Krebsvorsorge während der Pandemie

Bayerische Männer gehen weniger zur Krebsvorsorge - "Vorsorgemuffel" in der Corona-Pandemie

In Bayern gehen weniger Männer zur Krebsvorsorge-Untersuchung. Das geht aus den Zahlen der Techniker Krankenkasse für das Frühjahr 2020 hervor. (Symbolbild)

In Bayern gehen weniger Männer zur Krebsvorsorge-Untersuchung. Das geht aus den Zahlen der Techniker Krankenkasse für das Frühjahr 2020 hervor. (Symbolbild)

Bild: Christin Klose, dpa (Symbolbild)

In Bayern gehen weniger Männer zur Krebsvorsorge-Untersuchung. Das geht aus den Zahlen der Techniker Krankenkasse für das Frühjahr 2020 hervor. (Symbolbild)

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Weniger bayerische Männer als im Vorjahr nehmen im Frühjahr 2020 einen Krebsvorsorgetermin wahr. Die Krankenkassen begründen den Rückgang mit Corona.
In Bayern gehen weniger Männer zur Krebsvorsorge-Untersuchung. Das geht aus den Zahlen der Techniker Krankenkasse für das Frühjahr 2020 hervor. (Symbolbild)
dpa
04.02.2021 | Stand: 08:22 Uhr

Wegen der Corona-Pandemie sind nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) in Bayern weniger Männer zur Krebsvorsorge gegangen.

Krebsvorsorge: Bayerische Männer auf dem letzten Platz

"Bayerns Männer: Sie sind und bleiben Krebsvorsorgemuffel", schreibt die TK in einer Pressemitteilung. Im ersten Halbjahr 2020 nahmen 10,6 Prozent der bei der TK versicherten Männer einen Früherkennungstermin wahr. Das seien rund zwei Prozentpunkte weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

"Die bayerischen Männer rutschen damit im Bundesländervergleich vom vorletzten auf den letzten Platz", sagte Christian Bredl, Leiter der TK in Bayern. Krebs ist laut TK bei den Männern im Freistaat für jeden vierten Todesfall verantwortlich. Ob die Zahlen im dritten und vierten Quartal ebenfalls rückläufig waren, stehe erst im Frühsommer dieses Jahres fest, wenn der Krankenkasse die Daten vorliegen.

Auch Frauen nehmen Vorsorgeuntersuchungen weniger wahr

Auch bei den bayerischen Frauen ging die Quote im ersten Halbjahr 2020 gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozentpunkte zurück, auf 25,4 Prozent. Im Ländervergleich rutschten die Frauen im Freistaat allerdings von Platz 14 auf Platz sieben. Krebs ist der Krankenkasse zufolge bei den Frauen für jeden fünften Todesfall verantwortlich.

Die TK hat die Vorsorgedaten in Bayern von knapp 900 000 anspruchsberechtigten Versicherten ausgewertet; bundesweit von rund sieben Millionen. Deutschlandweit gingen die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr auch zurück.

Corona-Pandemie könnte Grund für sinkende Nachfrage sein

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Auch die Barmer geht von einem Rückgang der Krebsvorsorgeuntersuchungen wegen Corona aus. "Ich empfehle allen, die ihre Krebsvorsorge aus Angst vor einer Infektion oder wegen eingeschränkt geöffneter Arztpraxen verschoben haben, die wichtigen Untersuchungen so bald wie möglich nachzuholen", sagte Claudia Wöhler, Landesgeschäftsführerin der Barmer in Bayern. "Keinesfalls sollte hiermit auf das Ende der Pandemie gewartet werden, im Ernstfall könnte dadurch wertvolle Zeit verloren gehen."

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