Gegen Verschwendung

Obst mit braunen Flecken wird in Lindenberg zu leckeren Smoothies

Clemens Acckermann tritt auf Smoothie-Bike beim Infostand von Foodsharing Lindenberg kräftig in die Pedale.

Clemens Acckermann tritt auf Smoothie-Bike beim Infostand von Foodsharing Lindenberg kräftig in die Pedale.

Bild: Sara Gretler

Clemens Acckermann tritt auf Smoothie-Bike beim Infostand von Foodsharing Lindenberg kräftig in die Pedale.

Bild: Sara Gretler

Die Initiative Foodsharing macht in Lindenberg beim Wochenmarkt auf Lebensmittelverschwendung aufmerksam. Wer einen Smoothie will, muss zunächst in die Pedale treten.
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Von Sara Gretler
04.10.2021 | Stand: 05:44 Uhr

Wer einen Smoothie möchte, nimmt normalerweise sein frisch gekauftes Obst, schmeißt es in einen Mixer – und fertig ist das Getränk. Einen Smoothie aus Lebensmitteln, die normalerweise in der Tonne gelandet wären und dann mit Hilfe eines Fahrrads gemixt werden, haben wahrscheinlich die wenigsten probiert. Mit diesem Projekt hat die Initiative Foodsharing am Samstag während des Wochenmarkts in Lindenberg auf Lebensmittelverschwendung im Alltag aufmerksam gemacht.

Obst mit Druckstellen oder braunen Flecken - aber noch gut verwertbar

Dafür konnten Interessierte auf dem Stadtplatz mit einem Smoothie-Bike aus Obst, Säften und Spinat ihre eigenen Getränke zusammenstellen. Die verwendeten Lebensmittel hatten ehrenamtliche Helferinnen und Helfer an den voran gegangenen Tagen bei Kooperationspartnern wie Naturkost Lang oder dem Kaufmarkt abgeholt. Dabei handelte es sich um Obst, dass aufgrund von Druckstellen oder braunen Flecken nicht mehr zum Verkauf geeignet und somit der Mülltonne vorbestimmt, aber eigentlich noch gut verwertbar war.

„Der Stand mit dem Smoothie-Bike ist im Rahmen der Aktionswoche des Projekts Marlene entstanden“, erklärte Annika Stegherr, die Botschafterin von Foodsharing Lindenberg. „Marlene“ ist ein vom Zweckverband für Abfallwirtschaft Kempten ins Leben gerufenes Projekt, dass für mehr Bewusstsein unter Bürgerinnen und Bürgern beim Wegschmeißen von Lebensmitteln sorgen soll. „Das Smoothie-Bike hat uns ZAK extra für diese Aktion bereitgestellt“, sagte Stegherr

„Das Feedback der Leute ist ausschließlich positiv"

Bei den Bürgerinnen und Bürgern kam das Angebot auf dem Stadtplatz gut an. „Das Feedback der Leute ist ausschließlich positiv. Auch wenn sie anfangs etwas zurückhaltend waren“, erzählt Christian Kröger, der sich als Foodsaver bei Foodsharing beteiligt. Mit insgesamt 50 „erradelten“ Smoothies war die Aktion ein voller Erfolg. „Außerdem hoffen wir, dass ein paar Leute zu unserer Infoveranstaltung kommen, um sich weiter über Foodsharing zu informieren – und vielleicht sogar bei uns mithelfen“, ergänzte Annika Stegherr.

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