Traumkulisse

DSDS am Forggensee: Wie Dieter Bohlen Allgäuer Talente castet

Deutschland sucht den Superstar in Füssen

„Deutschland sucht den Superstar“ dreht für die neue Staffel am Festspielhaus in Füssen. In der Jury sitzen (von links): Popstar Xavier Naidoo, Tänzerin Oana Nechiti, Sänger Pietro Lombardi und Musikproduzent Dieter Bohlen.

Bild: Benedikt Siegert

„Deutschland sucht den Superstar“ dreht für die neue Staffel am Festspielhaus in Füssen. In der Jury sitzen (von links): Popstar Xavier Naidoo, Tänzerin Oana Nechiti, Sänger Pietro Lombardi und Musikproduzent Dieter Bohlen.

Bild: Benedikt Siegert

"Mensch, Du, das ist doch der Dieter!" Richtig:  Für die nächste Staffel von "Deutschland sucht den Superstar" castete Dieter Bohlen mit seinen Jury-Kollegen Talente vor der traumhaften Kulisse des Forggensees mit Blick auf Schloss Neuschwanstein. Mehr darüber liest Du hier. 
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Von Felix Futschik, Benedikt Siegert
04.09.2019 | Stand: 16:35 Uhr

Aleksandar Davidovic steht im Barockgarten des Festspielhauses in Füssen. Der 42-jährige Kaufbeurer ist mit seiner Tochter Lea an den Forggensee gekommen. Sie wollen hautnah dabei sein. Seit gestern zeichnet der Fernsehsender RTL in Füssen Teile der neuen Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ auf. Sendestart ist Anfang nächsten Jahres.

Die Kaufbeurer Aleksandar Davidovic und Tochter Lea schauen gerne die Castings von „Deutschland sucht den Superstar“.
Die Kaufbeurer Aleksandar Davidovic und Tochter Lea schauen gerne die Castings von „Deutschland sucht den Superstar“.
Bild: Benedikt Siegert

„Das ist schon ein unvergesslicher Moment“, sagt Davidovic. Eigentlich sollte niemand bei den Dreharbeiten dabei sein, die Aufzeichnung war in einem Raum im Festspielhaus geplant. Aber wegen des schönen Wetters hatte sich das Filmteam dazu entschlossen, nach draußen zu gehen. So sitzen also Musikproduzent Dieter Bohlen, die Popstars Xavier Naidoo und Pietro Lombardi sowie Tänzerin Oana Nechiti mit dem Rücken zum Forggensee und zu Schloss Neuschwanstein. Die Jury entscheidet, wer in der Casting-Show eine Runde weiterkommt.

„Dass wir so nah rankommen ist klasse“, sagt Davidovic. Er kennt die Sendung aus dem Fernsehen. Die Castings findet der 42-Jährige am besten: „Die Live-Shows sind dagegen langweilig.“ Etwa 200 Zuschauer stehen am Wegesrand und verfolgen die Show. Direkt nach ihrem Auftritt erfahren die Sänger, wie es für sie weitergeht. Der eine erreicht die nächste Runde, für den anderen ist an dieser Stelle Schluss. Mit gesenktem Kopf läuft eine junge blonde Frau vom Barockgarten zurück in den Warteraum. Sie kommt nicht in die nächste Runde, den sogenannten Recall. Ein Mitarbeiter von RTL empfängt sie: „Tut mir Leid.“ Sprechen können wir mit den Teilnehmern nicht, der Sender schirmt sie ab.

Manchmal, sagt Davidovic, finde er einen Kandidaten richtig gut, aber die Jury sehe das komplett anders. Über die Sprüche von Dieter Bohlen sagt der Kaufbeurer nur: „Bohlen ist Bohlen, man kennt ihn nicht anders.“ Seiner Tochter Lea gefällt der Dreh. „Das ist genau wie im Fernsehen.“

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DSDS-Casting in Füssen 2019

Vor dem Festspielhaus hoffen einige, nicht nur die Aufzeichnung zu sehen, sondern auch mitmachen zu können. Denn während direkt am See gedreht wird, gibt es im Festspielhaus noch ein weiteres Casting für Kurzentschlossene. Talentscouts entscheiden, wer noch bei den Dreharbeiten dabei sein darf. Bundesweit gibt es 26 Castings, zum Beispiel in München, Dortmund oder Erfurt.

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Eine der jungen Frauen, die Deutschlands Superstar werden möchte, ist Janine Lohr. Mit ihrem Freund ist die 24-Jährige vier Stunden lang von Linz (Oberösterreich) ins Ostallgäu gefahren. „Ich war super aufgeregt und nervös“, sagt Lohr. Sie hat den Song „Best Part“ von Daniel Caesar eingeübt. „Ich singe schon immer“, erzählt sie. Vor Dieter Bohlen wird sie in dieser Staffel allerdings nicht mehr singen – es hat nicht gereicht. Sie hatte es schon einmal versucht, damals in Köln. „Diesmal war es aber das letzte mal“, sagt Janine Lohr.

Lorena Catania hat ihren Auftritt noch vor sich. Die 15-Jährige ist aus dem Schweizer Aargau nach Füssen gekommen. Sie will die Jury mit „Talking To The Moon“ von Bruno Mars überzeugen. Die Sprüche von Bohlen nimmt sie nicht persönlich. „Er ist ehrlich und das ist gut“, sagt Catania. Sie umarmt ihre Mutter und verschwindet hinter der Türe des Festspielhauses.