Bürgerversammlung in Sigmarszell

Pannenbrücke Heimholz: Gemeinde Sigmarszell will 30 Jahre Gewährleistung

Bürgermeister Jörg Agthe auf der Brücke Heimholz. Das Bauwerk bereitet ihm seit Jahren viel Arbeit und Ärger.

Bürgermeister Jörg Agthe auf der Brücke Heimholz. Das Bauwerk bereitet ihm seit Jahren viel Arbeit und Ärger.

Bild: David Specht (Archiv)

Bürgermeister Jörg Agthe auf der Brücke Heimholz. Das Bauwerk bereitet ihm seit Jahren viel Arbeit und Ärger.

Bild: David Specht (Archiv)

Bürgermeister Jörg Agthe sorgt sich um Langzeitfolgen der Mängel des Bauwerks bei Heimholz. Für ihn ist es ein „Musterbeispiel, wie man nicht baut“.
23.06.2022 | Stand: 12:05 Uhr

Noch immer ist um die Bahnbrücke Heimholz kein Friede eingekehrt. „Wir haben eine Gewährleistungsverlängerung auf 30 Jahre gefordert“, berichtete der Sigmarszeller Bürgermeister Jörg Agthe bei der Bürgerversammlung. Die Brücke gelte mittlerweile als „Musterbeispiel dafür, wie man Brücken nicht baut“, sagte er.

Baustelle wegen Elektrifizierung der Bahnstrecke

Wie berichtet, hatte es infolge der Anhebung der Brücke, die wegen der Elektrifizierung der Bahnstrecke notwendig geworden war, immer wieder Pannen und Baumängel gegeben. Da das Bauwerk nach der Abnahme in die Baulast der Gemeinde Sigmarszell zurückfällt, kämpft Bürgermeister Jörg Aghte um die Behebung der Mängel beziehungsweise um einen Ausgleich. Immerhin war ein Sachverständiger im Dezember 2020 zu der Feststellung gekommen, dass die Dauerhaftigkeit der Bahnbrücke Heimholz „mittelfristig“ beeinträchtigt ist.

Auf mündliche Zusagen will sich der Bürgermeister Agthe nicht mehr verlassen

Auf mündliche Zusagen im Hinblick auf eine Gewährleistungsverlängerung will sich Bürgermeister Agthe nicht verlassen. „Wir wollen’s mit Unterschrift, Datum und Stempel von der DB Netz AG“, bekräftigte er in der Bürgerversammlung. Auch die Zufahrtsstraße soll nach dem Willen der Gemeinde noch einmal zurückgebaut werden, weil sie mit einer Steigung von 11,3 bis 11,4 Prozent immer noch zu steil ist.

„Dies können wir nicht akzeptieren, ansonsten wären wir mit in der Haftung“, erklärte Agthe und verwies auf das Sicherheitsrisiko, insbesondere im Winter. Der Rückbau der Rampe sei von der Baufirma mündlich zugesagt. Das Unternehmen habe auch Entschädigungszahlungen im unteren fünfstelligen Bereich angeboten. „Aber wir sind uns im Gemeinderat einig, dass wir da keine faulen Kompromisse eingehen wollen“, erklärte Agthe.