Brückenbau im Westallgäu

Argenbrücke Eglofstal: Bau rückt näher

Die Brücke über die Obere Argen zwischen Eglofstal und Steinegaden sorgt seit Jahren für Diskussionen. Anwohner befürchten, dass ein Neubau des Bauwerks mehr Verkehr durch das Tal lenken würde. Nun besteht Baurecht für einen Neubau.

Die Brücke über die Obere Argen zwischen Eglofstal und Steinegaden sorgt seit Jahren für Diskussionen. Anwohner befürchten, dass ein Neubau des Bauwerks mehr Verkehr durch das Tal lenken würde. Nun besteht Baurecht für einen Neubau.

Bild: Olaf Winkler

Die Brücke über die Obere Argen zwischen Eglofstal und Steinegaden sorgt seit Jahren für Diskussionen. Anwohner befürchten, dass ein Neubau des Bauwerks mehr Verkehr durch das Tal lenken würde. Nun besteht Baurecht für einen Neubau.

Bild: Olaf Winkler

Für das Vorhaben gibt es jetzt Baurecht, gab Röthenbachs Bürgermeister Stephan Höß bekannt. Der Bau beschäftigt die Kreise Ravensburg und Lindau seit Jahren.
11.05.2022 | Stand: 17:47 Uhr

Der Bau der neuen Argenbrücke zwischen Röthenbach und Eglofs rückt näher. Gegen den Planfeststellungsbeschluss sind keine Klagen eingereicht worden. Das gab Bürgermeister Stephan Höß bei der Bürgerversammlung in Röthenbach bekannt. Damit besteht für das Vorhaben Baurecht.

Planfestellung wäre Grundlage für Enteignung von Grundbesitzern

Der Neubau der maroden Brücke beschäftigt die Gremien im Landkreis Lindau und Ravensburg seit Jahren. 2021 lief ein Planfeststellungsverfahren, in dem etliche Widersprüche gegen den Bau der Brücke behandelt wurden. Am Ende stand ein Planfeststellungsbeschluss. Dagegen hätten aber noch Klagen eingereicht werden können. Das aber ist laut Höß nicht geschehen. Damit ist der Beschluss rechtskräftig geworden. Die Planfestellung wäre auch Grundlage für eine Enteignung von Grundbesitzern.

Bürgerinitiative befürchtet viel Verkehr zwischen Eglofstal und Röthenbach

Laut Höß soll das Vorhaben heuer ausgeschrieben werden. Mit dem Baubeginn rechnet der Bürgermeister im kommenden Jahr. Zuletzt wurden für den Neubau Kosten in Höhe von 2,6 Millionen Euro genannt. Davon müsste der Landkreis 750.000 Euro übernehmen.

Mit der neuen Grenzbrücke rückt auch der Ausbau der Kreisstraße LI 12 zwischen der Landesgrenze und Steinegaden näher. Der Landrat habe angekündigt, Gespräche mit den Grundstücksbesitzern aufzunehmen, sobald die „Brücke in trockenen Tüchern“ sei, erklärte Höß. Er sei gespannt, ob das jetzt geschehe. Die Kreisstraße soll bestandsnah ausgebaut werden. Dagegen allerdings wendet sich eine Bürgerinitiative, die eine starke Verkehrsbelastung des Tales fürchtet.

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