Westallgäu

Tolle Technik, hohe Geschwindigkeit

Emil Herzog

Emil Herzog

Bild: Benjamin Schwärzler

Emil Herzog

Bild: Benjamin Schwärzler

Mountainbike Die Westallgäuer lassen in der Bundesliga aufhorchen: Emil Herzog gewinnt mit einer Minute Vorsprung. Benjamin Krüger wird Dritter. Auch sein großer Bruder punktet
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Von bes, wa
13.06.2019 | Stand: 15:36 Uhr

Emil Herzog hat für eine faustdicke Überraschung gesorgt beim zweiten Stopp der Mountainbike-Nachwuchsbundesliga. Beim Rennen im hessischen Gedern lag der 14-Jährige aus Simmerberg, der für die Rad-Union Wangen und das Stevens Schubert Racing Team fährt, nach einer durchwachsenen Geschicklichkeitsprüfung noch auf Platz 29. Dementsprechend schlecht war sein Startplatz für das Cross-Country-Rennen der U17 am Folgetag (16 Kilometer, 560 Höhenmeter), doch er machte bereits in der Startrunde eine Positionen gut und ging als Zehnter in die erste komplette Runde. Nach und nach zog er davon. Nach einem langen Solo und 16 Kilometern fuhr der Simmerberger als Erster ins Ziel – mit fast einer Minute Vorsprung. Es war sein erster Bundesliga-Sieg.

Als starker Dritter kam Benjamin Krüger vom Lexware Junior Team/TSV Niederstaufen ins Ziel. Der Gestratzer hatte Platz 17 in der Geschicklichkeitsprüfung belegt, die sechs anspruchsvolle Stationen wie einen Bunny-Hopp in verschiedenen Höhen, eine 40 Zentimeter hohe Bergab-Stufe oder eine Bergauf-Serpentine beinhaltete. Doch auch er erwischte im Cross-Country-Rennen der U17 einen guten Start und setzte sich gleich an die Spitze. In der ersten großen Runde rutschte er bei einer Abfahrt aus dem Klickpedal und verdrehte sich den Knöchel. Emil Herzog war zu diesem Zeitpunkt am Berg schon enteilt. Somit fuhr Benjamin Krüger mit einem Konkurrenten aus Franken um den zweiten Platz. Den musste er ziehen lassen, sicherte sich aber den guten dritten Platz.

Im U15-Rennen der Nachwuchsbundesliga war Luca Tämmerich vom TSV Heimenkirch/Stevens Schubert Racing Team am Start. Er belegte Platz 40 im Technikparcours und schob sich im Rennen über zwölf Kilometer noch auf Platz 19 vor.

In der Internationalen Bundesliga der Junioren U19 hatte Maximilian Krüger vom Lexware Junior Team/TSV Niederstaufen fünf große Runden à vier Kilometer und 140 Höhenmeter zu bewältigen. Er fühlte sich am Morgen nicht so wohl. Der Start war gut, doch dann lief es nicht mehr. Er belegte Platz 13 von 66. In der Gesamtwertung rangiert er als elftbester Deutscher auf Rang 24.

Neben Bundesliga und Nachwuchsbundesliga gab es in Gedern den Hessen-Cup mit Rennen für die jüngeren Altersklassen. Nico Tämmerich vom TSV Heimenkirch wurde Vierter in der U9 und Karl Herzog von der SG Simmerberg belegte den elften Platz in der U13.

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Ingo Krüger, der Vater von Benjamin und Maximilian, fuhr beim zweistündigen Jedermann-Rennen des Vulcan-Race Gedern mit. Im Zweier-Team wechselte sich der Gestratzer nach jeder Runde mit dem letztjährigen Deutschen Meister Dirk Hemmerling (Saarland) ab. Nach insgesamt zehn Runden (also 40 Kilometern) gewannen die beiden mit komfortablen acht Minuten Vorsprung.