Corona-Impfung

Erneut Impfschwindel im Pflegeheim - 20 Angehörige in Kreis Schwandorf geimpft

In der Oberpfalz haben mindestens 20 nicht berechtigte Personen eine Corona-Impfung erhalten.

In der Oberpfalz haben mindestens 20 nicht berechtigte Personen eine Corona-Impfung erhalten.

Bild: Andrew Matthews, dpa (Symbolbild)

In der Oberpfalz haben mindestens 20 nicht berechtigte Personen eine Corona-Impfung erhalten.

Bild: Andrew Matthews, dpa (Symbolbild)

Die Angehörigen waren nicht für die Corona-Impfung im Kreis Schwandorf berechtigt. Wie der Schwindel aufgeflogen ist.
In der Oberpfalz haben mindestens 20 nicht berechtigte Personen eine Corona-Impfung erhalten.
dpa
18.02.2021 | Stand: 13:27 Uhr

In der Oberpfalz haben nach Angaben des Landratsamtes Schwandorf in einem Pflegeheim mindestens 20 nicht berechtigte Personen eine Corona-Impfung erhalten. Wie der Sprecher der Kreisbehörde, Hans Prechtl, am Donnerstag berichtete, habe das Heim die Impf-Kandidaten als Mitarbeiter ausgegeben, damit die Betroffenen eine Dosis erhielten. Tatsächlich habe es sich nur um Angehörige von Mitarbeitern des Heims gehandelt. Zuvor hatten mehrere Medien über den Impfschwindel berichtet.

Vordrängler bei Impfungen in ganz Deutschland

Seit einiger Zeit gibt es aus ganz Deutschland Berichte über Vordrängler bei den Impfungen. Insbesondere Kommunalpolitiker hatten sich bereits impfen lassen, obwohl sie noch nicht an der Reihe waren. In zwei Augsburger Pflegeheimen ließen die Heimleiter ihre Lebenspartner impfen. Auch dort sollen diese fälschlich als Mitarbeiter ausgegeben worden sein. Augsburgs Bischof Bertram Meier hatte sich erst am Mittwoch öffentlich dafür entschuldigt, dass auch er sich eine frühe Impfung gesichert hatte.

Dem Schwandorfer Impfteam war der Schwindel wegen Namensdoubletten aufgefallen, als die Geimpften nachträglich ins Computersystem aufgenommen wurden. "In erstaunlich vielen Fällen sind dabei Familiennamen mehrfach aufgefallen", sagte Prechtl. Durch Recherchen kam dann der Schwindel ans Licht.

Das Landratsamt hat den Vorfall den Aufsichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft gemeldet. Diese Stellen müssten nun entscheiden, ob es Konsequenzen gibt, erklärte der Behördensprecher.