Polizei rät: Erst mal miteinander reden

Corona-Verstöße an Weihnachten - nicht gleich Polizei rufen

Ausgangssperre, Kontaktbeschränkungen, Corona-Verordnungen - die Polizei wird an den stillen Tagen viel zu tun haben.

Ausgangssperre, Kontaktbeschränkungen, Corona-Verordnungen - die Polizei wird an den stillen Tagen viel zu tun haben.

Bild: Sebastian Gollnow, dpa (Symbolbild)

Ausgangssperre, Kontaktbeschränkungen, Corona-Verordnungen - die Polizei wird an den stillen Tagen viel zu tun haben.

Bild: Sebastian Gollnow, dpa (Symbolbild)

Zu viele Feiernde an Weihnachten? Die Polizei-Gewerkschaft ruft dazu auf, rund ums Fest nicht bei jedem vermuteten Corona-Verstoß die Ermittler zu alarmieren.
Ausgangssperre, Kontaktbeschränkungen, Corona-Verordnungen - die Polizei wird an den stillen Tagen viel zu tun haben.
dpa
22.12.2020 | Stand: 12:30 Uhr

"Ich würde erstmal selbst zu den Nachbarn gehen und - falls da wirklich zu viele Leute sind - sie bitten, sich an die Regeln zu halten", sagte Jörg Radek, Vize-Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), der "Süddeutschen Zeitung" (Dienstag). "Man sollte nicht immer sofort die Polizei rufen. Diese Pandemie erfordert von uns allen auch ein Stück Zivilcourage."

Corona-Kontrolle: Polizei klingelt nicht ohne Hinweis an der Haustür

Die Polizei werde nicht "anlasslos von Haus zu Haus gehen und nachzählen, wie viele Leute am Tisch sitzen", sagte er. "Das ginge auch gar nicht, das wäre ein Verstoß gegen das Grundrecht auf Unversehrtheit der Wohnung. Aber wenn wir Hinweise bekommen, dass irgendwo Regeln verletzt werden, dann gehen wir dem nach."

Auch über die Feiertage gelten wegen Corona Kontaktbeschränkungen, große Familienzusammenkünfte sind nicht erlaubt (Einen Überblick, welche Regeln an Weihnachten und Silvester im Allgäu und in Bayern gelten, geben wir hier).