Corona-Newsblog, Teil 114

Newsblog: Die Corona-Entwicklung im Allgäu und auf der Welt im Überblick vom 3. bis 16. Juni2022

Die Inzidenzwerte im Allgäu sind wieder angestiegen.

Die Inzidenzwerte im Allgäu sind wieder angestiegen.

Bild: Julian Stratenschulte, dpa (Symbolfoto)

Die Inzidenzwerte im Allgäu sind wieder angestiegen.

Bild: Julian Stratenschulte, dpa (Symbolfoto)

Im Newsblog berichtet die Allgäuer Zeitung seit Anfang 2020 über die Corona-Krise im Allgäu und in der Welt. Unser Newsblog-Archiv.
17.06.2022 | Stand: 10:53 Uhr

--- Hierbei handelt es sich um einen Archiv-Artikel. Zum Newsblog mit den aktuellen Nachrichten zur Corona-Lage im Allgäu, Deutschland und der Welt geht es hier. ---

Donnerstag, 16. Juni, 18.00 Uhr: Widerstand im Bundestag zu Länder-Vorstoß zu Impfpflicht ab 60

Der Vorstoß mehrerer Länder-Gesundheitsminister für eine Corona-Impfpflicht ab 60 stößt in der Unions-Bundestagsfraktion auf Widerspruch. "Für eine Impfpflicht gab es im Bundestag aus guten Gründen keine Mehrheit. Die juristischen und wissenschaftlichen Zweifel waren und sind bis heute erheblich", sagte der gesundheitspolitische Sprecher der Fraktion, Tino Sorge (CDU), der "Welt" (online Donnerstag/Print Freitag).

Der FDP-Gesundheitsexperte Andrew Ullmann äußerte sich ebenfalls ablehnend. "Ich halte es für Hyperaktionismus, jetzt erneut eine Impfpflicht ab 60 Jahren zu fordern", sagte er der "Welt". Es gebe keine parlamentarische Mehrheit dafür im Bundestag. Ullmann nannte den Länder-Vorstoß "scheinheilig, nicht durchführbar und populistisch". Auch der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen verwies auf die fehlende Mehrheit im Parlament. Das habe sich nicht geändert. "Ich halte es daher für müßig, nun erneut über eine Impfpflicht zu streiten", sagte er der Zeitung.

Bayern will zusammen mit Hessen und Baden-Württemberg einen neuen Anlauf für eine Corona-Impfpflicht für Menschen ab 60 Jahren starten. Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hatte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) gesagt, dafür wolle er sich nächste Woche bei der Gesundheitsministerkonferenz einsetzen. "Ich bedaure immer noch, dass sich der Bundestag nicht auf eine Impfpflicht einigen konnte", sagte Holetschek. Appelle zum Impfen seien zwar wichtig. "Aber letztlich ist eine Impfpflicht der schnellere Weg aus der Pandemie."

Ein fraktionsübergreifender Entwurf für eine allgemeine Impfpflicht zunächst ab 60 Jahren war Anfang April im Bundestag klar gescheitert. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte daraufhin deutlich gemacht, dass er keine Basis für einen erneuten Anlauf sehe.

Donnerstag, 16. Juni, 13.33 Uhr: Patientenbeauftragter für Erhalt der Corona-Impfzentren und klare Informationen

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Corona-Newsblog, Teil 115

Newsblog: Die Corona-Entwicklung im Allgäu und auf der Welt im Überblick vom 17. bis 28. Juni2022

Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Stefan Schwartze, hält den Erhalt der regionalen Corona-Impfzentren über den Sommer auch bei derzeit geringem Andrang für sinnvoll. Es gebe stark steigende Infektionszahlen, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag in Berlin. Daher sei er vorsichtig damit, auf irgendetwas verzichten zu können. Er wies auch auf die Debatte über weitere Auffrischungsimpfungen hin. Jetzt alle Strukturen zurückzufahren und im Herbst dann wieder neu zu starten, sei nicht die richtige Lösung. "Ich mahne an jeder Stelle zur Vorsicht", sagte Schwartze. Dazu gehöre, Strukturen nach Möglichkeit aufrechtzuerhalten.

Bund und Länder haben mit Blick auf die Corona-Lage im Herbst eine weitere, jeweils hälftige Finanzierung der Impfzentren bis Ende des Jahres vereinbart. Der Deutsche Hausärzteverband hält das Offenhalten im Sommer für verzichtbar. "Die Impfzentren stehen deutschlandweit leer", sagte Präsident Ulrich Weigeldt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Donnerstag). "Weswegen sie jetzt den gesamten Sommer weiterbetrieben werden sollen, erschließt sich überhaupt nicht." Das koste viel Geld, das woanders gebraucht werde. Die Hausärzte hätten bewiesen, dass Impfungen in Praxen am besten aufgehoben seien.

In der Corona-Krise sind aus Expertensicht zudem klarere und einheitlichere Informationen wichtig, um Verunsicherung bei vielen Menschen zu vermeiden. Die Pandemie habe gezeigt, wie wichtig eine zielgruppengerechte und auch für Laien verständliche Beratung sei, sagte Stefan Schwartze. Dies betreffe die Erkrankung, Impfungen aber auch sich oft ändernden Corona-Regelungen.

UPD-Geschäftsführer Thorben Krumwiede sagte, die Beratungsnachfrage habe im zweiten Pandemiejahr nicht nachgelassen. "Vielstimmigkeit" etwa zwischen Gesundheitsministerium, Robert Koch-Institut (RKI) und Ständiger Impfkommission bei Themen wie Impfungen oder Genesenennachweisen habe zu Verunsicherung beigetragen. Spätestens im Herbst sei eine verständliche, leicht zugängliche Kommunikation nötig, für die sich Politik, Wirtschaft und Versorgung abstimmen sollten.

Donnerstag, 16. Juni, 12.42 Uhr: Lauterbach zu Corona-Pandemie: Aktuell schwierige Übergangsphase

Deutschland befindet sich nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) in einer schwierigen Übergangsphase der Corona-Pandemie. Es gebe aktuell eine Sommerwelle, die von Experten auch so erwartet worden sei, sagte Lauterbach am Donnerstag bei der 17. Nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft in Rostock. Es müsse nun überlegt werden, wie die Vorbereitungen auf die kommenden Monate laufen könnten. "Wir können uns nicht noch mal einen Herbst leisten, wo wir so vorbereitet sind wie im letzten Herbst."

Donnerstag, 16. Juni, 12.10 Uhr: Experte Stöhr hält steigende Corona-Inzidenzen für "irrelevant"

Den derzeitigen Anstieg der Corona-Fallzahlen in Deutschland sieht der Experte Klaus Stöhr gelassen. Im ZDF-"Morgenmagazin" sprach er am Donnerstag von "irrelevanten Meldeinzidenzen". Man müsse auf die Entwicklung in den Krankenhäusern achten. "Und da sehen wir eigentlich gar keine Zunahme. Ganz im Gegenteil. Die Situation ist so entspannt, wie man es nur hoffen konnte für den Sommer. Und daran wird sich auch nichts dramatisch ändern", sagte Stöhr, der Mitglied im Sachverständigenausschuss zur wissenschaftlichen Beurteilung der staatlichen Corona-Beschränkungen ist.

Stöhr betonte, dass der breite, langandauernde Schutz für jede Person erst durch die Infektion komme. "Wer jetzt nach Masken ruft, das darf man immer nicht vergessen, der nimmt eigentlich auch den Menschen die Gelegenheit, sich langfristig mit dem Coronavirus zu arrangieren." Zwar sollte man vor einer Infektion geimpft worden sein. Jeder der sich langfristig schützen wolle, müsse sich impfen lassen, sagte Stöhr. Aber erst die Kombination aus Impfung und Infektion bringe den "langen und sicheren Schutz".

Donnerstag, 16. Juni, 10.45 Uhr: Dahmen: Empfehlungen zur zweiten Corona-Boosterimpfung prüfen

Nach dem erneuten Anstieg der Corona-Infektionen hat der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen eine Überprüfung der Empfehlungen zu Boosterimpfungen gefordert. "Ich halte es vor dem Hintergrund neuer wissenschaftlicher Daten für dringend erforderlich, dass wir in Deutschland die Empfehlungen zur zweiten Auffrischungsimpfung noch einmal prüfen und gegebenenfalls rechtzeitig ausweiten", sagte Dahmen der Rheinischen Post (Donnerstag). So könnten beispielsweise auch Menschen, die jünger als 70 Jahre seien und gerade diejenigen mit Risikofaktoren, vor dem Herbst ein weiteres Impfangebot sowohl gegen Corona als auch gegen Influenza bekommen.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt den zweiten Booster bislang nur für Teile der Bevölkerung, unter anderem für Menschen ab 70 Jahren, Personal in medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen sowie Menschen mit Immunschwäche.

Janosch Dahmen, Gesundheitsexperte der Grünen, hat eine Überprüfung der Empfehlungen zu Boosterimpfungen gefordert.
Janosch Dahmen, Gesundheitsexperte der Grünen, hat eine Überprüfung der Empfehlungen zu Boosterimpfungen gefordert.
Bild: Kay Nietfeld, dpa

Donnerstag, 16. Juni, 10 Uhr: Bayern und andere Länder: Vorstoß für Impfpflicht ab 60

Ein Entwurf für eine allgemeine Impfpflicht, zunächst ab 60 Jahren, war Anfang April im Bundestag gescheitert. Einige Länder starten nun einen neuen Anlauf. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 16. Juni, 9.15 Uhr: Mick Jagger nach Corona-Infektion: "Fühle mich viel besser"

Rolling-Stones-Frontman Mick Jagger befindet sich nach eigenen Worten auf dem Weg der Besserung nach seiner Corona-Infektion. "Ich fühle mich viel besser und kann es kaum erwarten, nächste Woche wieder auf der Bühne zu stehen", schrieb der 78-Jährige am Mittwoch auf seinen Social-Media-Kanälen. Der Musiker bedankte sich für die Genesungswünsche und kündigte an, dass die Rolling Stones ihr Konzert in Amsterdam am 7. Juli nachholen wollen.

Das Konzert war am Montag im letzten Moment abgesagt worden. Am Freitag sollte die Band in Bern auftreten. Das Konzert wurde verschoben. Die Band wolle sich dazu so schnell es geht zurückmelden, schrieb Jagger. In der kommenden Woche wollen die Stones in Mailand auftreten.

Donnerstag, 16. Juni, 7.53 Uhr: Hausärzte fordern Sommer-Aus für Corona-Impfzentren

Der Deutsche Hausärzteverband hält das Offenhalten der Corona-Impfzentren im Sommer für überflüssig. "Die Impfzentren stehen deutschlandweit leer", sagte Verbandspräsident Ulrich Weigeldt den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (Donnerstag).

"Weswegen sie jetzt den gesamten Sommer weiterbetrieben werden sollen, erschließt sich überhaupt nicht." Das koste viel Geld, das woanders dringend gebraucht werde. "Die Hausärztinnen und Hausärzte haben bewiesen, dass die Impfungen in den Praxen am besten aufgehoben sind." Mit Blick auf Bezirke oder Regionen mit niedrigen Impfquoten, seien in der Vergangenheit zudem vielerorts gute Erfahrungen mit mobilen Impfteams gemacht worden. "Das ist ein Modell, das sicherlich auch im Hinblick auf den Herbst Sinn ergibt."

Die Infektionen mit dem Coronavirus hatten in Deutschland zuletzt wieder zugenommen. Das Bundesgesundheitsministerium arbeitet nach Angaben von Minister Karl Lauterbach (SPD) an einer Impfkampagne für die kommenden Monate.

Donnerstag, 16. Juni, 7.11 Uhr: RKI registriert 89.142 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 480,0

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstagmorgen mit 480,0 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 472,4 gelegen (Vorwoche: 276,9; Vormonat: 439,2). Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 89.142 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 77.636) und 73 Todesfälle (Vorwoche: 90) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende immer mehr Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 27.096.571 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Mittwoch, 15. Juni, 22.33 Uhr: FDA-Berater empfehlen Corona-Impfstoffe für kleinere Kinder

Ein Beratergremium der US-Arzneimittelbehörde FDA hat sich für den Einsatz von Coronavirus-Impfstoffen bei Kindern im Alter zwischen sechs Monaten und fünf Jahren ausgesprochen. Sowohl der Impfstoff der Hersteller Biontech und Pfizer als auch das Präparat von Moderna könnten dafür zum Einsatz kommen, urteilte das Gremium am Mittwoch nach stundenlanger Diskussion jeweils einstimmig.

Das Abstimmungsergebnis ist für die FDA nicht bindend, meist folgt die Behörde aber der Einschätzung der Berater. Auch die Arzneimittelbehörde CDC muss sich dem noch anschließen. Damit könnte es mit den Impfungen gegen das Coronavirus in dieser Altersgruppe in den USA demnächst losgehen. Von der US-Regierung hatte es vor einigen Tagen geheißen, das ab dem 21. Juni damit gerechnet werde.

Bundesgesundheitsminister Kar Lauterbach begrüßte die Empfehlung der US-Arzneimittelbehörde. "Das ist eine gute Nachricht für Eltern", schrieb der SPD-Politiker am Mittwochabend bei Twitter.

Derzeit ist der Impfstoff von Biontech/Pfizer in den USA für Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren zugelassen, der Impfstoff von Moderna für Menschen ab 18 Jahren. Bereits am Dienstag hatte sich das FDA-Beratergremium aber dafür ausgesprochen, den Impfstoff von Moderna auch für Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 17 Jahren zuzulassen.

Mittwoch, 15. Juni, 21.59 Uhr: Bidens Pandemie-Berater Fauci mit Coronavirus infiziert

Der Immunologe und hochrangige Pandemie-Berater von US-Präsident Joe Biden, Anthony Fauci, hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten sei am Mittwoch positiv auf das Virus getestet worden, teilte die übergeordnete US-Gesundheitsbehörde NIH mit. Der Wissenschaftler gilt seit Jahrzehnten als einer der herausragendsten Experten für Infektionskrankheiten in den USA. In der Corona-Krise ist er zu Amerikas Gesicht im Kampf gegen die Pandemie geworden.

Der 81-Jährige sei voll geimpft und habe zwei Auffrischungsimpfungen bekommen, teilte die Behörde weiter mit. Er habe derzeit nur milde Symptome, isoliere sich und werde von zu Hause weiter arbeiten. Fauci sei zuletzt nicht in engem direktem Kontakt mit dem Präsidenten oder anderen hochrangigen Regierungsmitgliedern gewesen.

Auch andere diverse hochrangige Mitglieder aus Bidens Umfeld - darunter Kabinettsmitglieder und enge Berater und Mitarbeiter - waren in den vergangenen Monaten positiv auf das Coronavirus getestet worden. Biden selbst hat sich nach Angaben der Regierung bislang nicht infiziert.

Der Immunologe und hochrangige Pandemie-Berater von US-Präsident Joe Biden, Anthony Fauci, hat sich mit dem Coronavirus infiziert.
Der Immunologe und hochrangige Pandemie-Berater von US-Präsident Joe Biden, Anthony Fauci, hat sich mit dem Coronavirus infiziert.
Bild: Shawn Thew, dpa

Mittwoch, 15. Juni, 16.51 Uhr: Lauterbach: "Die angekündigte Sommerwelle ist leider Realität geworden"

In der Corona-Krise zeichnet sich nach Einschätzung von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach diesmal auch über den Sommer eine angespanntere Lage ab. "Die angekündigte Sommerwelle ist leider Realität geworden. Das bedeutet auch für die nächsten Wochen wenig Entspannung", sagte der SPD-Politiker der "Rheinischen Post" (Mittwoch).

"Weil die aktuelle Virusvariante sehr leicht übertragbar ist und weil fast alle Vorsichtsmaßnahmen ausgelaufen sind, verpufft in diesem Jahr der Sommereffekt in der Pandemie." Laut Robert Koch-Institut (RKI) nehmen Neuinfektionen weiter zu. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 15. Juni, 15.43 Uhr: Zahl der Corona-Fälle in Österreich steigt deutlich

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist auch in Österreich stark gestiegen. Am Mittwoch wurden nach amtlichen Angaben 6900 Corona-Neuinfektionen verzeichnet, eine Verdoppelung gegenüber der Zahl vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz je 100 000 Einwohner kletterte binnen 24 Stunden von 300 auf 340 Fälle. Nach Einschätzung einer Fachkommission könnte bereits im Juli oder August eine neue Corona-Welle drohen.

In ihrem Bericht, der der österreichischen Nachrichtenagentur APA vorlag, wird auf die Omikron-Subvariante BA.5 verwiesen, die aktuell in Portugal eine Welle verursache. "In Österreich sehen wir eine nahezu wöchentliche Verdoppelung der Anteile von BA.5/BA.4 bei den Neuinfektionen", heißt es dazu in dem Dokument der von der Regierung eingesetzten Kommission. Die Folgen für die Lage in den Krankenhäusern seien aber noch unklar.

Laut Robert Koch-Institut (RKI) nehmen auch in Deutschland Neuinfektionen weiter zu. Die amtliche Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Mittwoch mit 472,4 an - und damit fast doppelt so hoch wie vor einer Woche.

Mittwoch, 15. Juni, 11.30 Uhr: Bayerische Wirtschaft fordert Konzepte für neue Corona-Welle

Die Industrie- und Handelsbetriebe in Bayern fordern von der Politik auf Bundes- und Landesebene, bereits jetzt Pläne und Konzepte für die erneut steigenden Corona-Fallzahlen zu erarbeiten. "Auch wenn wir die neue Normalität mit persönlichen Begegnungen beruflich wie privat genießen, existiert das Virus weiter", sagte der Präsident des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags, Klaus Josef Lutz, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. "Die Fehler der vergangenen beiden Jahre dürfen sich nicht wiederholen." Langes Abwarten, um dann "hektisch und überfordert Einschränkungen zu verhängen", sei der falsche Weg gewesen.

Lutz fordert von der Bundes- sowie von der Staatsregierung eine wissenschaftlich fundierte Datenaufbereitung. "Nur so können flächendeckend verlässliche Prognosen erstellt und eine zielgerichtete Vorsorge getroffen werden, ohne das gesamte öffentliche Leben einzuschränken", meinte er.

Lutz betont zudem, dass es dringend eine Evaluierung brauche, welche Maßnahmen in den vergangenen zwei Jahren überhaupt wirksam zum Infektionsschutz beigetragen haben. "Die Wirtschaft erwartet, dass noch im Sommer ein Konzept mit effektiven, effizienten und verhältnismäßigen Schutzmaßnahmen in Abhängigkeit von der Belastung des Gesundheitssystems vorgelegt wird", sagte er.

Mittwoch, 15. Juni, 9.40 Uhr: Streeck: Public Viewing bei WM 2022 Orte für Corona-Ausbrüche

Der Bonner Virologe Hendrik Streeck blickt zunehmend mit Sorge auf die Fernseh-Live-Übertragungen der Fußball-Weltmeisterschaft aus Katar im kommenden Winter. "Dadurch kreieren wir gegebenenfalls auch wieder größere Ausbrüche, oder es kann auch zu einem Superspreading-Event kommen, und darauf muss man sich vorbereiten", sagte Streeck dem "Nachtjournal" des Fernsehsenders RTL. Grund dafür sei, dass das Public Viewing aufgrund der ungewöhnlichen Jahreszeit in Innenräumen, und nicht wie sonst üblich draußen stattfinden wird.

Eine Hilfe könnte dann wieder das Tragen von Schutzmasken sein. "Wir wissen, dass die Maske funktioniert und dass die Maske einen Schutz gibt", sagte der Leiter des Instituts für Virologie an der Universität Bonn. Aber vor allem müsse man die Risikogruppen in den Alten- und Pflegeheimen besser schützen. Dazu gehören gute Hygienekonzepte, aber auch eine vierte Impfung für die Risikogruppen. Jüngere bräuchten diese im Moment aber nicht, für sie reiche eine Dreifach-Impfung.

Die Corona-Zahlen steigen in Deutschland derzeit wieder rasant, so auch im Allgäu. Verantwortlich dafür ist unter anderem eine neue Omikron-Variante. "BA.5 hat eine erhöhte Immunflucht", sagte Streeck. "Geimpfte können sich wieder infizieren, weil das Immunsystem die Variante nicht mehr ganz so gut erkennen kann. Zusätzlich ist sie auch etwas stärker ansteckend." Auf den anstehenden Herbst und Winter müssen man sich deswegen schon jetzt sehr gut vorbereiten.

Mittwoch, 15. Juni, 7.45 Uhr: Gesundheitsministerium legt Gesetzentwurf zur Triage in Deutschland vor

Für den Fall zu knapper Intensivkapazitäten in der Pandemie will das Gesundheitsministerium die sogenannte Triage neu regeln. Was passiert, wenn Intensiv-Betten knapp werden?

Mittwoch, 15. Juni, 6.15 Uhr: Inzidenzwerte im Allgäu steigen teils stark an

Die Corona-Zahlen in der Region steigen wieder an. Das Ostallgäu steht inzwischen bei einem Inzidenzwert von über 600 - die Inzidenz in Kaufbeuren liegt über 500. Unsere Übersicht.

Mittwoch, 15. Juni, 6.15 Uhr: RKI registriert 92 344 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 472,4

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwochmorgen mit 472,4 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche bei 447,3 gelegen (Vorwoche: 238,1; Vormonat: 452,4). Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem, weil bei weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 92 344 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 84655) und 112 Todesfälle (Vorwoche: 145) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen und Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende immer mehr Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Dienstag, 14. Juni, 19.58 Uhr: Entwurf zu gesetzlichen Vorgaben gegen Benachteiligung bei Triage

Für den Fall zu knapper Intensivkapazitäten in der Pandemie sollen Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen bei einer Priorisierung von Patienten gesetzlich ausgeschlossen werden. Darauf zielt ein Entwurf des Bundesgesundheitsministeriums, der einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts nachkommt.

Ressortchef Karl Lauterbach (SPD) sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe: "Behinderung darf kein Grund für Ungleichbehandlung sein." Auch in der Pandemie müssten Behandlungsentscheidungen ausschließlich nach Genesungschancen gefällt werden. Wenn eine Behandlung begonnen wurde, dürfe sie nicht wegen eines neuen Patienten abgebrochen werden.

In der Corona-Pandemie war das Thema einer solchen "Triage" wegen teils ausgelasteter Intensivstationen in den Fokus gerückt. Der Begriff bedeutet, dass Ärzte bei zu wenig Beatmungsgeräten oder Betten eine Reihenfolge festlegen, wer zuerst behandelt wird. Hintergrund der vorgesehenen Regelungen ist eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts von Ende vergangenen Jahres. Demnach muss der Bundestag "unverzüglich" Vorkehrungen zum Schutz von Menschen mit Behinderungen treffen. Bisher gibt es dazu keinen Gesetzesrahmen, sondern wissenschaftlich erarbeitete Empfehlungen für Ärzte.

Lauterbach betonte: "In allen Corona-Wellen haben wir verhindert, dass die Triage Praxis-Alltag wurde. Das soll auch im dritten Corona-Herbst so bleiben."

Dienstag, 14. Juni, 19.20 Uhr: Radprofi Degenkolb mit Corona infiziert - Keine Belgien-Rundfahrt

Radprofi John Degenkolb hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Wie der 33-Jährige via Twitter mitteilte, sei ein Routinetest am Dienstag positiv ausgefallen. "So. Jetzt hats auch mich erwischt", schrieb der Klassiker-Spezialist vom Team DSM und postete dazu ein Foto seines Ergebnisses vom Selbsttest. Dies bedeute leider auch, dass er nicht wie geplant bei der an diesem Mittwoch beginnenden Belgien-Rundfahrt starten könne. "Aber keine Sorge. mir geht es gut und die Symptome sind zum Glueck leicht. I‘ll be back soon", meinte Degenkolb.

Dienstag, 14. Juni, 14.45 Uhr: Labore: BA.5 wohl bereits mit Anteil von 40 bis 50 Prozent

Bei den Omikron-Sublinien BA.4 und BA.5, die derzeit zu steigenden Corona-Fallzahlen beitragen, geht ein Laborverband aktuell bereits von hohen Anteilen in Deutschland aus. Für diese Woche sei anhand der bisherigen Ausbreitungsgeschwindigkeit anzunehmen, dass BA.4 vermutlich etwa 15 bis 16 Prozent des Infektionsgeschehens ausmache und BA.5 40 bis 50 Prozent, sagte der Vorsitzende des Verbands Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM), Michael Müller, am Dienstag. Er rechne mit einer weiteren Ausbreitung bis etwa Mitte Juli und im Zuge dessen mit hoch bleibenden Infektionszahlen. In den nächsten Wochen könnte sich BA.4 noch gegen BA.5 durchsetzen.

Dienstag, 14. Juni, 8.55 Uhr: Ein Viertel aller Erwerbstätigen arbeitete 2021 im Homeoffice

Im vergangenen Jahr haben so viele Menschen wie noch nie von zu Hause gearbeitet. 24,8 Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland waren im Jahr 2021 zumindest gelegentlich im sogenannten Homeoffice, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Für 10 Prozent der Berufstätigen waren die eigenen vier Wände sogar an jedem Arbeitstag das Büro. Corona-Maßnahmen wie die im Früh- und Spätjahr 2021 geltende Homeoffice-Pflicht haben dazu geführt, dass sich der Anteil gegenüber dem Vor-Corona-Niveau fast verdoppelt hat: Im Jahr 2019 hatten noch 12,8 Prozent der Erwerbstätigen im Homeoffice gearbeitet, im ersten Corona-Jahr 2020 waren es 21,0 Prozent.

Deutlich variiert die Nutzung von Homeoffice nach Branchen: Im IT-Dienstleistungsbereich arbeiteten 75,9 Prozent der abhängig Beschäftigten von zu Hause aus, im Gesundheitswesen nur 5,4 Prozent, teilt das Statistische Bundesamt mit.

Dienstag, 14. Juni, 7.15 Uhr: Inzidenzwerte im Allgäu steigen deutlich

Deutlicher Sprung bei den Inzidenzwerten im Allgäu am Dienstagmorgen: So liegt das Ostallgäu laut RKI wieder über der Marke von 500, auch die Stadt Kaufbeuren kratzt daran.

Allerdings: Ein Vergleich mit den Werten der Vorwoche ist wegen sehr eingeschränkter Meldungen am Pfingstmontag (6.6.) nicht sinnvoll. Wie die 7-Tage-Inzidenz in Ihrer Region aussieht, erfahren Sie immer aktuell hier.

Dienstag, 14. Juni, 6.55 Uhr: RKI registriert 105.840 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 447,3

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstagmorgen mit 447,3 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche bei 331,8 gelegen (Vorwoche: 199,9; Vormonat: 477,0). Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem, weil längst nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Und nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zur Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 105.840 Corona-Neuinfektionen und 107 Todesfälle innerhalb eines Tages. Ein Vergleich mit den Werten der Vorwoche ist wegen sehr eingeschränkter Meldungen am Pfingstmontag (6.6.) nicht sinnvoll.

Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende immer mehr Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 26.915.085 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Montag, 13. Juni, 19.45 Uhr: Rolling Stones Konzert in Amsterdam abgesagt: Mick Jagger hat Corona

Das Konzert der Rolling Stones in Amsterdam ist im letzten Moment abgesagt worden. Leadsänger Mick Jagger (78) ist mit dem Corona-Virus infiziert, wie Konzertveranstalter Mojo am Montag mitteilte. Bei Jagger sei gerade das Virus festgestellt worden, er habe den Saal soeben krank verlassen. Bei Facebook entschuldigte sich der Sänger am Abend für die kurzfristige Absage. "Danke euch allen für eure Geduld und euer Verständnis", schrieb er.

Die britische Rockband sollte ab 20.45 Uhr die Bühne in der Johan Cruijff Arena in Amsterdam betreten. Das Konzert soll nach Angaben des Veranstalters nachgeholt werden. Ein Datum stehe aber noch nicht fest. Unklar ist noch, was die Erkrankung von Jagger für die weiteren geplanten Konzerte der Stones-Tournee hat. Für Freitag war ein Auftritt in Bern angesagt, in der nächsten Woche in Mailand. Am Ende des Monats soll die berühmte Band in London auftreten.

Rolling-Stones-Leadsänger Mick Jagger hat sich mit dem Corona-Virus infiziert.
Rolling-Stones-Leadsänger Mick Jagger hat sich mit dem Corona-Virus infiziert.
Bild: Ralf Lienert

Montag, 13. Juni, 17.45 Uhr: Pflege-Impfpflicht: Wirft die Hälfte der Hebammen im Allgäu hin?

Durch die einrichtungsbezogene Impfpflicht könnte das Allgäu zahlreiche Hebammen verlieren, fürchtet Sprecherin Ingrid Notz. Auch sonst gibt es viel zu tun.

Montag, 13. Juni, 17 Uhr: Niedrigste Corona-Zahlen in Thailand seit mehr als einem Jahr

In Thailand gehen die Corona-Zahlen weiter zurück. Am Montag meldeten die Gesundheitsbehörden die niedrigste Zahl an Neuinfektionen seit mehr als einem Jahr. Offiziellen Zahlen zufolge wurden rund 1800 neue Fälle verzeichnet - zuletzt war Anfang Mai 2021 ein so geringer Wert verzeichnet wurde. Auch die Todesfälle in Verbindung mit Covid-19 gehen weiter zurück. Am Montag wurden 15 Todesopfer gemeldet, die niedrigste Zahl seit Februar.

Thailand hatte bereits am 1. Mai die Einreisebedingungen deutlich gelockert, damit die wichtige Tourismusbranche wieder in Schwung kommt. Mittlerweile dürfen Bars und Nachtlokale wieder bis Mitternacht öffnen. In dem südostasiatischen Land gilt aber landesweit weiter überall eine Maskenpflicht.

Montag, 13. Juni, 13.15 Uhr: Einbruchszahlen in Bayern sinken wegen Pandemie deutlich

Die Anzahl der Wohnungseinbrüche im Freistaat ist wegen der Corona-Pandemie deutlich zurückgegangen. Wie aus einer Statistik des Bayerischen Landeskriminalamtes (BLKA) hervorgeht, sind die Einbruchszahlen im vergangenen Jahr im Vergleich zum Jahr 2020 um 44,5 Prozent gesunken - und bereits 2020 verglichen zu 2019 um 3,7 Prozent. Insgesamt seien 955 Einbrüche durch aufmerksame Zeugen, Alarme sowie einbruchssichere Fenster und Türen verhindert worden, teilte das bayerische Innenministerium am Montag mit. Die Behörden rechnen damit, dass die Zahl nach dem Wegfall der Corona-Schutzmaßnahmen wieder nach oben gehen könnten.

Zudem konnten nach Angaben des Ministeriums 37 Einbrecher bei der Tat festgenommen werden. Das Risiko, Opfer eines Einbruchs zu werden, sei im vergangenen Jahr auf 18 Fälle pro 100 000 Einwohner gesunken.

"Neben hoher Polizeipräsenz und konsequenten Kontrollen sind wir auf aufmerksame Bürgerinnen und Bürger angewiesen", betonte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU). "Nachdem die Corona-Schutzmaßnahmen zurückgefahren wurden, werden auch die Einbrecher ihre Aktivitäten sicherlich wieder verstärken."

Oft lässt sich die Sicherheit der eigenen Wohnung nach Angaben des Innenministers auf einfache Art und Weise verbessern. Dafür böten das Bayerische Landeskriminalamt (BKA) und die Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen im Freistaat eine kostenlose Beratung an.

Montag, 13. Juni, 9.58 Uhr: Grünen-Experte fordert genauere Corona-Daten

Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen hat eine genauere Erhebung von Corona-Daten gefordert. Kritik an der Bundesregierung, dass dafür bislang nicht genug getan werde, sei berechtigt, sagte der Bundestagsabgeordnete am Montag in der Sendung "Frühstart" von RTL/ntv. "Da können wir uns nicht wegducken, diese Kritik müssen wir uns anziehen." Man müsse wissen, wie stark die Belastung im Gesundheitswesen sei und wie viele Betten in den Krankenhäusern auf Intensiv- und Normalstationen zur Verfügung stünden.

Dahmen wies in diesem Zusammenhang auf eine hohe Belastung der Beschäftigten in den Gesundheitsämtern nach mehr als zwei Jahren Pandemie hin. Mit Blick auf den bevorstehenden Herbst äußerte sich der Grünnen-Politiker "sehr besorgt". Man müsse damit rechnen, dass sich Grippeviren parallel zu neuen Coronavirus-Stämmen ausbreiten.

Montag, 13. Juni, 6.55 Uhr: Wie ist die Corona-Lage im Allgäu?

Die Inzidenzen im Allgäu sind in den vergangenen Tagen teils deutlich gestiegen. Doch am Wochenende werden einige Fälle gar nicht oder nicht vollständig ans Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. Deshalb ist die Aussagekraft der am Sonntag und Montag veröffentlichten Zahlen begrenzt. Alle aktuellen Corona-Zahlen aus Ihrer Region in der Übersicht hier.

Sonntag, 12. Juni, 15.45 Uhr: USA beenden Corona-Testpflicht für Reisende aus dem Ausland

Reisende aus dem Ausland in die USA müssen seit Sonntag keinen negativen Coronavirus-Test mehr vor ihrem Flug vorlegen. Die Pandemie sei durch die weitverbreitete Impfung, die Verfügbarkeit von Behandlungsmöglichkeiten und eine gewachsene Immunität innerhalb der Bevölkerung "in eine neue Phase eingetreten", begründete die Gesundheitsbehörde CDC in Washington den Schritt. Dadurch sei das Risiko in den USA gesunken, schwer an Corona zu erkranken oder gar zu sterben. Die US-Reisebranche hatte für vollständig geimpfte Flugreisende seit längerem ein Ende der Testpflicht gefordert.

Sonntag, 12. Juni, 9 Uhr: WHO fordert Prüfung von Laborthese zum Virus-Ursprung

Die Suche nach dem Coronavirus-Ursprung ist zäh. China fühlt sich zu Unrecht an den Pranger gestellt. Ein reiner Wissenschaftsrat sollte helfen. Dort verhindern aber China, Russland und Brasilien Konsens. Mehr dazu lesen Sie hier.

Samstag, 11. Juni, 7.05 Uhr: Holetschek warnt vor Infektionswelle durch neue Corona-Variante

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat vor steigenden Infektionszahlen durch die neue Omikron-Subvariante BA.5 gewarnt. Nach Wellen in anderen Ländern sei damit zu rechnen, dass BA.5 bald auch dominant in Deutschland wird, teilte der CSU-Politiker am Samstag in München mit. "Der Infektionsdruck könnte damit wieder steigen." Anlass für eine Verschärfung der Corona-Vorschriften sieht Holetschek allerdings nicht. BA.5 scheine keine schwereren Erkrankungen zu verursachen als frühere Typen der Omikron-Variante des Coronavirus. Gleichwohl sei dies kein Grund für Sorglosigkeit. Im Herbst sei mit neuen Virusvarianten zu rechnen, die ansteckender und womöglich auch gefährlicher sein könnten.

In diesem Zusammenhang kritisierte er den Kurs der Bundesregierung. Diese habe das Infektionsschutzgesetz noch nicht an mögliche Entwicklungen angepasst. "Die in der Corona-Frage zerstrittene Berliner Ampel läuft derweil Gefahr, den Zug zu verpassen, rechtzeitig vor der Sommerpause des Bundestags die nötigen Änderungen auf den Weg zu bringen", erklärte Holetschek. Der Bund müsse den Ländern ermöglichen, "schnell und angemessen" auf neue Infektionswellen zu reagieren.

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Bayerischer Gesundheitsminister Klaus Holetschek: Die wichtigsten Stationen seiner Karriere

Samstag, 11. Juni, 6.55 Uhr: RKI registriert 65.337 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 348,9

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Samstagmorgen mit 348,9 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 318,7 gelegen (Vorwoche: 270,3; Vormonat: 507,1). Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage.

Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 65.337 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 41 087) und 77 Todesfälle (Vorwoche: 73) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende immer mehr Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Freitag, 10. Juni, 17.18 Uhr: Expertenrat stellt verschiedene Szenarien für den Winter vor

Die Expertinnen und Experten des von der Regierung eingesetzten Corona-Rates haben ihren Bericht zur „Pandemievorbereitung auf Herbst/Winter 2022/23“ vorgestellt. Mehr dazu hier.

Freitag, 10. Juni, 15.44 Uhr: Inzidenzen steigen teils deutlich - Wie ist die aktuelle Corona-Lage im Allgäu?

Die Inzidenzen im Allgäu sind teils deutlich gestiegen. Wie ist diese Lage angesichts der neuen Omikron-Variante BA.5 einzuschätzen? Die Fragen und Antworten.

Freitag, 10. Juni, 10.15 Uhr: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen mutmaßliche Maskenbetrüger in Bayern

Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth hat wegen des Verdachts des Betrugs beim Handel mit Mund-Nasen-Schutzmasken Anklage gegen zwei Männer aus der Oberpfalz erhoben. Einer der beiden Geschäftsführer eines Unternehmens aus dem Raum Neumarkt war Kommunalpolitiker der Freien Wähler. Beide Beschuldigten hatten zwischenzeitlich in Untersuchungshaft gesessen.

Die beiden Männer sollen laut Mitteilung der Anklagebehörde vom Freitag dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) während der ersten Corona-Welle im April 2020 rund 2,5 Millionen Masken verkauft haben, von denen knapp die Hälfte nicht dem vereinbarten Qualitätsstandards entsprachen. Die Beschuldigten sollen sogar eine gefälschte Bestätigung vorgelegt haben. Später, nachdem der chinesische Hersteller auf die Qualitätsprobleme hingewiesen hatte, hätten die beiden die Masken noch immer an Apotheken weiterverkauft. In diesen Fällen hatten die Ermittler allerdings weniger Masken von minderer Qualität gefunden als beim Verkauf an das LGL.

Die Anklage lautet auf neun Fälle von Betrug und 20 Fälle von versuchtem Betrug. Hinzu komme Urkundenfälschung. Die Staatsanwaltschaft habe 47 Zeugen benannt. Das Landgericht Nürnberg-Fürth muss nun über die Zulassung der Anklage entscheiden. Die beiden Beschuldigten bestreiten nach Darstellung der Staatsanwaltschaft ihre Schuld.

Einer der beiden Geschäftsführer hatte sich bei der Anbahnung des Geschäfts um Unterstützung bittend auch an Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) gewandt. Aiwanger gab an, er habe das Anliegen an das LGL weitergeleitet. Ob es sich bei dem Bittsteller um den Kommunalpolitiker der Freien Wähler gehandelt hatte, sagte Aiwanger damals nicht.

Freitag, 10. Juni, 8.40 Uhr: Inzidenz in Bayern wieder über 300

Die vom Robert Koch-Institut gemeldete Corona-Inzidenz für Bayern ist wieder über 300 gestiegen. Am Freitagmorgen (Stand 3.10 Uhr) wurde sie mit 308,5 angegeben. Am Donnerstag hatte sie noch bei 275,4 gelegen. Damit setzt sich der Aufwärtstrend fort. Noch am 30. Mai hatte das RKI einen Wert von 190 gemeldet. Zuletzt über 300 hatte die Inzidenz am 24. Mai gelegen. Die Entwicklung der vergangenen Wochen kann allerdings teilweise durch Feiertage verzerrt sein. Deutschlandweit stieg die Inzidenz auf 318,7.

In seinem Wochenbericht am Donnerstag hat das RKI vor einer möglichen erneuten Zunahme der Corona-Ansteckungen in Deutschland gewarnt. Erwartet wird, dass sich die Subvarianten namens BA.4 und B.5 stärker verbreiten. Saisonale Effekte - die das Virus eigentlich ein Stück weit ausbremsen - könnten die Verbreitung dieser Varianten nicht kompensieren, wenn Verhaltensregeln nicht mehr beachtet werden.

Freitag, 10. Juni, 7.45 Uhr: Sommer-Coronawelle? - Das sagt Christian Drosten

Angesichts der sich ausbreitenden Omikron-Subvariante BA.5 erwarten Fachleute, dass das Coronavirus im Sommer nicht von der Bildfläche verschwindet. "Wir erleben dieses Jahr keinen infektionsfreien Sommer, was aber zunächst nicht bedrohlich ist", sagt Christian Drosten, Leiter der Charité-Virologie in Berlin. Im Herbst und Winter werde es wohl eine lange Infektionswelle geben.

Es werde zu sehr vielen Fällen spätestens ab Oktober kommen, nimmt Drosten an. Dies könne sich, anders als bei einer schweren Grippewelle, wohl bis März hinziehen und zu vielen Arbeitsausfällen führen (mehr dazu hier).

Freitag, 10. Juni, 7.10 Uhr: Inzidenzwerte steigen - droht die Corona-Sommerwelle?

Im Zuge der Ausbreitung weiterer Omikron-Subtypen ist laut Robert Koch-Institut (RKI) eine erneute Zunahme der Corona-Ansteckungen in Deutschland möglich. Erwartet wird, dass sich die Subvarianten namens BA.4 und B.5 stärker verbreiten, "so dass es auch insgesamt zu einem Anstieg der Infektionszahlen und einem erneut verstärkten Infektionsdruck auf vulnerable Personengruppen schon im Sommer kommen kann", warnte das RKI in seinem Wochenbericht zu Covid-19 vom Donnerstag.

Saisonale Effekte - die das Virus eigentlich ein Stück weit ausbremsen - könnten die Verbreitung dieser Varianten nicht kompensieren, wenn Verhaltensregeln nicht mehr beachtet werden.

Freitag, 10. Juni, 6.55 Uhr: Inzidenzwerte im Allgäu steigen teils deutlich

Das RKI meldet am Freitagmorgen 1831 Neuinfektionen in den Allgäuer Landkreisen und drei kreisfreien Städten mit dem Coronavirus. Gestern waren es noch 1103. Das schlägt sich auch in den Inzidenzwerten nieder: Kempten, aber vor allem Kaufbeuren und das Ostallgäu verzeichnen einen deutlichen Sprung nach oben.

Bei beiden letzteren steigt die 7-Tage-Inzidenz von unter 100 gestern auf fast 300 heute. Alle aktuellen Coronazahlen aus Ihrer Region in der Übersicht hier.

Freitag, 10. Juni, 6.35 Uhr: Inflation und Pandemie: Kliniken rechnen mit hohen Zusatzkosten

Wegen der Corona-Pandemie und der hohen Inflation rechnet die Deutsche Krankenhausgesellschaft mit zusätzlichen Kosten in Milliardenhöhe für die Kliniken im Land. Der Verband erwarte für das laufende Jahr bundesweit einen außerplanmäßigen Kostenanstieg von rund 1,45 Milliarden Euro, berichtete die "Augsburger Allgemeine" (Freitag). Die Klinken litten unter massiv gestiegenen Preisen für Energie, Medizinprodukte, Medikamente, EDV-Produkte und auch Lebensmittel, sagte der Vorstandsvorsitzende Gerald Gaß der Zeitung. Zudem hätten die Kliniken Einnahmen durch ausgefallene Behandlungen in den Pandemie-Wellen verloren.

Auf die angespannte wirtschaftliche Lage durch die Inflation und die Pandemie, die auch zu einem gestiegenen Aufwand bei Behandlungen geführt habe, wies die Krankenhausgesellschaft auch in einem gemeinsamen Brief mit der Gewerkschaft Verdi und dem Ärzteverband Marburger Bund an Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hin. "Die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser ist aktuell dramatisch und es drohen kurzfristig spürbare Einschränkungen in der Patientenversorgung sowie weitere Belastungen für die Beschäftigten", zitierte das Redaktionsnetzwerk Deutschland (Freitag) aus dem Brief. Es brauche eine angemessene kurzfristige Reaktion der Politik, um Standortschließungen, Personalabbau oder Einschränkungen von Versorgungsangeboten zu verhindern.

Gaß forderte in der "Augsburger Allgemeinen" für das laufende Jahr einen Rechnungsaufschlag auf alle Krankenhausrechnungen in Höhe von zwei Prozent.

Freitag, 10. Juni, 6.25 Uhr: RKI registriert 77 878 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 318,7

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Freitagmorgen mit 318,7 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 276,9 gelegen (Vorwoche: 261,3; Vormonat: 522,7). Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage.

Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 77.878 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 42.693) und 106 Todesfälle (Vorwoche: 91) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende immer mehr Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 26.738.530 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Donnerstag, 9. Juni, 10.06 Uhr: Umfrage zu Corona-Pandemie und Lehrermangel: Schulen stark überlastet

Corona-Pandemie und Lehrermangel haben an den deutschen Schulen tiefe Spuren hinterlassen: Nach einer Umfrage stehen fast alle Lehrerinnen und Lehrer im Land am Rand der Erschöpfung. Fast neun von zehn Lehrkräften fühlen sich stark oder sehr stark belastet, die meisten dehnen ihre Arbeit auf die Wochenenden aus und sehen dennoch vor allem klaffende Lücken im Lern- und Lehrplan. Das zeigen Daten einer repräsentativen Forsa-Befragung im Auftrag der Robert Bosch Stiftung (Stuttgart), die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Donnerstag, 9. Juni, 9.30 Uhr: Lauterbach: Frühestens im September Omikron-Impfstoffe verfügbar

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach erwartet im Herbst Corona-Impfstoffe, die an die Omikron-Varianten angepasst sind. Frühestens im September rechne er damit, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag im Deutschlandfunk. Daran werde intensiv gearbeitet. Es gebe vielversprechende Daten von Moderna, auch mit Biontech sei man im Kontakt. Er sei zuversichtlich, dass es sehr gute angepasste Impfstoffe geben werde.

Aktuell dominiert die Omikron-Sublinie BA.2 in Deutschland, der Anteil der Untervariante BA.5 wächst allerdings, wenngleich auf niedrigem Niveau. Lauterbach nannte BA.5 aber "keine besonders gefährliche Variante", auch wenn sie ansteckender sei als BA.1 und BA.2.

Der Corona-Expertenrat der Bundesregierung hatte am Mittwoch auf Vorbereitungen für den Herbst und Winter gedrungen und drei Szenarien für die Entwicklung der Pandemie entworfen. Lauterbach bezeichnete das mittlere Szenario mit weniger gravierenden Auswirkungen als derzeit wahrscheinlichstes. Es sei nicht auszuschließen, dass es zu Virusvarianten komme, die ansteckender und gefährlicher seien. "Wir hoffen es aber alle nicht", sagte Lauterbach. Man müsse jedoch darauf vorbereitet sein.

Der Minister nannte die Beschaffung von Impfstoffen, ein Impf- und ein Testkonzept sowie schnellere Daten aus den Krankenhäusern. "Das sind Dinge, die müssen jetzt vorbereitet werden. Daran wird auch gearbeitet bereits im Bundesgesundheitsministerium."

"Auf jeden Fall" geändert und verlängert werden müsse auch das Infektionsschutzgesetz. Es läuft am 23. September aus. Die FDP fordert, noch die Expertise eines Sachverständigenausschusses abzuwarten, die bisherige Schutzmaßnahmen bewertet. Das Gutachten soll bis 30. Juni vorliegen. "Dem kann ich auch ohne Wenn und Aber folgen", betonte Lauterbach. Alle hätten das gleiche Ziel, "mit möglichst wenigen Freiheitseinschränkungen der Lage angepasst schnell reagieren zu können". "Da sind wir in der Pflicht, und genau so wird es auch kommen", betonte der Minister.

Donnerstag, 9. Juni, 6.29 Uhr: Ärztekammer prangert Corona-"Datenblindflug" an und fordert Abhilfe

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie braucht Deutschland aus Sicht der Bundesärztekammer dringend eine bessere Datenbasis. "Wir haben in den letzten zweieinhalb Jahren einen wahren Datenblindflug erlebt, der keine gute Grundlage für rationale Entscheidungen war", sagte Ärztepräsident Klaus Reinhardt der Funke-Mediengruppe (Donnerstag). Nur wenn Klarheit über das tatsächliche Infektionsgeschehen herrsche, könne die Belegung der Krankenhaus- und Intensivbetten realistisch prognostiziert werden. Die Bundesregierung sollte sich daher den Rat ihrer Experten zu eigen machen und endlich systematisch Daten zu Infektionsdynamik, Krankheitsschwere und zur Belastung des Gesundheitswesens erheben und auswerten.

Ähnlich wie Reinhardt äußerte sich auch der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß. Die Politik rief er in der "Rheinischen Post" auf, die Frage zu klären, "wer die Kosten für die notwendigen IT-Investitionen übernimmt".

Der Expertenrat erwartet im Herbst und Winter erneut eine erhebliche Belastung des Gesundheitssystems. Er empfiehlt eine Rechtsbasis für schnelle Reaktionen auf möglicherweise steigende Infektionszahlen im Herbst und Winter und dringt auf langfristige Verbesserungen - etwa bei Datenanalyse und Prognose. Der Rat fordert zudem Einheitlichkeit - nämlich eine zentrale Koordination der Pandemiemaßnahmen zwischen Bund und Ländern und eine bundesweit möglichst einheitliche und schnelle Kommunikation aller bestehenden Regelungen und Empfehlungen.

Mittwoch, 8. Juni, 19.57 Uhr: Lauterbach: Expertenrat-Gutachten wird Basis für Corona-Bekämpfung

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will die vom Corona-Expertenrat der Bundesregierung vorgelegte neue Stellungnahme zur Grundlage für die Pandemie-Bekämpfung im Herbst machen. Das Gutachten werde "maßgeblich für unsere Pandemiebekämpfung im Herbst", sagte Lauterbach am Mittwoch in Düsseldorf bei einem von der "Rheinischen Post" veranstalteten Ärzte-Netzwerktreffen. "Wir werden dieses Gutachten auswerten und auf Grundlage des Gutachtens zeitnah zu Empfehlungen kommen, mit denen wir den Herbst vorbereiten."

Lauterbach zeigte sich beunruhigt wegen der Zunahme der Infektionsfälle der BA.5-Omikron-Variante. "Wir wissen noch nicht, ob es eine Corona-Welle im Sommer geben wird", sagte er. Schwieriger werde es aber im Herbst. "Da brauchen wir einen Instrumentenkasten." Auch mit Zweitinfektionen von bereits einmal an Corona erkrankten Menschen müsse gerechnet werden.

Lauterbach rechnet damit, dass es bessere Impfstoffe im Herbst geben wird, mit denen man auch besser auf die Omikron-Varianten vorbereitet sei. "Wenn diese Impfstoffe da sind, werden wir einen Impfprozess vorlegen und die Bevölkerung zur Impfung aufrufen", sagte Lauterbach.

Einen neuen Anlauf für eine allgemeine Impfpflicht im Bundestag werde es nicht geben, betonte Lauterbach. Das Land wäre nach seiner Ansicht aber besser durch die Pandemie gekommen, wenn der Bundestag eine Impfpflicht beschlossen hätte. "Da sind wir als Bundestag falsch abgebogen", sagte er zum Scheitern der Impfpflicht im Frühjahr.

Lauterbach zeigte sich sicher, dass erneute Schul- und Kitaschließungen im Herbst vermieden werden können. "Ich glaube nicht, dass das noch einmal angemessen sein könnte."

Bei der Überarbeitung des Infektionsschutzgesetzes, das am 23. September ausläuft, will Lauterbach der FDP entgegenkommen und Änderungen möglichst spät beschließen. Was er aber unabhängig von dem Gesetz machen könne, werde er früher umsetzen.

Mittwoch, 8. Juni, 18.20 Uhr: Diese Vorbereitungen empfiehlt der Corona-Expertenrat für den Herbst

Schwere Covid-Verläufe, hohe Belastung der Kliniken - so könnte sich die Pandemie im Herbst laut Expertenrat der Regierung im ungünstigen Fall entwickeln. Doch die Ampel setzt unterschiedliche Schwerpunkte. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 8. Juni, 17.10 Uhr: Hausdurchsuchungen wegen Betrugs mit Corona-Hilfen

Im Zusammenhang mit Betrugsfällen bei Corona-Soforthilfen haben Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch mehrere Objekte im Raum Landshut durchsucht. Elf Beschuldigte zwischen 21 und 64 Jahren stünden im Verdacht, sich Zahlungen des Bundes erschlichen zu haben, teilte das Polizeipräsidium Niederbayern mit. Die Schadenshöhe wird auf 75 000 Euro beziffert.

Die Verdächtigen sollen zwischen Mitte 2021 bis März 2022 bei der IHK München und Oberbayern Anträge auf Corona-Überbrückungshilfen gestellt haben. Darin hätten sie unter anderem fälschlicherweise angegeben, als Selbstständige im Vorjahr mehrere Zehntausend Euro Umsatz im Quartal erwirtschaftet zu haben.

Mittwoch, 8. Juni, 15.20 Uhr: 9000 Euro Corona-Soforthilfe ergaunert: Amtsgericht Wangen verurteilt Betrüger

Ein Mann hat aufgrund falscher Angaben tausende Euro an Corona-Soforthilfe erhalten. Dafür stand er nun in Wangen vor Gericht. So lautet das Urteil.

Mittwoch, 8. Juni, 14.30 Uhr: Corona-Impfpflicht für Soldaten: RKI betont Wirksamkeit

Gegen andere Krankheiten müssen sich Bundeswehrsoldaten bereits seit langem impfen lassen. Gegen das Coronavirus ist das seit letztem Jahr auch vorgeschrieben. Zwei Offiziere wehren sich dagegen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 8. Juni, 13.27 Uhr: Bayerische Impfzentren werfen 1,3 Millionen Dosen weg

Die bayerischen Corona-Impfzentren haben bislang gut 1,3 Millionen Dosen Impfstoff weggeworfen. Hauptgrund war der Ablauf der Haltbarkeit, wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in München mitteilte. Zu Dosen, die etwa von Haus- und Betriebsärzten entsorgt wurden, liegen demnach keine Daten vor.

Um eine Vernichtung zu vermeiden, seien die Impfzentren unter anderem angewiesen worden, die Vakzine untereinander umzuverteilen. Bislang geschah das laut Ministerium mit gut einer halben Million Dosen. Bereits im Sommer vergangenen Jahres, als die Impfzahlen deutlich fielen, hätten die Impfzentren im Freistaat auch vom Ablauf bedrohte Dosen für mögliche Impfstoffspenden an den Bund zurückgegeben.

Die bayerischen Impfzentren bleiben nach einer Entscheidung der Staatsregierung vom Februar mindestens bis Ende des Jahres geöffnet. Als vorrangig gilt laut Gesundheitsministerium mittlerweile jedoch das Impfangebot von Ärzten und Apotheken. Mit den Zentren solle sichergestellt werden, dass auch bei rasch steigender Nachfrage Kapazitäten zur Verfügung stehen.

Mittwoch, 8. Juni, 11.45 Uhr: Justizminister Buschmann will Evaluierung der Maßnahmen Ende Juni abwarten

Bundesjustizminister Marco Buschmann will erst nach der geplanten wissenschaftlichen Beurteilung der Corona-Schutzmaßnahmen über die Regeln für den Herbst entscheiden. Dass die derzeit geltende Fassung des Infektionsschutzgesetzes am 23. September auslaufe, sei kein zufällig gewähltes Datum, sagte der FDP-Politiker am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin". Das Datum sei so gewählt, "dass wir nach der Sommerpause zwei Sitzungswochen des Deutschen Bundestages haben, um ein ganz geordnetes, reguläres Gesetzgebungsverfahren zu durchlaufen."

Ende Juni soll ein Expertengremium eine Evaluierung der Maßnahmen vorlegen. "Zwischen dem 30. Juni und dem Ende der Sommerpause werden wir gemeinsam mit den Ländern beraten, was zu tun ist", sagte Buschmann. Das habe die Bundesregierung auch mit der Ministerpräsidentenkonferenz besprochen. "Warum jetzt einige meinen, dieser Fahrplan sei nichts mehr wert, das verstehe ich nicht."

Mittwoch, 8. Juni, 10.35 Uhr: Lindner zu Corona: Keine pauschalen Freiheitseinschränkungen mehr

In der Debatte über die Corona-Politik für den Herbst hat FDP-Chef Christian Lindner deutlich gemacht, dass zuerst die geplante wissenschaftliche Beurteilung von Schutzmaßnahmen abgewartet werden soll. "Ich beteilige mich jetzt nicht an der Diskussion über einzelne Maßnahmen, denn dann würde ich ja ein Wissen mir anmaßen, das man noch gar nicht haben kann", sagte der Bundesfinanzminister am Dienstagabend in der ARD-Sendung "Maischberger". "Weil die Wirksamkeit einzelner Maßnahmen uns die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler jetzt ja erst darlegen wollen." Klar sei für ihn aber: "Freiheitseinschränkungen pauschal sollte es nicht mehr geben."

Derzeit wird mit Blick auf einen erwarteten neuen Anstieg der Corona-Fälle in der kälteren Jahreszeit darüber diskutiert, welche Schutzmaßnahmen im Herbst möglich sein sollen. So hatte Grünen-Chef Omid Nouripour zuletzt eine rasche Änderung des Infektionsschutzgesetzes gefordert. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) plädiert etwa dafür, wieder die Möglichkeit einer Maskenpflicht in Innenräumen zu schaffen. Mehrere FDP-Politiker hatten aber bereits darauf gepocht, zunächst die bis Ende Juni geplante Evaluierung von Maßnahmen abzuwarten.

Mittwoch, 8. Juni, 9.25 Uhr: FDA-Berater empfehlen Notfallzulassung für Corona-Impfstoff Novavax

Ein Beratergremium der US-Arzneimittelbehörde FDA hat eine Notfallzulassung für den Coronavirus-Impfstoff Novavax empfohlen. Dafür sprachen sich die Mitglieder des Gremiums am Dienstag nach stundenlanger Diskussion einstimmig aus. Das Abstimmungsergebnis ist für die FDA nicht bindend, meist folgt die Behörde aber der Einschätzung der Berater. Auch die Arzneimittelbehörde CDC muss sich dem noch anschließen. Eine Notfallzulassung für das Präparat könnte dann in den kommenden Tagen erfolgen.

Der Impfstoff, von dem zwei Dosen notwendig sind, ist in Deutschland bereits seit Ende Februar verfügbar. Er basiert auf einem klassischeren Verfahren als die mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna, weswegen er als mögliche Alternative für Menschen angesehen wird, die diese skeptisch sehen.

Ein Beratergremium der US-Arzneimittelbehörde FDA hat eine Notfallzulassung für den Coronavirus-Impfstoff Novavax empfohlen.
Ein Beratergremium der US-Arzneimittelbehörde FDA hat eine Notfallzulassung für den Coronavirus-Impfstoff Novavax empfohlen.
Bild: Matthias Bein, dpa (Symbolbild)

Mittwoch, 8. Juni, 6.50 Uhr: Expertenrat legt Corona-Stellungnahme für den Herbst vor

Der Corona-Expertenrat der Bundesregierung legt um 15 Uhr in Berlin seine Stellungnahme über die nötigen Vorbereitungen für Herbst und Winter vor. Erwartet wird, dass die Expertinnen und Experten um den Vorstandsvorsitzenden der Berliner Universitätsklinik Charité, Heyo Kroemer, Hinweise für die weiteren Schritte der Politik geben. Bund und Länder hatten Anfang Juni frühzeitige Vorkehrungen für eine wohl wieder kritischere Corona-Lage im Herbst angekündigt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 8. Juni, 6.10 Uhr: RKI registriert 84 655 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 238,1

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwochmorgen mit 238,1 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 199,9 gelegen (Vorwoche: 207,0; Vormonat: 569,4). Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage.

Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 84.655 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 54 957) und 145 Todesfälle (Vorwoche: 91) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende immer mehr Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 26.583.016 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Dienstag, 7. Juni, 18 Uhr: Corona-Impfpflicht für Soldaten: RKI-Experte betont Wirksamkeit

In einem Prozess um die Corona-Impfpflicht bei der Bundeswehr hat ein Experte des Robert Koch-Instituts (RKI) die Wirksamkeit der Impfung unterstrichen. "Der Schutz vor einer schweren Erkrankung ist ein halbes Jahr nach dem Booster auch bei der Omikron-Variante sehr stabil und nur leicht abnehmend", sagte der Leiter der Impfprävention beim RKI, Ole Wichmann, am Dienstag vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Der Schutz vor einem milden Verlauf oder einer Übertragung nehme mit der Zeit aber deutlich ab.

Zwei Offiziere der Luftwaffe wehren sich dagegen, dass die Corona-Schutzimpfung in eine Liste von Impfungen aufgenommen wurde, die für Soldatinnen und Soldaten verbindlich sind. Sie sehen vor allem ihr Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit verletzt (Az.: BVerwG 1 WB 2.22, BVerwG 1 WB 5.22). Der 1. Wehrdienstsenat des Bundesverwaltungsgerichts ist dabei in erster und letzter Instanz zuständig.

Die Anwälte der Offiziere stellten infrage, dass die Corona-Impfung zur Verhütung übertragbarer Krankheiten geeignet sei. Sie bezweifelten auch, dass Covid-19 überhaupt eine gefährliche Erkrankung sei - insbesondere für die Berufsgruppe der Soldaten. Die Anwälte warfen dem RKI am Dienstag unter anderem vor, gewisse Daten für eine Einschätzung nicht zu berücksichtigen oder zu manipulieren.

Der Mediziner und Epidemiologe des RKI stützte seine Angaben neben den Meldedaten der Gesundheitsämter vor allem auf RKI-Studien und internationale Erhebungen. Aktuelle Daten zur Wirksamkeit der Impfstoffe will das RKI demnach in etwa zwei Wochen vorlegen. "An dem Schutz vor schweren Verläufen wird sich aber nichts ändern", betonte Wichmann.

Am Dienstag sollte zudem ein Experte des Paul-Ehrlich-Instituts zu den Impfstoffen gehört werden. Bereits am ersten Verhandlungstag im Mai hatte der Senat bis in den Abend hinein verhandelt. Damit ist auch am Dienstag zu rechnen. Einen weiteren Verhandlungstag hat der Senat für Mittwoch vorgesehen. Ob dann eine Entscheidung verkündet wird, ist noch unklar.

Dienstag, 7. Juni, 13.40 Uhr: Corona-Impfpflicht für Soldaten: RKI-Experte betont Wirksamkeit

In einem Prozess um die Corona-Impfpflicht bei der Bundeswehr hat ein Experte des Robert Koch-Instituts (RKI) die Wirksamkeit der Impfung unterstrichen. "Der Schutz vor einer schweren Erkrankung ist ein halbes Jahr nach dem Booster auch bei der Omikron-Variante sehr stabil und nur leicht abnehmend", sagte der Leiter der Impfprävention beim RKI, Ole Wichmann, am Dienstag vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Der Schutz vor einem milden Verlauf oder einer Übertragung nehme mit der Zeit aber deutlich ab.

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Corona im Allgäu: Eine Chronologie der Krise in Bildern

Dienstag, 7. Juni, 13.35 Uhr: Außenministerin Baerbock positiv auf Corona getestet

Außenministerin Annalena Baerbock hat nach einem positiven Corona-Schnelltest kurz nach Beginn ihres Besuches in Pakistan alle weiteren Termine abgesagt. Das teilte der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Christofer Burger, am Dienstag am Rande der Reise in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad mit. Ursprünglich wollte die Grünen-Politikerin nach ihrem bis Mittwoch geplanten Besuch in Pakistan nach Griechenland und in die Türkei weiterreisen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 7. Juni, 7.45 Uhr: Allgäuer Inzidenzwerte sinken

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz am Dienstag laut RKI liegt bei 199,9. Im Allgäu liegen sämtliche kreisfreien Städte und Landkreise darunter - wenn auch nur knapp wie im Falle des Ostallgäus.

Der Landkreis weist in der Region aktuell die höchste Inzidenz auf, die Stadt Memmingen die niedrigste (zum Überblick).

Aber: Wegen des langen Pfingstwochenendes sind die Werte nur mit Vorsicht zu genießen, gibt auch das RKI an. Aufgrund der Feiertage und Ferien und der damit verbundenen geringeren Test-, Melde- und Übermittlungsaktivität könne es kurzfristig zu einer erhöhten Untererfassung der Fälle im Meldesystem kommen, heißt es.

Dienstag, 7. Juni, 7 Uhr: FDP-Veteran Baum wirft Parteispitze Corona-Populismus vor

Der frühere FDP-Spitzenpolitiker Gerhart Baum hat den Corona-Kurs der aktuellen Parteiführung scharf kritisiert und ihr teils Verantwortungslosigkeit vorgeworfen. Misstrauen gegenüber staatlichen Eingriffen sei zwar "ein unverzichtbares Wesensmerkmal liberaler Politik", sagte der 89-jährige frühere Bundesinnenminister (1978-1982) dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Aber dies darf nicht dazu führen, dass die notwendige Verantwortung für das Gemeinwohl auf der Strecke bleibt."

Die FDP sei bei den jüngsten Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen "auch wegen ihrer Pandemie-Politik", wie Baum sich ausdrückte, "desaströs gescheitert". Gleichwohl kündige FDP-Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki deren Fortsetzung im Herbst an, kritisierte er.

Die FDP habe sich für Lockerungen der Schutzmaßnahmen eingesetzt, "auch dann, wenn es nicht zu verantworten war, so im Herbst 2020, als das Zögern mit einem Lockdown bezahlt werden musste". Die FDP-Politik war "zeitweise ein Stück Populismus, dem die Wähler nicht gefolgt sind", sagte Baum. "Sie konnten sich einfach nicht vorstellen, dass alle anderen demokratischen Parteien, alle Bundesländer und die Wissenschaft auf dem Holzwege waren."

Innerhalb der Koalition wird zunehmend darüber gestritten, welche Corona-Schutzmaßnahmen für den Herbst festgelegt werden sollen. Vor allem die FDP steht dabei weiter auf der Bremse.

Dienstag, 7. Juni, 6.15 Uhr: Corona-Infektion: Uruguays Präsident sagt Reise zum Amerika-Gipfel ab

Wegen eine Corona-Infektion hat der uruguayische Präsident Luis Lacalle Pou seine Teilnahme am IX. Gipfeltreffen der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) in Los Angeles abgesagt. "Wegen der morgigen Reise zum Amerika-Gipfel in den USA habe ich mich heute einem PCR-Test unterzogen. Das Ergebnis ist positiv ausgefallen, so dass ich für die nächsten Tage alle Aktivitäten absagen muss", schrieb der konservative Staatschef am Montag auf Twitter.

Montag, 6. Juni, 20.15 Uhr: Blasmusikfestival in Seeg und Ikarus-Festival in Memmingen: Bilanz nach zwei Jahren Corona-Pause

Nach zwei Jahren Corona-Pause fanden am Wochenende wieder viele Veranstaltungen im Allgäu statt - darunter das Blasmusikfestival in Seeg (Landkreis Ostallgäu) und das Ikarus-Festival in Memmingerberg nahe des Allgäu Airport. Das Blasmusikfestival im 4000-Mann-Festzelt war ein voller Erfolg. Und auch beim Ikarus 2022 feierten die Massen, als hätte es die Pandemie nie gegeben.

Montag, 6. Juni, 17.30 Uhr: Verfassungsschutzbericht 2021 beleuchtet erstmals Querdenker & Co.

Der Verfassungsschutz veröffentlicht an diesem Dienstag seinen Jahresbericht für 2021. Darin wird erstmals ein im April vergangenen Jahres neu eingerichtetes Beobachtungsobjekt aufgeführt. Es trägt den sperrigen Titel "Demokratiefeindliche und/oder sicherheitsgefährdende Delegitimierung des Staates". In dieser Kategorie fasst der Inlandsgeheimdienst Gruppierungen und einzelne Akteure zusammen, die weder dem Links-, noch dem Rechtsextremismus zuzuordnen sind, bei denen es aber Anhaltspunkte dafür gibt, dass sie Verfassungsgrundsätze außer Kraft setzen oder die Funktionsfähigkeit des Staates beeinträchtigen wollen.

Dabei geht es nicht nur um Schlagworte wie "Corona-Diktatur", wie sie teilweise bei Protestaktionen der sogenannten Querdenker-Szene zu vernehmen waren. Vielmehr schaut der Inlandsgeheimdienst insgesamt auf Menschen und Gruppierungen, die bestimmte Verschwörungstheorien verbreiten, das demokratische Staatswesen in Zweifel ziehen oder dieses rundheraus ablehnen.

Dass das Bundesamt für Verfassungsschutz die AfD inzwischen als Verdachtsfall im Bereich des Rechtsextremismus einstuft, spielt in dem Bericht noch keine Rolle. Denn die Partei hatte gegen die Beobachtung als Verdachtsfall geklagt. Und das Urteil des Kölner Verwaltungsgerichts, das dem Bundesamt nun die Verdachtsfall-Beobachtung gestattet, erging erst im März diesen Jahres. Vorgestellt wird der Bericht von Verfassungsschutz-Präsident in Berlin von Thomas Haldenwang und Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD).

Montag, 6. Juni, 10.30 Uhr: Die Party ist vorbei: Johnson muss sich Misstrauensvotum stellen

Nach vier Tagen Jubiläumssause herrscht im politischen London am Montag ernüchterte Katerstimmung: Die in der Downing Street während des Corona-Lockdowns gefeierten Partys könnten Premier Boris Johnson nun doch noch das Amt kosten. Nach Monaten der Kritik muss sich der britische Premierminister Boris Johnson einem Misstrauensvotum seiner Konservativen Partei stellen. Nur wenige Stunden, nachdem in London die letzten Klänge der rauschenden "Jubilee"-Sause für Queen Elizabeth II. verstummt sind, geht es am Montag schon wieder um harte Politik - genauer gesagt: um das politische Überleben Johnsons. Noch am gleichen Tag sollten die 359 Parlamentarier der Tory-Partei darüber entscheiden, ob sie weiter von diesem angeführt werden wollen oder nicht. Stimmt eine Mehrheit gegen Johnson, ist er sein Amt als Premier vorerst los.

Montag, 6. Juni, 7 Uhr: Geld zurück vom Fitnessstudio? - BGH-Urteil sorgt auch im Allgäu für Diskussion

Laut Bundesgerichtshof muss ein Fitnessstudio in Niedersachsen einem Kunden Beiträge aus Corona-Zeiten erstatten. So sehen Allgäuer Studios das Urteil.

Montag, 6. Juni, 6.15 Uhr: Inzidenzwerte im Allgäu: Ostallgäu liegt weiter vorn

Wie haben sich die Inzidenzzahlen im Allgäu entwickelt? Das Ostallgäu hat weiterhin den höchsten Wert. Die aktuelle Übersicht lesen SIe hier.

Montag, 6. Juni, 5.30 Uhr: Bildungsdirektor für Corona-Impf-Debatte im Unterricht

Nach Ansicht von OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher sollte die Debatte über Corona-Impfungen im Unterricht an deutschen Schulen behandelt werden. "In Helsinki war es für Schüler ab 14 Jahren Teil des Unterrichts, eine Debatte über die Corona-Impfung in jeder Klasse zu organisieren", sagte Schleicher dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Montag).

Demnach konnten sich die Schülerinnen und Schüler dort sowohl mit Fachleuten für die Impfung als auch mit Impfgegnern austauschen und am Ende selbst über die eigene Impfung entscheiden - auch ohne Elterneinwilligung, erläuterte er.

Sonntag, 5. Juni, 19.15 Uhr: Streit in der Koalition: Welche Corona-Maßnahmen gelten im Herbst?

In der Debatte um Corona-Maßnahmen für den Herbst wird der Ton in der Ampelregierung rauer. Grünen-Chef Omid Nouripour forderte eine rasche Änderung des Infektionsschutzgesetzes, um für die kältere Jahreszeit vorbereitet zu sein. dafür bekommt er nicht nur Zustimmung. Weitere Infos lesen Sie hier.

Sonntag, 5. Juni, 9 Uhr: Mallorca: Urlauber feiern, als hätte es nie Corona-Stillstand gegeben

Mallorca ist wieder da. Die deutschen Urlauber genießen die Strände und erfreuen sich am Ballermann und an anderen Orten der Insel am sommerlichen Wetter. Hier scheint es fast so, als hätte es nie einen Corona-Stillstand gegeben. Das hat gute, aber auch schlechte Seiten. Warum der Imagewandel Mallorcas vorerst gescheitert ist, lesen Sie hier.

Sonntag, 5. Juni, 6.15 Uhr: Ostallgäu weiterhin mit höchstem Inzidenzwert im Allgäu

Der Landkreis Ostallgäu hat weiterhin den höchsten Inzidenzwert im Allgäu, wie das Robert-Koch-Institut am Sonntag mitteilt. Alle Allgäuer Inzidenzwerte lesen Sie hier.

Sonntag, 5. Juni, 6 Uhr: Ex-Minister Spahn schreibt ein Buch über Erfahrungen in der Pandemie

Ex-Bundesgesundheitsminister Jens Spahn arbeitet an einem Buch über seine Erfahrungen in der Corona-Pandemie. "Die Frage, was die Pandemie mit dem Land gemacht hat und was das für die 20er Jahre bedeutet, beschäftigt mich seit zwei Jahren", sagte der CDU-Politiker der "Bild am Sonntag". "Ich werde mich in einem Buch mit dieser Frage auseinandersetzen." Der Titel des Buches soll laut Zeitung ein bekanntes Spahn-Zitat aufgreifen: "Wir werden einander viel verzeihen müssen: Wie die Pandemie uns verändert hat – und was sie uns für die Zukunft lehrt." Erscheinen soll das Buch am 28. September.

Sonntag, 5. Juni, 5.30 Uhr: Infektionsschutzgesetz schnell ändern? - Grüne und FDP beharken sich

In der Debatte um Corona-Maßnahmen für den Herbst wird der Ton in der Ampelregierung rauer. Grünen-Chef Omid Nouripour forderte eine rasche Änderung des Infektionsschutzgesetzes, um für die kältere Jahreszeit vorbereitet zu sein - dafür hatte sich auch Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Grüne) ausgesprochen. FDP-Politiker Wolfgang Kubicki erinnerte daraufhin daran, dass es einen gesetzlichen Auftrag gebe, Corona-Maßnahmen zunächst zu evaluieren. Nur auf der Grundlage eines entsprechenden Berichtes könnten evidenzbasierte Entscheidungen getroffen werden.

Samstag, 4. Juni, 21 Uhr: Fürstin Charlène von Monaco ist mit Corona infiziert

Fürstin Charlène von Monaco hat Corona. Die 44-Jährige habe einige Symptome gespürt, teilte das Fürstentum am Samstag mit. Sie habe sich in Quarantäne begeben. Die zweifache Mutter war vor einigen Wochen von einem mehrmonatigen Klinikaufenthalt in der Schweiz zurückgekehrt, der auf einen langen Aufenthalt in Südafrika folgte. Wegen ihrer Abwesenheit kursierten Trennungsgerüchte, die die königliche Familie stets dementierte.

Samstag, 4. Juni, 13.45 Uhr: Kubicki wirft Grünen "angstbasierte Politik" bei Corona vor

Mit Empörung hat FDP-Vizechef Wolfgang Kubicki auf Mahnungen der Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt an seine Partei reagiert, zum Herbst die Corona-Schutzmaßnahmen wieder zu verschärfen. "Es ist einer Bundestagsvizepräsidentin unwürdig, den Eindruck zu erwecken, als könne der Bundestag nicht schnell genug auf Herausforderungen der Pandemie reagieren", sagte Kubicki der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Ich empfehle den Grünen, zu einer faktenbasierten Politik zurückzukehren, statt weiter eine angstbasierte Politik zu betreiben." Sowohl Kubicki als auch Göring-Eckardt sind Bundestagsvizepräsidenten

Göring-Eckardt hatte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag) gesagt: "Christian Lindner und die FDP dürfen nicht wieder bremsen, wenn es um den Schutz vor Corona im Herbst geht." Die Regierung müsse schon heute auf Vorsorge setzen.

Wolfgang Kubicki, stellvertretender FDP-Parteivorsitzender und Bundesratsvizepräsident, nimmt an der Sitzung des Bundestags zum Auftakt der Haushaltswoche im Parlament teil. Der Bundestag stimmt in zweiter Beratung über den Etat 2022 ab. +++ dpa-Bildfunk +++
Wolfgang Kubicki, stellvertretender FDP-Parteivorsitzender und Bundesratsvizepräsident, nimmt an der Sitzung des Bundestags zum Auftakt der Haushaltswoche im Parlament teil. Der Bundestag stimmt in zweiter Beratung über den Etat 2022 ab. +++ dpa-Bildfunk +++
Bild: Kay Nietfeld

Samstag, 4. Juni, 10.30 Uhr: Ohne Corona-Impfung: Max Kepler verpasst Baseball-Spiele in Kanada

Weil er nicht gegen Corona geimpft ist, hat der deutsche Baseball-Profi Max Kepler sein Team Minnesota Twins nicht auf deren Reise zu den Toronto Blue Jays in der MLB begleiten dürfen. Kepler darf wegen der fehlenden Impfung nicht nach Kanada einreisen.

Der 29-Jährige wurde von den Twins zusammen mit seinen Mitspielern Trevor Megill, Emilio Pagan und Caleb Thielbar auf die sogenannte "Restricted List" der nordamerikanischen Baseball-Liga gesetzt. Das bedeutet, dass Kepler in dieser Zeit nicht bezahlt wird. Der gebürtige Berliner wird die drei Partien in Toronto verpassen und damit auf 111 264 Dollar seines 6,75 Millionen Dollar hohen Jahresgehalts verzichten müssen.

Samstag, 4. Juni, 7.15 Uhr: Die Inzidenzwerte im Allgäu

Die Inzidenzwerte im Allgäu sind von Freitag auf Samstag überwiegend gesunken. Unsere Übersicht.

Samstag, 4. Juni, 7 Uhr: RKI registriert 41 087 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 270,3

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Samstagmorgen mit 270,3 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.05 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche bei 261,3 gelegen (Vormonat: 591,8). Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 41 087 Corona-Neuinfektionen und 73 Todesfälle innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende immer mehr Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Freitag, 3. Juni, 12 Uhr: Schlappe Abwehrkräfte: Hat Corona das Immunsystem geschwächt? Das sagen Experten

Einige Krankheiten sind in der Corona-Pandemie seltener geworden. Doch in jüngster Zeit haben manche Menschen den Eindruck, unüblich häufig zu erkranken. Ist da etwas dran?

Freitag, 3. Juni, 10.20 Uhr: Lauterbach zuversichtlich für Corona-Instrumentarium im Herbst

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat sich zuversichtlich gezeigt, den Koalitionspartner FDP von einer Verlängerung des Infektionsschutzgesetzes und der Maskenpflicht überzeugen zu können. Mit Blick auf eine möglicherweise wieder kritischere Corona-Situation im Herbst sagte der SPD-Politiker am Donnerstagabend im ZDF-"heute journal", Deutschland werde "auf jeden Fall über den 23.9. hinweg ein Infektionsschutzgesetz haben, was uns die Vorbereitungen gibt, die wir brauchen". Am 23. September läuft die bisherige Rechtsgrundlage für die Schutzmaßnahmen aus. Mit Blick auf die Maskenpflicht und die FDP fügte Lauterbach hinzu: "Ich glaube, dass wir da übereinkommen."

Klaus Holetschek (CSU), Gesundheitsminister von Bayern, nimmt an einer Pressekonferenz zur einrichtungsbezogenen Impfpflicht teil. +++ dpa-Bildfunk +++
Klaus Holetschek (CSU), Gesundheitsminister von Bayern, nimmt an einer Pressekonferenz zur einrichtungsbezogenen Impfpflicht teil. +++ dpa-Bildfunk +++
Bild: Sven Hoppe, dpa (Archiv)

Die FDP, die so wenige Corona-Schutzmaßnahmen wie möglich will, pocht darauf, zunächst mehrere Expertenberichte dazu abzuwarten. Die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatten am Donnerstag verabredet, frühzeitige Vorkehrungen für eine kritischere Corona-Lage im Herbst zu treffen. Scholz sagte im Anschluss, alle Handlungsmöglichkeiten, die gebraucht würden, sollten zur Verfügung stehen - flächendeckende Schließungen von Schulen und Kitas solle es aber nicht mehr geben.

Die Länder-Gesundheitsminister hatten einstimmig einen möglichen Katalog etwa mit Maskenpflichten in Innenräumen und Zugangsregeln wie 2G und 3G (Zugang nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete) zusammengestellt.

Freitag, 3. Juni, 7.45 Uhr: Corona in Bayern: Klaus Holetschek fordert Vorbereitungen für Corona-Herbst

Gesundheitsminister Holetschek hat der Bundesregierung mangelnde Führung im Anti-Corona-Kampf vorgeworfen - und zügige Vorbereitungen für den Herbst verlangt.

Freitag, 3. Juni, 6.10 Inzidenzwerte im Allgäu steigen teils drastisch

Die Inzidenzwerte im Allgäu sind von Donnerstag auf Freitag teils deutlich nach oben gegangen. Unsere Übersicht.

Freitag, 3. Juni, 6 Uhr: RKI registriert 42.693 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 261,3

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Freitagmorgen mit 261,3 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.00 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche bei 221,4 gelegen (Vormonat: 632,2).

Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 42.693 Corona-Neuinfektionen und 91 Todesfälle innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende immer mehr Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

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Corona-Impfung: Das unterscheidet die Impfstoffe

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Alle Entwicklungen vom 18. Mai bis 3. Juni lesen Sie im Teil 113 unseres unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu

Alle Entwicklungen vom 10. bis 18. Mai 2022 lesen Sie in Teil 112 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 27. April bis 9. Mai 2022 lesen Sie in Teil 111 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 11. bis 26. April 2022 lesen Sie in Teil 110 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 31. März bis 6. April 2022 lesen Sie in Teil 109 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 20. bis 30. März 2022 lesen Sie in Teil 108 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 13. bis 21. März 2022 lesen Sie in Teil 107 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 2. bis 12. März 2022 lesen Sie in Teil 106 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 22. Februar bis 01. März lesen Sie in Teil 105 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 14. bis 21. Februar 2022 lesen Sie in Teil 104 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 11. bis 13. Februar 2022 lesen Sie in Teil 103 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 4. bis 10. Februar 2022 lesen Sie in Teil 102 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.