"Deutschland Wette"

"Querdenker" behindern Verkehr auf der A7 - beinahe hätte es gekracht

Auch die A7 war ein Ziel der Querdenker-Aktion. (Archivbild)

Auch die A7 war ein Ziel der Querdenker-Aktion. (Archivbild)

Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Auch die A7 war ein Ziel der Querdenker-Aktion. (Archivbild)

Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Mit Langsamfahrten auf Autobahnen protestieren "Querdenker" gegen Corona-Maßnahmen - auch auf der A7. Die Polizei lässt die Provokationen nicht unbeantwortet.
23.01.2021 | Stand: 13:59 Uhr

Die Langsamfahr-Aktion war im Internet und sozialen Foren für den Freitag zwischen 15 und 18 Uhr angekündigt worden. Deshalb war die Polizei bereits vor Beginn der Aktion im Bereich der A7, A 8 und der A 96 unterwegs. Auch ein Polizeihubschrauber war im Einsatz.

"Deutschland Wette": Querdenker fahren mit 50 bis 90 km/h auf der Autobahn

Laut Polizei hatten sich einige Teilnehmer gegen 14.45 Uhr auf einem Rastplatz an der A96 bei Wangen getroffen. Die Beamten beobachteten anschließend sowohl auf der A 96, als auch auf der A7 mehrere Dutzend Fahrzeuge, die der verkehrbehinderden Aktion zuzuordnen waren. Die Autos hatten entsprechende Banner und fuhren mit Geschwindigkeiten zwischen 50 und 90 Stundenkilometern auf der rechten Fahrspur. Damit brachten die selbsternannten Querdenker den Feierabendverkehr ins Stocken und gefährdeten den Straßenverkehr.

Polizeibeamte überprüften an der Rastanlage Illertal-Ost etwa 15 Fahrzeuge. Ein Auto war demnach auf der A7 zwischen dem Anschlussstellen Berkheim und Dettingen an der Iller längere Zeit ohne Grund auf der Überholspur gefahren. Das Fahrzeug wurde von der Polizei angehalten, dem Fahrer blüht ein Bußgeldverfahren wegen eines Verstoßes gegen die Straßenverkehrsordnung.

Autofahrer kann auf der A7 Unfall gerade noch verhindern

Weiter nahmen die Beamten eine Anzeige gegen einen Langsamfahrer wegen Nötigung auf. Er hatte den Ermittlungen zufolge gegen 17 Uhr eine Autofahrerin auf der A 96 zwischen den Anschlussstellen Erkheim und Stetten ausgebremst. Eine Anzeige wegen Straßenverkehrsgefährdung bekommt ein weiterer Aktions-Teilnehmer - ein nachfolgender Autofahrer hatte auf der A7 in Fahrtrichtung Füssen gegen 18.15 Uhr nur durch starkes Abbremsen im Bereich Woringen einen Unfall verhindern können.

Vereinzelt wurden von den Beamten auf Autobahnbrücken selbsternannte "Querdenker" mit Bannern und Deutschlandfahnen festgestellt. Auch sie wurden von den Polizisten kontrolliert.

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