gefälschter Impfpass sowie elektronische Geräte sichergestellt worden.

Gefälschte Pässe soll das Paar zu einem Einzelpreis von 100 Euro verkauft haben. Die Dienststelle "Besondere Ermittlungen und Korruption" des Landespolizeipräsidiums führe nun unter Leitung der Staatsanwaltschaft Saarbrücken die Ermittlungen wegen des Verdachts der Urkundenfälschung. Nach Angaben der Polizei würden beamten- und disziplinarrechtliche Schritte geprüft. Die 32-Jährige sei seit Freitag nicht mehr im Dienst. Zunächst hatte die "Saarbrücker Zeitung" berichtet.

Auch gegen einen 52 Jahre alten Polizisten würden wegen Verstoßes gegen die Corona-Regeln beamten- und disziplinarrechtliche Schritte geprüft. Der Beamte der Polizei in Merzig sei Ende November in Uniform ohne Maske in eine Bäckerei gegangen. Auf Nachfrage von Verkäuferinnen und Kunden soll er geantwortet haben, er brauche keine Maske, weil er ja getestet sei. Er sei für die Dauer der Prüfung in eine andere Dienststelle in den Innendienst versetzt worden.

Montag, 6. Dezember, 20.40 Uhr: Landtag stellt epidemische Lage in Sachsen fest: Polizei geht gegen Corona-Proteste vor

In Sachsen wurde über soziale Netzwerke zu Corona-Protesten am Montagabend aufgerufen. Die Polizei wollte diesmal ausdrücklich die Corona-Regeln durchsetzen. Mehr erfahren Sie hier.

Montag, 6. Dezember, 19.05 Uhr: Testpflicht-Befreiung nach Booster-Impfung könnte Schule machen

Die Befreiung von verpflichtenden Corona-Tests für Menschen mit Booster-Impfung soll möglicherweise von bislang drei Bundesländern auf andere ausgeweitet werden. Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek (CSU) kündigte nach einer Konferenz der Gesundheitsminister am Montag an, dass der Freistaat diese Möglichkeit prüfen werde. Auch der designierte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) habe bei der Konferenz einen entsprechenden Hinweis gegeben.

In Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg gilt eine entsprechende Regelung bereits seit Samstag. Mecklenburg-Vorpommern prüft ebenfalls. Lauterbach nahm erstmals an der Sitzung teil, der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zum letzten Mal. Lauterbach soll zusammen mit den anderen Mitgliedern des künftigen Bundeskabinetts aus SPD, Grünen und FDP an diesem Mittwoch vereidigt werden.

An den Online-Beratungen der Minister nahm auch der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission teil, Thomas Mertens. Dessen Äußerung, wenn er Vater eines sieben Jahre alten Kindes wäre, würde er dieses derzeit nicht gegen Corona impfen lassen, sei missverstanden worden, sagte Holetschek. Mertens habe deutlich gemacht, er habe so verstanden werden wollen, dass er einem Kind keinen Impfstoff geben würde, für den es noch keine Empfehlung gebe.

Montag, 6. Dezember, 17.40 Uhr: Inzidenz für Ungeimpfte: Holetschek und LGL-Präsident weisen Täuschungsvorwurf zurück

LGL-Präsident Walter Jonas verteidigt die Berechnung der Sieben-Tage-Inzidenz für Ungeimpfte und erklärt, auf welchem Verfahren sie basiert. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 6. Dezember, 16.45 Uhr: Drei weitere Kommunen heben Corona-Hotspot-Beschränkungen auf

In drei weiteren bayerischen Kommunen werden an diesem Dienstag die verschärften Corona-Hotspot-Beschränkungen enden. Stadt und Landkreis Rosenheim sowie der Kreis Mühldorf am Inn gaben am Montag bekannt, dass die regionalen Hotspot-Regelungen aufgehoben werden. Wobei die Stadt Rosenheim mit der Aufhebung einen Tag länger wartet als nötig gewesen wäre.

Gaststätten, Kultur-, Freizeit- und Sporteinrichtungen dürfen somit am Dienstag wieder öffnen, Ungeimpfte haben aber weiterhin keinen Zutritt. Hotels dürfen zudem nun auch wieder Touristen beherbergen. Die schärferen Beschränkungen werden in Bayern aufgehoben, wenn in den Landkreisen oder kreisfreien Städten fünf Tage in Folge die Sieben-Tages-Inzidenz unter 1000 liegt.

Die Stadt Rosenheim hätte bereits am Sonntag die Aufhebung bekannt geben können, dann hätten dort die Unternehmen bereits am Montag öffnen können. Ein Sprecher der Stadt erklärte, die Menschen müssten solch eine Maßnahme aber erfahren und die Betriebe darauf regieren.

"Beides ist nach Einschätzung der Verwaltung mit Bekanntgabe an einem Sonntag nicht wirklich zu gewährleisten. Alle von den Lockerungen profitierenden Branchen benötigen zur Wiederaufnahme ihrer Geschäftstätigkeit einen gewissen Vorlauf", sagte er. Deswegen sei bis Montag abgewartet worden.

Stadt (Foto) und Landkreis Rosenheim sowie der Kreis Mühldorf am Inn gaben am Montag bekannt, dass die regionalen Hotspot-Regelungen aufgehoben werden.
Stadt (Foto) und Landkreis Rosenheim sowie der Kreis Mühldorf am Inn gaben am Montag bekannt, dass die regionalen Hotspot-Regelungen aufgehoben werden.
Bild: Peter Kneffel, dpa (Archivbild)

Montag, 6. Dezember, 16.10 Uhr: Derzeit knapp 1200 Soldaten in Bayern im Corona-Einsatz

Um das Coronavirus zu bekämpfen sind in Bayern zurzeit 1187 Soldaten der Bundeswehr im Einsatz. 767 Soldaten seien auf insgesamt 73 Kontaktnachverfolgungsstellen verteilt, teilte ein Sprecher der Bundeswehr am Montag auf Anfrage in München mit.

Ein weiterer Teil entfällt auf Kliniken: In 19 Einrichtungen sind nach Angaben der Bundeswehr 341 Soldaten beschäftigt. 49 weitere leisten Ihren Dienst derzeit in insgesamt zehn Impfzentren. Zudem verteilen sich weitere 30 auf eine Pflegeeinrichtung und 2 Landratsämter.

"Die Soldaten erhalten vor Ort ihren Auftrag durch eine Einweisung der jeweiligen Einrichtung", hieß es von Seiten der Bundeswehr. Kurz nach Beginn der Pandemie waren im Freistaat etwa 200 Soldaten im Corona-Einsatz.

Montag, 6. Dezember, 13.45 Uhr: Oberallgäuer Landrätin Baier-Müller im Gespräch mit Corona-belasteten Ärzten und Pflegekräften

Die Oberallgäuer Landrätin Indra Baier-Müller hat sich am vergangenen Montag in der Klinik Immenstadt mit verantwortlichen Ärztinnen und Ärzten sowie leitenden Pflegekräften der Notaufnahme und Intensivstation ausgetauscht. „Wir sehen, dass das Klinikpersonal täglich um die Gesundheit und das Leben vieler Menschen kämpft. Im persönlichen Austausch spürt man, wie belastend die Situation ist. Es ist mir gerade in dieser angespannten Situation wichtig, die Anliegen der Ärzteschaft sowie des Pflegepersonals aufzunehmen und mich für die großartige Leistung zu bedanken“, so die Oberallgäuer Landrätin.

Mit dabei waren seitens des Landratsamts auch Gesundheitsamtsleiter Dr. Ludwig Walters und der Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz Ralph Eichbauer, die sich beim gesamten Klinikteam für die effektive und gute Zusammenarbeit seit Beginn der Pandemie bedankten.

Montag, 6. Dezember, 13 Uhr: Scholz verurteilt Fackelaufmarsch von Gegnern der Corona-Politik am Freitag in Sachsen

Am Wochenende gab es vor dem Haus der sächsischen Gesundheitsministerin Köpping einen Fackelaufmarsch. Der künftige Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) kritisiert die Aktion scharf.

Montag, 6. Dezember, 12.15 Uhr: Vierschanzentournee: Keine Zuschauer in Oberstdorf und Garmisch erlaubt

Die Vierschanzentournee 2021 startet in Oberstdorf am 28. und 29. Dezember. Beim Springen in Oberstdorf sind keine Zuschauer zugelassen. Mehr in unserem Newsblog.

Montag, 6. Dezember, 11.40 Uhr: Göring-Eckardt rechnet mit Impfpflicht nicht vor Mitte März

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt rechnet mit einer allgemeinen Corona-Impfpflicht in Deutschland nicht vor Mitte März. In der Sendung "Frühstart" von RTL/ntv bezeichnete sie die zum 15. März geplante Teil-Impfpflicht in der Pflege und Medizin als "ersten Schritt". "Wenn das der erste Schritt ist, dann muss der zweite ja danach kommen, logischerweise." Sie hoffe aber, dass die allgemeine Pflicht nicht "deutlich später" folge.

Im Bundestag soll in dieser Woche die sogenannte einrichtungsbezogene Impfpflicht auf den Weg gebracht werden: Beschäftigte in Kliniken, Pflegeheimen, von Arztpraxen oder Rettungsdiensten sollen nach bisher bekannten Plänen bis 15. März 2022 Nachweise als vollständig Geimpfte oder Genesene bei der Leitung vorlegen müssen - oder Arzt-Bescheinigungen, dass man nicht geimpft werden kann.

Göring-Eckardt verteidigte den Zeitplan. "Mir wäre es lieber gewesen, das wäre schneller gegangen", sagte die Grünen-Politikerin. Sie verwies aber darauf, dass es für die bisher Ungeimpften möglich sein muss, sich bis zum Start der Pflicht eine Impfung zu holen und auch noch rechtzeitig den vollen Impfschutz zu erreichen. "Dafür braucht man halt diese Zeitspanne."

Montag, 6. Dezember, 11.35 Uhr: Impfstoffentwicklerin fordert mehr Investitionen gegen künftige Viren

Die britische Impfstoffentwicklerin Sarah Gilbert hat weitere Investitionen in die Abwehr künftiger Pandemien angemahnt. Die wissenschaftlichen Fortschritte im Kampf gegen tödliche Viren dürften nicht aufgrund wirtschaftlicher Einbußen verloren gehen, zitierte die BBC am Montag die Wissenschaftlerin der Universität Oxford. "Dies wird nicht das letzte Mal sein, dass ein Virus unsere Leben und Lebensgrundlagen bedroht", sagte Gilbert. "Die Wahrheit ist: Das nächste Virus könnte schlimmer sein. Es könnte ansteckender sein oder tödlicher oder beides." Gilberts Team hat gemeinsam mit dem Pharmakonzern Astrazeneca einen Corona-Impfstoff entwickelt.

"Wir können nicht zulassen, dass wir alles durchgemacht haben, was wir durchgemacht haben, und dann feststellen, dass die enormen wirtschaftlichen Verluste, die wir erlitten haben, bedeuten, dass es immer noch keine Finanzierung für die Vorbereitung auf eine Pandemie gibt", sagte Gilbert.

Mit Blick auf die Omikron-Variante sagte die Forscherin, dass diese vermutlich eine höhere Übertragbarkeit habe und Impfstoffe weniger wirksam gegen eine Infektion seien. "Bis wir mehr wissen, sollten wir vorsichtig sein und Schritte unternehmen, um die Verbreitung dieser neuen Variante zu verlangsamen", sagte Gilbert. Sie betonte, ein verringerter Schutz gegen Infektionen und leichten Erkrankungen bedeute nicht unbedingt einen verringerten Schutz gegen schwere Erkrankungen und Tod.

Montag, 6. Dezember, 11.05 Uhr: Lauterbach wird Gesundheitsminister in der neuen Ampel-Regierung

SPD, Grüne und FDP haben sich auf die neue Ampel-Regierung und ihre Besetzung geeinigt. Karl Lauterbach (SPD) wird neuer Bundesgesundheitsminister. Das werden die anderen neuen Ministerinnen und Minister in Deutschland.

Montag, 6. Dezember, 10.40 Uhr: So viele Corona-Patienten liegen in den Allgäuer Krankenhäusern

In den Krankenhäusern des Klinikverbunds Allgäu werden täglich Corona-Patienten behandelt. Insgesamt liegen 66 Patienten auf der Normalstation und 23 auf der Intensivstation. Diese teilen sich wie folgt auf die Krankenhäuser im Allgäu auf:

  • Kempten: 17 Covid-19-Patienten werden auf der Normalstation behandelt, acht Covid-19-Patienten auf der Intensivstation
  • Immenstadt: Elf Covid-19-Patienten werden auf der Normalstation behandelt, acht Covid-19-Patienten auf der Intensivstation
  • Sonthofen: Keine Covid-19-Patienten werden aktuell auf der Normalstation behandelt, keine Covid-19-Patienten auf der Intensivstation
  • Oberstdorf: 13 Covid-19-Patienten werden auf der Normalstation behandelt, keine Covid-19-Patienten auf der Intensivstation
  • Mindelheim: 14 Covid-19-Patienten werden auf der Normalstation behandelt, drei Covid-19-Patienten auf der Intensivstation
  • Ottobeuren: Elf Covid-19-Patienten werden auf der Normalstation behandelt, vier Covid-19-Patienten auf der Intensivstation

Montag, 6. Dezember, 10.35 Uhr: Fast 14 Millionen Menschen mit Corona-"Booster"

Bei den Corona-Impfungen haben inzwischen 13,9 Millionen Geimpfte eine zusätzliche Auffrischungsdosis bekommen. Das entspricht 16,7 Prozent der Bevölkerung, wie aus Daten des Bundesgesundheitsministeriums von Montag hervorgeht. Insgesamt wurden am Wochenende rund 942.000 Impfungen vorgenommen, 738.000 am Samstag und 204.000 am Sonntag.

Den vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze haben demnach nun mindestens 57,4 Millionen Menschen oder 69,0 Prozent der Bevölkerung. Mindestens eine erste Impfung haben 59,9 Millionen Menschen oder 72,0 Prozent aller Einwohner erhalten.

Bund und Länder haben das Ziel von bis zu 30 Millionen Erst-, Zweit- und Booster-Impfungen bis Jahresende ausgegeben - ausgehend vom Stand der Impfungen bei der vorangegangenen Bund-Länder-Runde am 18. November.

Montag, 6. Dezember, 10.20 Uhr: Sprachinstitut präsentiert neue Wörter rund um die Corona-Pandemie

Das Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS) stellte am Montag neue Wörter rund um Corona vor, die in sein Neologismenwörterbuch einziehen könnten, wenn sie weiterhin im Sprachgebrauch sind. Neologismen sind bereits bestehende Wörter, die in einem anderen Kontext umgedeutet werden, Wortschöpfungen oder Anglizismen, die häufig genutzt werden. Das sind die neuen Wörter.

Montag, 6. Dezember, 9.45 Uhr: Protest von Corona-Gegnern: Dresdner Polizei rüstet sich für Einsatz

Nach den bedrohlichen Szenen vor dem Haus von Ministerin Köpping könnte es an diesem Montag einen neuen Höhepunkt des Protests in Dresden geben. So bereitet sich die Polizei in Sachsen darauf vor.

Montag, 6. Dezember, 8.55 Uhr: Erneut leichter Rückgang der Inzidenz in Bayern

Der Corona-Inzidenzwert ist in Bayern den zehnten Tag in Folge zurückgegangen. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Montagmorgen (Stand 3.27 Uhr) eine Sieben-Tage-Inzidenz von 526,4 für den Freistaat, nach 529,6 am Sonntag. Die bundesweite Inzidenz war leicht gestiegen auf knapp 442. Das bundesweite Intensivregister meldete am Morgen 1058 erwachsene Covid-19-Patienten im Freistaat und somit zwei weniger als am Vortag.

Bei der Bewertung des Infektionsgeschehens ist allerdings zu berücksichtigen, dass Experten derzeit von einer Untererfassung bei den Corona-Zahlen ausgehen. Gesundheitsämter und Kliniken kommen demnach teils mit der Meldung von Fällen nicht mehr hinterher. Zudem wurden teilweise Intensivpatienten aus Bayern in andere Bundesländer verlegt.

Die höchsten Inzidenzen in Bayern wiesen laut RKI weiterhin die Landkreise Freyung-Grafenau mit rund 1075 und Weilheim-Schongau mit 1032 auf. Sie waren auch zum Wochenanfang die einzigen über der 1000er-Marke, ab der verschärfte Corona-Maßnahmen gelten. Mehrere andere Landkreise in Bayern waren wieder unter diesen Grenzwert gefallen.

Montag, 6. Dezember, 8.05 Uhr: Besonders viele Test- und Impfgegner im Unterallgäu: Schüler dürfen nicht zur Schule

Wer sein Kind nicht auf das Virus testen lässt, hat jetzt einen Bußgeldbescheid in der Post. Besonders viele Testverweigerer kommen aus dem Unterallgäu. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 6. Dezember, 8 Uhr: Standortnachteil Bayern - Deutsche Skigebiete fürchten um Existenz

Die Winterurlaubsregionen in den deutschen Alpen starten mit großem Handicap in den zweiten Pandemie-Winter: Die strengsten Corona-Vorschriften im deutschsprachigen Alpenraum lassen die Seilbahnbetreiber von Berchtesgaden bis Oberstdorf um ihre Existenz fürchten. Ministerpräsident Markus Söder und seine Staatsregierung haben für Freizeiteinrichtungen "2G plus" vorgeschrieben: Wer Gondel oder Lift fahren will, muss nicht nur geimpft und/oder genesen sein, sondern auch einen aktuellen Corona-Test vorlegen. Der Verband deutscher Seilbahnen beklagte bereits einen drohenden "Todesstoß".

Montag, 6. Dezember, 7.15 Uhr: Ringen um weitere Corona-Maßnahmen - Bundestag soll beraten

Das Ringen um zusätzliche Corona-Krisenmaßnahmen geht in dieser Woche rund um die geplante Wahl des künftigen Kanzlers Olaf Scholz (SPD) im Bundestag weiter. Die Ampel-Partner SPD, Grüne und FDP wollen die vorgesehene Impfpflicht für Personal in Einrichtungen mit schutzbedürftigen Menschen wie Pflegeheimen und Kliniken durchs Parlament bringen, die voraussichtlich ab Mitte März 2022 greifen soll.

Ein der Deutschen Presse-Agentur vorliegender Entwurf sieht unter anderem auch Impfberechtigungen für Apotheker und Zahnärzte sowie Präzisierungen möglicher härterer Beschränkungen in regionalen Corona-Brennpunkten vor. Auch aus den Ländern kommen Vorschläge.

Montag, 6. Dezember, 6.45 Uhr: Umfrage: Mehrheit findet Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte richtig

Drei von vier Deutschen begrüßen einer Umfrage zufolge die jüngst beschlossenen Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte in der Corona-Pandemie. Nur die Anhänger einer Partei sind überwiegend dagegen.

Montag, 6. Dezember, 6.15 Uhr: Inzidenz im Unterallgäu steigt massiv

Die 7-Tage-Inzidenz im Unterallgäu steigt um über 100. Auch in Memmingen klettert der Wert nach oben, während die Zahlen in den weiteren Allgäuer Landkreisen und Städten leicht abnehmen. Der Überblick.

Montag, 6. Dezember, 6 Uhr: RKI registriert 27 836 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 441,9

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist leicht gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 441,9 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 439,2 gelegen, vor einer Woche bei 452,4 (Vormonat: 183,7). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 27.836 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.24 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 29.364 Ansteckungen.

Bei der Bewertung des Infektionsgeschehens ist zu bedenken, dass Experten derzeit von einer merklichen Untererfassung ausgehen. Gesundheitsämter und Kliniken kommen demnach mit der Meldung von Fällen zumindest in einzelnen Regionen nicht mehr hinterher. Auch dem RKI fällt die Beurteilung der Lage schwer. Der gebremste Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz könne "einerseits ein erster Hinweis auf eine sich leicht abschwächende Dynamik im Transmissionsgeschehen aufgrund der deutlich intensivierten Maßnahmen zur Kontaktreduzierung sein", hatte es im RKI-Wochenbericht von Donnerstagabend geheißen. Allerdings könnte die Entwicklung "regional auch auf die zunehmend überlasteten Kapazitäten im Öffentlichen Gesundheitsdienst und die erschöpften Laborkapazitäten zurückzuführen sein".

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 81 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 73 Todesfälle.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI zuletzt am Freitag mit 5,52 an (Donnerstag: mit 5,47). Am Wochenende wird der Wert nicht gemeldet. Er spielt eine wesentliche Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 in den Bundesländern können dort jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängt werden.

Sonntag, 5. Dezember, 21.15 Uhr: Von Storch nach positivem Corona-Test in Quarantäne

Die stellvertretende Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Beatrix von Storch, ist nach einem positiven Corona-Test in Quarantäne. "Am Freitag habe ich ein positives PCR-Testergebnis erhalten und mich unmittelbar in die vorgeschriebene 14-tägige Quarantäne begeben", schrieb die 50-Jährige am Sonntag bei Facebook. "Mich schmerzt sehr, dass ich aus diesem Grund in der nächsten Woche nicht an den Sitzungen in Parlament und Fraktion teilnehmen kann. Das umso mehr, da wichtige Entscheidungen anstehen, die uns alle betreffen - unsere Freiheit, unser Leben, unsere Zukunft." Die Wahl von Olaf Scholz zum Bundeskanzler werde kein guter Tag für Deutschland. Details zu ihrem Gesundheitszustand gab von Storch nicht bekannt.

Nach Corona-Infektionen hatten sich zuvor bereits die Vorsitzenden der AfD-Fraktion, Alice Weidel und Tino Chrupalla,

Sonntag, 5. Dezember, 16.24 Uhr: Scholz: "Zig Millionen Impfungen" Gebot der Stunde

Der voraussichtliche neue Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hält rasche Fortschritte bei der Impfkampagne für entscheidend im Kampf gegen die derzeitige Corona-Welle. "Es geht jetzt bis Weihnachten um zig Millionen Impfungen, das wollen wir gemeinsam hinkriegen", sagte er am Sonntag bei einem digitalen SPD-Landesparteitag in Berlin. "Das ist das Gebot der Stunde. Darum geht es jetzt, wenn wir die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger schützen wollen."

Olaf Scholz will "jetzt bis Weihnachten um zig Millionen Impfungen hinkriegen".
Olaf Scholz will "jetzt bis Weihnachten um zig Millionen Impfungen hinkriegen".
Bild: Annette Riedl/dpa

Scholz appellierte an Ungeimpfte: "Gebt euch jetzt einen Ruck, macht das. Es geht um die Gesundheit, es geht um euer eigenes Leben. Es geht aber auch um das eurer Liebsten und derjenigen, die ihr kennt, und vieler anderer",

Sonntag, 5. Dezember, 15.20 Uhr: Ansturm auf Booster-Spritzen führt in Niederlanden zu Verkehrschaos

Der Ansturm auf Booster-Impfungen gegen das Coronavirus hat in mehreren niederländischen Städten zu Verkehrschaos geführt. Das Angebot von Dritt-Impfungen ohne Termin für Menschen über 60 sei deshalb in Absprache mit den Sicherheitsbehörden beendet worden, teilte der Gesundheitsdienst für Zentral-Holland am Sonntag mit. Am Samstag hatten sich lange Schlangen auf den Straßen zu Impfzentren in Leiden, Gouda und Alphen aan den Rijn gebildet. Tausende seien in der Hoffnung, eine Impfung ohne Termin zu erhalten, ins Auto gesprungen, hieß es.

Sonntag, 5. Dezember, 13.20 Uhr: Mehr als 40.000 bei Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen in Wien

In Wien haben wie an den vergangenen Wochenenden am Samstag wieder mehr als 40.000 Menschen an Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen teilgenommen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Ein Polizist sprüht bei einer Demonstration gegen Corona-Maßnahmen am Samstag in Wien Pfefferspray in die Richtung eines Demonstranten.
Ein Polizist sprüht bei einer Demonstration gegen Corona-Maßnahmen am Samstag in Wien Pfefferspray in die Richtung eines Demonstranten.
Bild: Florian Wieser, dpa

Sonntag, 5. Dezember, 12.40 Uhr: Künftiger Minister Wissing rät von Reisen zu Weihnachten ab

Angesichts der vierten Corona-Welle rät der designierte Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP), an Weihnachten zu Hause zu bleiben und auf Reisen zu verzichten. "Der Winter 2021 wird dramatischer als der Winter 2020. Wir dürfen Corona nicht auf die leichte Schulter nehmen", sagte er der "Bild am Sonntag". "Kontaktbeschränkungen auch im privaten Bereich sind wichtig, um die Pandemie zu bekämpfen. In der aktuellen Situation scheint es sinnvoller, Weihnachten im kleinen Kreis zu Hause zu verbringen und keine größeren Reisen durchs Land zu planen."

Die Zahl der Infektionen ist auf einem hohen Niveau von weit über 400 neuen Fällen je 100.000 Einwohner und Woche - vor einem Jahr um diese Zeit lag sie bei 135. Jeden Tag sterben Hunderte. Bund und Länder hatten am Donnerstag Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte beschlossen und für Freizeitveranstaltungen und Geschäfte festgelegt, dass nur noch Geimpfte und Genesene (2G) Zutritt bekommen.

Sonntag, 5. Dezember, 10.55 Uhr: Inzidenz in Bayern sinkt neunten Tag in Folge

Die Corona-Zahlen in Bayern sinken langsam aber stetig. Das Robert Koch-Institut meldete am Sonntagmorgen (Stand 3.24 Uhr) eine Inzidenz von 529,6 für den Freistaat. Das sind 14,1 weniger als am Vortag, es ist der neunte Rückgang in Folge. Deutscher Durchschnitt sind 439,2. Zudem liegen derzeit etwas weniger Menschen mit Corona auf Intensivstationen in Bayern. Das bundesweite Intensivregister meldete mit Stand 9.05 Uhr im Vergleich zum Vortag einen leichten Rückgang um 17 auf 1060 erwachsene Covid-19-Patienten.

Bei der Bewertung des Infektionsgeschehens ist allerdings zu bedenken, dass Experten derzeit von einer merklichen Untererfassung bei den Corona-Zahlen ausgehen. Gesundheitsämter und Kliniken kommen demnach mit der Meldung von Fällen zumindest in einzelnen Regionen nicht mehr hinterher. Auch dem RKI fällt die Beurteilung der Lage schwer. Zudem wurden teilweise Intensivpatienten aus Bayern in andere Bundesländer verlagert.

Die höchsten Inzidenzen in Bayern wiesen laut RKI die Landkreise Freyung-Grafenau mit 1116,7 und Weilheim-Schongau mit 1040,2 auf. Sie sind auch die einzigen über der Grenze von 1000 ab der verschärfte Corona-Maßnahmen gelten. Gültig waren diese am Sonntag noch in neun Landkreisen. Allerdings können sie am Montag in mehreren Kreisen enden, nachdem diese seit fünf Tagen unter der Grenze von 1000 liegen. Unter anderem kündigte das Landratsamt Traunstein einen entsprechenden Schritt an.

Sonntag, 5. Dezember, 9.55 Uhr: Ampel-Fraktionen wollen Corona-Hilfsfonds um halbes Jahr verlängern

Angesichts der vierten Pandemiewelle stehen die Ampel-Fraktionen kurz vor der Verlängerung des milliardenschweren Corona-Hilfsfonds für größere Unternehmen. SPD, Grüne und FDP im Bundestag planen, den Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) um ein halbes Jahr bis Ende Juni 2022 auszudehnen, wie aus einem Gesetzentwurf hervorgeht, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zugleich soll der Umfang - der bisher nicht ausgeschöpft worden ist - kleiner werden.

Der Fonds ist ein wichtiges Instrument der Bundesregierung, um großen Unternehmen direkt zu helfen, die wegen der Corona-Krise in Not sind. So bekam die Lufthansa Hilfen in Milliardenhöhe.

Sonntag, 5. Dezembern 8.40 Uhr: Brinkhaus notfalls für Schulschließungen in besonders betroffenen Regionen

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus fordert eine weitere Verschärfung der Corona-Maßnahmen und will Schulschließungen in besonders betroffenen Regionen nicht ausschließen. "In Gebieten mit hohen Inzidenzen muss man auch über befristete Kontaktbeschränkungen für Geimpfte nachdenken", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Online, Print Montag). Er befürchte, dass die jüngsten Beschlüsse von Bund und Ländern nicht reichten, um die Welle zu brechen und die Infektionszahlen schnell nach unten zu drücken.

Schulschließungen seien erhebliche Belastungen für die Kinder, aber auch für die Eltern. "Natürlich muss es das Bestreben der Schulminister sein, mit Maskenpflicht, Tests und Lüftung die Schulen so lange wie möglich offenzuhalten", sagte Brinkhaus. "Es darf aber für Regionen mit sehr hohen Inzidenzen keine Tabus geben."

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus fordert eine weitere Verschärfung der Corona-Maßnahmen und will Schulschließungen in besonders betroffenen Regionen nicht ausschließen.
Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus fordert eine weitere Verschärfung der Corona-Maßnahmen und will Schulschließungen in besonders betroffenen Regionen nicht ausschließen.
Bild: Michael Kappeler, dpa (Archiv)

Sonntag, 5. Dezember, 7.40 Uhr: Umfrage: Fast zwei Drittel für allgemeine Corona-Impfpflicht

Fast zwei Drittel der Menschen in Deutschland befürworten eine allgemeine Corona-Impfpflicht, über die bald der Bundestag abstimmen wird. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitut YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sprachen sich 63 Prozent dafür aus, alle Menschen in Deutschland zur Immunisierung gegen das gefährliche Virus zu verpflichten. Nur 30 Prozent sind dagegen, 7 Prozent machten keine Angaben.

Damit hat sich die Stimmung seit Beginn der Corona-Impfungen in Deutschland vor knapp einem Jahr gedreht. Wenige Tage nach der ersten Impfung am 26. Dezember vergangenen Jahres hatten sich in einer YouGov-Umfrage noch 56 Prozent gegen eine allgemeine Impfpflicht und nur 33 Prozent dafür ausgesprochen.

Auch die Bundesregierung hatte eine allgemeine Impfpflicht lange Zeit abgelehnt. Nun soll der Bundestag in den kommenden Wochen darüber entscheiden. Nach dem Wunsch des wohl künftigen Bundeskanzlers Olaf Scholz (SPD) soll sie bis spätestens Anfang März in Kraft treten.

Sonntag, 5. Dezember, 7.35 Uhr: Inzidenzen im Allgäu liegen alle bei oder unter dem Wert von 700 - mit einer Ausnahme

Die 7-Tage-Inzidenz im Allgäu ist größtenteils rückläufig. In einem Landkreis und in zwei kreisfreien Städten steigen die Werte allerdings wieder leicht. Dennoch liegen die Inzidenzen in der Region alle bei oder unter dem Wert von 700 - mit einer Ausnahme. Alle Werte im Überblick erhalten Sie hier.

Sonntag, 5. Dezember, 7.25 Uhr: RKI registriert 42 055 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 439,2

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist wieder leicht gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 439,2 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 442,7 gelegen, vor einer Woche bei 446,7 (Vormonat: 169,9). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 42 055 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03.47 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 44 401 Ansteckungen.

Bei der Bewertung des Infektionsgeschehens ist zu bedenken, dass Experten derzeit von einer merklichen Untererfassung ausgehen. Gesundheitsämter und Kliniken kommen demnach mit der Meldung von Fällen zumindest in einzelnen Regionen nicht mehr hinterher. Auch dem RKI fällt die Beurteilung der Lage schwer. Der gebremste Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz könne "einerseits ein erster Hinweis auf eine sich leicht abschwächende Dynamik im Transmissionsgeschehen aufgrund der deutlich intensivierten Maßnahmen zur Kontaktreduzierung sein", hieß es im RKI-Wochenbericht von Donnerstagabend. Allerdings könnte die Entwicklung "regional auch auf die zunehmend überlasteten Kapazitäten im Öffentlichen Gesundheitsdienst und die erschöpften Laborkapazitäten zurückzuführen sein".

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 94 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 104 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 6 158 125 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 5,52 an (Donnerstag: mit 5,47). Am Wochenende wird der Wert nicht gemeldet. Er spielt eine wesentliche Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 in den Bundesländern können dort jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Sonntag mit 5 082 500 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 103 040.

Samstag, 4. Dezember, 20.06 Uhr: Studie belegt sehr hohen Corona-Schutz durch FFP2-Masken

FFP2-Masken bieten einen extrem hohen Schutz vor einer Corona-Infektion. Dabei kommt es aber auf die richtige Trageweise an, wie Forscher des Göttinger Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation nach einer Studie berichten. Wenn sich ein infizierter und ein gesunder Mensch in einem Innenraum auf kurzer Distanz begegnen, liegt die Ansteckungsgefahr demnach auch nach 20 Minuten bei gut einem Promille (0,1 Prozent). Voraussetzung sei der korrekte Sitz der FFP2- oder KN95-Maske, schreibt das Team um Institutsdirektor Eberhard Bodenschatz in den "Proceedings" der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften ("PNAS").

Bei schlecht sitzenden FFP2-Masken liege das Infektionsrisiko im gleichen Szenario dagegen bei rund vier Prozent.

Samstag, 4. Dezember, 19.42 Uhr: London führt Corona-Tests vor Einreise wieder ein

Wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante verlangt Großbritannien wieder Corona-Tests von allen internationalen Reisenden. Vom kommenden Dienstagmorgen an müssen auch Geimpfte vor Abreise ins Vereinigte Königreich ein negatives Ergebnis vorlegen, wie Gesundheitsminister Sajid Javid am Samstagabend ankündigte. Grund sei, dass immer mehr Infektionen mit Reisen in Verbindung gebracht werden könnten, sagte Javid. Er betonte, die Maßnahmen seien vorübergehend. Einen Zeitraum nannte der Minister aber nicht.

Samstag, 4. Dezember, 18.18 Uhr: 5000 Impfskeptiker demonstrieren in Hamburg

Mehrere tausend Menschen haben am Samstag in Hamburg gegen die Corona-Regeln demonstriert. Insgesamt hätten sich etwa 5000 sogenannte Querdenker und Impfskeptiker versammelt, sagte eine Polizeisprecherin auf Anfrage. Angemeldet gewesen sei eine Teilnehmerzahl von 2000. Die inzwischen seit Wochen jeden Samstag stattfindende Demonstration sei friedlich verlaufen, allerdings habe es Schwierigkeiten mit dem Abstandhalten gegeben. Der Verfassungsschutz beobachtet seit einiger Zeit die den Corona-Leugnern zugerechneten Gruppierungen "Hamburg steht auf" und "Querdenken 40".

Samstag, 4. Dezember, 15.45 Uhr: Rio sagt seine große Silvester-Party ab

Die brasilianische Metropole Rio de Janeiro sagt wegen der Corona-Pandemie erneut die berühmte Silvesterparty am Strand von Copacabana ab. "Wir respektieren die Wissenschaft", schrieb Rios Bürgermeister Eduardo Paes am Samstag auf Twitter. "Da die Meinungen der wissenschaftlichen Komitees auseinandergehen, werden wir uns an die restriktivste halten. Das Komitee der Stadtverwaltung sagt, wir können Silvester feiern, das des Bundesstaates sagt nein. Also können wir nicht." Er treffe die Entscheidung mit Bedauern, aber sehe keine Möglichkeit, die Party ohne die Zusicherung aller Gesundheitsbehörden zu organisieren.

Die Silvesterparty in Rio ist eine der bekanntesten der Welt und zieht jedes Jahr Millionen Touristen in die Hafenstadt.

Samstag, 4. Dezember, 13.50 Uhr: Ermittlungen gegen Bolsonaro wegen Corona-Falschaussagen angeordnet

Wegen falscher Aussagen zur Corona-Pandemie soll die Justiz gegen den brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro ermitteln. Das ordnete ein Richter am Obersten Gericht des Landes an, wie es in einer Mitteilung vom Freitag (Ortszeit) hieß. Bolsonaro habe Fake News in sozialen Netzwerken massenhaft weiterverbreitet. In einer Live-Übertragung in sozialen Medien im Oktober habe Bolsonaro einen Zusammenhang zwischen der Corona-Impfung und Aids hergestellt. Welche Folgen die Entscheidung des Richters haben wird, war zunächst unklar.

Bolsonaro verharmlost das Coronavirus seit Beginn der Pandemie und lehnt Schutzmaßnahmen sowie Einschränkungen ab. Auch den Sinn von Impfungen zieht er in Zweifel. Ihm wird vorgeworfen, den Erwerb von Corona-Impfstoffen ausgeschlagen und verschleppt zu haben.

In Brasilien haben sich nach offiziellen Angaben mehr als 22 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert, mehr als 615 000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben - mehr Tote gibt es nur in den USA. In Brasilien leben 210 Millionen Menschen; das Land ist 24 mal so groß wie Deutschland.

Wegen falscher Aussagen zur Corona-Pandemie soll die Justiz gegen den brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro ermitteln.
Wegen falscher Aussagen zur Corona-Pandemie soll die Justiz gegen den brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro ermitteln.
Bild: Eraldo Peres, dpa (Archivbild)

Samstag, 4. Dezember, 12.20 Uhr: Inzwischen 13 Millionen Menschen mit Corona-"Booster"

Bei den Corona-Impfungen haben inzwischen mindestens 13 Millionen Geimpfte eine zusätzliche Auffrischungsdosis bekommen. Insgesamt wurden am Freitag 896 000 Impfungen vorgenommen, wie aus Daten des Bundesgesundheitsministeriums von Samstag hervorgeht. Den vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze haben demnach nun mindestens 57,3 Millionen Menschen oder 68,9 Prozent der Bevölkerung. Mindestens eine erste Impfung haben 59,8 Millionen Menschen oder 71,9 Prozent aller Einwohner erhalten.

Der scheidende Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erläuterte, dass in den vergangenen drei Tagen insgesamt fast drei Millionen Impfungen gemacht wurden. Verstärkenden "Booster-Schutz" hätten inzwischen auch mehr als ein Drittel der geimpften Über-60-Jährigen erhalten. Bund und Länder haben das Ziel von bis zu 30 Millionen Erst-, Zweit- und Booster-Impfungen bis Jahresende ausgegeben - ausgehend vom Stand der Impfungen bei der vorangegangenen Bund-Länder-Runde am 18. November.

Samstag, 4. Dezember, 11.20 Uhr: Münchens OB: Oktoberfest mit Einlassbändchen

Anbandeln auf der Wiesn: Damit das Oktoberfest nächstes Jahr wieder stattfinden kann, sind jetzt auch Einlassbändchen im Gespräch. "Ich bin der felsenfesten Überzeugung, dass wir keine Wiesn ohne Beschränkungen sehen werden. Wir denken gerade über Oktoberfest-taugliche Zugangskontrollen nach", sagte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) der "Bild"-Zeitung (Samstag). "Wir denken über Bändchen nach. Die man unter Vorlage seiner Impfnachweise erhalten kann – für jeden Tag eine andere Farbe. Oder ein Bändchen für 16 Tage. Das ist einfacher zu kontrollieren. Wir müssen noch überlegen, wie wir das mit Spontanbesuchern regeln."

Zum zweiten Mal in Folge ist die Wiesn dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie ausgefallen. Längere Pausen gab es in der über 200-jährigen Geschichte des Volksfestes nur in Kriegszeiten. Reiter hatte im Juni gesagt, zwei Jahre ohne Oktoberfest seien genug. Er wolle eine Wiesn 2022. Dazu solle mit Fachleuten ein Konzept erstellt werden. Sechs Millionen Besucher aus aller Welt lockte das größte Volksfest der Welt vor der Pandemie an.

Samstag, 4. Dezember, 10.40 Uhr: Auch Geimpfte kommen nur noch mit negativem PCR-Test in die Schweiz

Wer in die Schweiz reist, muss ab sofort einen negativen PCR-Test vorweisen, um eine Infektion mit dem Coronavirus auszuschließen. Dies gilt auch für Genesene und Geimpfte. Die neue Regel wurde am Freitag überraschend und ohne Vorwarnung bekannt gegeben. "Die Ausweitung der Testpflicht auf alle Einreisenden geht zu weit", kritisiert der Schweizer Tourismus-Verband. Ausnahmen gibt es für grenznahe Regionen. Dazu gehören in Deutschland die Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern.

Ansonsten gilt die neue Vorschrift ab diesem Samstag für Menschen aus aller Welt, und auch für zurückkehrende Schweizer. Sie müssen zusätzlich zwischen dem vierten und siebten Tag nach Ankunft einen PCR- oder Antigen-Schnelltest machen und sich bei positivem Ergebnis umgehend in Isolation begeben. Die Kosten tragen die Einreisenden. Nicht Geimpfte von außerhalb des Schengen-Raums kommen zunächst gar nicht mehr ins Land. Dafür wurden die gerade verhängten Quarantäne-Bestimmungen für Bürgerinnen und Bürger etwa aus Großbritannien, den Niederlanden oder Belgien aufgehoben.

Innerhalb von 14 Tagen wurden zuletzt pro 100 000 Einwohner 1151,51 Coronainfektionen gemeldet. Eine Sieben-Tage-Inzidenz gibt das Bundesamt für Gesundheit nicht jeden Tag an.

Samstag, 4. Dezember, 9.55 Uhr: Traditionen im Advent fallen aus - Bad Wörishofen sagt Waldweihnacht ab

Weil die Corona-Zahlen weiterhin hoch bleiben, verzichtet die Stadt auf die beliebte Waldweihnacht. Bürgermeister appelliert an die Unterallgäuer. Mehr dazu lesen Sie hier.

Samstag, 4. Dezember, 9.25 Uhr: Strobl: Bei Impfpflicht könnte Corona-Protest radikaler werden

Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Thomas Strobl (CDU), hat vor einer Radikalisierung der Corona-Proteste im Fall einer Impfpflicht gewarnt. Nach den Erkenntnissen des Verfassungsschutzes könne man davon ausgehen, dass "eine Impfpflicht die aggressive Haltung der Querdenker-Bewegung noch verstärkt", sagte der baden-württembergische Innenminister den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag).

"Die Querdenken-Bewegung ist gefährlich für unsere freiheitliche Demokratie, und sie wird noch gefährlicher", sagte Strobl. "Sie meint, eine voranschreitende Diktatur zu erkennen, sie meint zunehmend einen delegitimen Staat zu erkennen, gegen den Widerstand gerechtfertigt sei." Im Kampf gegen Corona sei es aber richtig, eine allgemeine Impfpflicht einzuführen. "Auch wenn es eine zunehmende Radikalisierung geben sollte: Wir lassen uns von Extremisten, Verschwörungsideologen und Antisemiten nicht abhalten, das Richtige zu tun."

Samstag, 4. Dezember, 8.50 Uhr: Einzelhandel fordert mehr Hilfen wegen Corona-Einschränkungen

Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat von der Bundesregierung zusätzliche Hilfen für den Einzelhandel gefordert, um die Folgen der Einführung der 2G-Regel in weiten Teilen der Branche zu kompensieren. Ziel müsse es sein, "die zu befürchtenden Verluste möglichst schnell und fair abzufedern", schrieb HDE-Präsident Josef Sanktjohanser in einem Brief an die geschäftsführende Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den voraussichtlichen nächsten Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Dafür reichten die bestehenden Entschädigungsregelungen bei weitem nicht aus.

Nach der von Bund und Ländern zur Bekämpfung der Corona-Pandemie beschlossenen 2G-Regel haben künftig nur Geimpfte und Genesene Zutritt zu Geschäften. Ausgenommen von der Verschärfung der Corona-Regeln sind allerdings Läden des täglichen Bedarfs, also etwa Supermärkte, andere Lebensmittelgeschäfte und Drogerien.

"Bereits heute muss in den Bundesländern, die bereits eine 2G-Regelung für den Handel eingeführt haben, ein Umsatzverlust in den betroffenen Unternehmen von bis zu 35 Prozent festgestellt werden. Im Innenstadthandel sind die Kundenfrequenzen um fast 40 Prozent zurückgegangen", klagte Sanktjohanser in dem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Schreiben. Die schweren Eingriffe in der umsatzstärksten Zeit des Jahres seien für viele Nicht-Lebensmittelhändler ohne Hilfen nicht zu verkraften.

"Der betroffene Handel darf hier nicht leichtfertig als Kollateralschaden in Kauf genommen werden", verlangte der HDE-Präsident. Die von der Bundesregierung angebotenen Überbrückungshilfen seien in der aktuellen Form jedoch nicht geeignet, um den Handel zu retten. "Wenn ein Händler erst 30 Prozent Umsatzrückgang nachweisen muss, ist es in vielen Fällen schon zu spät." Um der Branche zu helfen, müsse die Bundesregelung parallel zur Überbrückungshilfe noch einen Schadensausgleich gewähren. Dieser solle die Schäden abfedern, die durch die Überbrückungshilfe nicht abgedeckt seien.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat von der Bundesregierung zusätzliche Hilfen für den Einzelhandel gefordert, um die Folgen der Einführung der 2G-Regel in weiten Teilen der Branche zu kompensieren.
Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat von der Bundesregierung zusätzliche Hilfen für den Einzelhandel gefordert, um die Folgen der Einführung der 2G-Regel in weiten Teilen der Branche zu kompensieren.
Bild: Oliver Berg, dpa (Symbolfoto)

Samstag, 4. Dezember, 7.25 Uhr: Inzidenzen im Allgäu sinken bis auf zwei Ausnahmen

Die 7-Tage-Inzidenz im Allgäu ist größtenteils rückläufig. Vor allem in einem Landkreis sinkt der Wert stark. Dafür steigt die Inzidenz in einer kreisfreien Stadt stark an. Alle Werte im Überblick erhalten Sie hier.

Samstag, 4. Dezember, 7.10 Uhr: RKI registriert 64 510 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 442,7

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut leicht gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Samstagmorgen mit 442,7 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 442,1 gelegen, vor einer Woche bei 444,3 (Vormonat: 183,7). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 64 510 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03.48 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 67 125 Ansteckungen.

Bei der Bewertung des Infektionsgeschehens ist zu bedenken, dass Experten derzeit von einer merklichen Untererfassung ausgehen. Gesundheitsämter und Kliniken kommen demnach mit der Meldung von Fällen zumindest in einzelnen Regionen nicht mehr hinterher. Auch dem RKI fällt die Beurteilung der Lage schwer. Der gebremste Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz könne "einerseits ein erster Hinweis auf eine sich leicht abschwächende Dynamik im Transmissionsgeschehen aufgrund der deutlich intensivierten Maßnahmen zur Kontaktreduzierung sein", hieß es im RKI-Wochenbericht von Donnerstagabend. Allerdings könnte die Entwicklung "regional auch auf die zunehmend überlasteten Kapazitäten im Öffentlichen Gesundheitsdienst und die erschöpften Laborkapazitäten zurückzuführen sein".

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 378 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 303 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 6 116 070 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 5,52 an (Donnerstag: mit 5,47). Der Wert spielt eine wesentliche Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 in den Bundesländern können dort jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Samstag mit 5 058 200 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 102 946.

Freitag, 3. Dezember, 21.38 Uhr: Klinikum Kaufbeuren ruft SOS

Seit Freitagabend sorgen am Kaufbeurer Klinikum die Fassaden-Beleuchtungen „SOS“, „Wir kämpfen für Euch“ und „Helft uns mit Eurer Impfung“ für Aufmerksamkeit und verweisen so auf den äußerst kritischen Zustand auf den Intensivstationen.

„Für unser gesamtes Klinikpersonal, besonders jedoch für die am Limit arbeitenden Pflegekräfte ist jeder Tag ein enormer Kraftakt. Wir kommen an den Rand unserer Kapazitäten“, beschreibt Vorstandsvorsitzender Axel Wagner die aktuell extrem angespannte Lage. Mittlerweile arbeiten teilweise auch Verwaltungsangestellte, die eine pflegerische Ausbildung haben, wieder auf den Stationen.

Freitag, 3. Dezember, 21.25 Uhr: München untersucht Abwasser auf Omikron

In München wird das Abwasser künftig genau auf die Omikron-Variante des Coronavirus untersucht. Bislang sei im Abwasser der Landeshauptstadt die neue Variante noch nicht nachgewiesen worden, berichtete das bayerische Wissenschaftsministerium am Freitag.

Ein Forschungsteam des Tropeninstituts am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) analysiert das Abwasser, um so Rückschlüsse auf die Verbreitung von Corona ziehen zu können. Ähnliche Untersuchungen gibt es auch in anderen Orten. Nach Angaben des Ministeriums wird in München derzeit nur die Delta-Variante nachgewiesen. "Daraus kann geschlossen werden, dass es bisher keine großflächige Verbreitung von Omikron in München gibt", hieß es.

Freitag, 3. Dezember, 19.11 Uhr: Mehrere Bundesländer kippen Testpflicht nach Booster-Impfung

In mehreren Bundesländern entfällt die Testpflicht für Menschen, die eine Auffrischungsimpfung gegen Corona erhalten haben. Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg kündigten die Lockerungen für Drittgeimpfte am Freitag schon mit Wirkung ab Samstag an. Auch Mecklenburg-Vorpommern prüft einen solchen Schritt - Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) hoffe jedoch auf eine bundesweite Lösung und wolle das Thema bei der Gesundheitsministerkonferenz am Montag ansprechen, sagte ein Ministeriumssprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Die Auffrischungsimpfung erhöhe den Impfschutz enorm, teilte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) mit. "Sie brauchen dann deshalb beispielsweise für ihren Besuch in einem Restaurant oder beim Betreten eines Fitnessstudios keinen weiteren Test mehr." Die 2G-plus-Regel sieht vor, dass nur Geimpfte und Genesene mit einem negativen Test Zugang haben.

Zuvor hatte bereits Niedersachsen die Testpflicht nach einer Booster-Impfung mit Wirkung ab Samstag gekippt. Dies solle auch in die Neufassung der Corona-Verordnung aufgenommen werden, die laut Regierungssprecherin Anke Pörksen Mitte kommender Woche in Kraft treten soll. Hintergrund seien Engpässe beim Testen; lange Schlangen vor Testzentren sollten vermieden werden. Die Befreiung von der Testpflicht gelte ab der dritten Impfung. Für Personen mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson sei die zweite Impfung maßgeblich und gelte als Auffrischung im Sinne der neuen Regelung.

Freitag, 3. Dezember, 17.29 Uhr: Italiener geht mit Silikon-Arm zum Impfen und fliegt auf

Ein 50-Jähriger hat in Italien versucht, sich mit einem Silikon-Arm ein Impfzertifikat zu erschleichen. Das berichtet die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Dem Bericht zufolge wollte sich der Mann am Donnerstag in einem Impfzentrum der norditalienischen Stadt Biella (Piemont) eine erste Spritze gegen das Coronavirus geben lassen - allerdings in einen Arm aus Silikon.

Auf diese Weise wollte er ein Impfzertifikat erhalten, ohne sich tatsächlich gegen Covid-19 impfen zu lassen. Die medizinische Fachkraft, die die Spritze setzen sollte, bemerkte jedoch den Betrug. Der 50-Jährige wurde angezeigt.

Freitag, 3. Dezember, 17.19 Uhr: Bundeswehr-Soldaten helfen im Klinikum Memmingen mit

Fünf Bundeswehr-Soldaten vom Militärstützpunkt in Füssen unterstützen das Klinikum Memmingen bei der Bewältigung der Corona-Pandemie. Das teilte das Klinikum heute mit.

Die Soldaten helfen den Klinikmitarbeitern bei der Einlasskontrolle am Haupteingang, bei der Abwicklung der täglichen Covid-Testungen sowie bei der Nachverfolgung von Kontaktpersonen und sollen vorerst bis 15. Dezember in Memmingen bleiben.

Freitag, 3. Dezember, 16.51 Uhr: Pietro Lombardi verlegt Konzert in der BigBox

Sänger Pietro Lombardi hat sein für den 18. Dezember geplantes Konzert in der BigBox Allgäu in Kempten verschoben. Ein Nachholtermin steht bereits fest.

Freitag, 3. Dezember, 16.17 Uhr: Inzidenz von 2800 kann in Sachsen "nicht ausgeschlossen werden"

In Sachsen wird nicht ausgeschlossen, dass der aktuell schon extrem hohe Corona-Inzidenzwert sich bis zum Jahresende noch verdoppelt. "Bei sich fortsetzender Dynamik kann angenommen werden, dass die Inzidenz bis Ende Dezember bis zirka 2800 ansteigen wird, bis sie dann bis Ende Januar auf das jetzige Niveau wieder abfallen wird", heißt es im Antrag der Regierung für die Sondersitzung des Landtages am Montag. Das Parlament soll dann über die Feststellung der epidemischen Lage im Freistaat Sachsen entscheiden. Damit soll Rechtssicherheit für eine Fortsetzung der Schutzmaßnahmen und ihre mögliche Erweiterung geschaffen werden.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU),
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU),
Bild: Sebastian Kahnert, dpa

Am Freitag hatte das Robert Koch-Institut für Sachsen eine Wocheninzidenz von 1224,7 ermittelt. Das ist der mit Abstand höchste Wert in Deutschland. Er gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in einer Woche an.

Freitag, 3. Dezember, 15.04 Uhr: Schweiz verschärft Einreiseregeln: Für Baden-Württemberg gilt Ausname

Die Schweiz verschärft nach dem bedrohlichen Anstieg der Corona-Infektionen die Maßnahmen. Einreisende müssen ab Samstag (4. Dezember) einen negativen PCR-Test vorlegen. Dies gilt auch für Genesene und Geimpfte, wie die Regierung am Freitag beschloss. Zudem muss ein zweiter Test, PCR- oder Antigen-Schnelltest, zwischen dem vierten und dem siebten Tag nach der Einreise gemacht werden.

Ausgenommen von der Regel seien Einreisende aus Baden-Württemberg, Bayern und anderen Grenzregionen, sagte Michael Gerber, Leitung Abteilung Recht beim Bundesamt für Gesundheit (BAG). Vorher verhängte Quarantänebestimmungen für zahlreiche Länder werden aufgehoben. Innerhalb von 14 Tagen haben sich schweizweit pro 100 000 Einwohner 1151,51 mit dem Coronavirus infiziert. Eine Sieben-Tage-Inzidenz gibt das Bundesamt für Gesundheit nicht jeden Tag an.

Freitag, 3. Dezember, 14.12 Uhr: Weiterer Kleeblatt-Flug von Memmingen aus gestartet

Am Freitag ist erneut ein Flugzeug der Luftwaffe mit schwerkranken Corona-Patienten an Bord vom Allgäu Airport in Memmingen gestartet. Wie ein Sprecher der Luftwaffe bestätigt, hob die Maschine um 14 Uhr in Memmingen ab und soll um 15 Uhr in Paderborn landen. Anschließend fliege die Maschine wieder zu ihrem Heimatflughafen in Köln. In Paderborn werden die Erkrankten dann in umliegende Krankenhäuser gebracht. An Bord der Maschine sind sechs Patienten, medizinisches Personal und auch Soldaten der Luftwaffe.

Bereits vor einer Woche startete ein erster Kleeblatt-Flug von Memmingen aus.

Freitag, 3. Dezember, 12.50 Uhr: Polen und die Schweiz werden zu Corona-Hochrisikogebieten

Wegen hoher Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung ab Sonntag Polen und die Schweiz als Hochrisikogebiete ein. Das gab das Robert Koch-Institut am Freitag bekannt. Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien.

Freitag, 3. Dezember, 12.40 Uhr: Vier Menschen in Ulm und dem Alb-Donau-Kreis mit Omikron-Variante infiziert - weitere Menschen in Quarantäne.

Am Dienstag wurde bekannt, dass sich vier Menschen in Ulm und dem Alb-Donau-Kreis mit der Omikron-Variante infziert haben. Jetzt sind weitere Menschen in Quarantäne. Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 3. Dezember, 12.35 Uhr: Corona-Regeln in Bayern: 2G im Handel und private Treffen weiter eingeschränkt

Nach den Beschlüssen beim Corona-Gipfel zwischen Bund und Ländern gibt Bayern heute seine Strategie bekannt. Das Kabinett tagte am Freitagvormittag. Die neuen Corona-Regeln für Bayern finden Sie hier.

Freitag, 3. Dezember, 12.30 Uhr: Spahn mahnt Umsetzung von Corona-Schutzregeln in Stadien an

Der geschäftsführende Gesundheitsminister Jens Spahn hat gemahnt, bei weiterhin mit bis zu 15.000 Zuschauern vorgesehenen Spielen der Fußball-Bundesliga Corona-Schutzvorgaben sicherzustellen. Er könne nur dafür werben, dass der von Bund und Ländern gefundene Kompromiss auch wirklich "in all seinen Facetten" umgesetzt werde, sagte der CDU-Politiker an Freitag in Berlin. Dazu gehörten Zugang nur für Geimpfte und Genesene (2G), Abstand halten und Maskenpflicht, idealerweise kein Alkohol sowie auch An- und Abfahrtskonzepte, bei denen größere Menschenansammlungen vermieden werden.

Freitag, 3. Dezember, 11.50 Uhr: Dringender Verdacht auf Omikron-Variante in Sachsen

Auch in Sachsen gibt es aller Wahrscheinlichkeit nach einen Fall der neuen Coronavirus-Variante Omikron. "Es ist ein dringender Verdacht", sagte eine Sprecherin der Uniklinik Leipzig am Dienstagnachmittag. Anders als von der Stadt Leipzig am Dienstagvormittag bekanntgegeben, sei der Fall aber noch nicht endgültig durch eine Gesamtgenomsequenzierung bestätigt. Über den Verdacht hatte die Chefin des Gesundheitsamtes, Regine Krause-Döring, bereits am Vortag berichtet. Betroffen ist demnach ein 37 Jahre alter Mann, der weder im Ausland war noch Kontakt zu einem Menschen hatte, der sich im Ausland befand.

Mittlerweile sind in etlichen Ländern - darunter auch Deutschland - Fälle der Variante aufgetaucht.

Freitag, 3. Dezember, 11.40 Uhr: RKI-Chef Wieler: Impfpflicht muss sorgsam überlegt werden

Der Chef des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, hat sich in der Debatte über eine Corona-Impfpflicht für ein behutsames Vorgehen ausgesprochen. Das Thema müsse "sehr, sehr sorgsam kommuniziert und überlegt werden", sagte Wieler am Freitag in Berlin. Es gebe ganz viele Fragen, etwa ab welchem Alter eine Impfpflicht gelten und wie sie vollzogen werden solle und wie damit umgegangen werde, dass Impfungen keinen 100-prozentigen Schutz brächten, sondern eventuell aufgefrischt werden müssten.

"Da braucht es wirklich eine intensive Debatte, um die Pros und Cons herauszuarbeiten (...) Das ist wirklich nicht so trivial." Das Land müsse da noch sehr viel diskutieren. "Ich wünsche mir, dass dort eine fundierte Diskussion stattfindet und dann auch eine wirklich informierte Entscheidung im Parlament", sagte Wieler.

Freitag, 3. Dezember, 11 Uhr: So werden Allgäuer Corona-Patienten in andere Kliniken verlegt

In Allgäuer Kliniken sind fast alle Corona-Intensivbetten belegt. Immer wieder werden Patienten in andere Krankenhäuser transportiert. So erfolgt die Auswahl.

Freitag, 3. Dezember, 10.40 Uhr: So viele Corona-Patienten liegen in den Allgäuer Krankenhäusern

In den Krankenhäusern des Klinikverbunds Allgäu werden täglich Corona-Patienten behandelt. Insgesamt liegen 70 Patienten auf der Normalstation und 26 auf der Intensivstation. Diese teilen sich wie folgt auf die Krankenhäuser im Allgäu auf:

  • Kempten: 24 Covid-19-Patienten werden auf der Normalstation behandelt, acht Covid-19-Patienten auf der Intensivstation
  • Immenstadt: Sechs Covid-19-Patienten werden auf der Normalstation behandelt, neun Covid-19-Patienten auf der Intensivstation
  • Sonthofen: Keine Covid-19-Patienten werden aktuell auf der Normalstation behandelt, keine Covid-19-Patienten auf der Intensivstation
  • Oberstdorf: 14 Covid-19-Patienten werden auf der Normalstation behandelt, keine Covid-19-Patienten auf der Intensivstation
  • Mindelheim: 13 Covid-19-Patienten werden auf der Normalstation behandelt, sechs Covid-19-Patienten auf der Intensivstation
  • Ottobeuren: 13 Covid-19-Patienten werden auf der Normalstation behandelt, drei Covid-19-Patienten auf der Intensivstation

Freitag, 3. Dezember, 10.30 Uhr: Inzidenz in Bayern sinkt siebten Tag in Folge

Die Corona-Inzidenz in Bayern sinkt seit einer Woche. Am Freitag meldete das Robert Koch-Institut (RKI) das siebte Mal in Folge eine niedrigere Zahl für den Freistaat. Aktuell liegt die Inzidenz demnach bei 561,5 - das ist gut 10 weniger als am Vortag und ein Rückgang um 91 im Vergleich zum Freitag vor einer Woche. Auf den Intensivstationen steigt die Zahl der Corona-Patienten allerdings weiter. Das bundesweite Intensivregister meldete mit Stand 9.05 Uhr im Vergleich zum Vortag einen Anstieg um acht auf 1088 erwachsene Covid-19-Patienten.

Die höchste Inzidenz im Freistaat weist laut RKI der Landkreis Freyung-Grafenau mit 1116,7 auf. Auch hier sinken die Zahlen aber: Vor zehn Tagen hatte die Inzidenz dort noch bei mehr als 1600 gelegen. Daneben ist nur noch Weilheim-Schongau über der Grenze von 1000 ab der verschärfte Corona-Maßnahmen verhängt werden. Gültig sind diese - Stand Freitag - noch in zehn Landkreisen. In Dingolfing-Landau enden sie allerdings am Samstag, nachdem der Landkreis am Freitag den fünften Tag in Folge unter der Marke blieb.

Nächste Kandidaten für ein Ende der verschärften Maßnahmen wären die Landkreise Passau, Traunstein, Berchtesgadener Land und die Stadt Rosenheim. Sofern die Inzidenz dort auch am Wochenende unter der Grenze von 1000 bleibt, könnten sie am Montag lockern.

Freitag, 3. Dezember, 10.05 Uhr: Testpflicht auch für Geimpfte in Restaurants in Baden-Württemberg

Auch Geimpfte und Genesene müssen in Baden-Württemberg künftig für den Restaurantbesuch einen negativen Corona-Test vorweisen. Für die Gastronomie gelte künftig die Regel 2G plus, wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Regierungskreisen erfuhr. Dies soll am Samstag in Kraft treten.

Freitag, 3. Dezember, 9.40 Uhr: Immer mehr Kinder und Jugendliche im Landkreis Unterallgäu brauchen Hilfe vom Jugendamt

Im Landkreis Unterallgäu sind die Auswirkungen von Corona auf Kinder und Jugendliche zu spüren. Immer mehr von ihnen brauchen Hilfe vom Jugendamt. Das schlägt sich in den Kosten für entsprechende Maßnahmen nieder, teilt das Landratsamt mit. Jugendamtsleiterin Christine Keller rechnet damit, dass im kommenden Jahr 12,06 Millionen Euro für die Jugendhilfe anfallen und damit 1,5 Millionen Euro mehr als 2021.

Zum einen habe die Pandemie laut Keller bereits vorhandene Probleme verstärkt. Zum anderen haben corona-bedingte Einschränkungen wie Schulschließungen neue Probleme erzeugt. Auch Volljährige seien zunehmend auf Hilfe angewiesen. Keller rechnet mit einer Steigerung von 651.000 Euro in diesem Jahr auf 819.000 Euro im kommenden Jahr. Immer mehr junge Frauen litten unter Depressionen oder Essstörungen und bräuchten Hilfe.

Freitag, 3. Dezember, 9 Uhr: Bayerischer Apothekerverband dämpft Hoffnung auf Corona-Impfungen

Der Bayerische Apothekerverband dämpft die Hoffnung auf eine flächendeckende Hilfe von Apotheken bei der Corona-Impfung. "Die Erwartung, dass es jetzt jede Apotheke im Bayern sofort stante pede kann und will, die möchte ich ein bisschen dämpfen", sagte der Verbandsvorsitzende Hans-Peter Hubmann im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk.

Er gehe davon aus, dass sich "ein Viertel bis ein Drittel" der bayerischen Apotheken an der Impfung beteiligen werden. Das wären seinen Angaben zufolge 800 bis 1000 Apotheken. Bundesweit rechnet Hubmann mit 4000 bis 5000 Apotheken. Grundsätzlich seien Apotheken zwar bereit, ihren Beitrag zu leisten. Allerdings verwies er auf Personalmangel und hohe Arbeitsbelastung durch Corona-Tests und die Verteilung der Impfstoffe an die Arztpraxen. Deshalb wolle er keine übertriebenen Hoffnungen wecken.

Freitag, 3. Dezember, 8.40 Uhr: Impfpflicht für Pflegekräfte wohl schon ab Mitte März

Die Impfpflicht für das Personal in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegediensten soll wohl schon ab Mitte März gelten. Das erfuhr das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) offenbar aus Kreisen der Ampelparteien. Demnach brauchen wohl alle, die aktuell in der Pflege beschäftigt sind oder zum 1. Januar 2022 eine Beschäftigung aufnehmen, bis 15. März 2022 einen vollständigen Impfschutz. Menschen, die nach dem 16. März 2022 eine Beschäftigung in der Pflege aufnehmen, müssen von Anfang an geimpft sein.

Ausgenommen von der Impfpflicht sind Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht gegen Corona impfen lassen können. Eine Missachtung der Vorschrift gilt als Ordnungswidrigkeit und wird mit einem Bußgeld geahndet. Der entsprechende Gesetzesentwurf soll wohl Mitte Dezember im Bundestag beschlossen werden.

Freitag, 3. Dezember, 8.15 Uhr: Booster-Termine für ältere Menschen in Memmingen

Das Impfzentrum Memmingen bietet speziell für ältere Menschen zwei Termine für Booster-Impfungen an. Diese sind am Donnerstag, 16. Dezember, und am Freitag, 17. Dezember, jeweils von 14 bis 18 Uhr, teilt die Stadt Memmingen mit. Die Impfungen finden im Impfbus vor der Theodor-Heuss-Schule Memmingen statt. In der Aula der Schule können die Impfwilligen im Sitzen warten und werden dort von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Bayerischen Roten Kreuzes betreut.

Die Aula der Schule und der Impfbus sind barrierefrei. Es sind Personen des Sicherheitsdienstes vor Ort, die Menschen mit Rollatoren oder Rollstühlen bei Bedarf helfen. Bei dem Angebot sind ausschließlich Auffrischungsimpfungen möglich.

Freitag, 3. Dezember, 8 Uhr: GdP fürchtet durch 2G mehr Aggressivität - Kontrollen müssen sein

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) befürchtet durch die neuen Corona-Einschränkungen vor allem für Ungeimpfte eine Zunahme der Aggressivität. Sie sei ja bereits vorhanden, sagte der GdP-Bundesvorsitzende Oliver Malchow der Deutschen Presse-Agentur. "Wir kennen ja schon aus der dritten Welle aggressives Verhalten nicht nur gegenüber der Polizei - denken Sie an den Mitarbeiter einer Tankstelle, der das Leben verloren hat, weil einer die Maske nicht tragen wollte." In Idar-Oberstein in Rheinland-Pfalz hatte ein Mann einen Studenten, der in einer Tankstelle an der Kasse als Aushilfe jobbte, im Streit um das Tragen einer Corona-Maske erschossen.

Nach den Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz vom Donnerstag würden Ungeimpfte von vielen Bereichen des öffentlichen Lebens ausgeschlossen, sagte Malchow. "Die werden natürlich zusätzlich aggressiv sein. Und die, die nichts verstehen, sowieso."

Freitag, 3. Dezember, 7.45 Uhr: Divi-Präsident fordert schärfere Kontaktbeschränkungen

Der Präsident der Intensivmediziner-Vereinigung Divi, Gernot Marx, fordert in der Corona-Pandemie schärfere Kontaktbeschränkungen auch für Geimpfte. "Wir brauchen deutliche Kontaktbeschränkungen, aktuell tatsächlich am besten für alle", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Über die neue Virusvariante wissen wir einfach noch nicht genug. Wir können nicht ausschließen, dass die Impfstoffe vermindert wirken", sagte er mit Blick auf die Omikron-Variante. "Wegen dieses Nicht-Wissens ist zwingend notwendig, besonders vorsichtig zu sein."

Freitag, 3. Dezember, 7.30 Uhr: Kabinett will am Freitagvormittag schärfere Corona-Regeln beschließen

Die Corona-Zahlen in Bayern sinken leicht. Doch die Kliniken sind nach wie vor am Limit. Deshalb werden die Maßnahmen nun an einigen Stellen weiter verschärft. Welche neuen Regeln geplant sind, erfahren Sie hier.

Freitag, 3. Dezember, 7 Uhr: Kommentar zur Omikron-Variante: Die Abschottung von Afrika ist keine Lösung

Afrika ärgert sich zu Recht: Bislang wurde es in der Krise alleingelassen, nun wird es auch noch isoliert. Dabei ist genau das Teil des Problems. Ein Kommentar.

Freitag, 3. Dezember, 6.40 Uhr: Der Marktoberdorfer Club Papillon eröffnet ein Testzentrum

Das Papillon in Marktoberdorf ist geschlossen. Um die Zeit zu überbrücken, eröffnen die Betreiber ein Testzentrum. Welche Voraussetzungen sie erfüllen mussten.

Freitag, 3. Dezember, 6.15 Uhr: RKI registriert 74.352 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 442,1

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist nach einem leichten Rückgang an den drei Tagen zuvor nun wieder gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 442,1 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 439,2 gelegen, vor einer Woche bei 438,2 (Vormonat: 169,9). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 74.352 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 76.414 Ansteckungen.

Bei der Bewertung des Infektionsgeschehens ist zu bedenken, dass Experten derzeit von einer merklichen Untererfassung ausgehen. Gesundheitsämter und Kliniken kommen demnach mit der Meldung von Fällen zumindest in einzelnen Regionen nicht mehr hinterher. Auch dem RKI fällt die Beurteilung der Lage schwer. Der gebremste Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz könne "einerseits ein erster Hinweis auf eine sich leicht abschwächende Dynamik im Transmissionsgeschehen aufgrund der deutlich intensivierten Maßnahmen zur Kontaktreduzierung sein", heißt es im RKI-Wochenbericht von Donnerstagabend. Allerdings könnte die Entwicklung "regional auch auf die zunehmend überlasteten Kapazitäten im Öffentlichen Gesundheitsdienst und die erschöpften Laborkapazitäten zurückzuführen sein".

Die 7-Tage-Inzidenzwerte für das Allgäu finden Sie hier.

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Corona im Allgäu: Eine Chronologie der Krise in Bildern

Donnerstag, 2. Dezember, 21.30 Uhr: Anästhesisten: Corona-Maßnahmen reichen bei weitem nicht aus

Die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) hat die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz zur Eindämmung der Corona-Pandemie kritisiert.

"Die Maßnahmen reichen bei weitem nicht aus, um die Intensivstationen von dem enormen Druck zu entlasten und eine Patientengefährdung zu verhindern", sagte DGAI-Präsident Frank Wappler am Donnerstag. "Wir sind zu spät dran und versuchen es jetzt mit aller Gewalt, unzureichende Maßnahmen übers Knie zu brechen."

Statt der Umsetzung eines "komplizierten Systems mit vielen Lücken" forderten die Anästhesisten "strikte Kontaktbeschränkungen und in letzter Konsequenz einen Lockdown". Schätzungen zufolge würden bis Weihnachten bis zu 6000 schwerkranke Covid-19-Patienten auf den deutschen Intensivstationen liegen.

Donnerstag, 2. Dezember, 20 Uhr: RKI: Bislang vier nachgewiesene Omikron-Fälle in Deutschland - Entspannung in Sicht?

Bislang sind in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vier Fälle der Omikron-Variante durch Genomsequenzierung bestätigt. Bei diesen vier Fällen handele es sich um Reiserückkehrer aus Südafrika, schrieb das RKI in seinem Wochenbericht von Donnerstagabend. Südafrika hatte Mitte vergangener Woche über die Variante informiert. Die vier Menschen seien allesamt geimpft, keiner von ihnen musste bislang zur Behandlung ins Krankenhaus, wie das RKI mitteilte. Alle zeigten nur milde Symptome. Die Angaben beziehen sich laut RKI auf Vorabinformationen, die bis Mittwoch (1.12.) übermittelt wurden.

Bei acht weiteren Fällen in Deutschland bestehe ein Verdacht auf Omikron, diese würden aktuell durch Genomsequenzierung - also dem Auslesen des Virenerbguts - überprüft. Experten gehen jedoch von einem bereits darüber hinausgehenden Vorkommen aus.

Dem RKI zufolge wurden in mindestens 18 Ländern Infektionen mit der Omikron-Variante nachgewiesen. Zu den 12 europäischen Ländern gehören demnach Deutschland, Österreich, die Tschechische Republik, Belgien, die Niederlande und Dänemark. Unterdessen fällt dem RKI die Beurteilung zuletzt gesunkener Corona-Zahlen schwer.

Donnerstag, 2. Dezember, 19 Uhr: Corona-Impfung: Memmingen bietet spezielles Booster-Angebot für Ältere

Ältere Menschen, die sich mit dem Corona-Impfstoff boostern lassen wollen, bekommen in Memmingen ein besonderes Angebot. Am 16. und 17. Dezember können sich Impfwillige ohne Termin zwischen 14 und 18 Uhr im Impfbus die dritte Corona-Impfung spritzen lassen. Warten können sie, überdacht und im Warmen, in der Theodor-Heuss-Schule. Erst- oder Zweitimpfungen werden bei diesem besonderen Angebot im Memminger Westen nicht gegeben, teilt die Stadt mit.

Donnerstag, 2. Dezember, 18.45 Uhr: Wut und Sorge: 200 Menschen demonstrieren in Memmingen gegen mögliche Impfpflicht

In Memmingen demonstrieren 200 Menschen vor dem Krankenhaus gegen eine mögliche Impfpflicht. Viele von ihnen arbeiten in der Pflege oder in sozialen Berufen.

Donnerstag, 2. Dezember, 18 Uhr: Reaktionen zum Verbot von Feuerwerkskörpern an Silvester

Nach dem Beschluss von Bund und Ländern, 2021 Feuerwerk an Silvester erneut zu verbieten, hagelt es Kritik von der Herstellern. Andere begrüßen das Verbot.

Donnerstag, 2. Dezember, 17.10 Uhr: Söder: Geisterspiele in Bayern ab dem Wochenende

Bayern will nach dem Bund-Länder-Gipfel bereits am Freitag seine Corona-Maßnahmen verschärfen. So sollen Fußballspiele nur noch als Geisterspiele stattfinden. Schon am Freitag sollen die Regeln beschlossen werden.

Donnerstag, 2. Dezember, 17 Uhr: Söder will Impfpflicht ab zwölf Jahren diskutieren

Die Inzidenz in Bayern sinkt seit fast einer Woche - auf den Intensivstationen wird es aber voller. Söder stößt eine Debatte um eine Impfpflicht ab 12 an.

Donnerstag, 2. Dezember, 15.45 Uhr: Wegen Corona-Lage: Höchstens 15.000 Zuschauer beim Fußball

Maximal 15.000 Zuschauer wollen die Bundesregierung und Länderchefs zu Fußballspielen zulassen. Auch für Sporthallen wurde ein Beschluss gefasst.

Donnerstag, 2. Dezember, 15.30 Uhr: Merkel würde für Impfpflicht stimmen

Die scheidende Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich für die Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht in Deutschland ausgesprochen. Sie würde dafür stimmen, wenn sie bei der geplanten Abstimmung noch Mitglied im Bundestag wäre, sagte Merkel am Donnerstag nach einer Bund-Länder-Schalte zu Corona in Berlin.

Trotz aller Werbung fürs Impfen gebe es eine Impflücke. Alle Verantwortlichen hätten gehofft, dass die Freiwilligkeit beim Impfen besser angenommen würde. Merkels voraussichtlicher Nachfolger Olaf Scholz (SPD) hatte angekündigt, dass über eine allgemeine Impfpflicht im Bundestag ohne Fraktionsdisziplin abgestimmt werden solle.

Donnerstag, 2. Dezember, 15.25 Uhr LGL: Inzidenz sinkt bei Geimpften und Ungeimpften

Bei Geimpften wie auch bei Ungeimpften sinkt die Sieben-Tage-Inzidenz in Bayern. Doch in der Höhe unterscheiden sich die beiden Werte erheblich.

Donnerstag, 2. Dezember, 14.52 Uhr: Diskotheken werden bei hohen Inzidenzen geschlossen

Clubs und Diskotheken werden bei hohen Corona-Infektionszahlen wegen des Ansteckungsrisikos geschlossen. Dies gilt ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 350 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach einem Beschluss von Bund und Ländern am Donnerstag sagte. Mehr dazu lesen Sie in usnerem Live-Ticker.

Donnerstag, 2. Dezember, 14.45 Uhr: Bundesweit 2G für Geschäfte und Freizeitveranstaltungen

In Geschäften sowie bei Kultur- und Freizeitveranstaltungen bekommen Zugang künftig nur noch gegen das Coronavirus Geimpfte oder von einer Infektion Genesene. Die in einigen Ländern schon geltende 2G-Regel soll nach einem Beschluss von Bund und Ländern vom Donnerstag bundesweit ausgeweitet werden und unabhängig von der jeweiligen Inzidenz gelten.

Donnerstag, 2. Dezember, 14 Uhr: Kreise: Verkauf von Böllern und Feuerwerk an Silvester verboten

Der Verkauf von Böllern und Feuerwerk zu Silvester wird in diesem Jahr erneut verboten. Darauf einigten sich Bund und Länder bei ihren Beratungen am Dienstag. Aktuelles dazu lesen Sie in unserem Newsticker.

Donnerstag, 2. Dezember, 12.40 Uhr: Maskenverweigerer sorgt in Ottobeurer Supermarkt für Ärger

Ein 47-Jähriger hat sich geweigert, in einem Ottobeurer Supermarkt eine Maske zu tragen. Letztlich musste die Polizei einschreiten. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 2. Dezember, 12.30 Uhr: Bund und Länder beraten aktuell - die voraussichtlichen Beschlüsse beim Corona-Gipfel

Angesichts der neuen Omikron-Variante und der Wucht der vierten Corona-Welle werden die Rufe nach härteren Maßnahmen lauter. Am Donnerstag treffen sich die geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihr designierter Nachfolger Olaf Scholz (SPD) ab 11 Uhr mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder. Beschlüsse sind heute zu erwarten. Hier erfahren Sie aktuell, was beschlossen wurde.

Donnerstag, 2. Dezember, 12 Uhr: Wüst zu Impfpflicht: Strafen am Ende der richtige Weg

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hofft weiter auf Einsicht bei bisher nicht gegen das Coronavirus geimpften Personen. Jeden Tag komme es noch zu neuen Erstimpfungen, sagte der derzeitige Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag im ZDF-"Morgenmagazin". Die sich weiter verschärfende Lage und die Debatte bringe "den ein oder anderen doch noch zur Vernunft", das müsse man anerkennen, meinte Wüst kurz vor der Bund-Länder-Runde zu schärferen Corona-Maßnahmen.

"Wir reden jetzt von einer Impfpflicht, nicht von einem Impfzwang", sagte Wüst. "Das heißt aber am Ende auch, dass das Bußgeld bewährt ist, dass man Strafen zahlen muss, wenn man sich nicht dran hält, das kennen wir auch bei anderen Pflichten in unserem Land. Und das ist, glaube ich, der richtige Weg."

Im "Frühstart" von RTL/ntv räumte Wüst bei der Haltung der Politik zur Impfpflicht eine Art Wortbruch ein. "Man kann das Wort nicht halten, was man gegeben hat. Es waren auch Versprechen, die gegeben worden sind vor dem Hintergrund, dass man geglaubt hat, es würden sich alle impfen lassen. Das ist nicht passiert." Nun müsse man mit dieser Situation umgehen. "Es ist keine Kleinigkeit, aber wir müssen es jetzt tun, weil wir sonst aus der Dauerschleife von Lockerungen und Lockdowns nicht mehr rauskommen."

Donnerstag, 2. Dezember, 11.20 Uhr: Impfkommission will rechtzeitig Empfehlung zu Kinder-Impfung abgeben

Die Ständige Impfkommission (Stiko) will auf die um eine Woche vorgezogene Auslieferung des speziellen Corona-Impfstoffs für Kinder von fünf und elf Jahren reagieren. "Wenn irgend möglich" solle bis zum 13. Dezember eine Empfehlung vorliegen, teilte der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens auf Anfrage mit. Stiko-Mitglied Martin Terhardt sagte am Mittwochabend in der ZDF-Sendung "Markus Lanz": "Wir werden sicherlich bis dahin eine Empfehlung haben."

Es gibt schon länger Hinweise darauf, dass die Stiko die Impfung zunächst ausdrücklich nur für Kinder mit bestimmten Vorerkrankungen und erkrankten Angehörigen ausdrücklich empfehlen könnte. Eine spätere Ausweitung auf alle Gruppen hatte es auch beim Impfen von 12- bis 17-Jährigen gegeben. Dies würde aber nicht bedeuten, dass die Impfung nach ärztlicher Aufklärung und bei individuellem Wunsch und Risikoakzeptanz des Kindes oder der Sorgeberechtigten nicht möglich ist, hatte die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin vergangene Woche nach der Zulassung des Mittels durch die europäische Arzneimittelbehörde EMA betont.

Die Sicherheitsdaten für den Kinder-Impfstoff seien noch nicht ganz ausreichend, sagte Terhardt im ZDF. Zum Risiko von Herzmuskelentzündungen sei noch nichts bekannt. Bis zur Klärung der Frage könne es Januar oder Februar werden, erwartet würden dazu Daten aus den USA, wo Kinder in dem Alter bereits in großer Zahl gegen Covid-19 geimpft werden. Sehr seltene Nebenwirkungen können mit einer Probandenzahl wie in der Zulassungsstudie nicht erfasst werden.

Beim Impfstoff für Fünf- bis Elfjährige geht es um ein niedriger dosiertes und anders abgefülltes Präparat im Vergleich zum herkömmlichen Biontech-Impfstoff. Es gibt jetzt schon Ärzte, die den schon verfügbaren Impfstoff in verringerter Dosis einsetzen, dies fällt laut Kinderärzten unter sogenannten Off-Label-Use.

Donnerstag, 2. Dezember, 11 Uhr: Fast eine Million Impfungen - vier von fünf sind Auffrischungen

Deutschland kommt der Zahl von einer Million Corona-Impfungen pro Tag wieder näher. Am Mittwoch ließen insgesamt 987.000 Menschen den Piks über sich ergehen. Vier von fünf Impfwilligen erhielten dabei eine Auffrischungsimpfung ("Booster"), wie aus dem Impfdashboard des Robert Koch-Instituts vom Donnerstag hervorgeht (Stand: 9.23 Uhr). Am Dienstag waren es noch 807.000 verabreichte Dosen. Der Rekord wurde bisher am 9. Juni mit 1,4 Millionen Dosen erzielt. Vollständig geimpft - für diesen Status ist eine Auffrischungsimpfung bisher nicht erforderlich - sind inzwischen 68,7 Prozent der Bevölkerung und 79,3 Prozent aller Erwachsenen über 18 Jahren.

Donnerstag, 2. Dezember, 10.30 Uhr: Lechbruck ein Hotspot im Ostallgäu? Corona-Ausbruch im Altenheim

Die Gemeinde Lechbruck gehört im Ostallgäu derzeit zu den Corona-Hotspots. 304 von 2722 Einwohnern wurden dort laut Internetseite des Landratsamtes Ostallgäu mit Stand Mittwoch positiv auf das Virus getestet. Das entspricht einer Fallzahl von 41,51 pro 1000 Einwohnern und damit der höchsten im Füssener Land und einer der höchsten im ganzen Landkreis. Von den 304 Personen gelten 189 als genesen, 113 als akut positiv und zwei davon sind gestorben. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 2. Dezember, 10.30 Uhr: So viele Corona-Patienten liegen in den Allgäuer Krankenhäusern

In den Krankenhäusern des Klinikverbunds Allgäu werden täglich Corona-Patienten behandelt. Insgesamt liegen 76 Patienten auf der Normalstation und 28 auf der Intensivstation. Diese teilen sich wie folgt auf die Krankenhäuser im Allgäu auf:

  • Kempten: 25 Covid-19-Patienten werden auf der Normalstation behandelt, zehn Covid-19-Patienten auf der Intensivstation
  • Immenstadt: Neun Covid-19-Patienten werden auf der Normalstation behandelt, Neun Covid-19-Patienten auf der Intensivstation
  • Sonthofen: Keine Covid-19-Patienten werden aktuell auf der Normalstation behandelt, keine Covid-19-Patienten auf der Intensivstation
  • Oberstdorf: 13 Covid-19-Patienten werden auf der Normalstation behandelt, keine Covid-19-Patienten auf der Intensivstation
  • Mindelheim: 18 Covid-19-Patienten werden auf der Normalstation behandelt, fünf Covid-19-Patienten auf der Intensivstation
  • Ottobeuren: Elf Covid-19-Patienten werden auf der Normalstation behandelt, vier Covid-19-Patienten auf der Intensivstation

Donnerstag, 2. Dezember, 10.20 Uhr: Gesundheitsexperte Lauterbach: Kein Spiel mehr als 5000 Zuschauer

Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert kurz vor dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern eine Obergrenze für Fußballspiele. "Aus meiner Sicht sollte kein Spiel mehr als 5.000 Zuschauer haben", schrieb Lauterbach auf Twitter mit Blick auf das umstrittene rheinische Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach am vergangenen Wochenende vor 50.000 Fans.

Am Mittwoch war der Corona-Inzidenzwert in Köln sprunghaft gestiegen. "Es war sicher nicht das Spiel allein. Aber es hat beigetragen. Das Spiel hätte so nie genehmigt werden dürfen", schrieb Lauterbach. Nach Angaben der Stadt Köln vom Mittwoch gebe es allerdings noch keinen Infektionsfall mit Bezug zum Bundesligaspiel vom Samstag. Am Donnerstag beraten Bund und Länder über schärfere Maßnahmen. Dabei geht es auch um Einschränkungen bei Großveranstaltungen.

Donnerstag, 2. Dezember, 9.30 Uhr: Mehr Kinder mit Corona auf Intensiv? - Experte gibt Entwarnung

Auf Kinderintensivstationen in Deutschland ist die Zahl der Corona-Fälle laut Divi-Intensivregister im November deutlich gestiegen, allerdings auf niedrigem Niveau. Fachleute geben jedoch Entwarnung: "Die allermeisten dieser Kinder sind wegen anderer Erkrankungen in Behandlung und haben keine Covid-19-Symptome", sagte der Kinder-Intensivmediziner Florian Hoffmann der Deutschen Presse-Agentur.

Donnerstag, 2. Dezember, 8.40 Uhr: Söder will Impfpflicht ab zwölf Jahren diskutieren

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will über eine Impfpflicht bei Kindern ab zwölf Jahren sprechen. "Das muss man diskutieren", sagte er im Bayerischen Rundfunk. "Generell wäre es natürlich gut, wenn die Impfpflicht zumindest bei denen, bei denen der Impfstoff schon erprobt ist - ab zwölf - auch stattfinden würde." Das würde schnell gehen und die Schulen "absolut sicher machen". Zudem sei sein Gefühl bei den jungen Leuten: "Die wollen auch geimpft werden, weil sie sagen: "Dann habe ich Freiheit"."

Donnerstag, 2. Dezember, 8.30 Uhr: In Bayern sterben überdurchschnittlich viele Menschen an oder mit Corona

In Bayern und anderen Bundesländern mit niedriger Impfquote sterben derzeit im Verhältnis erheblich mehr Menschen an und mit Corona als im besser durchgeimpften Norden Deutschlands. Das geht aus statistischen Analysen der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität hervor. Grundlage sind die offiziellen Daten des Robert Koch-Instituts und der Gesundheitsbehörden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 2. Dezember, 8 Uhr: Corona-Inzidenz in Bayern sinkt weiter

Die Corona Inzidenz in Bayern sinkt weiter. Am Donnerstagmorgen meldete das Robert Koch-Institut für den Freistaat eine Inzidenz von 571,6 (Stand 3.24 Uhr). Das ist ein Rückgang um 17,7 im Vergleich zum Mittwoch. Bundesweit hat Bayern damit die fünfthöchste Inzidenz. Deutscher Durchschnitt sind 439,2.

Laut RKI stieg die Zahl der Toten im Zusammenhang mit Corona um 87. Insgesamt sind es seit Beginn der Pandemie in Bayern 17.739.

Die höchste Inzidenz in Bayern wies am Donnerstag der Landkreis Feyung Grafenau mit 1148,6 auf. Auch Weilheim-Schongau und Rottal-Inn lagen über der Schwelle von 1000 ab der verschärfte Maßnahmen starten. Die niedrigste Inzidenz in Bayern meldete das RKI für den Landkreis Kulmbach mit 253,4

Donnerstag, 2. Dezember, 7 Uhr: Olaf Scholz (SPD) ruft bei Joko und Klaas zum Impfen auf

Der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz hat als Gast der ProSieben-Entertainer Joko und Klaas einen eindrücklichen Impf-Appell an die Fernsehzuschauer gerichtet. "Mir ist wichtig, dass jede und jeder, der kann, sich impfen lässt. Nur das hilft", sagte der SPD-Politiker am Mittwochabend in der ProSieben-Sendung "Joko und Klaas 15 Minuten live".

Donnerstag, 2. Dezember, 6.30 Uhr: Landratsamt bestätigt: Neue lockerere Corona-Regeln gelten ab heute

Lockdown-Lockerungen von Buchloe über Marktoberdorf bis Füssen: Fünf Tage lang lag die Inzidenz im Landkreis Ostallgäu unter der Hotspot-Marke von 1000. Ab Donnerstag gelten weniger strenge Corona-Regeln. Restaurants, Hotels und Fitnessstudios sollen wieder öffnen können. Das hat das Landratsamt am Mittwochmittag in einer öffentlichen Bekanntmachung bestätigt. Welche Regeln ab heute gelten, erfahren Sie hier.

Donnerstag, 2. Dezember, 6.25 Uhr: Corona-Gipfel berät über strengere Regeln - Wüst: Keine halben Sachen

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat vor der Bund-Länder-Runde an diesem Donnerstag (11 Uhr) konsequente Entscheidungen im Kampf gegen die dramatisch hohen Corona-Zahlen verlangt. "Wir dürfen heute in der Ministerpräsidentenkonferenz keine halben Sachen machen, sondern müssen die vierte Welle entschlossen brechen", sagte der aktuelle Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Die Länder brauchen dazu den bewährten Instrumentenkasten der Pandemiebekämpfung." Er sei auch dankbar, dass der voraussichtliche Nachfolger von Angela Merkel (CDU) im Kanzleramt, Olaf Scholz (SPD), zugesagt habe, das Infektionsschutzgesetz erneut spürbar nachzubessern. "Das muss jetzt aber auch konsequent geschehen", betonte Wüst. Welche Beschlüsse geplant sind, erfahren Sie hier.

Donnerstag, 2. Dezember, 6.20 Uhr: RKI registriert 73.209 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 439,2

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist zum dritten Mal in Folge leicht gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Donnerstagmorgen mit 439,2 an. Am Montag war ein Höchstwert von 452,4 erreicht worden, am Dienstag hatte der Wert bei 452,2 gelegen, am Mittwoch bei 442,9. Im Vormonat hatte der Wert bei 154,5 gelegen. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 73.209 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 3.51 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 75.961 Ansteckungen gewesen.

Bei der Bewertung des Infektionsgeschehens ist dabei zu bedenken, dass Experten derzeit von einer merklichen Untererfassung ausgehen. Gesundheitsämter und Kliniken kommen demnach mit der Meldung von Fällen zumindest in einzelnen Regionen nicht mehr hinterher. Die Inzidenzwerte für das Allgäu finden Sie hier.

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Alle Entwicklungen vom 27. November bis 1. Dezember lesen Sie in Teil 88 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 22. bis 26. November lesen Sie in Teil 87 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 18. bis 21. November lesen Sie in Teil 86 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 12. bis 17. November lesen Sie in Teil 85 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 5. bis 11. November lesen Sie in Teil 84 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.