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So wird man Baumpate in Lindenberg - warum sich das lohnen soll

So sehen die Plaketten aus, die am Dreibock befestigt werden.

So sehen die Plaketten aus, die am Dreibock befestigt werden.

Bild: Adi Ballerstedt

So sehen die Plaketten aus, die am Dreibock befestigt werden.

Bild: Adi Ballerstedt

Josef Kraft spendiert Lindenberg eine Winter-Linde. Die Stadt hofft auf viele Nachahmer. Warum von einer "Win-Win-Situation" die Rede ist.
26.12.2020 | Stand: 07:03 Uhr

Die Stadt hat den ersten Baumpaten gefunden. Josef Kraft hat Lindenberg eine 15 Jahre alte Winter-Linde (Tilia cordata) spendiert. Sie steht am Vital-Parcours an der Austraße. Sowohl der Spender als auch Bürgermeister Eric Ballerstedt hoffen jetzt auf „möglichst viele Nachahmer.“

Anlass für die Spende war der 60. Geburtstag von Josef Kraft. „Ich wollte keine Geschenke, die Gäste waren mir das Wichtigste“, sagt er. Im Freundeskreis kam dann die Idee auf, ihm einen Baum zu schenken. Das war quasi der Startschuss für die Baumpatenschaften. Es dauerte dann allerdings noch ein paar Monate, bis alle Fragen rund um die Patenschaften geklärt waren. Mittlerweile hat die Stadt alle Infos auf ihrer Homepage dargestellt.

Baumpatenschaften sind "Win-Win-Situation"

Kraft findet die Idee der Baumpatenschaften gut und spricht von einer „Win-Win-Situation“: „Der Schenkende hat etwas davon und der Beschenkte“, sagt der 60-Jährige, der als Studiendirektor die Ausbildung von angehenden Gärtnern in der Berufsschule in Kempten leitet. Er spricht von einem nachhaltigen Geschenk. Das bezieht sich nicht nur auf die Funktion von Pflanzen: „Der Baum“, sagt Kraft, „erinnert Dich ein Leben lang.“ Der Spender und Bürgermeister Ballerstedt hoffen jetzt auf viele „Nachahmungstäter“. „Für Spenden gibt es genügend Platz“, sagt Kraft mit Blick auf die städtischen Flächen. Das bestätigt auch Eric Ballerstedt. Im nächsten Jahr sind Pflanzungen unter anderem am Waldsee und am Nadenberg geplant. Dort denkt die Stadt aktuell über einen Friedwald nach – eine Bestattungsform, die es bislang in Lindenberg und der näheren Umgebung nicht gibt.

Wer einen Baum spenden will, kann sich beim städtischen Bauhof melden. Dessen Mitarbeiter werden dann einen oder mehrere Standorte vorschlagen. Die Kosten hängen von der Größe und Art des gepflanzten Baumes ab. Im Gegenzug für die Spende bekommt der „Pate“ eine individuell gestaltete Urkunde und – falls gewünscht – ein Baumschildchen mit einem kleinen Text. Zudem stellt die Stadt eine Spendenbescheinigung aus. Weitere Verpflichtungen gehen die Paten nicht ein. Die Pflege des Baumes übernimmt der Bauhof.

Informationen im Internet:

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