Burgglöckler Fehla

Die "Steirische" dearf bei deana zwoi Fehla it fehla

Mit der Steirischen auf Erfolgskurs: Die Cousinen Theresa und Alexandra sind die Burgglöckler Fehla.

Mit der Steirischen auf Erfolgskurs: Die Cousinen Theresa und Alexandra sind die Burgglöckler Fehla.

Bild: Tobias Schuhwerk

Mit der Steirischen auf Erfolgskurs: Die Cousinen Theresa und Alexandra sind die Burgglöckler Fehla.

Bild: Tobias Schuhwerk

Zwei Cousinen, eine seltene Kombination: Theresa (16) und Alexandra (12) aus Au-Thalhofen (Gemeinde Fischen) haben sich der Steirischen Harmonika  verschrieben. Als "Burgglöckler Fehla" begeistert das Duo ein immer größer werdendes Publikum. Grund genug für einen Hausbesuch mit Stubenmusik.
17.01.2018 | Stand: 17:22 Uhr

Wo die "Burgglöckler Fehla" auftreten, ist Applaus gewiss. Vor Kurzem zum Beispiel umrahmten Theresa Schneider und Alexandra Althaus die Buchpräsentation von Mundart-Autorin Erika Lindner ("Huimat - Seelehuimat") in Sonthofen musikalisch. "Egal ob schwungvoll oder ruhig: Die beiden spielen einfach super", schwärmte danach Simon Gehring, Vorsitzender des Fördervereins Mundart Allgäu. Das Prädikat "hervorragend" erhielten die Burgglöckler Fehla auch bei einem Musik-Wettbewerb in Passau bescheinigt.

"Wir harmonieren miteinander, lieben die Volksmusik. Jede von uns träumte schon als kleines Kind davon, später einmal 'Steirische' zu spielen", erzählen die Cousinen, die seit zwei Jahren zusammen auftreten. Was viele unbedarfte Zuhörer kaum glauben können: Die beiden Mädels können keine Noten lesen, wie sie schmunzelnd verraten. "Wir spielen alles nach Gehör." 

Bis sie ein neues Stück beherrschen, brauchen sie unter Anleitung ihres Musiklehrers Rainer Metzger (Oberstdorf) selten länger als zwei Wochen. Mittlerweile umfasst ihr Repertoire über 30 Werke. Eines ihrer Lieblingsstücke hat der Oberstdorfer Ludwig Speiser geschrieben: das anspruchsvolle "Am Himmeleck", benannt nach dem Himmelecksattel in den Allgäuer Alpen.

In die Berge gehen die beiden Fehla ohnehin gerne. "Wir sind echte Allgäuer. Bodenständig, traditionsverbunden und gerne in der Natur", erzählt Theresa. Die angehende Arzthelferin arbeitete im vergangenen Sommer fleißig auf der Alpe Zunkleiten im Bolgental (Bolsterlang). So oft es geht, greift sie zur "Steirischen". Genau wie ihre Cousine, die die Mittelschule besucht. Beide haben - unabhängig von einander - jeweils mit neun Jahren angefangen, die mehrere Kilo schwere Steirische zu spielen. Vorher trillerten beide auf der Blockflöte.

Doch die war schnell vergessen, als sie erstmals Quetschen spielten. "Der Klang und die Melodien sind so schön", sind sie sich einig. Als sie vor zwei Jahren erstmals miteinander musizieren, merken sie schnell, dass das Zusammenspiel passt. Auch ein Name war schnell gefunden: Burgglöckler Fehla (Mädels). Benannt sind sie nach dem Trachtenverein Burgglöckler Au-Thalhofen - deren Wahrzeichen die  „Schöllanger Burgkirche“ ist. Die Glocke der Burgkirche ist beim Läuten in allen Ortsteilen gut zu hören.

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Genauso wie die beiden Fehla, wenn sie nach Herzenslaune auf ihren Steirischen spielen.