Am Fuße des Riedbergpasses im Oberallgäu sollen nun mehrere Schilder der ADAC–Aktion „Leise kommt an“ Motorradfahrer für eine umsichtige Fahrweise sensibilisieren. Die Gemeinden Obermaiselstein und Balderschwang sowie das Landratsamt haben sich nach Angaben des Autoklubs gemeinsam mit dem ADAC entschlossen, die Initiative erstmals im Allgäu umzusetzen.
(Lesen Sie hier den Kommentar zum Thema: Gute Idee, schlecht umgesetzt)
Riedbergpass: Neue Kampagne gegen Motorradlärm im Allgäu
Die Hinweistafeln sowie ein elektronisches Lärmdisplay sollen die zahlreichen Biker auf der Strecke dazu bringen, rücksichtsvoller zu fahren und weniger Lärm zu machen. Man wolle ein Bewusstsein für die Lärmproblematik schaffen, ohne die Mobilität einzuschränken. „Denn Kollektivstrafen wie Streckensperrungen oder Grenzwerte tragen nicht zur Lösung des Problems bei“, sagt Rüdiger Lode Technik-Vorstand im ADAC Südbayern. Die meisten Motorradfahrer seien schließlich vernünftig unterwegs, sagt er.
Maßnahmen gegen Motorradlärm im Allgäu
Anwohnerinnen und Anwohner an kurvigen Strecken wie dem Riedbergpass bei Obermaiselstein oder dem Jochpass bei Bad Hindelang klagen oft über Motorradlärm. Warum die Wut auf Biker jedoch oft ungerecht ist, erklärt unser Autor hier.
Wegen des Motorradlärms wurden in der Vergangenheit schon verschiedene Maßnahmen ergriffen. Zum Beispiel wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit an beliebten Strecken wie dem Jochpass reduziert. Zudem kontrolliert die Polizei während der Saison verstärkten an viel befahrenen Pässen im Allgäu. Im Außerfern im benachbarten Tirol gilt zum Teil ein Lärm-Limit. Bei Verstoß drohen Bußgelder. Wie gut das funktioniert, lesen Sie hier.
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