Corona-Regel in Bayern

Bayerns Fußball-Verband erwägt Klage gegen Staatsregierung

In den Amateur-Fußball-Ligen in Bayern rollt weiter kein Ball wegen Corona. Weil es für den Amateursport in Bayern - übrigens auch im Eishockey oder Handball - keinerlei Perspektive gibt, wird der Unmut immer stärker.

In den Amateur-Fußball-Ligen in Bayern rollt weiter kein Ball wegen Corona. Weil es für den Amateursport in Bayern - übrigens auch im Eishockey oder Handball - keinerlei Perspektive gibt, wird der Unmut immer stärker.

Bild: Olaf Schulze (Symbolbild)

In den Amateur-Fußball-Ligen in Bayern rollt weiter kein Ball wegen Corona. Weil es für den Amateursport in Bayern - übrigens auch im Eishockey oder Handball - keinerlei Perspektive gibt, wird der Unmut immer stärker.

Bild: Olaf Schulze (Symbolbild)

Weil Wettkampfsport mit Kontakt in Bayern für Amateure weiter verboten ist, könnte der Fußball-Verband gegen die Corona-Regeln der Staatsregierung klagen.

In den Amateur-Fußball-Ligen in Bayern rollt weiter kein Ball wegen Corona. Weil es für den Amateursport in Bayern - übrigens auch im Eishockey oder Handball - keinerlei Perspektive gibt, wird der Unmut immer stärker.
dpa
02.09.2020 | Stand: 11:25 Uhr

In der Debatte um eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs bei den Amateuren schließt der Bayerische Fußball-Verband (BFV) eine Klage gegen die Bayerische Staatsregierung nicht aus.

Es gehe nicht um eine "Sonderrolle für den Fußball, sondern um gleiches Recht für alle", beteuerte BFV-Präsident Rainer Koch am Mittwoch.

"Worin sich aber ein Konzert- oder Gottesdienstbesucher von einem Sportplatz-Zuschauer unterscheidet, wissen wir nicht und deshalb sagen uns unsere Fachanwälte, dass eine Klage gegen die Ungleichbehandlung des Amateurfußballs durch die Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung gute Erfolgsaussichten hätte."

Fußball-Verband: Wo ist der Unterschied zum Konzert oder Gottesdienst

Der Bayerische Fußball-Verband hat vom Land keine Rückmeldung erhalten, ob der Wettkampf-Spielbetrieb ab dem 19. September wieder aufgenommen werden darf. "Es ist für die meisten nicht nachvollziehbar, dass wir aktuell den Spielbetrieb nicht starten können, obwohl die Staatsregierung es längst wieder erlaubt, beispielsweise Konzerte oder Gottesdienste unter freiem Himmel zu veranstalten und dabei sogar bis zu 400 Zuschauer zugelassen sind", erklärte Koch weiter.

Der Gang vors Gericht sei "immer nur das letzte Mittel, das heißt, wir wollen weiterhin im Gespräch mit der Staatsregierung bleiben und hoffen weiterhin auf eine schnelle Lösung für den Amateurfußball in unserem Sinne", erläuterte Koch.

In einer Online-Umfrage unter den rund 45.00 Mitgliedsvereinen will der BFV nun erfahren, wie mit dem vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie untersagten Wettkampfspielbetrieb verfahren werden soll. Dabei geht es auch darum, ob der BFV für seine mehr als 1,6 Millionen Mitglieder juristisch aktiv werden soll.