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Wechsel an der Spitze bei Liebherr in Lindenberg

Liebherr ist der größte Arbeitgeber in Lindenberg.

Liebherr ist der größte Arbeitgeber in Lindenberg.

Bild: Matthias Becker (Archiv)

Liebherr ist der größte Arbeitgeber in Lindenberg.

Bild: Matthias Becker (Archiv)

Geschäftsführer Arndt Schoenemann verlässt den größten Arbeitgeber im Landkreis Lindau. Der 55-Jährige übernimmt eine bedeutsame Aufgabe. Wohin es ihn zieht.
03.12.2020 | Stand: 17:57 Uhr

Geschäftsführer Arndt Schoenemann verlässt nach gut zwölf Jahren Liebherr-Aerospace Lindenberg. Der 55-Jährige wird Chef der Deutschen Flugsicherung (DFS). Er löst dort Klaus-Dieter Scheurle ab, der nach acht Jahren an der DFS-Spitze zum Jahresende in den Ruhestand geht.

Schoenemann ist seit September 2008 kaufmännischer Geschäftsführer der Liebherr-Aerospace Lindenberg GmbH. Der Scheidegger war damals von einem Hamburger Unternehmen ins Westallgäu gewechselt.

Nachfolger bei Liebherr-Aerospace steht noch nicht fest

Schoenemann ist seit 1990 in der Luftfahrtbranche tätig und aktuell auch Vize-Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie. Wer sein Nachfolger wird, steht nach Angaben von Liebherr-Aerospace noch nicht fest. Schoenemann werde den größten Arbeitgeber im Landkreis Lindau Ende März nächsten Jahres verlassen, bestätigt das Unternehmen.

Liebherr-Aerospace
Arndt Schonemann verlässt Liebherr.
Bild: Morlok Fotografie

Die Liebherr-Aerospace Lindenberg GmbH – zu ihr gehört auch der Standort in Friedrichshafen – hat eine dreiköpfige Geschäftsführung: Neben Schonemann gehören ihr Martin Wandel und Dr. Klaus Schneider an. Das Unternehmen ist einer der weltweit bedeutendsten Systemlieferanten der Luftfahrtbranche. Alle bekannten Flugzeughersteller nutzen Systeme von Liebherr-Aerospace.

Deutsche Flugsicherung hat 5600 Mitarbeiter

Schoenemanns neuer Arbeitgeber, die Deutsche Flugsicherung, kontrolliert mit 5.600 Mitarbeitern – darunter 2.200 Fluglotsen – den zivilen und militärischen Flugverkehr im deutschen Luftraum. Die DFS gehört vollständig dem Bund und hat ihren Hauptsitz in Langen bei Frankfurt.

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Die Gesellschaft hat vier Geschäftsführer. Schoenemann wird im Vorstandsgremium den Vorsitz haben. Der Liebherr-Manager bringe neben einer ausgeprägten unternehmerischen Erfahrung und Führungskompetenz auch eine hohe persönliche Affinität für technische Innovationen und Luftfahrtthemen mit, begründet die Vorsitzende des Aufsichtsrates, Tamara Zieschang (CDU) die Wahl Schoenemanns als neuen DFS-Chef. Zieschang ist auch Staatssekretärin im Verkehrsministerium.