Mehr als 20 Jahre lagen zwischen Tat und Festnahme: Lindauer Bundespolizei verhaftet internationalen Drogenschmuggler

Hinter Gittern sitzt seit Dienstag ein Mann, der früher Drogen geschmuggelt haben soll und nun von der Lindauer Bundespolizei am Grenzübergang Hörbranz erwischt wurde. Im Bild ein Blick aus einer Gefängniszelle in Kempten.

Hinter Gittern sitzt seit Dienstag ein Mann, der früher Drogen geschmuggelt haben soll und nun von der Lindauer Bundespolizei am Grenzübergang Hörbranz erwischt wurde. Im Bild ein Blick aus einer Gefängniszelle in Kempten.

Bild: Matthias Becker (Symbolbild)

Hinter Gittern sitzt seit Dienstag ein Mann, der früher Drogen geschmuggelt haben soll und nun von der Lindauer Bundespolizei am Grenzübergang Hörbranz erwischt wurde. Im Bild ein Blick aus einer Gefängniszelle in Kempten.

Bild: Matthias Becker (Symbolbild)

Er soll vor mehr als 20 Jahren Teil einer kriminellen Organisation gewesen sein, Drogen geschmuggelt haben. Nun wurde er am Grenzübergang Hörbranz geschnappt.
20.07.2021 | Stand: 16:18 Uhr

Der 53-jährige Verdächtige soll früher an Drogenschmuggel aus der Türkei nach Europa beteiligt gewesen sein. Am Dienstagnachmittag hat die Bundespolizei Lindau den Mann mit türkisch-niederländischer Staatsbürgerschaft hinter Gitter gebracht.

Lindauer Bundespolizisten stoppten am frühen Morgen den 53-Jährigen am Grenzübergang Hörbranz, Autobahn 96. Er saß in einem Auto, das in den Niederlanden zugelassen ist. Zur Kontrolle legte er seine gültigen niederländischen Dokumente vor. Durch die Fahndungsüberprüfung stellten die Beamten fest, dass gegen ihn eine internationale Ausschreibung der türkischen Behörden zur Festnahme und Auslieferung vorlag.

Anfang 1999 soll der damals 31-Jährige mit sechs Mittätern den Drogenschmuggel aus der Türkei organisiert haben. Dazu sollte zum Beispiel eine Kurierin sieben Kilogramm Heroin in europäische Länder exportieren. Die Frau wurde jedoch am Düsseldorfer Flughafen festgenommen. Der Ursprung des Rauschgiftes wurde bis in die Türkei nachverfolgt.

Durch die Recherchen der Bundespolizisten wurde der Wohnsitz des Verhafteten in den Niederlanden bestätigt. Laut der dortigen Behörden war eine Auslieferung des Polizeibekannten an die Türkei immer abgelehnt worden.

Die Beamten lieferten den Mann im Anschluss an die Richtervorführung in Auslieferungshaft in die Justizvollzugsanstalt Kempten ein. Die türkischen Gesetze sehen für den organisierten Betäubungsmittelexport eine maximale Strafandrohung von 36 Jahren vor.

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