Mountainbiken im Westallgäu

Bekommt Scheidegg einen Pumptrack? Gemeinderat stellt Geld bereit

Jugendliche und Eltern in Scheidegg wünschen sich einen Pumptrack. Gedacht ist er für Räder, Skateboards und Scooter. Der Gemeinderat hat nun grünes Licht gegeben.

Jugendliche und Eltern in Scheidegg wünschen sich einen Pumptrack. Gedacht ist er für Räder, Skateboards und Scooter. Der Gemeinderat hat nun grünes Licht gegeben.

Bild: Matthias Becker (Symbol)

Jugendliche und Eltern in Scheidegg wünschen sich einen Pumptrack. Gedacht ist er für Räder, Skateboards und Scooter. Der Gemeinderat hat nun grünes Licht gegeben.

Bild: Matthias Becker (Symbol)

Das Projekt für Radler und Skater soll 200.000 Euro kosten. Leader gibt hohen Zuschuss. Dieser Ort ist als Standort im Gespräch.
20.06.2022 | Stand: 19:55 Uhr

Der Gemeinderat Scheidegg hat erneut grünes Licht für einen Pumptrack gegeben. Das ist nötig, um einen Zuschuss über das Programm Leader+ zu erhalten. Knapp 200.000 Euro soll das Projekt kosten. Über den Standort abschließend entschieden hat das Gremium allerdings noch nicht. Im Gespräch ist ein Gelände am Sportplatz.

Der Gemeinderat hat sich mehrfach mit dem Thema befasst. Jugendliche und deren Eltern wünschen sich einen solchen Pumptrack. Dabei handelt es sich um einen Rundkurs mit Wellen und Steilkurven, auf dem Sportler die Geschwindigkeit durch Gewichtsverlagerung und gezielte Druck- und Ziehbewegungen aufrecht erhalten können. Gedacht ist er für Räder, Skateboards und Scooter. Ziel der Gemeinde ist es, die Strecke in eine Grünanlage mit Sitzmöglichkeiten für alle Generationen zu integrieren. Die Rede ist von einem „attraktiven Aufenthaltscharakter“, der entstehen soll.

Frühere Kugelstoßanlage könnte zur Mountainbike-Strecke werden

Angedacht ist sie am Sportplatz auf der früheren Kugelstoßanlage, die seit Längerem nicht mehr genutzt wird. Mit dem Landratsamt ist dieser Standort nach Angaben der Gemeinde vorbesprochen. Die Behörde sieht demnach keine grundsätzlichen Bedenken. Im Flächennutzungsplan ist das Areal für eine Sportnutzung vorgesehen. Darunter fällt auch ein Pumptrack.

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Gegen diesen Standort gibt es allerdings Bedenken von Anwohnern. Sie befürchten Beeinträchtigungen unter anderem durch Lärm und haben Unterschriften gegen einen Pumptrack an dieser Stelle gesammelt. Sie liegen der Gemeinde auch vor.

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Definitiv entschieden hat der Gemeinderat über den Standort noch nicht. Jetzt soll erst einmal eine konkrete Planung erstellt werden. Einbinden will die Gemeinde dabei die Antragsteller für einen Pumptrack. „Wir wollen nicht etwas planen, das die Betroffenen gar nicht wollen“, sagt Bürgermeister Uli Pfanner. Die Planung will die Gemeinde dann den Anwohnern vorstellen und mit ihnen diskutieren. Erst danach wird der Gemeinderat einen Standort endgültig beschließen.

Bei einem erwarteten Zuschuss in Höhe von gut 83.000 Euro müsste der Markt 115.000 Euro selber tragen. Der Gemeinderat hat diese Finanzierung gut geheißen. Die Mittel sollen heuer und im nächsten Jahr zur Verfügung gestellt werden.

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