Veranstaltung

Wegen Corona: Lindauer Hafenweihnacht abgesagt

Die Lindauer Hafenweihnacht wird dieses Jahr nicht stattfinden. Die Stadt hat sich eine Alternative überlegt.

Die Lindauer Hafenweihnacht wird dieses Jahr nicht stattfinden. Die Stadt hat sich eine Alternative überlegt.

Bild: Wolfgang Schneider (Archiv)

Die Lindauer Hafenweihnacht wird dieses Jahr nicht stattfinden. Die Stadt hat sich eine Alternative überlegt.

Bild: Wolfgang Schneider (Archiv)

Auch der Jahrmarkt findet in diesem Jahr nicht statt. Doch die Stadt hat sich eine Alternative überlegt.

05.09.2020 | Stand: 15:40 Uhr

Wegen Corona müssen die Lindauer Hafenweihnacht und der Jahrmarkt in diesem Jahr entfallen. Dies gab die Stadt Lindau in einer Pressemitteilung bekannt. Grund für die Absage, ist die Entscheidung der Bundesregierung, dass bis zum Ende des Jahres keine Großveranstaltungen mehr stattfinden. Bis zuletzt habe die Stadt doch auf eine Durchführung gehofft. Doch infektionsschutzrechtliche Gründe sprechen gegen eine Ausführung, heißt es vonseiten der Stadt.

Etwa 300.000 Menschen besuchen jährlich die Lindauer Hafenweihnacht, die sich über die Jahre zu einem beliebten Touristenziel entwickelt hat. „Genau in dieser Anziehungskraft liegt aber in Corona-Zeiten ein unkalkulierbares Risiko“, sagt Arnold Weiner, Leiter des City- und Eventmanagements der Stadt Lindau.

Selbst, wenn der Weihnachtsmarkt durchgeführt werden sollte, könnte die Stadt den Besucherandrang nicht steuern. „Zum anderen hat die Erfahrung gezeigt, dass sich auch die Besucher nicht immer coronakonform verhalten“, sagt Weiner. Auch Oberbürgermeisterin Claudia Alfons betont: „Unser wichtigstes Anliegen ist, dass unsere Bewohner, Besucher, Aussteller und Mitarbeiter gesund bleiben und der Jahrmarkt und die Lindauer Hafenweihnacht keine Ansteckungsquelle schaffen.“ Noch am Donnerstag betonte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: "Es ist unser Ziel, dass Weihnachtsmärkte stattfinden können."

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Die Lindauer Hafenweihnacht zählt zu einem der schönsten Weihnachtsmärkten in der Region.
Bild: Julius Osner/Kulturamt

Corona macht es unmöglich, Hafenweihnacht durchzuführen

Im Vorfeld habe die Stadt verschiedene Alternativen durchgespielt, die Hafenweihnacht trotz Corona stattfinden zu lassen. Doch die großräumige Durchführung im Altstadtbereich, machten es unmöglich, die Veranstaltung einzuzäunen. Zudem würde es keinen Sinn machen, die Fußgängerzone zu sperren und nur 200 Personen reinzulassen. Man müsste einen Wartebereich einrichten, in dem die Besucher mit 1,50 Meter Abstand stehen müssten. „Damit wäre die ganze Insel eine einzige Sperrfläche“, heißt es in der Pressemitteilung. Zum Schluss hätten auch die Verantwortlichen akzeptieren müssen, dass man mit keiner Alternative den Corona-Richtlinien nachkommen kann. (Alle aktuellen Entwicklungen zu Corona im Allgäu, Bayern und der Welt laufend in unserem Newsblog)

Für die mitwirkenden Schausteller und Marktkaufleute ist die Absage mit finanziellen Einbußen verbunden. Die Stadt Lindau kündigt deshalb an, mit dem Schaustellerverband zu sprechen und Möglichkeiten zu finden, die Attraktionen in vereinzelter Form anzubieten. Als Alternative zur coronabedingten Absage lädt die Stadt in diesem Jahr zur Lindauer „Weihnachtsinsel“ ein. „Wir wollen den Lindauerinnen und Lindauern weihnachtliche Vorfreude verbunden mit Sicherheit und einem guten Gefühl bieten“, sagt Alfons. Schon auf dem Weg zu Insel sollen die Besucher von einem stimmungsvollen Ambiente bezaubert werden, heißt es vonseiten der Stadt.

So sieht die Alternative in Lindau aus

Die Weihnachtsinsel soll sich nicht nur auf den Hafenbereich konzentrieren, sondern sich über alle Gassen erstrecken. Zudem soll niemand auf seine Lieblingsprodukte der Hafenweihnacht verzichten müssen. Auf der Internetseite www.lindauer-hafenweihnacht.de sind die Aussteller und Gastronomen zu finden, die normalerweise ihren Stand auf dem Weihnachtsmarkt gehabt hätten. „Besucher können den Kontakt mit den Händlern aufnehmen und online bestellen und diese zugleich in diesem schwierigen Jahr etwas unterstützen“, sagt Oberbürgermeisterin Alfons.