Gewerbegebiet

Im Argental gehen die Arbeiten weiter

Die Erschließungsarbeiten für das interkommunale Gewerbegebiet zwischen Grünenbach und Gestratz gehen weiter.

Die Erschließungsarbeiten für das interkommunale Gewerbegebiet zwischen Grünenbach und Gestratz gehen weiter.

Bild: Olaf Winkler

Die Erschließungsarbeiten für das interkommunale Gewerbegebiet zwischen Grünenbach und Gestratz gehen weiter.

Bild: Olaf Winkler

Ende Oktober soll die Straße asphaltiert werden. Erste Kaufverträge bereitet der Zweckverband bereits vor.

15.09.2020 | Stand: 17:08 Uhr

Nach der Ablehnung des Eilantrages des Bund Naturschutz gegen den Bebauungsplan für das interkommunale Gewerbegebiet im Argental gehen die Erschließungsarbeiten dort weiter. Im August hatte es eine dreiwöchige Pause gegeben. Doch das lag nicht am noch offenen Ausgang des gerichtlichen Hauptverfahrens, sondern schlicht an den Bauferien der beauftragten Firma.

„Es ist noch völlig offen, wann das Gericht eine Entscheidung fällt“, stellt der Vorsitzende des Zweckverbandes, Engelbert Fink, fest. Einfluss auf die Erschließungsarbeiten hat das nicht. Sie gehen planmäßig weiter. Viel davon zu sehen ist allerdings nicht. Denn vieles geschieht im Untergrund: Die Ver- und Entsorgungsleitungen für Wasser, Abwasser, Strom und Telekommunikation lässt der Zweckverband überwiegend im Spülbohrverfahren verlegen. Die Abwasserleitung wird an das Netz in Grünenbach angeschlossen, sodass die Abwässer letztlich über die Kläranlage im Ortsteil Schönau laufen. Das notwendige Regenrückhaltebecken ist, so Fink, bereits weitgehend fertiggestellt. Bei der Wasserversorgung nutzen die beiden Gemeinden Grünenbach und Gestratz die Erschließung des Gewerbegebietes, um eine Gesamtleitung zwischen den Orten herzustellen. Das soll die Versorgungssicherheit erhöhen. Gleiches macht die Elektrizitätsgenossenschaft Röthenbach, die ebenfalls einen Verbund herstellt.

Die ersten Kaufverträge liegen bereits vor

Eine Aufteilung des Gewerbegebietes in Parzellen ist bereits erfolgt. Jede Parzelle verfügt künftig über die notwendigen Anschlüsse. Sollten Bauinteressenten größere oder kleinere Grundstücke wünschen, könne der Verband dennoch flexibel reagieren, stellt der Vorsitzende fest. Zu den Interessenten an den Baugrundstücken sagte Fink weiterhin nichts. Allerdings bereite der Verband bereits die ersten Kaufverträge vor. Entscheidungen könnten bereits in der nächsten Sitzung erfolgen – dann allerdings, wie bei Grundstücksangelegenheiten üblich, nicht-öffentlich. Bereits Mitte oder Ende Oktober wollen sich die Mitglieder des Zweckverbandes wieder treffen. Ebenfalls Ende Oktober sollen die Erschließungsarbeiten mit der Asphaltierung der Straße enden. Dass ein erster Gewerbetreibender noch heuer mit dem Bau beginnt, hält Fink für unwahrscheinlich. Schließlich muss davor eine Baugenehmigung erteilt sein –und da hat neben dem Zweckverband auch das Landratsamt mitzureden. Denn ein sogenanntes Freistellungsverfahren, wie dies bei Bebauungsplänen für Privathäuser üblich ist und bei dem das Landratsamt nicht mehr zu hören ist, gibt es hier nicht.

Beschlossen hat die Verbandsversammlung die Satzungen für die Erschließungsbeiträge und die Wasserversorgung. Sie bilden jedoch nur den rechtlichen Rahmen, dass der Verband die Beiträge erheben kann. Die Höhe ist noch nicht festgelegt. „Da müssen wir die Rechnungen abwarten“, sagte der Vorsitzende.

Fink mahnte bei der Verbandsversammlung, die Ausgleichsmaßnahmen nicht zu vergessen. Sie sind im Bebauungsplan festgelegt und erfolgen teilweise innerhalb des Gebietes, teilweise aber auch in unmittelbarer Umgebung. So geht es um die Anlage einer Streuobstwiese, das Pflanzen von Bäumen und die Ausholzung einer Waldfläche, um dort Amphibien einen Lebensraum zu bieten. „Das müssen wir angehen“, sagte Fink.