"Liebes Christkind, ich wünsche mir.."

Himmelspostamt Scheidegg: Kinder haben dieses Jahr besondere Wünsche

Über 200 Briefe wurden in diesem Jahr beim Himmelspostamt in Scheidegg abgegeben. Etwa 14 waren es in Scheffau.

Über 200 Briefe wurden in diesem Jahr beim Himmelspostamt in Scheidegg abgegeben. Etwa 14 waren es in Scheffau.

Bild: Stefanie Gronostay

Über 200 Briefe wurden in diesem Jahr beim Himmelspostamt in Scheidegg abgegeben. Etwa 14 waren es in Scheffau.

Bild: Stefanie Gronostay

Über 200 Kinder haben in diesem Jahr Wunschzettel beim Himmelspostamt in Scheidegg und Scheffau abgegeben. Die Wünsche der Kleinen sind besonders.
24.12.2020 | Stand: 14:05 Uhr

„Liebes Christkind, ich wünsche mir Domino-Steine, ein Walkie-Talkie, ein Buch und dass Corona verschwindet.“

Es ist ein besonderes Weihnachtsfest in diesem Jahr. Auch für die Kleinsten. Dementsprechend anders fallen auch die Wünsche der Kinder aus. Über 200 Briefe haben die Kinder an das Himmelspostamt in Scheidegg und Scheffau geschrieben. Vom Christkind wünschen sie sich heuer neben Spielsachen ganz besondere Dinge – die man mit Geld nicht kaufen kann.

Mitarbeiter in Scheidegg leiten Wünsche weiter

In Scheidegg ist Melina Appelt für die Himmelspost zuständig. Sie leitet die Wünsche ans Christkind weiter, wie sie sagt. In diesem Jahr sind über 200 Wunschzettel beim Himmelspostamt vor dem Scheidegger Tourismusamt eingegangen. „Jedes Kind bekommt eine Antwort auf seinen Wunschzettel“, sagt Appelt. Dieses sei sogar vom himmlischen Boten persönlich unterschrieben. Die diesjährigen Wünsche sind laut der Mitarbeiterin teilweise ganz besonders. „Natürlich wünschen sich die Kinder auch die üblichen Sachen wie Spielzeug. Aber es sind auch Wünsche wie Gesundheit dabei.“

Appelt erzählt von einem Brief, in dem ein Kind schreibt, dass der Vater im Krankenhaus liege. Vom Christkind wünsche sich das Kind vor allem eines:

„Ich wünsche mir, dass wir Weihnachten zusammen feiern können.“

In vielen Briefen beziehen sich die Kinder auf Corona, wünschen sich Gesundheit und dass das Virus verschwindet, sagt Appelt. Wie alt die Kinder im Schnitt sind, kann Appelt nicht sagen. Das Geburtsdatum musste dem Christkind nämlich nicht gemeldet werden.

„Liebes Christkind, ich wünsche mir einen Bob, eine Eisenbahn und ein Buch über Dinos.“

14 Briefe sind in Scheffau eingegangen

Zum ersten Mal hat auch Scheffau die Wunschzettel der kleinen Bürgerinnen und Bürger entgegengenommen. Verantwortlich für den Briefverkehr mit dem Christkind ist Christa Pfanner. „Etwa 14 Briefe sind bei uns eingegangen. Für Scheffau ist das eine gute Quote“, sagt sie. Auch im nächsten Jahr möchte Pfanner die Aktion wieder anbieten. Dass in Scheffau die Welt noch in Ordnung ist, zeigen auch die Briefe der Kinder. „Es sind ganz typische Wünsche dabei“, sagt Pfanner. Bei vielen Kindern sei die Liste der Wünsche lang. „Spielsachen, Puppen, Pferde, Bücher und auch technische Sachen seien dabei. „Die Mädchen wünschen sich ganz klassisch Prinzessinnen und die Jungen Eisenbahnen“, sagt Pfanner und schmunzelt. Das Thema Corona wird in den meisten Wunschzetteln nicht thematisiert. „Man sieht, dass die Kinder sehr behütet aufwachsen“, sagt Pfanner.

Doch es gebe auch zwei oder drei Kinder, die sich vom Christkind etwas ganz Besonderes wünschen. Pfanner erzählt von Wunschzetteln, auf denen Kinder ans Christkind schreiben:

„Ich wünsche mir einen Impfstoff gegen Corona.“

Was genau das Christkind auf diese Wünsche antwortet, möchte Pfanner nicht verraten. „Ich sage nur so viel: Jedes Kind wird ein paar persönlich Zeilen bekommen.“ Und das, obwohl im Himmelpostamt gerade ziemlich viel los ist, wie Pfanner weiß.