Oktoberfest

Disziplinarverfahren: Früherer Chef der Wiesn-Wache wird versetzt

Die Wiesn-Wache kümmert sich um Vorfälle auf dem Oktoberfest - nun steht allerdings der ehemalige Chef im Fokus, da er interne Informationen weitergegeben haben soll.

Die Wiesn-Wache kümmert sich um Vorfälle auf dem Oktoberfest - nun steht allerdings der ehemalige Chef im Fokus, da er interne Informationen weitergegeben haben soll.

Bild: Sven Hoppe

Die Wiesn-Wache kümmert sich um Vorfälle auf dem Oktoberfest - nun steht allerdings der ehemalige Chef im Fokus, da er interne Informationen weitergegeben haben soll.

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Der Polizist soll einem befreundeten Wirt von einer Razzia erzählt haben. Nun drohen Konsequenzen - und er wurde befördert.
Die Wiesn-Wache kümmert sich um Vorfälle auf dem Oktoberfest - nun steht allerdings der ehemalige Chef im Fokus, da er interne Informationen weitergegeben haben soll.
dpa
21.11.2020 | Stand: 11:29 Uhr

Gegen den früheren Chef der Münchner Wiesn-Wache läuft ein Disziplinarverfahren. "Der Polizeipräsident Thomas Hampel hat zudem entschieden, den Beamten bis auf Weiteres außerhalb des Präsidiums einzusetzen", sagte ein Sprecher der Behörde am Samstag. Zuerst hatte die Bild-Zeitung über die Vorwürfe gegen den 50-Jährigen berichtet.

Demnach soll er im Jahr 2018 vor einer Razzia im Festzelt "Winzerer Fähndl" den Wirt gewarnt haben. Die Fahnder von Zoll und Steuerfahndung hatten bei ihrer Kontrolle vor allem die Reinigungsfirma des Zeltes im Visier.

Welche Folgen hat das für den Polizisten?

Wegen seines Tipps an den Wirt erhielt der Beamte einen Strafbefehl der Staatsanwaltschaft. Das Verfahren soll inzwischen rechtskräftig abgeschlossen und die Strafe bezahlt worden sein. "Jetzt ermittelt das Landeskriminalamt im Disziplinarverfahren, welche persönlichen Folgen das Verhalten hat." Laut Polizei wollte sich der Betroffene zunächst nicht zu den Vorwürfen äußern.

Für zusätzliches Aufsehen hatte die Beförderung des 50-Jährigen gesorgt. Er wurde im April dieses Jahres zum Polizeidirektor ernannt. "Das ist aber grundsätzlich nicht unüblich, da noch kein dienstrechtliches Verfahren in Gang war", betonte der Sprecher des Polizeipräsidiums.

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