Memmingen

Phantom gegen Bomber

Allgäu Dribbler: Unterwegs mit Uwe Wegmann

Allgäu Dribbler: Unterwegs mit Uwe Wegmann

Bild: Matthias Becker

Allgäu Dribbler: Unterwegs mit Uwe Wegmann

Bild: Matthias Becker

Fußball-Regionalliga Wenn der FC Memmingen am Samstag beim 1. FC Nürnberg II antritt, sitzen die Stars auf der Trainerbank

08.06.2020 | Stand: 14:39 Uhr

Innovative Spitznamen sind im Profifußball eher selten, meist sind es nur Abkürzungen, wie „Litti“ für Pierre Littbarski oder „Schweini“ für Sebastian Schweinsteiger. Wer also mit einem eigenen Titel in des „Kaisers“ Fußstapfen von Franz Beckenbauer tritt, muss schon etwas ganz Besonderes geleistet haben. Am Samstag (14 Uhr) treffen im Regionalliga-Spiel des FC Memmingen beim 1. FC Nürnberg II zwei durchaus legendäre Ex-Profis aufeinander. Auf der einen Seite FCM-Trainer Uwe Wegmann, der zu seinen Bundesligazeiten „Alpenbomber“ getauft wurde, auf Nürnberger Seite Marek Mintal. Das „Phantom“ betreut neuerdings den Club-Nachwuchs. Seinen Namen hat der frühere Erst- und Zweitliga-Torschützenkönig erhalten, weil er eher unauffällig spielte und immer wieder aus dem Nichts auftauchte.

Die Stars dieses Regionalliga-Spiels sitzen damit eindeutig auf der Bank. Auf dem Platz stehen überwiegend junge Kräfte, die noch Stars werden können oder es zumindest wollen. Im Gegensatz zu anderen Profiklubs hält der 1. FC Nürnberg r an einer zweiten Mannschaft fest und schafft es immer wieder, Spieler nach oben zu bringen. Das ist auch Mintals Ziel: „Für mich als Trainer ist es ein gutes Gefühl, talentierte Spieler, die Potenzial für die erste Mannschaft mitbringen, zu den Profis zu schicken“. Jüngstes Beispiel ist Dominik Steczyk, der an den polnischen Meister Piast Gliwice ausgeliehen wird.

Im vergangenen Jahr landete der FCM zwei Siege gegen den Talentschuppen. Nach dem 0:2 zum Start in Illertissen ist diesmal vorrangig ein ordentlicher Auftritt das Ziel. Wegmann: „Nürnberg hat eine junge kombinationsstarke Mannschaft, die wir nicht ins Spiel kommen lassen dürfen“. Der Coach hat gegenüber der Auftaktniederlage mehr personelle Alternativen. Mit Olcay Kücük und Marco Schad stehen zwei erfahrene Mittelfeldleute zur Verfügung. Auch Fatjon Celani kehrt zurück. Dem Angreifer fehlt durch seine Verletzungspause allerdings Spielpraxis.

Beide Trainer waren bekanntlich Stürmer. Ob es deswegen auch ein Offensivspektakel in Nürnberg geben wird, bleibt abzuwarten – zumal am Valznerweiher Top-Temperaturen bis zu 32 Grad erwartet werden.