Freizeit

Schloss Achberg: Deshalb ist es ein Treffpunkt für Natur- und Kunstliebhaber

Das Schloss Achberg liegt zwischen Lindau und Wangen und lockt mit verschiedenen Freizeitangeboten seine Gäste.

Das Schloss Achberg liegt zwischen Lindau und Wangen und lockt mit verschiedenen Freizeitangeboten seine Gäste.

Bild: Karin Volz

Das Schloss Achberg liegt zwischen Lindau und Wangen und lockt mit verschiedenen Freizeitangeboten seine Gäste.

Bild: Karin Volz

Das Schloss Achberg an der Westallgäuer Grenze bietet eine Vielfalt aus Ausstellungen und Wanderungen. Wieso der Weg bis zum Kulturbetrieb schwierig war.
01.10.2020 | Stand: 06:56 Uhr

Dort, wo sich der Fluss Argen zwischen Lindau und Wangen hindurchschlängelt, liegt auf einem Hügel das Schloss Achberg. Umgeben, fast verschluckt von Bäumen, ragt ein Stück der hellfarbenen Anlage mit ihren roten Dächern aus dem Wald. Ein nahezu unscheinbares Schloss, das jedoch barocke Stuck-Meisterwerke und vielfältige Kulturangebote bereithält.

Prunkvoller Rittersaal zwischen Lindau und Wangen

Gäste können sich durch die Räume des Gebäudes führen lassen, an Klassik-Konzerten teilnehmen oder Ausstellungen besuchen wie derzeit das „Berliner Zimmer“, in dem Werke von elf Künstlerinnen und Künstlern aus der Hauptstadt zu sehen sind. Im Mittelpunkt stehen Fragestellungen, die sich auf unterschiedliche Weise mit dem Thema Raum befassen. Besonders prunkvoll präsentiert sich der Rittersaal mit seiner 300 Jahre alten Stuckdecke.

Im Schlosscafé bewirten Allgäuer Bäuerinnen die Besucher mit kleinen Brotzeiten, Bauernhofeis, Kuchen und Torten. Unweit des Schlosses spannt sich die 48 Meter lange Achberger Hängebrücke über die Argen, die sich als Startpunkt einer Wanderung durch das Argental anbietet (Lesen Sie auch: Das sind die schönsten Klammen, Schluchten und Tobel im Allgäu).

Vorgänger Burg Achberg entstand vor fast 700 Jahren

Der Weg bis zu einem Kulturbetrieb für die Öffentlichkeit war lang. Ursprünglich stand auf dem Gelände des Schlosses eine mittelalterliche Wehrburg, die erstmals um das Jahr 1335 erwähnt ist. Die heutige Anlage entstand im 16. Jahrhundert. Franz Benedigt, ein Verwalter des Deutschen Ordens, ließ das Schloss Ende des 17. Jahrhunderts prachtvoll umbauen. Genutzt wurde die Anlage mit der Zeit aber nur noch selten. Gezeichnet durch einige Eigentümerwechsel und Bauspekulation geriet das Schloss in Vergessenheit (Lesen Sie hier: Das macht den Lindenberger Aussichtsturm so besonders).

Erst 1994 kehrte wieder Leben in das Gebäude ein. Ein Jahr zuvor hatte es der Landkreis Ravensburg gekauft und so eine gründliche Sanierung durch das Denkmalamt ermöglicht. Ein Förderverein unterstützt und begleitet seit 1988 die Pflege der Anlage. Vor 25 Jahren öffnete das Schloss erstmals wieder für Besucher.